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zehnSeiten.de – Autoren auf der visuellen und akustischen Lesebühne

14. Januar 2009 | Von | Kategorie: Dies und Das, Lesekreis

ZehnSeiten.de, ein neues Literatur-Internet-Projekt, ist seit der Frankfurter Buchmesse online. In der Pressemitteilung heißt es: “ZehnSeiten.de versteht sich als ortsungebundene visuelle wie akustische Lesebühne, auf der in puristischer schwarz-weiß Ästhetik Autoren jeweils zehn Seiten ihrer Wahl aus einem ihrer Bücher vorlesen. Alle Beträge sind ungeschnitten und vor einheitlicher Kulisse aufgenommen, um den Fokus klar auf den Text zu richten. zehnSeiten.de macht Leser neugierig auf zeitgenössische Literatur und gibt Autoren die Möglichkeit ihre Bücher angemessen im Internet zu präsentieren.”

Sie wollten Bücher im Internet wertfrei präsentieren, sagt Johannes Wörle, einer der Initiatoren des Projekts: “Keine Überladung, keine Werbung. Der Leser soll sich über zeitgenössische Literatur informieren können und den Autor, der hinter dem Gelesenen steht, ein bisschen kennenlernen.”

Derzeit sind Autoren wie

Rafik Schami (Das Geheimnis des Kalligraphen),
Marie Fadel und Rafik Schami (Damaskus. Der Geschmack einer Stadt),
Lorenz Langenegger (Hier im Regen),
Ursula Krechel (Shanghai fern von wo),
Daniel Grohn (Kind oder Zwerg),
Thomas von Steinaecker (Wallner beginnt zu fliegen),
Paul Brodowski (Die blinde Fotografin),
Andreas Neumeister (Könnte Köln sein),
Stefanie Geiger (Der Eisfürst)
Thomas Palzer (Pony, Ruin),
Klotz und Dabeler (Aus dem Leben des Manuel Zorn),
Matthias Hirth (Angenehm),
Georg Oswald (Im Geist der Gesetze),
Thomas Meinecke (Feldforschung, Musik),
Norbert Gstrein (Die Winter im Süden, Die englischen Jahre),
Xaver Bayer (Die durchsichtigen Hände),
Norbert Niemann (Willkommen neue Träume, Schule der Gewalt, Wie man´s nimmt),
Georg M. Oswald,
Julia Zange (Die Anstalt der besseren Mädchen),
Maximilian Dorner (Mein Dämon ist ein Stubenhocker),
Harriet Köhler (Ostersonntag)

bereits auf zehnSeiten.de hör- und sehbar, weitere Autoren folgen.

Finanziert wird der Internetauftritt durch die Verlage, die für Lesungen zahlen müssen – immerhin bietet sich ihnen dadurch eine attraktive Plattform für gut verknüpfbare Werbung. Ein Mitspracherecht bei der Auswahl der Autoren und Bücher behalten sich die Veranstalter allerdings vor: “Der Leser soll sich ja unabhängig vom Verlag über Bücher informieren können. Auch über Bücher, die nicht unbedingt in jeder Buchhandlung ausliegen.”

Quelle: (Isabella Hager / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8.1.2009)

Weitere Quellen: Turmsegler, eliterator.de

5 Kommentare
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  1. Liebe Dolcevita,
    eine tolle Idee. Leider ist der Anteil der Frauen unterdurchschnittlich. Und deren vorgetragene Texte sollten nur gehört werden, wenn der Tag warm und sonnig ist, sonst besteht Schockfrostgefahr durch eisige Kälte. Warum darf in den Texten (junger) deutscher AutorInnen nicht gelacht werden?

  2. hi mamalinde, schön, dass du mal wieder hier bist! 😉

    stimmt, 18 Autoren und 3 Autorinnen. Vielleicht traut sich die holde Weiblichkeit nicht so recht? Ich finde man merkt allen Autoren an (abgesehen von Rafik Schami – er scheint die Kamera zu lieben 😉 ), dass sie “Neuland” betreten. Die Idee gefällt mir auch total gut, bin gespannt wie sich das weiterentwickelt. Julia Zange ist doch echt niedlich in ihrer Ernsthaftigkeit. 😉

    LG

  3. Ich hätte einen Vorschlag. Ich weiß nicht, ob sie denn bei euch hier drin bekannt ist aber ich kenne diese Frau sehr gut. Also von ihren Büchern her und ich würde mich sehr freuen, wenn sie auch auf dieser Seite wäre. Ich rede von Frau Jelinek. Kennt sie jemand? Ich finde ihre Bücher einfach klasse.

    Die Seite an sich ist nicht schlecht. Braucht bei mir nur sehr lange zum laden, da anscheinend mein Internet nicht schnell genug dafür ist. Aber das macht nichts. Denn die Seite ist es allemal wert.

  4. Ich finde das eine tolle idee, vor allem das strenge schwarz und weiß gefällt mir..dass die meisten autoren keine schauspieler sind, ist doch klar, aber so sind sie doch am authentischsten, oder?

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