Die Antwort der EMMA auf Blondinenwitze – Männerwitze!

EMMA2Wenig hat die Nation so erregt wie diese Männerwitze aus den Jahren 1995 bis 1999. Sie waren die Reaktion auf die Blondinenwitze. Nachfolgend eine Auswahl der Besten:

In welcher Zeitung steht: „Mann warf seine Frau aus dem Fenster†œ? In der Bild-Zeitung. Und in welcher Zeitung steht: „Frau warf ihren Mann aus dem Fenster?†œ In „Schöner Wohnen†œ. (2/95)

Wie viele Männer sind nötig, um eine Rolle Klopapier auszuwechseln? Das weiß niemand. Es ist noch nie vorgekommen. (4/95)

Was ist ein Mann in Salzsäure? Ein gelöstes Problem. (6/96)

Was war der erste Mann auf dem Mond? Ein guter Anfang. (2/97)

Was haben Männer und Wolken gemeinsam? Wenn sie sich verziehen, wird es noch ein schöner Tag. (4/98)

Wie viele Männer braucht es, um einen Schokoladenkuchen zu backen? Fünf. Einer rührt den Teig und vier schälen die Smarties. (6/98)

Was macht eine Frau, wenn ihr Mann beim Kartoffelholen die Kellertreppe runterfällt und sich das Genick bricht? Nudeln. (2/99)

😆

Blogroll-Umfrage 2008

Blogroll-Umfrage

Im Rahmen des DFG-Projekts „Netzwerkkommunikation im Internet“ der Universitäten Trier und Koblenz wird die Kommunikation in Weblogs untersucht. Speziell interessiert man sich für den Einsatz von Blogrolls.

Die aktuelle Blogroll-Studie soll sich detailliert auf die Blogrolls konzentrieren und untersuchen, in wie fern unterschiedliche Weblog-Genre spezifische Blogroll-Verlinkungsmuster aufweisen. Dazu sollen die Daten anschließend auch einer Netzwerkanalyse unterzogen werden.

Die Umfrage benötigt ca. 4-8 Minuten und ist auch für Blogger angelegt, die keine Blogroll führen.
Bis zum 29. Februar läuft die Blogroll-Umfrage, zu der man hier gelangt. Im Rahmen der Erforschung der Kommunikationsstrukturen in Weblogs und der Nutzung einzelner Bestandteile ist die Blogroll von besonderem Interesse. Die Umfrage ist die Grundlage zur Triangulation mit weiterer Forschung quantitativer und netzwerkanalytischer Art.

März 2008: Aufruhr von Shashi Tharoor

Treffpunkt: 30. März 2008 um 11 Uhr bei Hanne zum Brunch.

AufruhrKurzbeschreibung
In der kleinen Stadt Zalilgarh östlich von Delhi ist die Lage gespannt: Die hinduistische Bevölkerung sammelt selbstgebrannte Ziegelsteine, um einen Tempel mit dem Abbild Ramas zu errichten, genau an dem Platz, wo eine verfallene Moschee steht. Als die Ziegelsteine in einer feierlichen Prozession durch die Stadt getragen werden, kommt es zu Ausschreitungen zwischen Hindus und Muslimen, bei denen auch die 24jährige Priscilla Hart ihr Leben verliert. War sie nur zur falschen Zeit am falschen Ort, wie die Amerikanische Botschaft bekanntgibt? Oder hat ein erzürnter Ehemann den Aufruhr dazu benutzt, sich unerkannt zu rächen? Denn die junge Amerikanerin war Mitarbeiterin einer Hilfsorganisation und klärte indische Frauen über Geburtenkontrolle und ihre elementaren Rechte auf. Priscilla hatte aber auch eine Liebesbeziehung mit dem verheirateten Inder Lakshman, einem hohen Regierungsbeamten, mit dem sie sich jede Woche heimlich traf. Mit erstaunlicher Leichtigkeit verbindet Shashi Tharoor in diesem Roman Zeitungsberichte, die Briefe Priscillas an ihre Freundin, Tagebucheinträge und Gesprächsaufzeichnungen miteinander und schafft so eine Atmosphäre von größtmöglicher Authentizität.

Über den Autor
Tharoor2Shashi Tharoor, Malayalam: à´¶à´¶à´¿ തരൂര്†; geboren am 9. März 1956 in London, ist ein indischer UNO-Mitarbeiter und Schriftsteller. Er war von 2002 bis 2007 als Untergeneralseketär einer der Stellvertreter des Generalsekretärs Kofi Annan und für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Tharoors Familie stammt aus dem indischen Bundesstaat Kerala, er ist Autor, Journalist und Mitglied des USC Center on Public Diplomacy.

Er wuchs in Indien auf und besuchte 1962 die Montfort School in Yercaud, 1963-1968 das Campion Collage in Mumbai und schloss die Mittelschule 1969-1971 in der jesuitischen St. Xavier’s High School in Kolkata ab. Von 1972 bis 1975 studierte er im St.Stephen’s College in Delhi, wo er mit einem Bachelor of Art in Geschichte graduierte. Tharoor1 Danach ging er in die USA, wo er von 1975-1978 in Massachusetts an der Fletcher School of Law and Diplomacy der Tufts University studierte. Er dissertierte im Alter von 22 Jahren mit dem akademischen Grad eines Ph. D, nachdem er zwei weitere „Master†œ abgelegt hatte.

1978, im selben Jahr seines Studienabschlusses, wurde er in den Dienst der UNO aufgenommen. Nach einem Zwischenaufenthalt im Flüchtlingshilfwerk UNHCR in Genf, koordinierte er in Singapur die Hilfe für die vietnamesischen Bootsflüchtlinge. Seit Oktober 1989 bis Ende 1996 koordinierte er von New York aus die „friedenserhaltenden Maßnahmen†œ im zerfallenden Jugoslawien, die er mitunter kritisch: „An manchen Plätzen haben wir versagt, an manchen hatten wir ein unzureichendes Mandat†œ, und dann fast trotzig, „insgesamt aber war unsere Rolle positiv†œ, beurteilt. Seit Januar 1997 Chefassistent von Annan, ernannte dieser ihn im Juli 1998 zum UNO-Kommunikationsdirektor. Bei allem Reformbedarf, bei all der sich abzeichnenden Marginalisierung der Vereinten Nationen im Irak-Krieg, gebraucht Tharoor die Abkürzung UN mit Stolz: „Sie steht für UN-ersetzlich.†œ Weiterlesen

Für Buchtrinker und Seitenfresser mit dem Faible für das Tauchen

Kritische Situationen gibt es beim Tauchen immer wieder. Dr. Sno* berichtet aktuell von einem Wracktauchgang in der Bucht vor Coron um die Calamian Inseln bei dem er kurzfristig seinen Guide verloren hatte. Aber auch bei vermeintlich sicheren Tauchgängen mit guter Vorausplanung kann es schnell gefährlich werden. In den 80ern war ich mit einer Gruppe von Tauchern bei den Liparischen Inseln auf einem alten Segelschiff, auf der SV Florette,

Schiffunterwegs. Wir hatten uns vorgenommen einen Tauchgang vom fahrenden Schiff aus zu unternehmen. Wegen der großen Tiefe, konnten wir nicht ankern.

Florette Zwei Schlauchboote wurden ins Wasser gelassen um die Taucher nach dem Tauchgang wieder einzusammeln. Gemeinsam mit einem Freund bereitete ich mich auf den Tauchgang vor. Unter uns befand sich in ca. 40 Meter Tiefe ein Felsplateau, welches riesige Muränen und stattliche Zackenbarsche beherbergen sollte.

Wie gewohnt trafen wir uns an der Wasseroberfläche, unser Tauchlehrer gab das Zeichen zum Abtauchen (das Abtauchzeichen sieht natürlich etwas anders aus)
und schön stürzten wir uns kopfüber ins Ungewisse. Denn zu sehen gab es beim Abtauchen unter uns tatsächlich nur Wasser.

Heike

Der Tauchlehrer übernahm die Führung, mein Freund und ich folgten ihm. Langsam tauchten wir ab. Mein Freund befand sich schräg über mir. Plötzlich sah ich, dass sein Inflator frei über seinem Kopf schwebte und nicht an die Weste angeschlossen war. Der Inflator ist ein Teil der Tauchausrüstung, durch den die Tarierweste mit Druckluft aus der Druckluftflasche aufgeblasen werden kann. In den 80ern gab es noch nicht die heute üblichen Tauchjackets, d.h. Flaschen und Westen wurden separat angezogen, der Inflator wurde an die Weste angeschlossen.

Mein Freund war also beim Abtauchen damit beschäftigt diesen frei schwebenden „Schlauch“ zu erwischen. Zwischenzeitlich war er natürlich gezwungen immer wieder den Druckausgleich zu machen. Unser Tauchlehrer, der sich ja unterhalb von uns befand, hatte zu dem Zeitpunkt noch nicht bemerkt, dass sich hier eine gefährliche Situation anbahnte. Ich übrigens auch nicht. Aber als wir uns in ungefähr 10 Metern Tiefe befanden und mein Freund es immer noch geschafft hatte den Inflator zu erwischen und an die Weste anzuschließen, sauste er unversehens an mir vorbei und überholte ebenfalls den Tauchlehrer. Da er keine Luft in seine Weste bekam um den Druck auszugleichen, sackte er wie ein Stein in die Tiefe. Verzweifelt versuchten wir ihn aufzuhalten, hatten aber keine Chance ihn zu erwischen. Ein Felsvorsprung in 55 Metern Tiefe bremste glücklich seinen Fall, denn zwei Meter weiter rechts ging es 80 Meter runter. Der Tauchlehrer und ich holten ihn dort ab, schlossen seinen Inflator an und versuchten ihn zu beruhigen. Die Panik in seinen Augen werde ich wohl nie vergessen. Der Tauchlehrer brach den Tauchgang daraufhin sofort ab, und somit ist es bis heute mein kürzester Tauchgang gewesen, obwohl in meinem Logbuch steht, dass wir an dem Tag Dekompressionsstops von 2 Minuten in 9 Metern, 7 Minuten in 6 Metern und 23 Minuten in 3 Metern eingelegt haben.

Windy
Der Bordhündin „Windy“ wartete immer voller Ungeduld auf die Rückkehr der Taucher.

Kategorie Belletristik – Die fünf nominierten Autoren für den „Preis der Leipziger Buchmesse“

Die Leipziger Buchmesse findet in diesem Jahr vom 13. bis 16. März statt.
Der „Preis der Leipziger Buchmesse“ wird bereits zum vierten Mal vergeben. Prämiert werden herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen. Die Auszeichnung, welche mit insgesamt 45.000 Euro dotiert ist, wird von einer siebenköpfigen Jury zu gleichen Teilen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Essayistik sowie Übersetzung verliehen.  „Mit dem Preis würdigen wir nicht nur die Arbeit der Verlage und des Buchhandels, sondern wir geben den Lesern auch Empfehlungen“, so Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse.

Kategorie Belletristik

Jenny Erpenbeck: Heimsuchung (Eichborn Berlin)

HeimsuchungKurzbeschreibung
Heimsuchung reicht tief in die deutsche Vergangenheit. Eine literarische Spurensuche von stupender Wucht Ein Haus an einem märkischen See ist das Zentrum, zwölf Lebensläufe, Geschichten, Schicksale von den Zwanzigerjahren bis heute ranken sich darum. Das Haus und seine Bewohner erleben die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Krieg und dessen Ende, die DDR, die Wende und die Zeit der Nachwende. Jedem einzelnen Schicksal gibt Jenny Erpenbeck eine eigene literarische Form, jedes entfaltet auf ganz eigene Weise seine Dramatik, seine Tragik, sein Glück. Alle zusammen bilden eine Art kollektives literarisches Gedächtnis des letzten Jahrhunderts, geformt in einer Literatur, die nicht nur großartige Sätze und Bilder zu bieten hat, sondern die auch Wunden reißt, verstört, beglückt, verunsichert und versöhnt. Worin das Geheimnis dieser Geschichten besteht, woraus sich ihr Glanz, ihre Wucht und ihre eminente Dramatik entfalten, ist schwer zu sagen. Sicher aber ist eins: Mit diesem Buch ist Jenny Erpenbeck ihr Meisterstück gelungen. »Immer, wenn Jenny Erpenbeck ihren scharfen Blick auf die Dinge richtet, verändern sie sich blitzartig. Die Oberfläche schmilzt. Darunter kommt zum Vorschein, was als subkutane Irritation die Figuren bewegt.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

Sherko Fatah: Das dunkle Schiff (Jung und Jung)

Das dunkle SchiffKurzbeschreibung
Ein junger Iraker gerät unter die Gotteskrieger und flieht nach Deutschland. Ein kluger Abenteuerroman, der mit Spannung zeigt, wie ein kleines Leben von großen Umwälzungen erfaßt wird.
Das Buch erzählt die Geschichte des jungen Kerim, von Beruf Koch, der sich aus dem irakischen Grenzland auf die beschwerliche und gefährliche Reise nach Europa macht. Von früh an der Idee verfallen, sich zu verwandeln, hat er noch andere Gründe für seine Flucht, war er doch unter die Gotteskrieger geraten und mit ihnen durch das Land gezogen, bevor er sich von ihrem Weg der Gewalt lossagte. Kerim, bemüht, in Deutschland ein neues Leben zu beginnen, kann, obwohl er in dem fremden Land auch Zuwendung und sogar seine erste Liebe findet, die Vergangenheit nicht abschütteln, vielmehr scheint diese sich fortwährend auf ihn zuzubewegen.
In diesem Roman geht es nicht um den Islam, sondern um den Extremismus, der viele Erscheinungsformen haben kann, um seine Verführungsmacht und die Folgen. Extremismus entsteht nicht in einem Kopf, sondern unter realen Lebensbedingungen. So ist Kerims Geschichte die eines kleinen, konkreten Lebens inmitten großer Umwälzungen, und sein spirituelles wie auch seine realen Abenteuer sind nicht so außergewöhnlich, wie sie aus europäischer Sicht scheinen mögen. Viele haben sich wie er auf den Weg gemacht, viele sind auch wie er verstrickt worden, wenn schon nicht immer aus nachvollziehbaren Gründen, so zumindest doch auf eine Weise, welche auch die besten Nachrichtenbilder uns nicht zeigen können.

Clemens Meyer: Die Nacht, die Lichter (S. Fischer Verlag)

Die Nacht, die LichterKurzbeschreibung
Er setzt alles auf eine Karte, der Hundebesitzer, der auf der Rennbahn sein Geld verwettet, um eine teure OP zahlen zu können. Sie will es allen zeigen, die junge Frau, und sich vom Flüchtlingsschiff in die erste Liga hochboxen. Sie reden eine Nacht lang, der junge Mann und eine alte Freundin, haben einander zufällig wiedergetroffen, sie denkt vielleicht an ein gemeinsames Leben, doch er weiß, dass es anders kommen wird.
Clemens Meyer erzählt von der Hoffnung, einmal im Leben den großen Gewinn einzustreichen, von dem Willen, etwas aus sich zu machen, und der verpassten Liebe. Seine Geschichten spielen in der stillen Wohnung, in der Lagerhalle und am Fluss. Seine Helden sind dem Leben ausgesetzt, es sind die Heimatlosen und Träumer, die die nächtliche Stadt durchstreifen. Meyer trifft die Töne unserer Zeit: In seinen rauen, präzisen und zarten Sätzen spricht er von verlorenen Illusionen, von Sehnsucht und Einsamkeit.

Ulrich Peltzer: Teil der Lösung (Ammann Verlag)

Teil der LösungKurzbeschreibung
Überwachungskameras am Potsdamer Platz, globalisierte Markenwelten und limitierte Bewegungsfreiheit: an Vorzeichen, die jedes politische Handeln notwendig und zugleich illusionär erscheinen lassen, mangelt es nirgends. Christians Themen werden zunehmend politisch. Als freier Journalist schlägt er sich mit journalistischen Gelegenheitsaufträgen durch, ist Teil eines akademischen Proletariats, wie es in Berlin ganze Stadtviertel besiedelt. Selbst Mitte dreißig, hat er die Zeit des bewaffneten Widerstands gegen die Staatsmacht nur noch als Echo miterlebt. Vielleicht sucht er gerade deshalb für eine längst fällige Story Kontakt zu untergetauchten Ehemaligen der Roten Brigaden. In Paris soll ein wichtiger Informant anzutreffen und bereit zum Reden sein. Zunächst aber trifft Christian auf Nele bzw. sie trifft ihn, mit dem Ellenbogen ins Kreuz in der Tür eines Klubs. Von einer geheimnisvollen Wut getrieben, bewegt sich die hochbegabte Studentin durch den Jahrhundertsommer 2003. Was mit ein paar ruppigen Zufallsbegegnungen eher harmlos beginnt, entwickelt sich zu einer heftigen und verqueren Anziehung, deren Ausganzpunkt im neuen Berlin liegt und die ihren Show-down in den Arabervierteln von Paris erlebt. Teil der Lösung ist ein hochaktueller Roman, der in einem rasanten Ineinander von einzelnen Szenen abbildet, wie bruchstückhaft und vielfältig Wirklichkeit ist. Kontrollierter Raum und spielerische Störmanöver, Decknamen und Spitzel, geheime Treffen und präzise Attentate auf den Alltag: Subtil verbindet Ulrich Peltzer eine störrische Liebesgeschichte mit der Beobachtung neuer politischer Bewegungen in einer Grammatik der Überwachung. Eine atemraubende Verschwörungsgeschichte von unmittelbarer erzählerischer Kraft.

Feridun Zaimoglu: Liebesbrand (Verlag Kiepenheuer & Witsch)

LiebesbrandKurzbeschreibung
Die Liebe in den Zeiten der kalten Rationalität Feridun Zaimoglu beschwört die großen Gefühle. Am Anfang ist es fast zu Ende: Das Leben von Richard, sowieso nicht in bester Verfassung, droht bei einem Busunglück zu verlöschen. Doch er wird gerettet und begegnet einer engelsgleichen Erscheinung. Eine junge schöne Frau übernimmt die Erstversorgung und verschwindet in einem Auto mit deutschem Kennzeichen. Fortan ist der Erzähler in Liebe entflammt und macht sich auf die Suche. Nach seinem Bestseller »Leyla« begibt sich Feridun Zaimoglu mit »Liebesbrand« hinein in die bundesrepublikanische Gegenwart. Seine Hauptfigur ist ein junger Aktienhändler, der rechtzeitig vor dem Börsenkrach aus dem Geschäft ausgestiegen ist; jetzt lebt er in Kiel und sehnt sich nach einer neuen Versuchung. Er kann zwar einen Familienzwist bei entfernten Verwandten im Ausland schlichten, es kostet ihn aber eine Menge Geld und fast das Leben. Mit zahlreichen Blessuren am Körper, dem Bild eines Ringes mit blauem Emaillekopf im Gedächtnis und einer Haarspange im Gepäck kehrt er nach Deutschland zurück. Dort begibt er sich auf die unermüdliche Suche nach der Frau seines Lebens, die ihn nach Nienburg an der Weser und weiter nach Prag und Wien führt. Unterwegs wird er geliebt und verstoßen, angegriffen und gehasst, erleuchtet und enttäuscht. Die Hoffnung aber, dass er sich nicht vergeblich sehnt, gibt er nicht auf. Feridun Zaimoglu gelingt es, eine Liebesgeschichte unserer Tage in der Tradition der deutschen Romantik zu erzählen. Der Suchende strebt nicht nach Perfektion, aber nach Erfüllung, sogar nach Erlösung und begegnet dabei immer neuen Anfechtungen und Herausforderungen. Gut, dass es den Freund und Helfer Gabriel gibt, der dem Erzähler beisteht und ihm beizeiten den Kopf zurechtrückt. Mit Mut zum Pathos und feiner Ironie erzählt der Roman von einer großen Liebesbeschwörung rasant, berührend und komisch.