Makellose Morde to go: Erlesene Verbrechen und herzerfrischende Gemeinheiten von Susanne Henke

Makellose Morde to go: Erlesene Verbrechen und herzerfrischende Gemeinheiten in 25 Geschichten für zwischendurch.

Jede Geschichte ist spannend, zynisch, manches Mal skurril und beinhaltet mit Liebe erzählte Gemeinheiten über das Ableben.

Entstanden ist eine amüsante Mischung für alle, die gerne was Kurzes, Knackiges und bestimmt nichts Langweiliges lesen möchten.

Zuweilen kann man den eigenen Zeitplan nicht einhalten und kommt mit nur einer Story nicht aus, weil man unbedingt wissen will, ob die nächste vielleicht  noch bissiger ist. Die Autorin hat es hervorragend verstanden für Überraschungsmomente zu sorgen, denn zum Schluss kommt es meist anders, als man denkt.

Das Cover ist schön gestaltet und passt gut zum Inhalt.

Mir haben die „makellosen Morde to go“ so gut gefallen, dass ich hoffe, bald mehr von Susanne Henke lesen zu können. Ihre Schreibweise gefällt mir.

Die 130 Seiten umfassende Taschenbuchausgabe ist im Dezember 2009 im Verlag Books on Demand erschienen und für 9,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

Kurzbeschreibung
Es muss nicht immer Coffein sein. Auch Literatur belebt. Vor allem, wenn es um (unfreiwilliges) Ableben geht. Und darin ist die Hamburger Autorin, deren Geschichten Vito von Eichborn für den aktuellen Titel seiner Reihe für herausragende Neuerscheinungen ausgewählt hat, Expertin. Gut und Böse sind wunderbar gemischt in dieser Sammlung erlesener Verbrechen und herzerfrischender Gemeinheiten. Oft in ein und derselben Person.

Der Verlag über das Buch
Meine Buchhändlerin sagte mir:  „Ja, schwarzer Humor hört sich gut an. Eigentlich haben es Geschichten ja immer schwer am Markt. Aber wenn sie lustig und böse sind, kann das funktionieren. Da fällt mir E . W . Heine ein. Und natürlich Henry Slesar …“ „Genau“, unterbrach ich sie, „sein Buch ,Erlesene Verbrechen und makellose Morde‘ könnte auch für diese Sammlung auf dem Titel stehen. Diese Stories sind wirklich herzerfrischend boshaft mit atemberaubenden Effekten, sie changieren zwischen fast surrealen Elementen und witzigem Sarkasmus und …“ „Witz, ja, das ist das Stichwort“, fiel nun sie mir ins Wort, „wenn was von ,Witzen‘ auf Büchern steht, sind sie oft ziemlich stammtischmäßig jenseits aller Geschmacksgrenzen. Ist dies denn intelligent geschrieben?“ „Also bitte, sonst würde ich doch nicht so dafür werben. Das ist nicht platt, sondern achtersinnig, wie die Hamburger sagen. Es gibt einen atemberaubenden Einfalls-, Spannungs- und Pointenreichtum mit großem Tempo …“ „Witz ist Sigmund Freud zufolge eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlich tabuisierten Bereichen. Wovon handeln diese Geschichten eigentlich?“ „Das mit der Gesellschaft stimmt natürlich. Die Schauplätze reichen vom Fitness-Studio über das Redaktionsbüro bis zum Callcenter, vom Skilaufen bis zur Klippe auf Mallorca, von der Kaufhausverkäuferin bis zur Millionärin, vom Lebenshilfe-Guru bis zu Film-Dreharbeiten in einer römischen Arena und …“ „Boah, Mann, ist das nicht ein bisschen overdone?“ „Überhaupt nicht . In dieser Aufzählung fehlen die übrigen Hauptdarsteller – nämlich Menschen wie du und ich. Und die Sache mit der freudschen Bedeutung sollten wir nicht zu hoch hängen. Gut und Böse sind hier bunt gemischt, wie sonst auch oft in ein und derselben Person. Die klassischen Mordmotive wie Eifersucht, Neid, Gier und Verführung wechseln mit vollkommen überraschenden Plots. Und die Morde deklinieren auch alles durch: vom Giftring übers Erschossenwerden, vom Sturz in die Tiefe bis zum Genickbruch und dem Tod im Eis …“ Ich brach ab, denn meine Buchhändlerin hörte nicht mehr zu. Sie hatte mir das Buch aus der Hand genommen und las blätternd hier und da: „Aber das ist doch überhaupt nicht gewichtig, sondern wunderbar leichtfüßig geschrieben“, meinte sie, „und die Autorin hat ja auch ein reichhaltiges Vokabular …“ Sie brach ab, weil die Ladentür klingelte. Und stante pede, wie sie es immer tat, ließ sie mich stehen, um eine Kundin zu begrüßen. Heißt das beim Schreiben nicht leichthändig ? Und ich hatte doch gar nichts von gewichtig gesagt? Nee, wirklich. Ich schwöre: All die makabre Hinterlist und fiese Heimtücke in diesen Stories ist rundherum allerbeste Unterhaltung . Unbeschwertes Lachen wünscht Vito von Eichborn.

Klappentext
„Mit ihren weißen Fluffhaaren sehen sie aus wie ein Löwenzahnstrauß. Einmal pusten, und sie lösen sich in Luft auf. Wenn es doch nur so einfach wäre.“ Aufgeben? Niemals. Henkes Helden sind der Traum eines jeden Arbeitgebers: engagiert, flexibel und lösungsorientiert. Kein Einsatz ist ihnen zu hoch für Quote oder Kundenglück, den Platz in der ersten Reihe, das Lächeln der Liebsten oder die ungestörte Ruhe ihres Refugiums. Menschen wie du und ich, scharfzüngig seziert und pointiert in den Abgrund gestoßen. Ein giftig-guter Cocktail garstiger Geschichten, der (schaden-) freudigen Genuss verspricht.

“Wer Geschichten à la Roald Dahl mag, wird dieses Büchlein lieben.” Hamburger Morgenpost über „Bissige Stories für boshafte Leser“

“Minimalistisch, makaber, menschlich.” Literaturkritik.de über „Finderlohn und andere Stories“

Über die Autorin
Susanne Henke lebt mit ihrem Mann in Hamburg und spürt seit 2005 hauptberuflich der Frage nach: „Was wäre, wenn …?“ Ihre Antworten finden sich in Form satirischer Kurzkrimis in Anthologien, Zeitschriften und ihren „Bissigen Stories“. Ihre Figuren erweckt sie mit wenigen Strichen zum Leben – einem Leben, das selten die Hoffnungen der Protagonisten, oft jedoch die Schadenfreude des Lesers befriedigt. „Sprachlich und inhaltlich sehr beeindruckt“ war die Jury des Wettbewerbes „Deutschland schreibt“ und prämierte ihr Debüt „Bissige Stories für boshafte Leser“ 2005 mit einem der vier Nachwuchspreise. 2007 wurde sie für den Deutschen Kurzkrimipreis nominiert.

Über der Herausgeber
Vito von Eichborn war Journalist, dann Lektor im S. Fischer Verlag, bevor er 1980 den Eichborn Verlag gründete, dessen Programm noch heute ein breites Spektrum umfasst: Humor, Kochbücher und Ratgeber, Sachbücher aller Art, klassische und moderne Literatur sowie die Andere Bibliothek. Nach seinem Ausstieg im Jahre 1995 war er u.a. Geschäftsführer bei Rotbuch/EuropSische Verlagsanstalt und sechs Jahre Verleger des Europa- Verlags. Seit 2005 ist Vito von Eichborn selbständig als Publizist tätig und fungiert u.a. seit März 2006 als Herausgeber der Edition BoD.

14 Gedanken zu „Kleine Gemeinheiten: Makellose Morde to go von Susanne Henke

  1. Erste!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Kerstins Erste, super gemacht. Hoffentlich bekomme ich meine Rezzi auch so gut hin. Ist bald soweit!!!!

  2. Der Dank geht in erster Linie wieder an Dolce. Ohne ihre tolle Hilfe hät ich das nicht hinbekommen.
    Aber das Buch ist wirklich klasse.Hat Spass gemacht zulesen.Werd mal schaun ob ich
    nicht noch mehr über Susanne Henke finde.

  3. wow klingt supercool morde to go und dann auch noch makellos hach einfach traumhaft. Kerstin irgendwelche tipps??? haha

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