Wie die Süddeutsche heute berichtet, hat die Bayerische Staatsbibliothek damit begonnen, ihre Buchbestände aus dem 18. Jahrhundert zu digitalisieren. In den nächsten zwei Jahren sollen Roboter digitale Kopien von 7,5 Millionen Seiten aus beinahe 37.000 deutschen Druckwerken erstellen. Die digitalen Abbildungen sollen im Internet frei zugänglich sein. Nach Angaben des österreichischen Roboterherstellers gibt es ähnliche Systeme bislang nur in Innsbruck, der Schweiz und in den USA.
Monat: Oktober 2007
Julia Franck im Münchner Literaturhaus – souverän und konzentriert
Dienstag, 16.10.2007, 20.15 Uhr, Julia Fanck betritt die Bühne des Münchner Literaturhauses, und es wird schlagartig still in dem total ausverkauften Saal. Die Stuhlreihen sind so eng gestellt, dass es kaum möglich ist Luft zu holen, ohne dabei seinen Nachbarn bzw. seine Nachbarin, denn der Frauenanteil beträgt schätzungsweise 90 Prozent, zu berühren. Nach der üblichen Begrüßung durch Herrn Wittman, den Leiter des Literaturhauses, und dem stürmischen Applaus der Besucher, noch schnell ein Glas Wasser.
Julia Franck liest dann ca. 45 Minuten lang ruhig und betont den gesamten Prolog aus ihrem Buch „Die Mittagsfrau„. Es geht um die letzten Erlebnisse eines 8-jährigen Jungen Ende des zweiten Weltkriegs in Stettin. Es geht um Zerstörung, Bombenangriffe, Hunger, Vergewaltigung und um die Zurückweisung der Mutter. Diese lässt ihn auf der Flucht aus Stettin in einem Bahnhof sitzen und verschwindet für immer aus seinem Leben.
Es ist Literatur und nicht die Aufarbeitung ihrer eigenen Familiengeschichte, betont Julia Franck im Anschluss an die Lesung. Konzentriert, wie auch schon in der Lesung, widmet sie sich dann den vielen Besuchern um ihr Buch zu signieren.
Gegen 21.45 Uhr ist alles vorbei. Es ist ihre erste Lesung nach der Frankfurter Buchmesse. Viele werden folgen.
Briten wählen Oscar Wilde zum witzigsten Mann!
Es kam wohl noch nie vor, dass Liam Gallagher und Jeremy Clarkson in einer Liste mit Noël Coward und Shakespeare auftauchten. Nichts desto Trotz sind sie jetzt auf so einer Liste vereint, da sie zu den witzigsten Personen Großbritanniens gewählt wurden. Die ersten zehn Plätze in der Wahl gingen alle an Männer, die meisten der gewählten „Witzbolde“ sind längst tot und begraben. Margaret Thatcher landete auf Platz 12.
Der erste Platz ging an Oskar Wilde, der einmal behauptete, „das erste Erfordernis der Vernunft ist es, mit dreiviertel des britischen Publikums nicht übereinzustimmen“. Berühmt für seine Unbescheidenheit wäre er wahrscheinlich diesmal glücklich mit dem Ergebnis der Abstimmung im digitalen Fernsehsender Dave, erhielt er doch 20 Prozent der Stimmen. Viele würden behaupten, dass der in Dublin geborene Dramatiker, der die meiste Zeit seines Lebens in England verbrachte, ein Meister der klugen Seitenhiebe war. Sogar auf seinem Sterbebett im Jahr 1900 soll er gesagt haben: „Meine Tapete und ich kämpfen ein Duell auf Leben und Tod. Entweder sie muss gehen oder ich.“
1. Oscar Wilde †œOnly dull people are brilliant at breakfast†
2. Spike Milligan †œAll I ask is the chance to prove that money can†™t make me happy†
3. Stephen Fry †œAn original idea. That can†™t be too hard. The library must be full of them†
4. Jeremy Clarkson †œSpeed has never killed anyone, suddenly becoming stationary . . . that†™s what gets you†
5. Sir Winston Churchill †œA politician needs the ability to foretell what is going to happen tomorrow, next week, next month, and next year. And to have the ability afterwards to explain why it didn†™t happen†
6. Paul Merton †œI†™m always amazed to hear of air crash victims so badly mutilated that they have to be identified by their dental records. If they don†™t know who you are, how do they know who your dentist is?†
7. Noel Coward †œPeople are wrong when they say opera is not what it used to be. It is what it used to be. That is what†™s wrong with it.†
8. Shakespeare †œMaids want nothing but husbands, and when they have them, they want everything†
9. Brian Clough †œThe River Trent is lovely, I know because I have walked on it for 18 years†
10. Liam Gallagher †œShe [Victoria Beckham] cannot even chew gum and walk in a straight line at the same time, let alone write a book.†
Quelle: Times
Die Mittagsfrau – Lesung mit Julia Franck im Literaturhaus
Am Dienstag, den 16.10. um 20 Uhr stellt Julia Franck ihr Buch „Die Mittagsfrau“ im Münchner Literaturhaus vor.
Stettin 1945: Alle sind auf der Flucht in Richtung Westen, auch Helene, an der Hand ihren siebenjährigen Sohn. Doch Helene verlässt ihr Kind am Bahnsteig und kehrt nicht zurück.
Julia Franck wurde 1970 in Berlin (Ost) geboren und verbrachte nach ihrem Studium längere Zeit in den USA und in Mittelamerika. Sie arbeitete als Hörfunkredakteurin und als freie Mitarbeiterin verschiedener Zeitungen und Zeitschriften und lebt heute mit ihren beiden Kindern in Berlin. In ihrem Familienroman »Die Mittagsfrau« (nominiert für den Deutschen Buchpreis 2007) schildert Julia Franck die Hintergründe einer ungeheuerlichen Entscheidung.
Veranstalter: C.H. Beck Verlag, Stiftung Literaturhaus, Tukan Kreis e.V.
Eintritt: Euro 8.- / 6.- Kartenreservierung: Tel. 089 / 291934-27
Die reservierten Karten werden ca. 1h vor Beginn der Veranstaltung an der Abendkasse hinterlegt.
BLOG ACTION DAY – Wenn die Biene von der Erde verschwindet…..
…..hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.†œ – Albert Einstein
Heute werden sich über 11.000 Blogger überall im Internet zusammentun, um die Öffentlichkeit auf ein ausgewähltes Thema aufmerksam zu machen. Das Thema für den Blog Action Day 2007 ist die Umwelt. Jeder teilnehmende Blogger wird sich auf seine ganz persönliche Weise eines von ihm selbst ausgewählten Umweltthemas annehmen. Hier geht es um:
Bienen-Patenschaften
Die Friedel-Eder-Schule, eine Schule für Seelenpflege-bedürftige Kinder in München, sammelt ausrangierte Handys um Bienen-Patenschaften zu übernehmen. Dank der bis jetzt gesammelten Handys konnte bereits eine Bienen-Patenschaft übernommen werden. Es ist ein Projekt der Deutschen Umwelthilfe in Zusammenarbeit mit T-Mobile, wo ausrangierte Handys recycelt werden. Die Schule bekommt für jedes Handy 2,50 Euro. Also, wer ein altes oder defektes Handy, möglichst mit Akku und Ladekabel sinnvoll entsorgen möchte, sollte es an die Schule schicken oder dort abgeben. Die Kontaktdaten stehen auf der Internetseite, weitere Informationen zu diesem Projekt sind nachzulesen unter www.beegood.de , hier werden auch weitere Projekte aufgezeigt.
Dank der bis jetzt gesammelten Handys konnte bereits eine Bienen-Patenschaft übernommen werden. Damit wird die Ausbildungs- und Forschungsarbeit für wesengemäße Bienenhaltung unterstützt. Die Bienen sind durch die Industrialisierung der Landwirtschaft mit vielen Belastungen konfrontiert. Die traditionelle Bienenhaltung wird immer mehr verdrängt. Man gab sich der Illusion hin, die ständige Rationalisierung der imkerlichen Betriebsweise habe keine Nebenwirkungen und führe nur zu mehr Honigertrag. Darüber hinaus werden durch die Globalisierung auch neue Krankheiten nach Europa eingeschleppt.
Nur noch wenige Handys fehlen, dann kann die Schule eine zweite Patenschaft übernehmen.
Wir können zwar Honig importieren, nicht aber die Bestäubung unserer Blüten. Weiterlesen