Schauspieler in Sicherheit – Drachenläufer kann starten

DrachenläuferKinoWie am 05. Oktober 2007 ausführlich berichtet, musste der Filmstart von Drachenläufer aus Sicherheitsgründen verschoben werden. Weil sich seit Drehbeginn die Sicherheitslage in Afghanistan verschlechtert hat, befürchtet die Filmgesellschaft (Paramount Vantage) Repressalien gegen die jugendlichen Darsteller. In dem Film wird eine Vergewaltigungsszene (ein Hazara-Junge wird von einem Paschtunen vergewaltigt) gezeigt.
Es ist eine epische Erzählung über Väter und Söhne, Freundschaft und Betrug, die von den finalen Tagen der afghanischen Monarchie bis zu den Gräueltaten der Taliban-Herrschaft reicht. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Khaled Hosseini.

Die Jungen wurden nun an einen sicheren Ort in den Vereinigten Emiraten gebracht.  Hier ist die Kinopremiere für den 18. Januar 2008 vorgesehen.

Für Buchtrinker und Seitenfresser mit dem Faible für Dior

DiorKurzbeschreibung
Der 13.Februar 1947 markiert einen Meilenstein in der Modewelt: An diesem Tag präsentiert in Paris der unbekannte Modedesigner Christian Dior seine Kollektion. Und revolutionierte die Damenmode der Nachkriegszeit: Statt spartanisch kommt der „New Look“ verschwenderisch, elegant und opulent daher. Mit dieser Kollektion schafft Christian Dior den internationalen Durchbruch und wird zum Lieblingsdesigner der Schönen und Reichen. Innerhalb weniger Jahre etabliert er ein weltweites Modeimperium, das bis heute zu den edelsten Marken überhaupt gehört. Am 24.Oktober 1957 erlag Dior einem Herzanfall. Seine vier Nachfolger als Chefdesigner des Hauses sorgten jedoch ebenso für Furore: Yves Saint Laurent, Marc Bohan, Gianfranco Ferré und seit 1997 John Galliano. Der „ausgeflippte Brite“ präsentiert seine erste Dior-Kollektion genau 50 Jahre, nachdem der Meister mit dem „New Look“ debütiert hatte. Wieder geht ein Ruck durch die Modewelt: die Presse feiert Gallianos Stil als „göttlichen Wahnsinn“. Die aufregende Geschichte des Hauses Dior wird hier exklusiv und aus erster Hand erzählt, begleitet von historischen Aufnahmen aus dem Dior-Archiv, Bildern weltbekannter Modefotografen und den 150 schönsten Dior-Kreationen.

Ein wunderschöner Prachtband mit vielen Modeaufnahmen des Starfotografen Laziz Hamani für Menschen, die sich gerne an schönen Dingen erfreuen!
Erschienen bei Collection Rolf Heyne, München, 135 Euro

Weihnachtslesung der besonderen Art im Künstlerhaus am Lehnbachplatz

Heute, um 20 Uhr, veranstaltet das Münchner Künstlerhaus am Lehnbachplatz mit dem dtv-Deutscher Taschenbuch Verlag eine besondere Lesung.
Im Festsaal lesen Münchner Autoren ihre neuen Weihnachtsgeschichten.
Manche mögens weihnachtlich „Manche mögens weihnachtlich“ – Von Weihnachtssucht und Weihnachtsflucht

Neue Geschichten zum altehrwürdigen Thema:

  • Gert Heidenreich lässt das Öchslein als Augenzeugen an der Krippe zu Wort kommen,
  • Friedrich Ani berichtet von weihnachtlichen Liebesfreuden der ganz anderen Art,
  • Franziska Sperr läßt sich in einen geradezu märchenhaften Kaufrausch verwickeln und
  • Lena Gorelik möchte Weihnachten am liebsten ganz ausfallen lassen – und das ausgerechnet in Jerusalem, „am Ort, wo es passierte“.

Dazu greifen, singend und musizierend, Veronika-Marie von Quast und Barb Dorsch in die Schatztruhe alter und neuer Weihnachtsmelodien. Moderation Brigitta Rambeck

Eintritt 10 Euro, telefonische Reservierung unter 58 91 84 25

Der schönste erste Satz von Lawrence Durrell

Der Prinz war verdrossen.

Sebastian oder Die Gewalt der Leidenschaft – 4. Band aus dem Avignon-Quintett von Lawrence Durrell.

Lawrence DurrellLawrence George Durrell, geboren am 27. Februar 1912 in Darjiling (Indien),gestorben am 7. November 1990 in Sommières, Département Gard (Frankreich) war ein anglo-indischer Schriftsteller.
Die ersten Lebensjahre verbrachte Durrell in Indien. Mit elf Jahren wurde er zum Schulbesuch nach Canterbury (England) geschickt, wo er sich jedoch nie heimisch fühlen sollte. Er verließ die Universität ohne Abschluss, da er den Beruf des Schriftstellers anstrebte.

1935 veröffentlichte er seinen ersten Roman Pied Piper of Lovers. Im selben Jahr zog er nach Aufenthalten in Paris und Athen mit Mutter, Frau und Geschwistern nach Korfu um. Zu dieser Zeit begann auch seine lebenslange Freundschaft mit dem Schriftstellerkollegen Henry Miller. 1941 mussten die Durrells Griechenland wegen der näherrückenden deutschen Armee verlassen. Die Familie zog nach Kairo um. In der Folge lebte Durrell in Alexandria, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs auf Rhodos, 1947/48 in Argentinien, 1949 bis 1952 in Belgrad. Er arbeitete in verschiedenen Positionen, meist als Presseattaché, für die britische Regierung.

Im Jahr 1952 zog Durrell nach Zypern, wo er zunächst Englischunterricht erteilte und später wiederum für die britische Regierung in Nikosia arbeitete. Seine Erlebnisse aus der Zeit des Krieges zwischen türkischen und griechischen Zyprioten verarbeitete er in dem Buch Bittere Limonen (veröffentlicht 1957).

Noch während der Zeit auf Zypern begann Durrell mit der Arbeit am Alexandria-Quartett, das zwischen 1957 und 1960 veröffentlicht wurde. Diese vier Bücher brachten Durrell internationale Anerkennung ein.

Nachdem er Zypern verlassen musste, siedelte sich Durrell in Südfrankreich an, wo er den Rest seines Lebens verbringen sollte. Durrell war viermal verheiratet und hatte zwei Töchter.

Durrell wurde wiederholt für den Nobelpreis vorgeschlagen. Seine Dramen Sappho und Actis wurden in Deutschland von Gustaf Gründgens, Ein irischer Faust von Oscar Fritz Schuh am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg uraufgeführt.

Klappentext von Sebastian
Der Ägypter Affad, zweiter Name Sebastian, ist Mitglied einer geheimen Bruderschaft, für die Liebe verboten ist. Als er trotzdem mit der Genfer Ärztin Constance eine leidenschaftliche Affäre hat, wird ihm von einem Tribunal brieflich sein Tod angekündigt. Affad weiß, daß man ihn töten wird – aber nicht, wann.

Anjelka am 05. Dezember 2007

Poetik – öffentliche Vorlesung mit Helmut Krausser im Literaturhaus

Poetik

Öffentliche Vorlesung mit Helmut Krausser

Gibt es eine Kunst ohne Pathos? Wie funktionieren Leidenschaft, Ekstase und Überhöhung in der Literatur und beim Leser? Solche und ähnliche Fragen stellt sich Helmut Krausser in seiner dritten und letzten Vorlesung zur Poetikprofessur der LMU. Darin erläutert der selbsterklärte Marketender im Heer der Ironie seine Sicht auf die Literatur und führt seine Ausführungen weiter, die er unter dem Titel „Pathos und Präzision“ begonnen hatte.

Literaturhaus München, Donnerstag, 06. Dezember 2007, Bibliothek
Veranstalter: Ludwig-Maximilians-Universität München
Eintritt: frei