Der schönste erste Satz von Erica Fischer

Erica FischerDie breite, mit einem rostroten Läufer bespannte Holztreppe knarrt, als Inge Wolf, zwei Stufen auf einmal nehmend, in den vierten Stock des Hauses Friedrichshaller Straße 23 hochsteigt.

Aimée & Jaguar von Erica Fischer

Erica Fischer wurde in England geboren, wohin ihre Eltern 1938 nach dem Anschluss Österreichs an das von den Nationalsozialisten regierte Deutschland emigriert waren. 1948 kehrte die Familie nach Wien zurück. Anfang der 1970er Jahre war Fischer Gründungsmitglied der Neuen Frauenbewegung in Wien. Sie lebt heute als freie Autorin, Journalistin und Übersetzerin in Berlin.

Aimée & JaguarIhr größter Erfolg war die romanartige Dokumentation „Aimée & Jaguar“, in der sie die Geschichte einer Liebesbeziehung zweier Frauen in Deutschland zur Zeit des Dritten Reichs erzählt. Das Buch wurde bislang in 20 Sprachen übersetzt. Max Färberböck verfilmte die Liebesgeschichte 1998 unter dem gleichen Titel Aimée & Jaguar mit Maria Schrader und Juliane Köhler.

Leonardo Da Vincis Mona Lisa hatte Augenbrauen

Ein französischer Forscher hat herausgefunden, dass Da Vinicis „Mona Lisa“ ursprünglich klar sichtbare Augenbrauen und Wimpern, ein deutlicheres Lächeln und eine Decke auf den Knien hatte. Scans mit hochauflösenden Spektralkamera hätten dies gezeigt, sagt der Ingenieur Pascal Cotte, der das Bild vor drei Jahren nach einer Ausstellung in San Francisco untersuchen konnte. Weitere Infos hier bei abc News

Mona Lisa

Der schönste erste Satz von Robert van Gulik

Robert van GulikUnter unserer jetzigen ruhmreichen Ming-Dynastie, in der Yung-lo-Ära, erfreut sich unser Land des Friedens.

Mord im Labyrinth von Robert van Gulik

Robert Hans van Gulik wurde am 9. August 1910 in Zutphen als Sohn eines Arztes geboren. Von 1915 bis 1922 lebte er mit seiner Familie in Indonesien, wo sein Vater als Sanitätsoffizier der holländischen Kolonialarmee arbeitete. In der Grundschule wurde nur auf Niederländisch unterrichtet, doch durch die fremdsprachige Umgebung lernte er in dieser Zeit Chinesisch, Javanisch und Malaiisch. Seine Faszination für die fremden Zeichen auf den Schildern chinesischer Geschäfte veranlasste ihn schon früh zum Erlernen der chinesischen Schrift.

Nach der Rückkehr seiner Familie nach Holland besuchte er ein Gymnasium, wo er Griechisch, Latein, Französisch, Deutsch und Englisch lernte. In seiner Freizeit erhielt er Unterricht in Russisch und Sanskrit vom Linguisten C.C. Uhlenbeck, der das Sprachtalent des jungen van Guliks erkannte. Zusätzlich leistete er sich von seinem Taschengeld einen chinesischen Privatlehrer für sein geliebtes Chinesisch.

Von 1929 bis 1934 studierte er an den Universitäten Leiden und Utrecht Indisches Recht sowie verschiedene asiatische Sprachen. 1935 wurde er zum Doktor der Literatur promoviert. Anschließend arbeitete er als Diplomat unter anderem in Japan, Ägypten, Indien, China, den USA und Malaysia. Daneben beschäftigte er sich mit chinesischer Geschichte und Kultur und betätigte sich als Schriftsteller.

Am 24. September 1967 starb Robert van Gulik in Den Haag an Lungenkrebs.

Don Farrago am 24. Oktober 2007