Buddenbrooks – Heinrich Breloer am 08.01.09 im Münchner Literaturhaus

ACHTUNG! Wie das Literaturhaus eben mitgeteilt hat, gibt es gleich zu Beginn des Jahres eine krankheitsbedingte Absage, Heinricht Breloer muss seine Buddenbrooks-Tour für ein paar Tage unterbrechen und kann am 08. Januar nicht ins Literaturhaus kommen.

Die Buddenbrooks
Am Donnerstag, den 08.01.09, um 20 Uhr spricht Heinrich Breloer mit Adrian Prechtel und Dirk Heißerer über die Buddenbrooks im Münchner Literaturhaus.

Der vielfach ausgezeichnete Regisseur und Mann-Kenner Heinrich Breloer (Die Manns †“ Ein Jahrhundertroman) hat Thomas Manns Buddenbrooks in großartiger Besetzung und an Originalschauplätzen verfilmt. Auf welche Kapitel wurde verzichtet? Wo wurde ergänzt? Und kann man ein solches Buch überhaupt filmisch umsetzen?
Im Literaturhaus spricht er mit Adrian Prechtel, Filmspezialist der Abendzeitung, und Dirk Heißerer, Vorsitzender des Thomas-Mann-Förderkreises München, über die Dreharbeiten und diskutiert über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Literaturverfilmung.

Veranstalter: Stiftung Literaturhaus, THOMAS-MANN-FÖRDERKREIS MÜNCHEN e.V.
Eintritt: Euro 8,00 / 6,00 – Kartenreservierung: Tel. 089 / 291934-27

Kurzbeschreibung
Wer mehr wissen will über Heinrich Breloers Neuverfilmung der »Buddenbrooks«, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Als klassisches »Making-of« erlaubt es einzigartige Blicke hinter die Kulissen, die nicht nur dem Verständnis des Films dienen, sondern auch die Aktualität von Thomas Manns Roman vor Augen führen. Anhand der großartigen Bilder des Fotografen Stefan Falke entsteht ein faszinierendes Album, das mit Schlüsselstellen die Handlung des Films nacherzählt, das aber auch einzelne Figuren und Schauspieler porträtiert und insgesamt das Entstehen des Films, die Arbeit an Details ebenso wie die Opulenz der Ausstattung, dokumentiert.

Über den Autor
Heinrich Breloer (geb. 1942) studierte in Bonn und Hamburg Literaturwissenschaft und Philosophie. Er lebt heute als Filmemacher und Autor in Köln und hat über 30 Filmdokumentationen gedreht. Darunter: »Das Beil von Wandsbek«, »Treffpunkt im Unendlichen«, »Todesspiel« sowie »Speer und Er«. Der bislang größte Erfolg des mehrfachen Grimme-Preisträgers war das Doku-Drama »Die Manns« mit Armin Mueller-Stahl in der Rolle Thomas Manns. »Buddenbrooks« ist der erste Spielfilm Heinrich Breloers.

Literarisches Schreiben – Bewerbungsfrist an der Münchner VHS endet am 31.12.

Für den Jahreslehrgang „Literarisches Schreiben“ der Münchner Volkshochschule endet die Bewerbungsfrist am kommenden 31. Dezember 2008.

Der Kurs bietet die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum – unter anderem im Dialog mit renommierten Autoren und Lektoren – mit dem Handwerk des Schreibens in Theorie und Praxis zu beschäftigen. Auf dem Kursprogramm stehen Grundlagen und aufbauende Techniken zur Kreativitätsschulung mit Sprachkompetenz, autobiographische Aspekte und szenische Gestaltung, erzählende Kurzprosa, Roman und zeitgenössische Literatur.

Der Jahreslehrgang mit 94 Unterrichtseinheiten kostet 790 Euro. Auf Wunsch wird ein Teilnehmerzertifikat ausgestellt.

Lehrgangsleitung: Arwed Vogel
Arwed Vogel arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren als Dozent für Kreatives Schreiben und Poetik. Er übersetzte Sachbücher und bearbeitete Autobiographien. Seine Erzählungen, Kurzgeschichten und Gedichte wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Der erste Roman „Die Haut der Steine†œ erschien 2003. Er ist Vorsitzender der Region München und Oberbayern des Verbandes deutscher Schriftsteller in ver.di.

Bewerbungsunterlagen:
Eine literarische Textprobe von max. 2 Seiten (1800 Zeichen pro Seite)
Kurzbiografie inkl. einer Begründung Ihres Interesses (max. eine Seite)

Die Unterlagen bitte bis zum 31.12.2008 an die Münchner Volkshochschule schicken:

Fachgebiet Literatur/Theater
Postfach 80 11 64
81611 München

Anmeldung und Information:
Fachgebiet Literatur/Theater
Telefon (0 89) 44 47 80-30/31
E-Mail: elisabeth.herrmann-brandt@mvhs.de
Jahresgebühr: € 790.†“
Ein Anschlusskurs zur individuellen Projektbetreuung ist vorgesehen.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Rock around the Clock in München an Silvester – 12 Clubs mit Stimmungsgarantie

Wohin an Silvester in München?

Ob Indie, Electropop, Techno, Minimal, House von DJs oder lieber Live-Musik ganz unterschiedlicher Art, ob Mitternachtswalzer, Sekt und Feuerwerk oder einen großartigen Blick vom Panoramafenster aus auf das Silvesterfeuerwerk der Stadt. Nachfolgend eine Auswahl für Münchner Partygänger:

Atomic Café

Very british! Wie immer. Im Atomic legt DJ Sir Hannes Indie, Electropop und vieles von der Insel auf.

Atomic Café
Neuturmstraße 5
www.atomic.de
ab 24 Uhr

Harry Klein

Im Elektrotempel auf dem Optimolgelände sind als Live-Acts der Chilene Argenis Brito und die beiden Brüder Dario & Marco Zenker zu sehen. Anschließend gibt es von den Resident-DJs ANA und Julietta sowie von Philipp von Bergmann elektronische Tanzmusik bis zum Morgengrauen.

Harry Klein
Friedenstraße 10
www.harrykleinclub.de
ab 23 Uhr

Muffatwerk

Das Muffatwerk hat gleich drei Locations zu bieten – welche Konkurrenz kann da schon mithalten.

Mit LaBrassBanda tritt die Überraschungsband dieses Jahres auf. Die Combo aus dem Chiemgau spielt schon vor Mitternacht in der Muffathalle. Sie stellt mit drei Bläsern, Schlagzeug und Bass eine witzige Mischung aus Zwiefachem, Klezmer, Blues und Polka zusammen.

Die Capones stehen mit ihrem Weltmusik-Ska in Nichts nach. Ab Mitternacht übernimmt in der Halle DJ Shantel, der „König des Balkan Dancefloor“, das Zepter.

In Ampere und Café bringen Final Flex, Marius von Pawel, S.F. und Tune Temptation als Gute-Laune-Team sowie Scarlett und Explizit die Tanzbeine in Schwung.

Punkt zwölf gibt es im Hof traditionell den Mitternachtswalzer, Sekt und Feuerwerk.

Muffatwerk
Zellstraße 4
www.muffatwerk.de
ab 20 Uhr

Cord Club

Das Cord in der Sonnenstraße verspricht Indie-Rock-Pop mit den All-Star-Cord-DJs. Entscheidender Vorteil dieser Location: Um Mitternacht hat man einen großartigen Blick vom Panoramafenster aus auf das Silvesterfeuerwerk der Stadt.

Cord Club
Sonnenstraße 18
www.cord.tv
ab 23 Uhr

Die Registratur

Das neue Jahr wird in der „Regi“ mit einem fetten Line-up begrüßt: Ripperton, Alex Attias und Sten aka Lawrence bringen das Partyvolk zum Tanzen. Dürfte voll, laut und lang werden.

Die Registratur
Blumenstraße 28
www.dieregistratur.de
ab 0.06 Uhr

Rote Sonne

House-Musik gibt es in der Roten Sonne auf die Ohren. Dafür sorgen die DJs Patrice Scott und Phillipp Sollmann aka Efdemin. Das Münchner „Roland Analogue Orchestra“ spielt live.

Rote Sonne
Maximiliansplatz 5
www.rote-sonne.com
ab 23 Uhr

Prinzip

Lust auf Verkleiden? Dann ist man im Prinzip richtig. Der Maskenball findet unter dem Motto „hot’n’style“ statt. Darunter kann sich jeder was vorstellen. Wichtig ist, dass das Gesicht so gut wie möglich maskiert ist. Das beste Outfit wird mit einer Flasche Champagner prämiert.

Prinzip
Maximilianstraße 29
www.prinzip-club.de
ab 0.30 Uhr

The Garden

Electro, Techno, Minimal – nichts für zarte Gemüter. Im Garden legen Marcello die Rienzo, Sebastian Galvani und viele andere auf.

The Garden
Lindwurmstraße 88
www.thegardenclub.de
ab 22 Uhr

Milchbar

Wie jedes Jahr verspricht die Milchbar das längste Silvester der Stadt. Die Party beginnt um 22 Uhr und endet am 1. Januar 2009 um 15 Uhr. Doch dieses Versprechen kann die Milchbar-Crew dieses Jahr nicht halten: Das Palais überbietet dieses Mal mit einem 20-Stunden-Party-Marathon (siehe weiter unten).

Die Resident-DJs Jo Kraus, DJ Air und anderes liefern indes in der Milchbar den Soundtrack aus House, Mash-up und Classics.

Milchbar
Sonnenstraße 12
www.milchundbar.de
ab 22 Uhr

Palais

DJ Linus, Felix Felide, Anette Party und noch viele andere feiern das neue Jahr mit einem 20-Stunden-Party-Marathon im Palais. Los geht’s um 0.30 Uhr, Schluss ist um 20.30 Uhr – oder gar länger.

Palais
Arnulfstraße 16-18
www.palaisclub.de
ab 0.30 Uhr

Erste Liga

Natürlich ist auch der grüne Kellerclub zum Jahreswechsel vorne mit dabei. Bewährte Resident-DJs sorgen für den üblichen Electro- / House-Sound.

Wer um 6 Uhr morgens die Nase noch nicht voll genug hat, bleibt einfach da. Denn unter dem Motto „Früh Sport – All you can dance“ geht es mit einer zehnköpfigen DJ-Crew mit Gästen aus anderen Clubs weiter.

Erste Liga
Thalkirchner Straße 2
www.ersteliga.com
ab 1 Uhr

Pimpernel

Last, but not least: das Pimpernel. „Studio 54“ ist das Motto, das verheißt einiges. An den Plattentellern stehen die Munich-Rumble- und Blaue-Phase-DJ-Teams. Keine Garantie, dass die Nacht nicht so endet wie auf den Wandmalereien im Pimpernel (Foto).

Pimpernel
Müllerstraße 56
www.pimpernel-muenchen.de
ab 24 Uhr

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Worte des Jahres 2008

Die „Finanzkrise“ wurde von der Gesellschaft für Deutsche Sprache zum Wort des Jahres gewählt. Neben diesem vielzitierten Wort gab es aber auch andere denkwürdige Zitate. So verdanken wir den Mächtigen dieser Welt gewagte, unverständliche und bisweilen auch urkomische Buchstabenkombinationen. Nachfolgend die Besten:

„Regieren ist einfacher als ich dachte“, sagte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy nach elf Monaten Amtszeit. Ein kleiner Präsident auf der großen Weltbühne.

Ebenfalls nicht gerade bescheiden gab sich der folgende Politiker: „Nur Gott, der mich ernannt hat, wird mich abwählen können.“ Traurig aber wahr, der Präsident von Simbabwe, Robert Mugabe, scheint sich zunehmend der Realität zu entfremden.

Demütige Einsicht dagegen zeigte der folgende Vertreter des homo politicus: „Der neue Präsident muss das Ansehen in der Welt wiederherstellen, das wir in der Welt hatten“ sagte der ehemalige US-Außenminister unter George W. Bush, Colin Powell, am 19. Oktober zu seiner Entscheidung, Barack Obama zu unterstützen.

Bei so manchem Zitat stellt sich die Frage, ob der Betreffende selbst verstand, was er da sagte. So zum Beispiel bei folgendem Juwel: „Wir sind nicht voll im Saft, sondern darüber hinaus.“ Da kochte wohl noch der Saft bei Ioannis Amanatidis, nach dem 2:0 in Leverkusen

„Obama ist jung, schön und auch braun gebrannt.“ Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi schafft es immer wieder, sich im Ton zu vergreifen, so auch am 6. November zur Wahl des neuen US-Präsidenten, Barack Obama.

„Sie gehört der deutschen Rechten an, derselben, die Hitler unterstützt hat, die den Faschismus unterstützt hat. Das ist die Kanzlerin des heutigen Deutschland.“ Hier offenbart Venezuelas Staatspräsident Hugo Chávez seine Bildungslücken. (am 1. Mai über Bundeskanzlerin Angela Merkel)

Es geht aber auch ganz anders. „Ich liebe Angela Merkel. (…) Wir sind ein harmonisches Paar.“ Es war Nicolas Sarkozy, der hier all seinen Charme spielen ließ (am 1. Mai in seiner Laudatio zur Verleihung des Karlspreises).

Über den „Blödsinn, den wir hier heute Abend zu sehen bekommen haben“, regte sich Marcel Reich-Ranicki bei der Gala des Deutschen Fernsehpreises auf und weigerte sich, den Ehrenpreis für sein Lebenswerk anzunehmen.

„Ich stelle immer fest, dass die Spieler früher im Bett sind, wenn die Frauen im Hotel sind.“ Diese wunderbare Beobachtung machte DFB-TeammanagerOliver Bierhoff während der Fußball-Europameisterschaf.

Dieses Zitat stammt vom künftigen US-Präsident Barack Obama (am 26. Juli in seiner Rede an der Berliner Siegessäule über das Engagement in Afghanistan): „Amerika kann das nicht alleine machen.“

Quelle: Tagessschau

KrimiWelt-Bestenliste Januar 2009

Platz 1 : Marionetten von John le Carré

Kurzbeschreibung
Hamburg nach 9/11. Ein muslimischer Terrorverdächtiger ist die Schlüsselfigur im gnadenlosen Wettlauf internationaler Geheimdienste. Der neue Roman von John le Carré erzählt von einer durch den Terror veränderten Gesellschaft, in der jeder Unschuldige und Schuldige gleichermaßen Statist in einem undurchschaubaren Marionettenspiel ist.
„John le Carré hat einen zauberhaften und traurigen, bitteren und satirischen Roman geschrieben, der in Hamburg spielt… Marionetten ist le Carré vom Allerfeinsten: eine Clownerie und ein Traktat (davon, dass auch der beste nicht unschuldig bleiben kann), eine Liebesgeschichte und ein Spionagekomplott, ein Märchen und eine Anklageschrift. Angeklagt, wie immer in den letzten Romanen, der blinde, selbstherrliche Imperialismus der USA. Ein großes, komisches, trauriges Buch über schwache, aufrechte, ohnmächtige Menschen.“ arte.tv/ 05.11.08

Platz 2 : Citizen Sidel von Jerome Charyn

Kurzbeschreibung
Isaac Sidel ist Kandidat der Demokraten für die Vizepräsidentschaft. Er hat es mit skrupellosen Republikanern, betrügerischen Polizisten und korrupten FBI-Agenten zu tun. Doch das ist längst nicht alles, womit sich New Yorks Oberbürgermeister herumschlagen muss. Neben der Unterstützung für den kommenden Präsidenten machen ihm auch mörderische Gangster aus der Bronx, Selbstmordattentäter und ein 85-jähriger Rumäne, bekannt als der Metzger von Bukarest, das Leben zur Hölle. Der Krimi wartet mit der vollen, schillernden Bandbreite des Big Apple auf und strotzt nur so von intelligentem Witz.

Platz 3 : Lebenslügen von Kate Atkinson

Kurzbeschreibung
Joanna ist sechs Jahre alt, als ihre Familie vor ihren Augen ermordet wird. Noch als erwachsene Frau wird sie sich vorwerfen, ihren kleinen Bruder nicht gerettet zu haben. Für ihren eigenen Sohn schafft sie eine heile Welt. Doch kann man sich vor der Vergangenheit in Sicherheit bringen? Das fragt sich auch der Privatdetektiv Jackson Brodie, dessen Schwester umkam, als er noch ein Kind war. Seither empfindet er es als seine Berufung, andere zu beschützen und zu retten – und in scheinbar aussichtslosen Fällen zu ermitteln. Wer war der Mann, der damals Joannas Mutter ermordete? Der Mann, den sie ganz offensichtlich kannte? Gegen die grenzenlose Traurigkeit, die seither ihr Leben überschattet, rettet sich die erwachsene Joanna in ein Familienidyll, in dem auch das einsame Hausmädchen Reggie auf einen Platz hofft. Tapfer schafft Joanna für ihren Sohn ein harmonisches Zuhause und bemüht sich Tag für Tag, die feinen Risse in ihrer Fassade zu übertünchen. Doch die Geister der Vergangenheit ruhen nicht …

Platz 4 : Schneemann von Jo Nesbø

Kurzbeschreibung
Ein Serienmörder verbreitet Angst und Schrecken, seine unschuldigen Opfer: junge Mütter. Kommissar Harry Hole irrt durch ein Labyrinth aus Verdächtigungen und falschen Fährten. Als seine Freundin Rakel ins Visier des Killers gerät, entwickelt sich ein mörderisches Duell.
„Der vielleicht beste Krimi des Jahres … Jo Nesbø hat mit `Schneemann` einen wahren Heavy-Metal-Krimi geschrieben, eine spektakuläre Symphonie des Schreckens und des Bösen … geschrieben ist `Schneemann` brillant wie eh und je… Und das monströse Finale,…in dem Hole um alles kämpfen muss, was ihm heilig ist, gehört zu dem Atemberaubendsten, was in den letzten Jahren im Krimi-Genre zu lesen war.“ tz/Jörg Heinrich/29.09.08

Platz 5 : Ein Rest von Schuld von Ian Rankin

Kurzbeschreibung
Time to say Goodbye: der letzte Fall für Detective John Rebus Die letzte Arbeitswoche von John Rebus vor seiner Pensionierung ist angebrochen, als ein mysteriöser Todesfall noch einmal seinen ganzen Einsatz fordert: Der russische Lyriker und Dissident Alexander Todorow wird erschlagen in einer dunklen Gasse von Edinburgh aufgefunden, und alles deutet auf einen Raubüberfall mit tödlichem Ausgang hin. Doch als Rebus und seine Kollegin Siobhan Clarke erfahren, dass sich im Moment eine Delegation von Russen in der Stadt aufhält, werden sie hellhörig. Es handelt sich um Investoren, die Kontakt zu schottischen Politikern und Unternehmern suchen. Und allen scheint viel daran gelegen, Todorows Tod ohne großes Aufheben zu den Akten zu legen. Rebus lässt sich dadurch aber nicht beirren und geht noch der kleinsten Spur nach, um einen Zusammenhang zwischen Todorow und den russischen Geschäftsleuten zu finden. Da geschieht ein zweiter Mord – und Rebus sieht sich in seinen Ahnungen bestätigt …

Platz 6 : Bad Walden: oder El sueño de la razon produce monstruos von Rudolf Lorenzen

Kurzbeschreibung
Der Kunsthistoriker Claus Jordan führt gemeinsam mit Margret Lambertsen ein renommiertes Antiquitätengeschäft in Frankfurt/M. Jordan, labil, manisch-depressiv, ständig auf der Flucht in die Vergangenheit, kann sich der realen Welt nur zwischen zwei resoluten Frauen stellen, seiner Teilhaberin Margret und seiner jungen Ehefrau Susanne, einst Lehrling im Laden Lambertsen&Jordan. Auf der Rückfahrt von einer Einkaufsreise in die Provence gerät das Ehepaar Jordan in die obskure Gesellschaft von Grundstücksspekulanten im Kurort Bad Walden. Unter ihnen der Redakteur Uwe Hinz, der den weltfremden Jordan erpressen will. Also täuscht er zusammen mit seiner Verlobten Christa einen Mord vor. Jordan, ohnehin in der Angst vor ständiger Verfolgung, fühlt sich schuldig… Eine erste Fassung von BAD WALDEN erschien bereits 1981 unter dem Titel Grüße aus Bad Walden. Mord auf Super 8. Für diese Neuveröffentlichung im Rahmen der Rudolf-Lorenzen-Werkausgabe hat der Autor seinen Roman radikal umgearbeitet. Die Bedrohung ist nun allgegenwärtig.

Platz 7 : Nebenan ein Mädchen von Stefan Kiesbye

Kurzbeschreibung
Dunkle Geheimnisse hinter der Fassade einer norddeutschen Kleinstadt Wedersen ist eine kleine, ruhige Industriestadt in Norddeutschland. Doch die Fassade friedlicher Betriebsamkeit und kleinbürgerlicher Wohlanständigkeit kann die dunklen Geheimnisse, die unter der Oberfläche lauern, nicht verbergen. In einer Landschaft, die noch deutlich von den Spuren des Zweiten Weltkriegs gezeichnet ist, machen Moritz und seine Freunde eine gefährliche Entdeckung, die sie in eine Welt aus Erpressung und Gewalt und letztlich in eine Folge von Ereignissen führt, die ihre Freundschaft und sie selbst für immer verändern wird.

Platz  8 : Paris Trout von Pete Dexter

Kurzbeschreibung
Cotton Point, Georgia ein Südstaatennest zu Beginn der fünfziger Jahre. Unter der idyllischen Oberfläche bestimmen Rassismus und Klassendenken das Zusammenleben von Schwarzen und Weißen. Als der angesehene Ladenbesitzer Paris Trout ein farbiges Mädchen brutal ermordet, verfallen die Bewohner des Orts in hilflose Schockstarre. Ohne Skrupel nutzt Paris Trout die heuchlerische Doppelmoral der Gemeinde und entzieht sich seiner Verantwortung. Dabei verstrickt er jeden in seiner Umgebung in eine Welt aus Angst und blinder Gewalt. Einzig seine Frau Hannah wagt es, ihm die Stirn zu bieten. Als sich jedoch der Anwalt Harry Seagraves in Hannah verliebt, kommt es zur Katastrophe. Mit großem psychologischen Gespür gelingt es Pete Dexter, die schwelende Bedrohung zu verdichten, die von einem Mann ausgeht, der jenseits von Gut und Böse steht. Wie um eine dunkle Mitte herum ordnet Dexter das Ensemble seiner Figuren und formt so das Psychogramm einer zerrissenen Gemeinschaft, die sich unaufhaltsam auf einen Abgrund zubewegt.

Platz 9 : Teufelskind von Natsuo Kirino

Kurzbeschreibung
Nippon noir – provokant, abgründig, diabolisch Aiko Matsushima ist mit den Abgründen des Lebens von Kindesbeinen an vertraut. Sie wächst in einem heruntergekommenen Bordell in Tokio heran, von ihrer Mutter fehlt jede Spur. Außer einem Paar weißer Schuhe ist dem ungeliebten Kind nichts von ihr geblieben, und so muss Aiko früh lernen, sich in einer Welt voller Kälte und Rücksichtslosigkeit zu behaupten. Auch als sie älter wird, hat sie es nicht leicht. Sie schlägt sich als Prostituierte, Zimmermädchen oder Kellnerin so eben durch, stets umgeben von Schmutz, Armut und Elend – von Menschen, die Gescheiterte sind wie sie selbst. Und unmerklich wächst etwas in ihr heran, das eines Tages mit Macht an die Oberfläche drängt: Sie, die mit dem Rücken zur Wand steht, ist nun bereit, alle Tabus zu brechen. Getrieben von mörderischem Hass, bricht sie auf zu einem beispiellosen Rachefeldzug – und dabei kennt ihr Killerinstinkt keine Gnade … · Provokant und schonungslos – das faszinierende Psychogramm einer jungen Frau, die ihre Seele verloren hat und zur Serienmörderin wir.

Platz 9 : Das Zeichen des Widders von Fred Vargas / Fabrice Baudoin

Kurzbeschreibung
Sommer in Paris. Grégoire und Vincent, zwei halbwüchsige Kleinkriminelle, klauen einem alten Mann die Tasche, deren Inhalt sie erschaudern lässt: vier Haarbüschel, ein Tierschädel, seltsame Bücher über Zauberei, eine Polizeimarke, ein Flakon mit einer dunkelbraunen Flüssigkeit, eine Filmdose mit Zahnsplittern und 30.000 Francs. Am nächsten Morgen wird Vincent erstochen aufgefunden – auf seinem Körper das Mal eines roten Widderkopfes, das Adamsberg auf die Spur eines rituellen Serienmörders setzt. Auch Grégoire schwebt in Gefahr, doch anstatt sich den Bullen anzuvertrauen, versteckt er die Tasche und schnüffelt ihrem Besitzer auf eigene Faust hinterher. Wann wird der »Widder« wieder zuschlagen? – Ein überaus origineller Kriminalfall in Vargas’scher Manier, mit dem außergewöhnlichen Pinselstrich des Comic-Meisters Baudoin.

Quelle: arte tV