Lesungen und Führungen zum 75. Jahrestag der Bücherverbrennung in München

Von 11 Uhr an werden auf dem Odeonsplatz (bis 13 Uhr) und dem Königsplatz (bis 22 Uhr) prominente Persönlichkeiten, darunter Dieter Hildebrandt und Bruno Jonas, aus verbrannten Büchern lesen. Zuvor wird um 10 Uhr der Künstler Wolfram P. Kastner auf dem Königsplatz einen Brandfleck herstellen, „damit kein Gras über die Sache“ wächst. Die Führung „Der Nationalsozialismus in München“ verbindet die beiden Lesungsorte (Treffpunkt: Odeonsplatz, Arkaden im Hofgarten).

BücherverbrennungAm 10. Mai 1933 loderten in vielen deutschen Städten die Scheiterhaufen. Zehntausende versammelten sich allein in München, um zuzusehen, wie die Werke von mehr als hundert jüdischen, marxistischen und pazifistischen Autoren in Flammen aufgingen.

Damit dieses Ereignis und die Bücher nicht in Vergessenheit geraten, wird das Münchner Kulturreferat am Pfingstsamstag, den 10. Mai, mit der „Aktion wider den undeutschen Geist“ mit Lesungen und Führungen an den 75. Jahrestag der Bücherverbrennung erinnern.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Hat Deutsch eine Zukunft? von Jutta Limbach im Lesesaal der FAZ

Hat Deutsch eine Zukunft?: Unsere Sprache in der globalisierten Welt von Jutta Limbach ist das dritte Buch, das im neuen Lesesaal der Frankfurter Allgemeinen Zeitung besprochen wird.

Hat Deutsch eine ZukunftKurzbeschreibung
Ist die deutsche Sprache in Gefahr?

Darf man anordnen, daß auf unseren Schulhöfen deutsch gesprochen wird? Kann der Staat Fremdwörter und Anglizismen verbannen? Wie können wir Deutsch wieder als Wissenschaftssprache beleben? Und wie erreichen wir, daß sich das Deutsche als Europasprache behauptet? Jutta Limbachs Buch ist ein Plädoyer für, und eine Liebeserklärung an die deutsche Sprache. Deutsch spielt keine Hauptrolle im weltweiten Sprachenkonzert; an der Stellung der globalen lingua franca Englisch kann und will niemand mehr rütteln. Trotzdem, Deutsch ist eine beachtliche „Regionalsprache“ in der Europäischen Union. 32% aller EU-Bürger sprechen deutsch (51% englisch, 26% französisch und 15% spanisch). Wie wird sich das Deutsche in einer erweiterten Union behaupten, in der offiziell 20 Sprachen gesprochen werden? Und innenpolitisch ist die Frage, welche Integrationskraft das Deutsche entwickeln wird und welche Perspektiven ein Konzept von Mehrsprachigkeit eröffnet. Taugt die Sprache als Instrument der Integration und in welcher Weise können Rechtsnormen den Sprachgebrauch beeinflussen? Jutta Limbach, die als Präsidentin des Goethe-Instituts in besonderer Weise mit den Themen „Spracherwerb“ und „Sprachkultur“ befasst ist, geht in diesem Buch der Frage nach, welche Rolle wir selbst dem Deutschen zubilligen, was uns zu recht daran hindert, sprachlich aufzutrumpfen und weshalb es dennoch sinnvoll ist, uns mit Nachdruck für eine konsequente Sprachpraxis einzusetzen. Um weltgewandt zu erscheinen, spricht mancher Deutsche im Ausland selbst mit Deutschen lieber englisch oder französisch. Welcher Italiener, Spanier oder Grieche käme je auf eine solche Idee? Jutta Limbach nimmt einige unserer Sprachgewohnheiten unter die Lupe und plädiert dann sehr überzeugend zu Gunsten des Deutschen.

Über die Autorin
Jutta Limbach, Prof. Dr. Dr.h.c. mult., geb. 1934, ist heute Präsidentin des Goethe-Instituts Inter Nationes. Von 1994 bis 2002 war sie Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe. Bei C.H.Beck liegen von ihr vor: „Das Bundesverfassungsgericht“ (bsr 2161); „Die Demokratie und ihre Bürger“ (2003) und „Die deutschen Verfassungen“ (1999, hrsg. zus. m. Roman Herzog und Dieter Grimm).

Aus dem Reading Room wird der F.A.Z Lesesaal

LesesaalSprachpuristen atmen auf, die unter dem schillernden Namen „Feuilleton“ versammelte Redaktion spricht wieder eine Sprache: Nach kurzer Überlegung hat die FAZ nach eigenen Angaben beschlossen, den provozierenden Widerspruch ihres englischnamigen Bücherforums zur Zukunft der deutschen Sprache aufzulösen: Der virtuelle Leser-Tummelplatz mit dem Taufnamen „Reading Room“ wird in Zukunft „F.A.Z. Lesesaal“ heißen.

Zur Auswahl standen Vorschläge wie Lit.Faz.Säule, Literatur-Bus, die Leseweide, die Schmökerecke, BuchFAZetten, Bücherforum, Neigungsgruppe Buchbesprechung, Fazecke und Salon, geworden ist es der demokratische Lesesaal, weltoffen und ohne Eintrittsbarrieren.

Bis(s) zum Morgengrauen/Twilight von Stephenie Meyer im Kino

Bella SwanDie Dreharbeiten zur Verfilmung von Bis(s) zum Morgengrauen / Twilight (Originaltitel) von Stephenie Meyer haben begonnen. Der Film kommt voraussichtlich am 12. Dezember 2008 in den USA in die Kinos und am 22. Januar 2009 in die deutschen Kinos.
Die Regisseurin ist Catherine Hardwicke, Melissa Rosenberg schrieb das Drehbuch zum Film. Die Rolle der Protagonistin Bella Swan wurde am 16. November 2007 an die Schauspielerin Kristen Stewart vergeben, die des Edwards am 11. Dezember 2007 an Robert Pattinson.

Auch die Darsteller für Edwards Familie, die Cullens, stehen fest.
Peter Facinelli, Elizabeth Reaser, Jackson Rathbone, Nikki Reed, Ashley Greene und Kellan Lutz werden wir auf der Leinwand als Emmett, Rosalie, Esme, Edward, Carlisle, Alice, Jasper wiedersehen.

James und EdwardFilmszene mit James und Edward

Ich habe weitere Fotos und auch einen Trailer zum Film gefunden – viel Vergnügen damit! 🙂

Quelle: Fotos Flickr Infos Bissfan

Marcel Reich-Ranicki wird mit dem Henri-Nannen-Preis geehrt

Am 09. Mai wird Marcel Reich-Ranicki mit dem Henri-Nannen-Preis geehrt.

Marcel Reich-RanickiReich-Ranicki habe durch seine entschiedenen Kritiken, seine leidenschaftlich geführten Debatten und seinen passionierten Einsatz für die Literatur und ihre humanitäre Kraft Maßstäbe gesetzt – auch für den Qualitätsjournalismus in Deutschland, begründete der Vorsitzende der Jury und Chefredakteur des Magazins Stern Thomas Osterkorn die Vergabe. Laudatorin wird Bundeskanzlerin Angela Merkel sein.

Der Henri-Nannen-Preis würdigt journalistische Bestleistungen des jeweils zurückliegenden Jahres. Das Verlagshaus Gruner + Jahr und der Stern wollen nach eigenem Bekunden „die kulturelle Bedeutung anspruchsvollen Printjournalismus‘ herausstellen, einen Beitrag zu dessen Pflege leisten und zugleich an das Werk des „Stern“-Gründers Nannen erinnern“. Der Medienpreis wurde erstmals am 20. Mai 2005 verliehen, die Preisverleihung findet im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Die Auszeichnung wird in fünf Kategorien verliehen, wird einmal jährlich vergeben und ist mit 5.000 Euro für den jeweils ersten Platz einer Kategorie dotiert.

Quellen: ReadingEase, Wikipedia