Münchner Ostermarsch für den Weltfrieden

dove_mucWer an Ostern ein Zeichen für den Weltfrieden setzen will, kann am Ostersamstag, den 22. März, am traditionellen Ostermarsch teilnehmen. Dieser wird wie immer vom Münchner Friedensbündnis organisiert. Das Motto lautet in diesem Jahr:

„Völkerrecht statt Faustrecht!“

peaceLos geht es um 11 Uhr am Orleansplatz mit Richard Forward vom Munich American Peace Committee. Der Demonstrationszug bewegt sich dann zum Marienplatz, wo sich ab etwa 12.30 Uhr alle Teilnehmer zur Kundgebung mit Infomarkt und Musik sammeln. Als Redner treten unter anderem Paul Kleiser vom Sozialforum München, Walter Listl vom Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus sowie Rechtsanwältin Angelika Lex auf.

Die Truderinger Frauen für Frieden und Abrüstung werden einen Sketch aufführen. Vor dem Abmarsch findet um 9.45 Uhr ein Ökumenischer Gottesdienst in Sankt Johannes am Preysingplatz statt.

Jesus Christ Superstar im Prinzregententheater – ein Stimmungsbericht

Wenn man Karten für eine Veranstaltung im Prinzregententheater in München hat, eignet sich das von Alfons Schuhbeck betriebene Café und Restaurant Prinzipal besonders gut als Treffpunkt. Vom Prinzipal gelangt man durch den Gartensaal des Theaters direkt ins Foyer. Wir trafen uns also am Montagabend zu viert im Restaurant, aßen gemeinsam, der Ober bot an unsere Jacken und Mäntel im Restaurant zu belassen, und so nahmen wir dann kurz vor acht Uhr unsere Plätze in der 10. Reihe ein.

Das Theater war voll besetzt, einige Akteure beschäftigten sich mit Dehnübungen auf der Bühne. Um Punkt acht eröffnete die Michael-Fuchs-Band und das Orchester der Staatsoperette Dresden mit der Overture zu Jesus Christ Superstar die Rockoper. Nun muss ich erwähnen, dass ich als Fan des Originals von Andrew Lloyd Webber mit den Texten von Tim Rice jedes der 22 Stücke in-und auswendig kenne. Meine Begleiter entgegen waren ziemlich unvoreingenommen. Heimlich mitsingen konnte ich also aufgrund der deutschen Texte von Anja Hauptmann nicht. Nun gut, die Musik war authentisch, die Band spielte während der ganzen Vorstellung auf einem Podest im Hintergrund der Bühne absolut genial!

Das Bühnenbild von Katja Schröder war in Grau gehalten, vereinzelte graue Quader und Platten in unterschiedlichen Größen, teilweise aufeinander gebaut, symbolisierten durchaus passend die Handlungsorte und dienten den Darstellern als Plattformen.

Verführerisch, in einem schwarzen Netz-Shirt, und stimmgewaltig agierte Matthias Pagani als Judas in seiner Rolle. Leider hatte er mit technischen Problemen zu kämpfen, sein Mikrophon funktionierte nicht immer, in seinem letzten Solo fiel es stellenweise ganz aus. Mit Dirk Zöller als Jesus und Superstar hatte ich so meine Probleme. Mir fehlte an ihm vielleicht die Ernsthaftigkeit und Überzeugung mit der Ian Gillan die Rolle verkörpert. Im Gegensatz zu Yvonne Elliman, die im Original sehr sanft und einfühlsam singt, kam die Stimme von Judith C. Jakobs als Maria Magdalena kräftiger, aber durchaus gut, rüber.

Die Gruppe der Anhänger von Jesus spielten, im Kontrast zum in Grau gekleideten Volk, im bunten Hippie-Outfit. Der ständige Wechsel der Dramaturgie und Handlungsabfolge zur Musik verschiedenster Stile wie Rock, Jazz, Elemente des Gospel und Schlager erzeugten einen kurzweiligen unterhaltsamen Abend und machen bis heute den besonderen Reiz der Rockoper aus.

Ballett, Chor, Girls-Choir, Statisterie und Mitglieder des Orchesters der Staatsoperette Dresden gastieren noch bin zum 22. März im Prinzregententheater. Die Vorstellung dauert 1 Stunde und 45 Minuten, ohne Pause. Die Karten kosten zwischen 33 und 78 Euro. Ich finde es lohnt sich!

Münchner Literaturbüro hat das Literaturblatt neu aufgelegt

Ende 2005 wurde das „alte“ Literaturblatt des Kulturreferats eingestellt. Es gab Protestveranstaltungen, Pressekommentare und viele Schreiben, aber alle Rettungsversuche nützten nichts, eine Lücke wurde aufgerissen und viele Veranstalter registrierten einen Besucherschwund. Der von der Stadt angepriesene Online-Kalender konnte das Literaturblatt, das kostenlos in Buchhandlungen und Kultur-Institutionen ausgelegen und einen Überblick über die Literaturszene der Stadt geboten hatte, nicht ersetzen.

Stein Vaaler ist möglicherweise zusammen mit seinen Kollegen vom Münchner Literaturbüro Retter des „Literaturblattes“, denn seit diesem Monat gibt es ein neues Literaturblatt, die „Literaturseiten München“. In einer Auflage von 10 000 Stück wird es von freiwilligen Helfern an 100 Stellen in der Stadt ausgelegt. Die Redaktion des beidseitig bedruckten DIN-A3 Blatts und der noch ausführlicheren Internet-Ausgabe (www.literaturseiten-muenchen.de) besteht aus sechs bis sieben Leuten.

Wenn sich weitere Anzeigenkunden oder gar ein Sponsor finden, möchte man auf vier Seiten erweitern. Eine unschätzbare Unterstützung wäre sicher auch der Zuschuss der Stadt, auf den Vaaler hofft. Das Kulturreferat steht der Initiative „wohlwollend“ gegenüber, möchte aber zunächst „prüfen, in welcher Form Unterstützung möglich ist“.

Taslima Nasreen will aus gesundheitlichen Gründen Indien verlassen

Die in Indien faktisch unter Hausarrest stehende Schriftstellerin Taslima Nasreen will aus gesundheitlichen Gründen ihre Wahlheimat verlassen.  „Ich muss raus aus dieser unmöglichen Situation“, zitierte die Nachrichtenagentur PTI die aus Bangladesch stammende Autorin am Montag. Der massive Stress der vergangenen Monate habe ihre Gesundheit angegriffen, sagte Nasreen, die sich an einem unbekannten Ort in Indien aufhält. Die 45-jährige Schriftstellerin war Ende November nach gewalttätigen Protesten radikaler Muslime in ihrer Wahlheimat Kalkutta unter den Schutz der indischen Regierung gestellt worden. Morddrohungen islamischer Fundamentalisten hatten Nasreen bereits 1994 zur Flucht aus Bangladesch gezwungen. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat 1996 musste sie sich wegen ihres islamkritischen Buches „Schande“ massiver Anfeindungen erwehren. Wegen angeblicher Gotteslästerung und Verunglimpfung des Korans sind mehrere ihrer Bücher in Bangladesch verboten. 2005 ging Nasreen ins Exil nach Kalkutta.

Quelle: Süddeutsche Zeitung 

Pariser Buchmesse wegen Bombendrohung evakuiert

Am Sonntagnachmittag gegen 17 Uhr begann die Evakuierung der Pariser Buchmesse . Trotz hoher Besucherzahlen gab es keine Zwischenfälle, teilte die Polizeipräfektur mit. Pariser Verleger berichteten, es sei tatsächlich ein Sprengsatz gefunden worden. Dafür gibt es noch keine offizielle Bestätigung.

Ehrengast der diesjährigen Messe ist Israel. Schimon Peres eröffnete den „Salon du Livre“ am Donnerstag. Zahlreiche islamische Staaten hatten deswegen zu einem Boykott der Messe aufgerufen. Sie protestierten damit gegen die israelische Palästinapolitik.

Quelle: Süddeutsche Zeitung