Hilfsorganisation Oxfam in München – Kultur preiswert zu kaufen

OxfamNeben der Münchner Fußgängerzone, in der Fürstenfelder Str. 7, befindet sich der einzige Oxfam Shop in München. Die britische Hilfsorganisation, der Name geht auf das Oxforder Komitee zur Linderung von Hungersnöten zurück und wurde bereits 1942 gegründet, hat lange gebraucht den Weg dorthin zu finden. Vielen unserer Kinder ist der Name wahrscheinlich geläufiger, handeln doch Geschichten im Englischunterricht von Einkäufen in Oxfam Shops. Unter dem Motto „Wir machen Überlüssiges flüssig“ verkaufen Ehrenamtliche dort Bücher, CDs und Schallplatten, die gespendet werden. Der Erlös geht an Hilfsprojekte der Organisation. So können zum Beispiel eine Handpumpe zur Trinkwasserversorgung in einem äthiopischen Dorf oder Werkzeug und Saatgut für ehemalige Kriegsflüchtlinge im Ost-Kongo finanziert werden.

Eine großartige Idee, wie ich finde, endlich Platz für neue Bücher oder CDs zu schaffen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.oxfam.de

Der schönste erste Satz von Thomas Bernhard

Die anderen Menschen fand ich in der entgegengesetzten Richtung, indem ich nicht mehr in das gehaßte Gymnasium, sondern in die mich rettende Lehre ging, gegen alle Vernunft in der Frühe nicht mehr mit dem Sohn des Regierungsrats in die Mitte der Stadt durch die Reichenhaller Straße, sondern mit dem Schlossergesellen aus dem Nachbarhaus an ihren Rand durch die Rudolf-Biebl-Straße, nicht auf dem Weg durch die wilden Gärten und an den kunstvollen Villen vorbei in die Hohe Schule des Bürger- und des Kleinbürgertums, sondern an der Blinden- und Taubstummenanstalt vorbei und über die Eisenbahndämme und durch die Schrebergärten und an den Sportplatzplanken in der Nähe des Lehener Irrenhauses vorbei in die Hohe Schule der Außenseiter und Armen, in die Hohe Schule der Verrückten und der für verrückt Erklärten in der Scherzhauserfeldsiedlung, in dem absoluten Schreckensviertel der Stadt, an der Quelle fast aller Salzburger Gerichtsprozesse und im Keller als Lebensmittelgeschäft des Karl Podlaha, der ein zerstörter Mensch und ein empfindsamer Wiener Charakter gewesen war und der Musiker hatte werden wollen und dann immer ein kleiner Krämer geblieben ist.

Der Keller von Thomas Bernhard

Thomas BernhardNiclaas Thomas Bernhard, geboren am 9. Februar 1931 in Heerlen, Niederlande, gestorben am 12. Februar 1989 in Gmunden, Österreich, war ein österreichischer Schriftsteller. Er zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Prägend für Bernhards Entwicklung als Schriftsteller waren einerseits das seit frühester Kindheit, die er bei seinem geliebten Großvater, dem Dichter Johannes Freumbichler verbrachte, empfundene Gefühl, von seiner Mutter und dem Vater allein gelassen, ungeliebt, unerwünscht zu sein; andererseits ein schweres Lungenleiden (eine folgenreiche nasse Rippenfellentzündung, die zu einem Morbus Boeck (Sarkoidose) wurde), mit dem er seit den Kriegstagen zu leben hatte und das ihm stets die Nähe des Todes vor Augen hielt.

Bernhard schreibt meist über Einzelgänger, Selbstmörder, Kranke, angeblich Verrückte und Philosophen. Die menschliche Existenz ist für ihn sehr eng mit dem Leiden und dem Tod verbunden. Er geht sogar so weit, dass er das eigentliche Wesen der Existenz im Tod sieht: „Wenn wir ein Ziel haben, so scheint mir, ist es der Tod†œ (Verstörung), „Das Aus ist das Ziel†œ (Heldenplatz).

Der KellerKurzbeschreibung von Der Keller
Eines Morgens beschließt der sechzehnjährige Gymnasiast auf dem Schulweg spontan, sich seinem bisherigen, verhaßten Leben zu entziehen und sich im Keller, einem Kolonialwarenladen, eine Lehrstelle zu verschaffen. Im Keller, am Rande der Salzburger Scherzhauserfeldsiedlung, dem heruntergekommenen, tristen Wohngetto der Besitzlosen, der Asozialen und Kriminellen, lernt Bernhard all die von der Gesellschaft Ausgestoßenen kennen, verstehen und ergreift Partei für diese verlorenen, verstörten Existenzen.

Der schönste erste Satz von Wolfgang Lohmeyer

Am Rheinufer, zwischen Sankt Kunibert und der Trankgassenpforte, war an diesem Apriltag des Jahres 1627 außer einigen Fischern, die ihre Netze knüpften, und ein paar vermummten Alten, die im Windschutz der Stadtmauer hockten, kaum eine Menschenseele zu sehen.

Die Hexe von Wolfgang Lohmeyer

Die HexeKurzbeschreibung von Die Hexe
Köln im Dreißigjährigen Krieg; Korruption, Machtgier und finsterer Aberglaube beherrschen die Stadt – Frauenhaß, Lüsternheit und Brutalität sind Quellen eines mörderischen Hexenwahns. Dies wird auch Katharina Henot, der schönen Postmeisterin, zum Verhängnis. Zwischen Festen und Gewaltverbrechen wächst der authentische Roman aus zeitgenössischen Briefen und Dokumenten

Neues von Andrea M. Schenkel und „Kalteis“

Kalteis Andrea Maria Schenkel gilt als die Überraschungsautorin des letzten Jahres, berichtet heute der Krimiblog. Nach ihrem fulminanten Debüt †œTannöd† folgt nun der zweite Streich: †œKalteis† erscheint am 15. August 2007 im kleinen und feinen Verlag → Edition Nautilus. Bereits einen Monat früher, ab dem 15. Juli 2007, gibt es exklusiv eine Vorabveröffentlichung und zwar auf der Internetseite der Berliner → Krimibuchhandlung Hammett. Christian Koch, Inhaber der †œHammett†-Buchhandlung, schreibt dazu: Weiterlesen