Facebook Seite Feed abonnieren

Der schönste erste Satz von John Galsworthy

3. Oktober 2007 | Von | Kategorie: Bücher, Der schönste erste Satz

John GalsworthyAn einem Nachmittag, anfang Juni, ging er die Holywell-Straße entlang; auf seinem dichten, dunklen Haar trug er keine Mütze, und sein kurzes, talarartiges Gewand hing lose über die Arme herab.

Die dunkle Blume von John Galsworthy

John Galsworthy, geboren am 14. August 1867 in Kingston Hill, Surrey, England, gestorben im Januar 1933 in London, war ein englischer Schriftsteller und Dramatiker. Seine Romanreihe The Forsyte Saga gilt als ein Klassiker der modernen englischen Literatur.

Als Sohn wohlhabender Eltern besuchte Galsworthy eine bekannte Privatschule in Harrow. Er studierte am New College der Universität Oxford mit dem Ziel, Rechtsanwalt zu werden. Nachdem er Freundschaft mit Joseph Conrad geschlossen hatte, entschloss er sich, Schriftsteller zu werden.

Sein erstes Schauspiel The Silver Box wurde 1906 mit Erfolg aufgeführt. Im gleichen Jahr schrieb er den Roman The Man of Property, den ersten Teil der erfolgreichen Reihe The Forsyte Saga. 1921 wurde er der erste Präsident der internationalen Schriftstellervereinigung P.E.N..

1932 erhielt Galsworthy für die The Forsyte Saga den Nobelpreis für Literatur.
Galsworthys bekannteste Werke sind bis heute die Romanreihe The Forsyte Saga sowie deren Fortsetzungen A Modern Comedy und End Of The Chapter.

Viele seiner Werke enthalten Kritik an der sozialen Lage, vor allem am britischen Klassensystem. In zahlreichen Romanen und Dramen kritisierte er – oftmals durch ironische Schilderung des Großbürgertums und des Adels – den Materialismus der Oberklasse. Ein anderes wiederkehrendes Motiv ist die Darstellung von unglücklich verheirateten Frauen.

Galsworthys Romane zeichnen sich durch lebendige Charaktere, Stilreinheit, geschickte Dialogführung und (durch ihre einfache, aber effektive Konstruktion) gute Lesbarkeit aus.

Die dunkle Blume: Die Geschichte des Mark Lennan und seiner Liebeserfahrungen im Frühling, Herbst und Sommer seines Lebens, eines der (zu Unrecht) nicht so bekannten Werke von John Galsworthy.

Kurios übrigens: Das Buch steht komplett (bis auf das Ende des letzten Satzes) im Internet, und zwar auf einer Seite, die sich folgendes hehere Ziel gesetzt hat:

Mehr Bücher von den unterschiedlichen Sprachen in seltene Sprachen übersetzen und sie zur Verfügung stellend in solchen Sprachen, daß sie nie dargestellt worden sind, bevor wir versuchen, Kultur des Ablesens in den Massen zu verbreiten. Unsere Mannschaft arbeitet auf diesem großen Projekt und hofft, daß seine Arbeit in hohem Grade von allen Besuchern und von Lesern dieses Aufstellungsortes geschätzt wird.

Die deutsche “Übersetzung” von “The Dark Flower” gibt es hier, in insgesamt 249 Kapiteln (!!!). Ein Babelfish-Lesespaß der besonderen Art… ;-)

Tweet about this on TwitterShare on Google+Share on Facebook

22 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. klingt irgendwie nach einem historischen Roman :-)

  2. Spielt in London…aber wann?

  3. wegen der Straße?

  4. hi Don, der Satz ist total “googlesicher” – bitte um einen Tipp – komme überhaupt nicht weiter – es sei denn, es ist etwas von Charles Dickens, das einzige was im französischen Keyword-Sektor ausgespuckt wird :lol:

  5. Das Buch ist nicht von Charles Dickens!

    Tipp 1:
    Der Autor ist Engländer und Nobelpreisträger (den Preis erhielt er kurz vor seinem Tod).

    Tipp 2:
    Das gesuchte Buch ist eher ein zeitgenössischer Roman, wurde vor knapp 100 Jahren geschrieben und rankt sich um die drei herausragendsten Liebeserfahrungen eines Künstlers.

    Nun aber…

  6. ach Don, nun aber? Ist gar nicht so einfach!!!!
    Also, es sollte “Indische Erzählungen” von Kipling sein – passt aber nicht so ganz zu deinen Tipps. Das Problem ist, dass Kipling 1936 gestorben ist und schon 1907 den Nobelpreis bekam und “Indische Erzählungen”, in dem es zwar um drei herausragende Liebschaften ( :-) 1. Übereinstimmung) geht, ist ja aus Veröffentlichungen z. T. aus 1888 erst 2006 erschienen, hm, also kann es gar nicht Kipling sein, gell :lol:

  7. Stimmt, Kipling st es nicht!

    Tipp 3:
    Er erhielt den Nobelpreis für eine weltberühmte Romanreihe, deren Verfilmung in den frühen 1970ern über zig Folgen auch im deutschen Fernsehen lief.

  8. aha – dann weiß ich es!!!!! Endlich :-)
    John Galsworthy (* 14. August 1867 in Kingston Hill, Surrey, England; † 31. Januar 1933 in London) war ein englischer Schriftsteller und Dramatiker. Seine Romanreihe The Forsyte Saga gilt als ein Klassiker der modernen englischen Literatur.
    1932 erhielt Galsworthy für die The Forsyte Saga den Nobelpreis für Literatur.
    Er starb 1933 an den Folgen eines Gehirntumors.
    * The Forsyte Saga (dt. Die Forsyte-Saga, erste “Trilogie” mit zwei “Einschüben”)
    o The Man Of Property (1907, dt. Der reiche Mann)
    o The Indian Summer Of A Forsyte (1918, dt. Nachsommer – “Einschub”)
    o In Chancery (1920, dt. In Fesseln)
    o Awakening (1920, dt. Erwachen – “Einschub”)
    o To Let (1921, dt. Zu vermieten)

    Oh ja, das Problem war, dass ich keinen Bezug zu den “drei herausragendsten Liebeserfahrungen eines Künstlers” herstellen konnte, habe es nicht gelesen und auch nicht im Fernsehen verfolgt.
    Na warte, werde mich rächen ;-)
    (war aber sehr anregend!) LG

  9. Moment, Moment! Kein verfrühter Jubel! Der Tipp mit dem Nobelpreis galt der Person des Autors, nicht dem gesuchten Buch. Da möchte ich natürlich immer noch gerne wissen, wie es heißt!

    Tipp 4:
    Die Grob-Gliederung des Buches orientiert sich an den Jahreszeiten.

  10. :lol: fall gleich vom Stuhl hier! – später, kann jetzt gar nicht….

  11. ok – also, ich kann es gar nicht fassen, aber ich kann gar nichts über die einzelnen Titel der Forsyte-Saga herausbekommen – war heute sogar in einer riesigen Buchhandlung und die hatten nicht eines vorrätig. Ich glaube, es ist nicht “Der reiche Mann” (hier gibt es zwar einen Sohn, der sich als Maler versucht und mit einem Kindermädchen durchbrennt, aber der hat scheinbar ansonsten keine Affären) sondern “Nachsommer” – aber rein intuitiv – falls es nicht stimmt, werde ich weiter raten müssen :-) arrgghh…

  12. Ach du Arme, hier also noch mal ganz eindeutig: Der Tipp mit dem Nobelpreis galt dem Autor, nicht dem Buch – und das gesuchte Buch hat mit der Forsyte-Saga absolut nix zum doa, außer, dass es auch von Galsworthy ist! Und da mir nichts ferner liegt als Sadismus, kriegste noch nen Tipp:

    Tipp 5:
    Die Jahreszeiten, um die es geht, sind Frühling, Sommer und Herbst als Abschnitte im Leben des besagten Künstlers.

    PS: Hat ganz schön viel geschrieben, der gute Galsworthy, gelle? Aber wem sag ich das… :cool:

  13. Guten Tag,

    ich hoffe, daß ich hier nicht allzu vorlaut hereinplatze mit meinem Lösungsvorschlag “The Dark Flower” von 1913.

    Und gute Nacht.
    Anjelka

  14. Bravo, Anjelka! :top:

    “Die dunkle Blume”: Die Geschichte des Mark Lennan und seiner Liebeserfahrungen im Frühling, Herbst und Sommer seines Lebens, eines der (zu Unrecht) nicht so bekannten Werke von John Galsworthy.

    Kurios übrigens: Das Buch steht komplett (bis auf das Ende des letzten Satzes) im Internet, und zwar auf einer Seite, die sich folgendes hehre Ziel gesetzt hat:

    Mehr Bücher von den unterschiedlichen Sprachen in seltene Sprachen übersetzen und sie zur Verfügung stellend in solchen Sprachen, daß sie nie dargestellt worden sind, bevor wir versuchen, Kultur des Ablesens in den Massen zu verbreiten. Unsere Mannschaft arbeitet auf diesem großen Projekt und hofft, daß seine Arbeit in hohem Grade von allen Besuchern und von Lesern dieses Aufstellungsortes geschätzt wird.

    Die deutsche “Übersetzung” von “The Dark Flower” gibt es hier, in insgesamt 249 Kapiteln (!!!). Ein Babelfish-Lesespaß der besonderen Art… ;-)

  15. ach Anjelka, du bist meine Rettung!!! Herzlich willkommen und ich gönne dir von Herzen den Keks, falls der Don denn nun endlich zufrieden ist und “Die dunkle Blume” akzeptiert. Hast du dich mit Galsworthy näher beschäftigt oder war es Zufall?
    Ich hoffe, du kennst die Spielregeln und weißt, dass der Gewinner einen Neuvorschlag macht. Würde mich sehr freuen, wenn du dich an unserem Rätsel beteiligen würdest.
    @Don: wo hast du das denn ausgegraben? Es handelt sich doch um “Die dunkle Blume” – bin mir ziemlich sicher, passt auch besser zu deinem zweiten Tipp bzgl. Alter des Buches. Puh, das war echt nicht einfach und ich habe mich viel zu sehr auf die Forsyte-Saga gestürzt, das lag wohl daran, dass ich auf keine Veröffentlichung zwischen 1907 und 1918 gestoßen bin. Na ja, war trotzdem interessant und lehrreich :-)

  16. jetzt warst du auch noch schneller, tztztztz…

  17. ja, auf die Seite mit diesem Kauderwelsch bin ich auch gestoßen – aber wieso habe ich das Buch und den Satz nicht gefunden? Danke für den Link…

  18. @Dolcevita:
    Ausgegraben habe ich es aus meiner Bücherwand, wo denn sonst?
    Und der Satz, so wie er bei Klanoms steht, hat mit dem Original wahrlich wenig zu tun…

    @Anjelka:
    Tja, jetzt bist du dran!

  19. von wann ist deine Ausgabe? Mich hat es wirklich gewundert, dass es beim “Hugendubel” (Münchens größte Buchhandlung) nicht ein Buch von Galsworthy zu kaufen gibt.

  20. Einen schönen guten Tag allerseits!

    Eben komme ich heim und entdecke, daß ich jetzt mit einem ersten Satz gefordert bin. Nein, dolcevita, die Spielregeln kenne ich nicht. Kann mir jemand kurz sagen, ob es irgendetwas Besonderes zu berücksichtigen gilt und wo ich meinen “Ersten Satz” platzieren soll? Ich hätte schon eine Idee. Wirklich SCHÖN sein muß er aber nicht, oder?

    Schöne Grüße,
    Anjelka

  21. @dolcevita

    Nein, ich habe mich nie mit Galsworthy beschäftigt. Daß ich seinerzeit die Fosyte-Saga im TV gesehen habe, kann man ja schwerlich als “Beschäftigung mit Galsworthy” bezeichnen. Ohne die Hinweise wäre ich auch nicht drauf gekommen, aber mit Hinweisen gab es nur noch das Problem, unter den zeitlich knapp 100 Jahre alten Galsworthy-Sachen den Text zu finden, der nach Jahreszeiten gegliedert ist. Und den fand ich nach einigem Suchen auf der amerikanischen Gutenberg-Seite.

  22. @dolcevita:
    Ich habe die Fackelverlag-Ausgabe von 1958 mit der autorisierten Übersetzung von Leon Schalit, der einen Großteil des Gesamtwerks von Galsworthy übersetzt hat.

Schreibe einen Kommentar