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Seitensprung der Sisterhood – Die Ruhe vor dem Sturm

20. November 2011 | Von | Kategorie: Seitensprung der Sisterhood - Angie

Seitensprung der Sisterhood

Kapitel 9
Die Ruhe vor dem Sturm

Duncan hatte gerade den Fußboden von den Scherben befreit und gesäubert, als ich schnell die Tischdecke in die Mülltonne beförderte und sein anzügliches Grinsen dabei großzügig übersah. Dann baute er sich, immer noch grinsend, in seiner ganzen Größe vor mir auf, hob mich hoch und setzte mich auf einen Stuhl vor den Tisch.
„Okay, mein Herz, du rührst dich nicht von der Stelle und ich werde uns jetzt etwas zu essen zaubern… “ Mit gerunzelter Stirn inspizierte er den Inhalt des Kühlschranks.
„Es kann ja nicht so schwer sein, ein paar Omelettes hinzubekommen oder Steaks zu braten“, murmelte er vor sich hin und suchte willkürlich ein paar Zutaten zusammen und stellte sie auf die Arbeitsplatte.  Skeptisch beobachtete ich, wie er etwa ein halbes Dutzend Eier so ungeschickt aufschlug, dass ein Großteil auf der Arbeitsplatte landete und er leise fluchend den Rest in eine Glasschüssel warf. Als ich aufsprang und ihm ein Papiertuch reichte, sah er mich nur finster an.
„Oh nein, mein Schatz, du bleibst sitzen! Ich schaffe das schon. Immerhin habe ich schon mal gesehen, wie so etwas gemacht wird.“
Gut zu wissen, dachte ich nur und verbiss mir mühsam ein Lachen, während ich mich wieder auf meinen Stuhl sinken ließ. Als er eine Scheibe Schinken erst kritisch beäugte und sie dann komplett in die Schüssel zu den Eiern warf, kribbelte es mir in den Fingern helfend einzugreifen.
„Duncan, soll ich nicht vielleicht doch…“
„Nein! Ich werde doch wohl noch etwas zu essen für dich zubereiten können… verdammt!“ Verbissen versuchte er mit einer kleinen Reibe dem Käse einige Stückchen zu entlocken, ohne sich dabei die Haut von den Fingern zu hobeln. Ich hielt mich zurück und blickte schnell aus dem Fenster. Schade, seufzte ich leise, es regnete noch in Strömen. Also wurde es wohl vorläufig nichts mit unserem Strandspaziergang. Wieder fluchte er leise. Er hatte mit dem Schneebesen die Eier so schwungvoll aufgeschlagen, dass er mit dem Ellbogen die Tüte mit der Milch umstieß. Diese fiel auf die Tomaten, von denen einige das Weite suchten und auf dem Boden landeten. Ich hob sie schnell auf und legte sie außerhalb seiner Reichweite zurück auf die Arbeitsplatte. Dann zog ich schnell die Pfanne, aus der schon verdächtiger Rauch aufstieg, von der heißen Herdplatte und schaltete sie aus. Der Dunstabzug übernahm den Rest. Bevor er etwas sagen konnte, tätschelte ich aufmunternd seine Schulter.
„Ich weiß, mein Großer… du schaffst das schon!“
Er kniff die Augen zusammen und verfolgte mich mit seinem finsteren Blick, als ich mich mit unschuldiger Miene wieder setzte. Dann nickte er und widmete sich wieder seiner Schüssel. Jetzt war er vorsichtiger und schob sie nach einer Weile zur Seite, um sich mit dem Salat zu beschäftigen. Es war schon ein Bild für die Götter, wie dieser sonst mit einem Schwert geschickt hantierende Krieger mit einem kleinen Messer kämpfte, um eine Zwiebel zu schälen und sie in kleine gleichmäßige Würfel zu schneiden. Ach, ich liebte ihn dafür, dass er sich so abmühte, nur um für mich eine Mahlzeit zuzubereiten. Seufzend sah ich verstohlen auf die Uhr. Ich gab ihm noch genau 10 Minuten, dann wollte ich übernehmen!
Um mich bis dahin von der mittelschweren Katastrophe, die er veranstaltete, abzulenken, griff ich mir mein Black Beauty, um die eingegangenen Nachrichten abzurufen. Es war nur eine. Libell hatte mir eine SMS geschickt. Bin bei Freunden und werde dort auch übernachten. Melde dich, wenn die Luft wieder rein ist ;-)
Lachend las ich Duncan die SMS vor und schickte Libell nur einen Smiley zurück. Danach telefonierte ich mit Shadow, um ihn auf den neusten Stand zu bringen. Ich teilte ihm mit, dass wir erst morgen zurückkehren würden.
Ein unterdrückter Schmerzschrei ließ mich hochschrecken. Duncan grinste mich sogleich entschuldigend an und hielt mir seine Hand hin.
„Nichts passiert, die Wunde schließt sich schon wieder, siehst du?“ Er hatte sich mit einem scharfen Messer, mit dem er die Tomaten häuten wollte, fast die Fingerkuppe abgeschnitten! Aber die Wunde schloss sich tatsächlich binnen Sekunden vor meinen Augen. Trotzdem. Das reichte!

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Ich verdrehte die Augen, stand auf und drückte ihm das Handy in die Hand und ihn auf den Stuhl.
„Shadow… für dich“, sagte ich knapp, und als er protestieren wollte, hob ich nur drohend den Zeigefinger und küsste ihn auf die Nasenspitze.
„Kein Blutbad mehr, oder willst du, das ich vor Hunger sterbe? Also! Und wenn du ganz brav bist, darfst du auch den Tisch decken.“ Zum Glück forderte Shadow seine ganze Aufmerksamkeit und ich konnte mich endlich um das Essen kümmern.
Schnell hatte ich mit wenigen Handgriffen sein Chaos beseitigt. Als ich den Salzstreuer und einige Schalestückchen aus der Schüssel mit den Eiern fischte, beschloss ich spontan, es bei Salat, Steak und Brot zu belassen.
Duncan sprach sehr lange mit Shadow. So konnte ich meinen eigenen Gedanken nachgehen, während ich den Salat zubereitete und die Steaks briet. Doc kam mir in den Sinn. Ich hatte schon lange nichts mehr von ihr gehört. Komisch… ob sie wohl über die Ereignisse in Glasgow Bescheid wusste? War sie noch in Irland, und wer war dieser geheimnisvolle Typ, mit dem Ikarus sie gesehen hatte? Und wie war es meinen anderen Schwestern in der Zwischenzeit ergangen? Die Antworten wollte ich mir später holen, wenn wir wieder zurück in Schottland auf dem Anwesen waren.
Duncan hatte sein Gespräch mittlerweile beendet und richtete mir noch schöne Grüße von Jean und Tiago aus. Als ich mit meinen Vorbereitungen fast fertig war, entdeckte ich noch einen kleinen Käsekuchen im Kühlschrank, den ich mit frischen Früchten garnierte. Duncan verfolgte mich mit seinen ungläubigen Blicken.
„Bei dir sieht das so leicht aus… woher kannst du das?“, fragte er und setzte sich an den Tisch.
Ich zuckte nur mit den Schultern und stellte die Tomaten, die ich ausgehöhlt und mit Käse und Kräutern gefüllt hatte, in eine kleine Auflaufform, um sie für einige Minuten unter den Grill zu schieben.
„Gwen hat es mir beigebracht. Sie hat darauf bestanden und gemeint, dass auch in modernen Zeiten eine Frau kochen können sollte.“ Ich schnitt das Brot auf und stellte es mit der Salatschüssel auf den Tisch, den er mittlerweile gedeckt hatte. Sogar einen Kerzenleuchter aus Kristall hatte er gefunden und das Licht der Kerze spiegelte sich in dem feinen Porzellan wieder.
„Besonders, wenn sie auf einen eifrigen und zu allem entschlossenen Vampir trifft, der zwar gutaussehend und sexy ist und noch dazu ein großer Krieger, aber auch stur wie ein Maulesel sein kann und in der Küche eine absolute …“ Kichernd landete ich in seinen Armen. Er hielt mich fest, zog mich auf seinen Schoß und sah mich brummig an. Doch seine Mundwinkel zuckten.
„Sei still, Frau“, sagte er streng und verschloss mir den Mund mit seinen Lippen. Ein Nerv tötendes Piepen drang wenig später langsam in mein Bewusstsein. Oh, die Tomaten waren fertig. Seufzend befreite ich mich widerwillig aus seinen Armen und stand auf.
Als endlich alles auf dem Tisch stand, machten wir uns heißhungrig über die Köstlichkeiten her. Es erstaunte mich immer wieder, welche Mengen er in kürzester Zeit verdrücken konnte. Schmunzelnd sah ich zu, wie er seinen Teller mit einem Stückchen Brot sauber wischte. Dann zog er den Käsekuchen zu sich und bevor ich empört protestieren konnte, begann er, mich breit grinsend mit dem Leckerbissen zu füttern.
„Habe ich mich eigentlich schon bei dir bedankt?“, fragte er und schob mir eine kleine Erdbeere in den Mund. Kauend nickte ich.
„Ich glaube, nach dem dritten oder vierten Mal habe ich aufgehört zu zählen“ , antwortete ich und zwinkerte ihm dabei zu.
Nach dem zweiten Stück winkte ich dankend ab und er machte sich über den Rest her. Er ließ nur ein paar Krümel übrig und lehnte sich mit gefalteten Händen über seinem Bauch zufrieden zurück.
In dem Moment riss die Wolkendecke auf und die Sonne kam hervor.
„Sieh´ doch mal, wie bestellt!“, rief er gut gelaunt, „ komm, lass uns raus gehen “. Spontan sprang er auf, griff meine Hand und zog mich einfach hinter sich her zur Garderobe.
„Aber wir können doch nicht einfach… Duncan, so warte doch… sollten wir nicht erst wenigstens ein bisschen Ordnung schaffen?“
„Das kann warten. Wer weiß, wie lange sich das Wetter hält.“ Ach, recht hatte er. Libell kam nicht vor morgen wieder, und wer außer uns würde sich an der Unordnung stören?

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Als ich in meine Lederjacke schlüpfte und mir den Schlüssel, den Libell für uns auf dem kleinen Tisch an der Garderobe deponiert hatte, schnappte, stellte sich Duncan mir lächelnd in den Weg und schüttelte nachsichtig den Kopf.
„Was?“
Stimmte etwas nicht mit mir? Ich sah an mir herunter, konnte aber nichts Verdächtiges entdecken. Ich hatte sogar meine Stiefel angezogen.
Er griff nach einer dicken unförmigen Daunenjacke, zog mir meine Lederjacke wieder aus und half mir in das riesige Ungetüm. Sie musste Libell gehören. Da sie viel größer war als ich, versank ich fast in der Jacke. Dann sah er mich prüfend an, schüttelte immer noch nicht ganz zufrieden den Kopf, setzte mir noch eine dicke Strickmütze auf und wickelte einen grobgestrickten Wollschal mehrmals um meinen Hals. Dann nickte er zufrieden, zog sich selber seine abgewetzte Lederjacke an und öffnete die Tür, um mich vorbei zu lassen. Ich blieb wie angewurzelt stehen.
Das war jetzt nicht sein ernst, oder? Ich konnte mich kaum bewegen und kam mir wie das Michelin-Männchen vor!
„Und, wo sind die Hunde?“, fragte ich ihn etwas undeutlich, da der Schal meinen Mund bedeckte und mir bis knapp unter die Nase ging, mit übertriebener Begeisterung in der Stimme.
„Welche Hunde?“, Verdutzt sah er sich um.
„Na, die Schlittenhunde. Wir machen doch eine Polarexpedition, oder nicht?“ Er musterte mich aufmerksam von Kopf bis Fuß, dann blieb sein Blick an meiner ärgerlichen Miene hängen.
„Oh, tut mir leid, Angie,… zu viel?“
Ich nickte stumm und zog die viel zu warmen Sachen wieder aus und meine geliebte Lederjacke wieder an.
„Duncan, ich weiß ja deine Besorgnis zu schätzen, wirklich, und ich weiß, du meinst es nur gut. Aber ich bin nicht aus Zucker, okay?!“ Die letzten Worte kamen ein bisschen lauter als beabsichtigt rüber, aber wenn ich nicht langsam einen Riegel vor seine übertriebene Fürsorge schob, würde ich wahrscheinlich keinen Schritt mehr alleine machen können und wir würden ernsthafte Probleme bekommen.
Von seiner zerknirschten Miene und seinem reumütigen Blick ließ ich mich diesmal nicht beeindrucken, sondern küsste ihn schnell auf die Wange.
„Ich liebe dich, mein Schotte. Aber wir müssen mal dringend über einige Dinge reden, nur nicht heute, denn…“, ich schubste ihn aus dem Weg und sprintete los, „wer als letzter am Strand ist, muss den Abwasch machen!“
Ich kam nur einige Meter weit, dann blieb ich abrupt stehen. Wo ging es überhaupt zum Strand? Ich hatte keine Ahnung und suchte die Straße nach einem Hinweisschild ab. Weit konnte es nicht sein, denn das Meeresrauschen war ganz entfernt zu hören. Doch etwas anderes faszinierte mich plötzlich so, dass ich kaum bemerkte, wie Duncan neben mir auftauchte.
Die Straße war menschenleer und es war windstill. Die hohen Bäume, die rechts und links die Straße säumten, sahen mit ihrem herbstlich gefärbten Laub einfach wunderschön aus. Besonders als die Sonne mit ihren Strahlen auf die letzten Regentropfen an den Blättern trafen und sie wie tausende kleine Diamanten in allen Regenbogenfarben funkeln ließ. Ich stand wie gebannt mitten auf der Straße und seufzte leise. Es sah einfach zauberhaft aus, fast magisch. Ich lehnte mich an Duncan und zusammen betrachteten wir schweigend das märchenhafte Schauspiel. Als ich einen Arm um seine Taille legte, konnte ich den Griff der Pistole fühlen, die er sich in seinen Hosenbund gesteckt hatte. Meine Messer hatte ich gut in meinen Stiefeln versteckt. Wir konnten einfach nicht aus unserer Haut und waren immer auf der Hut.
Dann zeigte er auf ein kleines Schild am Ende der Straße, verbeugte sich mit einer fließenden Bewegung tief vor mir, nahm meine Hand und küsste sie. Sein verschlagender Blick, mit dem er mich dabei durch die Wimpern ansah, behagte mir gar nicht. Sein hämisches Lächeln auch nicht. Was hatte er vor? Ich wollte ihn gerade fragen, als er mich laut lachend wie ein Kind auf seine Arme hob und sofort mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit loslief.
Mir blieb noch nicht mal die Zeit zu schreien, geschweige denn mich zu wehren oder auch nur zu protestieren. Oh mein Gott, es musste wahnsinnig geworden sein! Ich krallte meine Nägel in seinen Arm, presste mein Gesicht fest an seine Brust und kniff die Augen zu.

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Er schien den Boden kaum zu berühren, als er die Geschwindigkeit noch steigerte… wenn das überhaupt möglich war. Ich klammerte mich so fest ich konnte und nach Atem ringend an seinen Körper. In meinen Ohren rauschte es laut und mein Magen drehte sich. Plötzlich hatte ich das Gefühl kurz zu schweben und schrie auf. Nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei. Er verminderte seine Geschwindigkeit, hielt an und stellte mich behutsam auf einen stark schwankenden Untergrund.
„Sind… sind wir noch in Frankreich?“flüsterte ich immer noch atemlos an seiner Brust und wagte nicht, mich zu rühren oder ihn loszulassen.
„Aber ja.“ Seine tiefe Stimme klang viel zu amüsiert für meinen Geschmack!
Zögernd öffnete ich die Augen und funkelte ihn böse an.
„Tu. Das. Nie. Wieder!“, keuchte ich und versuchte meinen Magen wieder unter Kontrolle zu bekommen, während ich mich weiter Halt suchend an seinen Arm klammerte, um nicht auf meinem Allerwertesten zu landen, denn nicht der Boden schwankte, sondern ich! Er strich mir sanft die Haare aus dem Gesicht und legte beschützend seine Arme um mich.
„Ach komm, Angie… so schlimm war es auch wieder nicht. Atme ein paar Mal tief durch, dann geht es wieder.“ Nicht so schlimm? Hatte er vergessen, dass ich so meine Probleme mit hohen Geschwindigkeiten hatte? Und das eben war… war kurz vor Lichtgeschwindigkeit! Er selbst war kein bisschen außer Atem, im Gegenteil, seine Augen funkelten vor Vergnügen, er wirkte glücklich und befreit.
„Tut mir leid, wenn ich dich erschreckt habe, aber ich musste einfach laufen. Ich brauchte das. Ich lasse dich auch gewinnen und mache später freiwillig den Abwasch, ja?“ Seine warmen Lippen streiften meine Stirn. Sein Glück, dass ich mich schon wieder halbwegs erholt hatte. Ich knuffte ihn leicht in den Bauch.
„So leicht kommst du nicht davon, mein Lieber! Der Abwasch gehört mindestens die nächsten zehn Jahre dir.“
Ganz vorsichtig und langsam drehte ich meinen Kopf, um nicht wieder einen Übelkeit erregenden Schwindel zu riskieren und sah mich um.
„Wo sind wir überhaupt?“
Erstaunt bemerkte ich, dass wir mitten in einer kleinen, durch eine riesige Felswand geschützte Bucht, auf weichem, feuchtem Sand standen.
„Mir gefallen die Ruhe und die Abgeschiedenheit, denn hierher verirrt sich kein Tourist, auch die Einheimischen meiden diesen Ort seit Jahrhunderten. Dieses Fleckchen Erde lässt sich nur vom Meer aus erreichen. Weiter draußen ist ein Riff, das die hohen Wellen abhält. Ich komme immer hierher um abzuschalten. Und, gefällt es dir hier?“
Gefallen? Ich war begeistert! Diese ungewöhnliche Bucht, die so gar nicht an diese Küste passte, erinnerte mich ein wenig an unsere Insel. Es gab zwar nicht so viel Vegetation, aber der Sand war genauso fein und fast weiß, die Sonne schien von einem tief blauen Himmel auf uns herunter und es war ungewöhnlich warm, sodass ich meine Jacke öffnen konnte. Er nahm meine Hand und führte mich zu ein paar niedrigen Felsen vor der gigantischen Felswand. Sie waren nicht schwer zu überwinden und so kletterten wir mit Leichtigkeit etwas höher, bis wir einen schönen Platz gefunden hatten. Hier setzten wir uns auf ein paar Steine, die von der Sonne gewärmt waren. Von diesem erhöhten Aussichtspunkt hatten wir einen tollen Überblick über die ganze Bucht und das Meer. Duncan lehnte sich entspannt an die Felswand hinter uns und erzählte mir, wie er die Bucht gefunden hatte. Shadow hatte ihm schon vor über 100 Jahren von ihr erzählt und bis heute hatte sie sich nicht verändert.
„Aber wie ist das möglich, warum wurde sie nie entdeckt? Ich meine, so etwas bleibt doch in der heutigen Zeit nicht lange verborgen. Und so menschenleer scheint die Gegend ja nun auch nicht zu sein.“

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„Die Menschen können sie nicht wahrnehmen. Selbst mit den neusten technischen Gerätschaften nicht. Wenn du dich mal genauer umsiehst, wirst du feststellen, dass sich die Proportionen je nach Blickwinkel verschieben. Die Bucht wirkt dadurch viel kleiner, als sie in Wahrheit ist. Am besten siehst du es vom Strand aus. Zusätzlich ist sie noch durch ein magisches Band geschützt. Nur wer den Code kennt, kann sie betreten. So wie ich. Laut einer Legende war diese hier im vierzehnten Jahrhundert die Zuflucht einer Gruppe von Templern, die aus England flüchten mussten und vor der Küste auf das Riff aufgelaufen sind. Sie sind hier gestrandet und haben weiter hinten in eine Höhle gehaust, unsichtbar für ihre Feinde. So haben sie hier Dank ihres magischen Anführers, der diese Bucht in ein kleines Paradies verwandelt hat, einen ganzen Winter überlebt.
Du kannst es in einer Art Tagebuch in Shadows Bibliothek nachlesen. Und wie du weißt, steckt in jeder Legende ein Körnchen Wahrheit.“
Erstaunlich, wie… plötzlich durchzuckte mich ein Gedanke.
„Lass mich raten. Der magische Templer war Shadow, stimmt´s?“ Als er nur lächelnd nickte, schüttelte ich verblüfft den Kopf. Shadow… mein Vater, überraschte mich immer wieder aufs Neue!
„Doch nun komm, meine kleine Hexe“, sagte Duncan und nahm meine Hand, „lass uns runter zum Strand gehen.“
Hand in Hand liefen wir lachend über den noch feuchten Sand, sammelten Muscheln und bizarr geformte Steine. Eine besonders schöne Muschel legte er mit einem Lächeln auf meine Handfläche. Ich betrachtete sie verwundert von allen Seiten. Sie hatte eine etwas seltsame Form und sah einer Art ähnlich, die eigentlich nur in der Südsee vorkam, aber mittlerweile erstaunte mich hier in der magischen Bucht nichts mehr. Vorsichtig umwickelte ich sie mit einem Taschentuch und steckte sie in meine Jackentasche. Sie würde mich immer an diesen Tag erinnern.
Die anderen kleine Steine und Muscheln warfen wir in die Wellen und sprangen lachend zurück, wenn die Wellen unseren Schuhen zu nahe kamen. Dann standen wir einfach nur da und beobachteten die Möwen und die Wellen, die an dem Strand leckten und ließen uns die leichte Brise um die Nase wehen. Tief atmeten wir die raue kühle Luft ein und genossen einfach das Hier und Jetzt.
Duncans riesiger Brustkorb wölbte sich unter seiner Jacke und ich betrachte verträumt sein Profil. Er sah genauso aus wie immer. Nein, besser. Kraftstrotzend und mächtig. Er hatte sich vollständig von dem Angriff erholt und so entspannt und gelöst hatte ich ihn schon lange nicht mehr gesehen. Selbst die Sorgenfalten auf seiner Stirn waren verschwunden. Das war ungewöhnlich für ihn, da er sonst immer zu viel grübelte und sich die Verantwortung für alles und jeden aufbürdete, besonders nach dem Anschlag in Glasgow und die Bedrohung von Dungeon, die immer noch über uns schwebte. Doch schnell schob ich diesen unheilvollen Gedanken beiseite, denn nichts sollte diesen wunderschönen Tag trüben.
„Du hattest recht“, sagte er und riss mich aus meiner Träumerei.
„Ich weiß. Äh… und womit?“
Er warf noch mit aller Kraft einen letzten Stein in hohem Bogen auf das Meer hinaus und drehte sich dann zu mir. Verblüfft versuchte ich die Flugbahn des Steines zu verfolgen, doch er verschwand einfach am Horizont. Wow.
„Mit der kleinen Auszeit. Es ist verdammt lange her, dass ich am Meer gestanden habe, mit einer hübschen Frau an meiner Seite, die eine Meisterin der Überredungskunst ist und um die jeder ihn beneiden würde.“ Sanft zog er mich in seine Arme.
„Wenn man es genau betrachtete, stand ich eigentlich noch nie…“ murmelte er und beugte sich dicht zu mir runter. Seine Augen leuchteten verführerisch, seine Lippen waren kühl und schmeckten nach Salz und Meer als er mich küsste.
Dann schlenderten wir gemütlich zu der Stelle, von der aus man eigentlich den Eingang einer Höhle sehen sollte, wie er mir versicherte. Doch ich konnte außer glatten Felsen nichts erkennen.
„Du musst schon sehr genau hinsehen und diesen Punkt anvisieren“, erklärte er mir und zeigte mit seinem Finger auf eine unbedeutende Stelle unterhalb der Felswand, die sich durch nichts von ihrer Umgebung unterschied. Ich starrte eine Weile ziemlich intensiv auf die Stelle, solange bis meine Augen tränten, als sich endlich etwas tat. Kaum wahrnehmbar flimmerte ein unscheinbarer Punkt und veränderte die Farbe. Er vergrößerte sich zusehends, bis deutlich die Umrisse einer Tür, durch die ein Mann von Duncans Größe bequem hindurch passte, zu sehen war.

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„Das war ja klar“, lachte ich, „Shadow und sein Hang zu Geheimnissen.“ Ich hätte mir gerne noch die Höhle angesehen, aber leider frischte in dem Moment der Wind auf und begann an meinen Haaren zu zerren. Es wurde eisig kalt. Duncan schien das nichts auszumachen, nur ich begann erbärmlich zu frieren, was ich aber natürlich niemals zugeben wollte! Fröstelnd schloss ich meine Jacke. Die Bucht lag zwar sehr geschützt, aber selbst Shadows Magie konnte das Wetter nicht beeinflussen.
Die Sonne stand schon ziemlich tief und dunkle Wolken zogen langsam von der Landseite her auf, die einen neuen Schauer ankündigten.
„Tut mir leid, meine Süße, aber wir sollten uns auf den Heimweg machen“, sagte Duncan plötzlich neben mir und zeigte auf die dunklen Wolken, „das nächste Mal kommen wir im Sommer hier her.
„Schade. Aber wie wollen wir es schaffen, vor dem Schauer…“ überlegte ich laut, als sein diabolisches Grinsen mich diesmal vorwarnte.
„Oh nein, Duncan! Nicht noch einmal! Vergiss es! Keine Chance! “ Abwehrend hob ich beide Hände und ging kopfschüttelnd langsam rückwärts.
„Ach Angie, dir passiert doch nichts. Ich passe schon auf… vertrau mir einfach. Schließe deine Augen und genieße es. Ich werde auch nicht so schnell sein wie eben, versprochen.“ Mit seiner besänftigenden Stimme versuchte er mich einzulullen, was ihm auch beinahe gelang. Je weiter ich vor ihm zurückwich, desto näher kam er mir.
„Bitte, Duncan“, flehte ich, „ gibt es denn keine andere Möglichkeit? Vielleicht, wenn ich versuchen würde, uns wieder zurück zu zaubern?“ Er hob eine Augenbraue.
„Hast du das denn schon mal gemacht.“
„Äh… nein, aber ich könnte es doch versuchen, oder?“ Und bestimmt wären mir auch die passenden Zaubersprüche eingefallen… wenn ich nur genug Zeit gehabt hätte mich zu konzentrieren, aber die hatte ich leider nicht. Außerdem hatte ich keine Ahnung, ob das magische Band, das die Bucht schützte und ich merkwürdigerweise nicht spüren konnte, meinen Zauber zulassen würde. Als ich seine skeptische Mine sah, gab ich auf.
„Also gut…“, seufzte ich resigniert, legte meine Arme um seinen Hals und lehnte meine Stirn an seine Brust.
„Aber bleib bitte unter Warp, ja?“ Ich presste mich fester an ihn und schloss meine Augen schon mal vorsorglich. Sanft hob er mich hoch, küsste mich auf die Stirn und drückte mich lachend an sich.
„Versprochen. Keine Angst, mein Herz. Es ist gleich vorbei“.
Und schon ging es los. Diesmal war es nicht so schlimm, da ich wusste was auf mich zukam. Auch das Brausen in meinen Ohren war erträglich. Sein gleichmäßiger ruhiger Herzschlag beruhigte mich zusätzlich und ehe ich mich versah, stellte er mich schon wieder vor Libells Haus ab.
Den heißen Kakao und die Sandwichs die er anschließend für uns zubereitete, übrigens das Einzige, was er ohne Unfälle zustande bringen konnte, wie er mir augenzwinkernd gestand, stellte er vor mich auf den kleinen Tisch an dem Sofa, auf dem ich es mir gemütlich gemacht hatte. Er setzte sich dicht neben mich, und bot mir großzügig die Fernbedienung für den Flatscreen an. Doch ich konnte sie ihm getrost überlassen, da es sich schon auf dem Anwesen gezeigt hatte, dass wir in Bezug auf Filme den gleichen Geschmack hatten. Zufrieden lehnte er sich zurück, zappte durch die Kanäle und blieb bei Hitchcocks „Die Vögel“, einem alten Filmklassiker, hängen. Oh schön, einer meiner Lieblingsfilme.
Der Kakao schmeckte köstlich, besonders da er ihn mit einem großzügigen Klecks Sahne und einer Priese Zimt getoppt hatte, und die Sandwichs waren überraschend schmackhaft. Rundrum zufrieden, satt und müde kuschelte ich mich näher an ihn und nahm meine Lieblingsstellung ein – mein Kopf auf seiner Brust, damit ich seinen Herzschlag hören konnte.
„Danke für das schöne Geschenk“, flüsterte ich und lächelte vor mich hin, während ich das Geschehen auf dem Bildschirm verfolgte.
„Bitte, gern geschehen… was für ein Geschenk? Und wofür?“ Er legte die Fernbedienung beiseite und legte eine Hand auf meinen Kopf.
„Für diesen Tag, für den Sonnenschein eben am Strand … und sag nicht, du hättest nicht dafür gesorgt, dass im richtigen Moment die Wolken verschwinden. Wage es nicht, mir diese Illusion zu nehmen, mein Schotte!“ Sein leises Lachen ließ seinen Brustkorb vibrieren.
„Dafür, dass du dieses schöne Fleckchen mit mir geteilt hast, für die Muschel… nicht für den Lauf, der war gruselig, aber für den Kakao, ach… einfach für den schönen Tag“, zählte ich weiter auf und rieb meine Wange an seiner Brust.
„Heute ist nämlich mein Geburtstag“, gestand ich leise.
Er zuckte zusammen und richtete sich auf.
„Angie! Verdammt, warum hast du denn nichts gesagt? Ich hätte doch…“ Ich legte schnell einen Finger auf seinen Mund.
„Warum? Es war doch ein perfekter Tag.“ Er sah mich eine Weile schweigend an, dann zog er mich enger an sich und schaltete mit einem kurzen mentalen Befehl den Fernseher aus.
„Und er ist noch nicht zu Ende“, raunte er in mein Ohr und trug mich in mein Zimmer…

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Am nächsten Morgen weckte mich Duncan mit einem innigen Kuss und befahl mir lächelnd ja liegen zu bleiben, bis ich den Kaffee, den er für mich zubereiten wollte, riechen konnte. Seufzend kuschelte ich mich daraufhin nochmal zufrieden in die Kissen und dachte an den gestrigen Tag. Von dem werden wir wohl noch eine Weile zehren müssen, denn sobald wir wieder auf dem Anwesen waren, würde es wieder losgehen, mit planen, recherchieren und was sonst noch dazugehörte, um Dungeon endlich zu erledigen. Eigentlich freute ich mich darauf, wieder in den Kampf zu ziehen und das Wiedersehen mit meinen Schwestern und den Brüdern konnte ich kaum mehr erwarten. Als nach wenigen Minuten der verführerische Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee meine Nase umwehte, sprang ich voller Tatendrang aus dem Bett… um mich sogleich wieder zurückfallen zu lassen. Der Schwindel war wieder da und mein Kopf tat weh. Mist, das konnte ich jetzt gar nicht gebrauchen. Ich wartete mit geschlossenen Augen eine Weile und massierte meine Schläfen. Dann versuchte ich es noch einmal und stand diesmal langsamer auf. Der Schwindel war Gott sei Dank weg, nur das Pochen hinter meinen Schläfen nicht, aber das war zu ertragen. Unter der Dusche bemerkte ich dann auch noch, dass die Wunde an meinem Arm, die eigentlich fast verheilt war, sich gerötet hatte. Ach, wird schon nicht so schlimm sein, dachte ich bei mir und klebte später ein Pflaster darauf.
„Du bist so blass mein Herz, geht es dir nicht gut?“, fragte Duncan besorgt, als er mir eine Tasse Kaffee zuschob und mir die Haare aus dem Gesicht strich. Ich rieb mir die Stirn.
„Doch, doch, mir geht es gut. Ich habe nur etwas Kopfschmerzen und….“ Da fiel mein Blick auf die Schachtel mit den Kapseln. Oh, die hatte ich gestern total vergessen. Hoffentlich war es noch nicht zu spät und schluckte schnell gleich zwei auf einmal. Duncan sah mich dabei nur durchdringend an und sagte kein Wort. Dann schob er mir mein Black Beauty zu.
„Ruf´ du Libell an, ich kümmere mich um Ikarus. Wir brechen sofort auf.“ Plötzlich ging alles sehr schnell. Ich durfte mich nicht mehr von meinem Platz rühren, nachdem ich mit Libell gesprochen hatte. Duncan packte in Windeseile unsere Sachen und rannte aufgebracht hin und her, dabei fluchte er die ganze Zeit vor sich hin und machte sich die größten Vorwürfe. Nach einer Weile hielt ich das einfach nicht mehr aus und stellte mich ihm in den Weg.
„Halt! Duncan, hör sofort auf damit! Der Tag gestern war wunderschön, also mach es nicht kaputt.“ Er stand schwer atmend vor mir, die Schulgefühle in seinem Blick waren kaum zu ertragen.
„Angie… aber zu welchem Preis? Verdammt, ich hätte dem niemals zustimmen dürfen!“ Ich legte eine Hand an seine Wange und spürte gleich die Anspannung unter der er stand. Er biss die Zähne so fest zusammen, dass ich das Knirschen deutlich hörten konnte.
„Duncan… so beruhige dich doch. Wenn einer Schuld hat, dann bin ich das, und niemand sonst. Schließlich habe ich die Kapseln vergessen! Aber das ist jetzt unwichtig, mir geht es schon wieder gut.“ Sein flammender Blick durchbohrte mich, er schien mir nicht wirklich zu glauben.
„Ich will nicht, dass du dir Vorwürfe machst, hörst du?“ Er schloss kurz die Augen und nickte dann seufzend. Ein wenig entspannter stellte er dann unsere Koffer neben die Tür. Das leichte Brennen an meinem Arm, wo mich die Magierin erwischt hatte, verschwieg ich ihm lieber. Darum konnte sich Dr. Home kümmern, wenn wir wieder auf dem Anwesen waren.
Kurze Zeit später traf auch schon Libell mit dem Mietwagen ein und fragte mich besorgt, was los war, als sie mich umarmte.
„Alles halb so wild“, beruhigte ich sie mit einem schnellen Seitenblick auf Duncan, der ihr schweigend die Schlüssel aus der Hand nahm und sofort damit begann, unser Gepäck zu verstauen. Schnell zog ich sie in die Küche und erzählte ihr von meinem kleinen Malheur mit dem Medikament. Daraufhin sah sie mich mit gerunzelter Stirn prüfend an.
„Bist du dir wirklich ganz sicher, dass es nicht so schlimm ist? Ich mein… du bist ziemlich blass und…“. Unwirsch drückte ich ihr einen Becher Kaffee in die Hand und zog meine Jacke an.
„Oh bitte! Du nicht auch noch! Duncans Überfürsorge reicht mir schon“. Seufzend schnappte ich mir meine Tasche und wartete neben der Tür auf sie.
„Mach dir keine Gedanken, mir geht es gut.“
Duncan stand schon angespannt neben dem Wagen und hielt uns die Türen auf. Ohne Verzögerungen machten wir uns umgehend auf den Weg zum Flughafen.
Der hochgewachsene Beamte am Check-in Schalter für VIP´s schien uns schon zu erwarten.

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Er warf nur einen kurzen Blick auf die Papiere, die Duncan ihm hinhielt, tippte an seine Mütze und nickte uns mit einem geheimnisvollen Lächeln zu. Ohne jegliche Kontrolle gelangten wir unverzüglich zu dem Startplatz, auf dem schon der Helikopter auf uns wartete. Libell schluckte hörbar, als sie Ikarus lässig grinsend an dem Einstieg gelehnt sah und warf ihm einen besorgten Blick zu. Der zwinkerte jedoch nur unbekümmert.
„Keine Angst, diesmal halte ich meinen Mund. Ich habe noch die Drohung vom letzten Mal im Ohr und möchte kein Risiko eingehen.“ Lachend verstaute er unser Gepäck und nahm etwas von der Spannung, die in der Luft lag. Duncans grimmige Miene ließ ihn jedoch schnell verstummen und er bereitete hastig den Start vor.
Als wir uns angeschnallt und in die Luft erhoben hatten, nahm ich Duncans Hand und lächelte ihn zuversichtlich an.
„Hey, alles in Ordnung, mein Schotte.“ Sein Lächeln geriet etwas schief, als er versuchte, sich nichts anmerken zu lassen, doch ich konnte sehen, wie es hinter seiner Stirn arbeitete.
Der Flug verlief ruhig. Libell und ich plauderten über die vergangenen Tage. Duncan beteiligte sich kaum an der Unterhaltung und telefonierte lange mit Shadow. Seine Miene verfinsterte sich nach dem Gespräch immer mehr und er begann nervös mit seinen Fingern auf der Lehne zu trommeln. Ich war nur froh und erleichtert, als Ikarus nach einer Weile verkündete, dass wir in wenigen Minuten auf dem Anwesen landeten.
Der Heli hatte kaum Bodenkontakt, als Duncan hastig meinen Gurt löste und mich auf seinen Armen aus der Maschine trug. Er hatte alles bis ins Kleinste organisiert. Shadow und Mythos, die auf dem Landeplatz auf uns warteten, nickte er nur kurz zu und mir blieb nur ein schnelles Winken zur Begrüßung, als er an ihnen vorbeistürmte. Ich sah nur noch aus dem Augenwinkel, wie Shadow mir zuversichtlich zuzwinkerte und Libell erfreut umarmte.
Obwohl ich Duncan immer wieder versicherte, dass ich in der Lage sei alleine zu gehen, lief er stur weiter zu dem großen Hauptgebäude, in dem die Krankenstation untergebracht war. Erst in einem kleinen Raum im vierten Stock, der vollgestopft mit medizinischen Geräten war und nach Desinfektionsmitteln roch, hielt er an und setzte mich vorsichtig und behutsam auf die schon vorbereitete Liege. Der dort wartende Dr. Home und stürzte sofort auf mich zu.
„Aaah, Miss Angie, da sind Sie ja endlich! Und Sie haben ihn gefunden und gleich mitgebracht… sehr schön“. Freudestrahlend warf er sein Sandwich, das er gerade angebissen hatte, achtlos hinter sich, um mir begeistert die Hand zu schüttelten. Seine Brille auf der Nase hüpfte vor Begeisterung mit.
„Und Sie weilen auch wieder gesund und munter unter uns, Sir Duncan… wie erfreulich!“ Er ließ meine Hand abrupt los und wirbelte so schnell zu Duncan herum, um ihm auf die Schulter zu klopfen, dass seine Brille nicht mitkam und drohte auf dem Boden zu landen. Doch sein Assistent, ein extrem großer dünner Mann mit militärisch kurz geschorenen blonden Haaren und violetten Augen, zuckte nicht mal mit der Wimper, als er das Sandwich, das Duncan nur knapp verfehlte, im Flug auffing und in den Mülleimer beförderte. Gleichzeitig setzte er mit der anderen Hand die Brille wieder auf die Nase seinen Chefs. Er schien ihn genau zu kennen. Mit unbewegter Miene fuhr er sogleich mit seiner Arbeit fort, als wäre nichts geschehen.
„Ja, ja“, brummte Duncan ungeduldig während ich leise hinter seinem Rücken kicherte.
„Jetzt fangen Sie schon an! Also, was muss ich tun?“
„Sie müssen viel ruhiger werden, Sir. Entspannen Sie sich.“ Dr. Home rieb sich unternehmungslustig die Hände und griff scheinbar wahllos nach einigen Instrumenten, die auf dem kleinen Metallwagen ordentlich aufgereiht lagen. Mit einem spitzen Metallstab zeigte er auf seinen Assistenten.
„Das ist übrigens Igor, meine rechte Hand… ein guter Mann, der nicht viel redet.“ Igor nickte uns freundlich zu und wackelte kurz mit seinen buschigen Augenbrauen. Home kratzte sich nachdenklich mit dem Stab am Kinn und sinnierte dann laut.
„Eigentlich spricht er so gut wie gar nicht… aber das stört nicht weiter, jetzt machen wir erst mal einige Tests und sehen dann weiter.“ Besorgt beobachtete ich wie Duncans Miene sich verfinsterte. Home schien das nicht zu bemerken, er legte das Instrument wieder zurück und griff stattdessen in aller Seelenruhe nach einer Tasse mit Kaffee, nahm einen tiefen Schluck, seufzte genussvoll mit geschlossenen Augen und reichte sie dann an Igor weiter.
„So, dann wollen wir mal sehen“, überlegte er laut, während er suchend über die Instrumente blickte.

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„Womit fangen wir denn an… ach, wie hat Ihnen denn Frankreich gefallen? Ich war leider noch nie dort, habe aber schon viel von dem Land gehört… ah, da ist ja die Knochensäge, die ich schon so lange gesucht habe!“ Bitte? Erschrocken starrte ich Home mit großen Augen an. Wofür brauchte er denn jetzt sowas? Er betrachtete das glänzende Teil verzückt von allen Seiten und strich behutsam mit dem Daumen über das Sägeblatt. Seufzend legte er es wieder zurück und verkündete dann zu meiner großen Erleichterung: „Aber das brauchen wir in Ihrem Fall natürlich nicht. Schade. Also immer mit der Ruhe…
„ICH BIN RUHIG! Was bezwecken Sie eigentlich mit der Verzögerung? Wollen sie meine Gefährtin leiden sehen, Sie verdammter Sadist?“, donnerte Duncan plötzlich bebend vor Zorn los und wollte auf ihn losgehen. Auf ihn hatte ich gar nicht mehr geachtet! Blitzschnell war ich von der Liege runter und stellte mich vor ihn. Der Doktor war erschrocken bis an die Wand zurückgewichen und hielt klugerweise seinen Mund. Sein Assistent stand wie erstarrt neben dem Tisch mit den Instrumenten und ließ uns nicht aus den Augen.
„Duncan, sieh mich an!“, forderte ich ihn eindringlich auf und umklammerte fest seine Oberarme. Er war wie eine geladene Waffe, die jeden Moment losgehen konnte, aber mir würde er nichts tun, das wusste ich genau. Sein wilder Blick, der eben noch aufgebracht zwischen dem Doktor und seinem Assistenten hin und her ging, blieb an meinem Gesicht hängen. Mit ruhiger Stimme versuchte ich ihn abzulenken.
„Lass den Doktor seine Arbeit machen, er wird wissen, was zu tun ist. Es dauert eben, solange es dauert.“ Ich schob ihn dabei langsam zu der zweiten Liege, die für ihn direkt neben meiner bereitstand und fixierte ihn dort mit meinem Körper, sodass ihm nichts anderes übrig blieb als sich zu setzten.
„Es wird alles gut gehen. Du musst nur ein bisschen Geduld und Vertrauen haben… versuch es wenigsten, ja? Mir zuliebe.“ Er sah mich immer noch an, allerdings war der lodernde Zorn in seinen Augen verschwunden. Schließlich seufzte er tief und runzelte die Stirn.
„Ich benehme mich unmöglich, stimmt´s?“
„Ja!“ antwortete ich erleichtert und stellte mich auf die Zehenspitzen um ihn zu küssen. Er brummte eine Entschuldigung Richtung Doktor Home und legte sich dann bereitwillig auf den Rücken. Ich nickte dem Doktor vertrauensvoll zu und legte mich guten Mutes neben Duncan. Lächelnd griff ich nach seiner Hand und drückte sie… dann wurde mir schwarz vor Augen.

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„Was ist denn jetzt passiert?“
Noch ein wenig benommen richtete ich mich auf und rieb mir die Augen.
„Wie fühlst du dich?“, fragte Duncan neben mir besorgt und half mir in eine sitzende Position.
„Ich weiß nicht… hab ich irgendwas verpasst?“
Schien so, denn Libell, Shadow, Polly und Mythos standen lächelnd um meine Liege herum, selbst bei Igor, der neben Dr. Home stand, zuckten die Mundwinkel. Wo kamen die denn so schnell her?
„Du hast dich selber ausgeknockt, meine Kleine“, sagte Shadow schmunzelnd, setzte sich auf die andere Seite der Liege und drückte meine Hand. Wie sollte ich das denn bitte geschafft haben?
Der einzige, der nicht lachte, war der Doc. Er stand mit verschränkten Armen an dem Fußende und schüttelte missbilligend den Kopf.
„Gleich zwei auf einmal? Waren sie der Meinung, viel hilft viel? Wie unvernünftig von Ihnen! Das war eindeutig eine Überdosierung!“
Wovon sprach er denn nur? Ich hatte keine Ahnung was… oh, die Kapseln, aber das war doch schon Stunden her.
„Das muss der Stress und das Adrenalin gewesen sein, als sie versuchten, diesen Neandertaler hier unter Kontrolle zu halten“, antwortete der Doktor auf meine unausgesprochene Frage und warf Duncan einen bösen Blick zu, „dazu noch die Magie in den Kapseln, die natürlich doppelt verstärkt wirkte, in die eine oder andere Richtung eben. Das muss die Wirkung verzögert haben. Und als Sie dann zur Ruhe kamen… Bauz!“
Duncan legte einen Arm um mich, zog mich an sich.
„Daran bin ich wohl nicht ganz unschuldig, tut mir leid mein Herz. Aber nun ist ja wieder alles in Ordnung, auch die Sache mit deinem Blut. Doktor Home war wirklich fantastisch, er hat auch deine Wunde versorgt, die wieder aufgebrochen ist und sich infiziert hatte. Es war zwar ziemlich knapp, aber gerade noch rechtzeitig. Durch meine Blutspende ist nicht einmal mehr eine Narbe zu sehen. Also, Doktor, sie haben sehr gute Arbeit geleistet! “
Oh, deshalb fühlte ich mich so super, fast wie neugeboren, ich spürte sein Blut in meinen Adern, seine Kraft und seine Stärke, es fühlte sich so wunderbar und richtig an. Aber über eines wunderte mich schon. Warum rühmte Duncan den Doc so überschwänglich? Eben wollte er ihm noch an die Gurgel springen und jetzt das? Klar, er war ihm dankbar, dass er so schnell reagiert hatte und ich wieder hergestellt war, aber es war eigentlich nicht Duncans Art… es sei denn? Stutzig geworden sah ich mir den Doktor genauer an. Er wirkte immer noch etwas verärgert, seine Augen blickten finster und sein Gesicht kam mir irgendwie verändert vor. Da musste doch noch mehr los gewesen sein, nachdem bei mir die Lichter ausgegangen waren! Duncan nahm meine Hand und küsste sie.
„Du hast uns zuerst einen ganz schönen Schrecken eingejagt…“
„Uns?“ meldete sich der Doktor sichtlich empört zu Wort. „Uns?“, wiederholte er, „ SIE waren es doch der….“ Plötzlich verstummte er, warf Duncan einen kurzen Seitenblick zu, schob, in einer fremden Sprache vor sich hin brummelnd Igor aus dem Weg und kehrte uns den Rücken zu. Hier stimmte doch etwas nicht! Duncan räusperte sich nur und übernahm wieder das Wort.
„Nun, wie auch immer. Er hat dir Blut abgenommen und konnte durch einen Schnelltest exakt die Menge meines Blutes bestimmen, die du brauchtest. Die ganze Behandlung dauerte dann nur noch ca. 1 Stunde, du hast dann einfach weiter geschlafen.“ Ich schmiegte mich an seine Seite und genoss seine Wärme. Ach, eigentlich waren mir die ganzen medizinischen Dinge egal, Hauptsache…
„Keine Sorge, Miss Angie, Mr. Thorp hat sich nur an der Brille des Doktors vergriffen und sie mit der bloßen Hand zerquetscht“, ertönte plötzlich eine fremde tiefe Stimme, in der ein wenig Bewunderung mitschwang. War das tatsächlich Igor, der da gesprochen hatte? Fasziniert beobachtete ich, wie er mit einer Augenbraue wackelte und mich freundlich anlächelte. Dann registrierte ich erst, was er gesagt hatte. Ich brauchte Duncan nur ansehen, sein schuldbewusster Blick sagte mir mehr als tausend Worte. In dem Raum wurde es plötzlich mucksmäuschenstill, alle sahen uns abwartend an.
„Oh nein!“, stöhnte ich und verdrehte die Augen. Das ist also noch während meines Blackouts passiert. Ich konnte mir die Szene lebhaft vorstellen. Der arme Doktor konnte von Glück sagen, dass nur seine Brille zu Schaden kam. Plötzlich konnte ich dem Drang zu kichern nicht widerstehen und klammerte mich an Duncan. Ich drückte mein Gesicht an seinen Bizeps und prustete erstickt los.

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Oh Gott, wie peinlich, aber mit dieser Szene vor Augen, der Erleichterung, dass mit mir alles wieder in Ordnung war, konnte ich einfach nicht aufhören, es war wie eine Erlösung, eine Befreiung. Auch den anderen schien es ähnlich zu ergehen, sie redeten und lachten erleichtert durcheinander.
Verstohlen blinzelte ich an seinem Arm vorbei. Home starrte mich mit offenem Mund empört an.
„Bitte bring mich hier raus“, wisperte ich. Ich konnte fühlen, wie auch seine Selbstbeherrschung bröckelte, auch er war sich der Komik der Situation bewusst geworden und konnte sich ein Lachen kaum verkneifen.
Der einzige, der ruhig und besonnen wirkte, war Shadow. Er stand auf, musterte mich mit einem liebevollen Blick und er hob nur eine Hand. Sofort hatte er alle Aufmerksamkeit in dem Raum.
„Genug. Gönnen wir Angie und Duncan etwas Ruhe. Mary hat zu ihrer glücklichen Heimkehr und zu Angies Genesung ein Festessen geplant. Wir treffen uns dann um 20 Uhr in der Villa des Ordens. Ich bitte um pünktliches Erscheinen. Außerdem sollten wir später….“ Duncan wartete erst gar nicht das Ende der kleinen Ansprache ab, sondern schob mich wortlos bis zur Tür. Ich drehte mich noch schnell um und sah den Doktor um Verzeihung bittend an.
„Tut mir leid, Doktor. Ich bin ihnen wirklich sehr dankbar und … sie sollten mal ernsthaft über Kontaktlinsen nachdenken.“ Dann verließen wir fluchtartig den Raum und liefen kichernd bis zu unserem Apartment. Dort ließ ich mich, immer noch lachend und ein wenig außer Atem, auf das Sofa fallen.
„Oh Duncan, du bist unmöglich!“ Duncan? Wo war er denn… oh, er stand mit dem Rücken an der Tür und drückte sie langsam ins Schloss während er mich mit seinem ganz besonderen Blick, der mir durch Mark und Bein ging, musterte. Ich hätte fast geschnurrt, als ich mich tiefer in die Polster drückte.
„Böse Angie“, murmelte er heiser und kam geschmeidig wie eine Raubkatze auf mich zu. Seine Hände zu beiden Seiten von meinem Kopf auf der Rückenlehne aufgestützt, streifte er mit seinen warmen Lippen meine Wange.
„Ganz böse….“
Seine Küsse ließen mich wieder einmal meine Umgebung vergessen, nur ihn nahm ich wahr, seine Wärme, seinen Duft, seine Hände auf meiner Haut, die so kraftvoll und gleichzeitig so sanft und zärtlich sein konnten. Deshalb bekam ich auch kaum etwas von dem Tumult mit, der plötzlich unten im Haus ausbrach. Bis die Tür aufflog und mit einem lauten Krachen an die Wand flog. Doch erst als jemand lauthals meinen Namen rief, fuhr ich erschreckt auf und versuchte mich aus Duncans Armen zu lösen. Doch der hielt mich leise fluchend fest und beschützte mich mit seinem Körper. Er war genauso verwirrt wie ich und starrte überrascht den Besucher an, der da ziemlich aufgebracht vor uns stand.

Fortsetzung folgt…

Kapitel 1: Seitensprung der Sisterhood – Ankunft in Schottland

Kapitel 2: Seitensprung der Sisterhood – Das Anwesen der Bruderschaft

Kapitel 3: Seitensprung der Sisterhood – Geheimnisse

Kapitel 4: Seitensprung der Sisterhood – Verschwörung

Kapitel 5: Seitensprung der Sisterhood – Entführt

Kapitel 6: Seitensprung der Sisterhood – Die Rückkehr

Kapitel 7: Seitensprung der Sisterhood – Le Havre

Kapitel 8: Duncan in Lebensgefahr

finden sich hier.

Copyright © Seitensprung der Sisterhood

22 Kommentare
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  1. Aaaaaaaaaaaaaaaaah super. Uiuiui fast in Lichtgeschwindigkeit… ja wo sind die beiden jetzt?? Und was für ne Ruhe vor welchem Sturm??? Hach einfach supi das die beiden wieder zusammen sind. Hoffentlich verletzt der sich beim Abwaschen nicht… hmmm oder macht er das auch so flott??? Haha wär ja praktisch was :D

  2. Hehe.. sollen wir ihn aufklären, dass die Spülmaschine schon erfunden wurde? :lol:

  3. Ich habe eben ein bikki was geliefert. ;)

  4. Ach Angie,ich bleibe dabei…..
    DU SOLLTEST BÜCHER SCHREIBEN……biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiittteeeeeeeeeeeeeeeeee
    Das ist sooooooooooooooo geil.
    Ich liebe deine Art zu schreiben……liebe liebe liebe es…..

  5. huhu Ladies, Angie ist online – wow, ich bin begeistert!!! ;-)
    Viel Vergnügen…

  6. Ooh Angie´s Bday und mit dem Zurückzaubern… das Duncan da widerstehen konnte. Einfach wundervoll Angie. Immer wieder ein Genuss von dir zu lesen. Ich stimme Kerstin mit vollem Herzen zu.
    Du bist unsere Romanqueen (und Bratapfel you know ;) )

  7. Vielen Dank meine Lieben. Ich freue mich immer, wenn es euch gefällt… aber ihr sollt doch nicht immer so übertreiben… ;)

  8. Hhhaaaallllloooooo angie muss dir auch wieder ein mega kompliement aussprechen …. Das einfach spitzen material … Es macht super viel spass deine storys zu lesen ich muss aucg sagen du könntest locker bücher schreiben …. Danke wieder …. Freu mich schon wie es weiter geht ….

  9. Ich wünsche euch allen ein Frohes Neues Jahr, Gesundheit, Liebe und viele
    Fortsetzungen
    Liebe Grüße

  10. Liebe Cagla,
    vielen Dank für die guten Wünsche, dasselbe auch für dich!
    Hast du jetzt alles nachgelesen?
    LG

  11. Ich kannte eure Geschichten schon woher, habe aber irgenwann mal kurz aufgehört
    sie weiter zuverfolgen. Jetzt bin wieder auf dem “neusten Stand” und habe die alte
    Geschicht der Lady noch mal durch gelesen und habe gemerkt das in manchen Kapitel paar Zeilen fehlen.
    Wieso eigendlich ?????
    Liebe Grüße

  12. Hi Cagla.
    Leider musste Dolci die Zeilen opfern, sonst wäre… “Dings” böse geworden. :( Denen war es wohl zu… äh.. “Innig”. ;)
    Ich wünsche dir auch alles Gute im neuen Jahr, denen, die hier mitlesen natürlich auch. Tja, und wenn ich nicht soooo im Wartestress wäre, hätte ich schon längst fertig! Dauert aber nicht mehr lange, dann geht´s weiter. :-D

  13. Der Wartestress bei mir ist vorbei… :-D
    Ich habe geliefert! ;)

  14. joho – ich auch!!! Oh Angie, muss ich mir Sorgen um dich machen? ;-)
    LG

  15. Frohes neues Jahr Mädels …. Hihi … Angie und darf dir sagen das du mal wieder super geschrieben hast … Danke … Hmmm was ist aber jetzt mit unseren lieben angie los ??? Mach es bitte nicht zu spannend und lass uns nicht zu lange warten … Hihi … Sorry Mädels das ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe … Viel passiert noch so Ende letzten Jahres wohne aber jetzt wieder in Germany hihi ;-) und meinen Sohn gefällt es auch …. Also bis bald hoffe ich mal ;-) ;-p

  16. Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah Angie!!! Aaaaaaaaaaaaaaah schwarz vor Augen? Stromausfall oder? Ja bestimmt. Aber hehehe Dr. Home na ob der so kompetent wie Doc ist ??? Isch weiss es ja nicht. Knaller ich hab die Brille rutschen sehen. Super cool. Aber jetzt mach mal wieder Licht an ja? Bitte :D . Hach super schön. Wirklich toll geschrieben.

  17. Danke meine Lieben. Vielleicht war es auch nur ein kurzer Blackout, oder etwas ganz anderes… mal sehen.. :-D
    Hallo Marci. Wo hast du denn vorher gewohnt, wenn ich mal so neugierig fragen darf?
    Soooo und nun ist Doc wieder dran, gell?! :-D

  18. Hallo angie klar darfst du fragen … Habe die letzten 4 Jahre in der Schweiz gelebt mich aber jetzt vom Vater meines Sohnes getrennt und wieder in die Nähe meiner Eltern gezogen… ;-)
    Liebe Grüße Mädels hihi

  19. huhu Marci, alles klar bei dir, hast du dich gut wieder in old Germany eingelebt und vor allem die Trennung auch verkraftet? So was ist ja immer schmerzhaft, hoffe, es geht dir gut!
    Ladies, zum angenehmen Zeitvertreib ist eine neue Fortsetzung für euch online und hach, es bleibt spannend.. ;-) Viel Spaß damit und liebe Grüße

  20. Aaaaaaaaaaaah und ich hab es nicht direkt gesehen… uiuiuiuiui wow super Angie….oh man der arme Dr. Home und wer platzt denn da rein ??? ;) hach jaaaaaaaaaaa cool cool

  21. hi mädels … bei mir alles soweit ok… mein kleiner geht endlich in den kindergarten und es gefällt ihm… haben uns ganz gut wieder eingelebt… danke..
    wow angie du machst sachen der arme dr. home… ahhhh ich freu mich mega auf die fortsetzung… wer ist da ??? weiblich männlich und wiesoooooo?????? manno duncan darf auch nicht mehr ran ;-) hihihi….
    liebe grüsse an alle..

  22. Hehe Marci, ich gebe dir mal den kleinen Tip, bei Doc Janes Seitensprung vorbei zu schauen, sie hat nämlich noch vor diesem Teil was geschrieben… ;)
    Und freut mich, dass bei dir alles wieder Okay ist. :-D

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