Dezember 2026: Yesteryear von Caro Claire Burke

Am 05. Dezember 2026 besprechen wir im Lesekreis Yesteryear von Caro Claire Burke. Wir treffen uns um 20 Uhr bei Heike und Christian.

Kurzbeschreibung: Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören. Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat?

Der Roman erschien im April 2026 in der deutschen Übersetzung von Dietlind Falk im Heyne Verlag. Er umfasst 464 Seiten.

Über die Autorin: Caro Claire Burke ist Redakteurin, Autorin und Podcasterin. Ihre Texte sind in The Atlantic, Marie Claire und Bustle erschienen. Sie ist Co-Host des Podcast Diabolical Lies, in dem sie über aktuelle kulturelle und politische Geschehnisse spricht. Yesteryear ist ihr Debütroman.

Oktober 2026: Die Namen von Florence Knapp

Am 10. Oktober 2026 besprechen wir im Lesekreis Die Namen von Florence Knapp. Wir treffen uns um 20 Uhr bei Eli und Ibra.

Kurzbeschreibung: Kann dein Name den Verlauf deines Lebens ändern?
Es ist 1987 und Cora ist auf dem Weg zum Amt, um die Geburt ihres Sohnes anzumelden – und seinen Namen. Noch ahnt sie nicht, wie sehr dieser Moment ihr Leben und das ihres Sohnes prägen wird.
Coras Mann Gordon, ein allseits beliebter Arzt, erwartet, dass sein Sohn nach alter Tradition den Namen des Vaters bekommt – und somit den von Generationen herrischer Männer vor ihm. Ihre Tochter Maia möchte den kleinen Bruder Bear nennen, und Cora selbst bevorzugt Julian, in der Hoffnung, dass ihr Sohn sich so zu einer eigenständigen Persönlichkeit entwickeln kann.

Der Debütroman Die Namen (Originaltitel: The Names) von Florence Knapp erschien im März 2026 in der deutschen Übersetzung von Lisa Kögeböhnim im Eichborn Verlag. Er umfasst 352 Seiten.

Über die Autorin: Florence Knapp, geboren 1977, hat ein Sachbuch über Quiltmaking verfasst und an einem Buch für das Victoria and Albert Museum mitgearbeitet. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund in der Nähe von London. Die Namen ist ihr erster Roman und erscheint in über zwanzig Ländern.

August 2026: Meine Liebe stirbt nicht von Roberto Saviano

Am 01. August 2026 besprechen wir im Lesekreis Meine Liebe stirbt nicht von Roberto Saviano. Wir treffen uns um 20 Uhr bei Hanne und Henry.

Kurzbeschreibung: Rossella Casini, eine zwanzigjährige Frau aus Florenz, verliebt sich Hals über Kopf in Francesco, einen Studenten aus Kalabrien. Was sie nicht weiß: Er stammt aus einer mächtigen Familie der ’Ndrangheta. Als sie in sein Heimatdorf reist, bricht eine gewaltsame Familienfehde aus. Rossella flieht nicht, sie will kraft ihrer Liebe Francesco dort herausziehen. Doch auf einmal verschwindet sie spurlos. Das Buch beruht auf einer wahren Begebenheit in den 1970er Jahren und erzählt die tragische Geschichte der italienischen Studentin Rossella Casin.
Nach dem Erfolg von Falcone erzählt Roberto Saviano die wahre Geschichte einer leidenschaftlichen, mutigen Frau und macht erneut aus Fakten große Literatur.

Meine Liebe stirbt nicht ist im März 2026 im Carl Hanser Verlag auf Deutsch erschienen.

Über den Autor: Roberto Saviano, 1979 in Neapel geboren, wurde durch sein Buch Gomorrha schlagartig berühmt. Nach Morddrohungen vonseiten der Camorra steht er unter Personenschutz. 2009 erhielt Saviano den Geschwister-Scholl-Preis, 2016 den M100 Media Award und 2012 den Olof-Palme-Preis für seinen publizistischen Einsatz gegen organisiertes Verbrechen und Korruption. Bei Hanser erschienen Gomorrha (Reise in das Reich der Camorra, 2007), zuletzt der Roman Falcone (2024) sowie das Sachbuch Treue (2025).

Juni 2026: Die Überlebenden von Alex Schulman

Am 12. Juni 2026 besprechen wir im Lesekreis den Roman Die Überlebenden von Alex Schulman. Wir treffen uns um 20 Uhr bei Gerlinde und Rainer.

Kurzbeschreibung: Nach zwei Jahrzehnten kehren die Brüder Benjamin, Pierre und Nils zum Ort ihrer Kindheit – ein Holzhaus am See – zurück, um die Asche ihrer Mutter zu verstreuen. Eine Reise durch die raue, unberührte Natur wie auch durch die Zeit. Im Kampf um die Liebe der Mutter, die abweisend und grob, dann wieder beinahe zärtlich war, haben die Jungen sich damals aufgerieben bis zur Erschöpfung. Heute fühlen sie sich so weit voneinander entfernt, dass es kein Aufeinander-zu mehr zu geben scheint. Und doch ist da dieser Rest Hoffnung, den Riss in der Welt zu kitten, wenn sie sich noch einmal gemeinsam in die Vergangenheit vorwagen.

Der Roman Die Überlebenden (Överlevarna) von Alex Schulman erschien im Original auf Schwedisch im Jahr 2020 und in der deutschen Übersetzung von Hanna Granz beim dtv Verlag am 20. August 2021. Er umfasst 304 Seiten.

Über den Autor: Alex Schulman, geboren 1976, ist einer der populärsten schwedischen Schriftsteller. Sein Roman Die Überlebenden, 2021 bei dtv erschienen, wurde in 30 Sprachen übersetzt. Mit Verbrenn all meine Briefe, bei dtv 2022, gelang ihm in Schweden 2018 der Durchbruch als literarischer Autor.

April 2026: Huris von Kamel Daoud

Am 18. April 2026 besprechen wir im Lesekreis den Roman Huris von Kamel Daoud. Wir treffen uns um 20 Uhr bei Tine und Markus.

Kurzbeschreibung: Die junge Algerierin Aube hat den Bürgerkrieg der 1990er-Jahre selbst miterlebt, davon zeugt nicht zuletzt die Narbe, die ihren Hals wie ein Lächeln umspannt. Beim Überfall auf ihr Dorf hatten Islamisten versucht, ihr die Kehle durchzuschneiden, doch allein ihre Stimmbänder wurden erfasst. Nicht nur die fehlende Stimme bringt Aube nun zum Schweigen, sondern auch die staatlichen Gesetze, die verbieten, an den damaligen Bürgerkrieg zu erinnern. Ihr Schmerz und ihre Auflehnung dringen nicht nach außen. Einzig an die Tochter, die in ihrem Inneren heranwächst, kann Aube ihre Worte richten. Denn die geheime Schwangerschaft konfrontiert die junge Algerierin mit Fragen über die furchtbare Vergangenheit und eine düstere Zukunft: Hat sie das Recht, ihr Kind zu behalten? Kann sie Leben schenken, wenn es ihr selbst fast entrissen wurde? Aube kehrt zurück in ihr Heimatdorf, wo alles begann, und sucht Antworten bei den Toten.

Der Roman umfasst 398 Seiten. Er erschien im August 2025 in der deutschen Übersetzung von Sabine Müller und Holger Fock bei Matthes und Seitz Berlin.

Über den Autor: Kamel Daoud, 1970 in Mostaganem, Algerien, geboren, arbeitete lange Zeit als Journalist für Zeitungen wie den Quotidien d’Oran und andere. Nachdem er 2014 in Algerien für seine kritischen Artikel bedroht wurde, ging Daoud ins Exil nach Frankreich und widmete sich der Literatur. Für seinen ersten Roman Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung wurde er von der Kritik gefeiert und unter anderem mit dem Prix Goncourt du Premier Roman ausgezeichnet. Huris ist sein neuer Roman mit dem er den Prix Goncourt 2024 gewann.