Genau 156 Bücher oder Hörbücher passen in das Lesetagebuch „Ex Libris„. Ex Libris kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt etwa „aus den Büchern„.

Wie ein Moleskine-Notizbuch ist das Lesetagebuch in beschichteten, schwarzen Karton gebunden und mit einem elastischen Gummiband versehen. Der genähte Buchrücken ermöglicht das flache Aufschlagen des Journals, das cremefarbene Papier, die abgerundeten Ecken, ein Leseband und eine Falttasche am Buchende erinnern weiterhin an das berühmte Notizbuch, das kleine, französische Buchbindereien Ende des 19. Jahrhunderts noch in Handarbeit herstellten.

Auf jeder der 156 „Buchseiten“ ist im oberen Drittel Platz für Eintragungen zu Titel, Autor, Erscheinungsdatum, Genre und wann und wo man das jeweilige Buch gelesen hat. Es folgt das Feld Bemerkungen/Zitate mit genügend Leerzeilen für besondere Textpassagen, Inhaltsangaben oder Kurzanalysen zum Gelesenen. Am Ende jeder einzelnen Seite ist eine Bewertung möglich und ein Eintrag darüber, ob man das Buch geschenkt bekommen oder wie man es entdeckt hat.

In einem Notizteil im Anhang gibt es getrennte Bereiche für noch zu lesende Bücher, für Geschenkideen sowie geliehene oder verliehene Bücher und eine frei zu verwendende Kategorie. Am Ende befindet sich ein alphabetisches Register zum schnellen Wiederfinden der gelesenen Bücher.

Ex Libris ist ein sehr stilvoller und praktischer Begleiter für alle Vielleser. Ich freue mich sehr darauf, das Lesetagebuch zu füllen und möchte mich bei Torquato für die freundliche Überlassung eines Freiexemplares bedanken. Ex Libris ist übrigens auch eine wunderbare Geschenkidee für alle Buchtrinker und Seitenfresser! 😉

 

Stiftung Lesen, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und deutsche Buchverlage haben sich in diesem Jahr zum Welttag des Buches am 23.04.2012 etwas Neues einfallen lassen.

Insgesamt können sich 33.333 „Lesefreunde“ bei dieser Aktion auf der Internetseite beim Welttag des Buches anmelden und aus 25 vorgeschlagenen Büchern einen Titel auswählen, den sie verschenken wollen.

Von diesem Titel werden dann 30 Exemplare kostenlos für jeden registrierten „Buch-Schenker“ in einer nahe gelegenen Wunsch-Buchhandlung oder Bibliothek hinterlegt.

Nachfolgende Titel stehen zur Auswahl

About a Boy von Nick Hornby
Adressat unbekannt von Kathrine Kressmann Taylor
Agnes vpn Peter Stamm
Am kürzeren Ende der Sonnenallee von Thomas Brussig
Biss zum Morgengrauen von Stephenie Meyer
Chuzpe von Lily Brett
Der Name der Rose von Umberto Eco
Deutschlandalbum von Axel Hacke
Die Drachen der Tinkerfarm von Tad Williams/Deborah Beale
Die Sünde der Engel von Charlotte Link
Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann
Ghost von Robert Harris
In meinen Träumen läutet es Sturm von Mascha Kaléko
Kim Novak badete nie im See von Genezareth von Håkan Nesser
Kleiner Mann – was nun? von Hans Fallada
Mein deutsches Dschungelbuch von Wladimir Kaminer
Mondscheintarif von Ildikó von Kürthy
Schneemann von Jo Nesbø
Schneewittchen muss sterben von Nele Neuhaus
Schuld von Ferdinand von Schirach
Schweigeminute von Siegfried Lenz
Stolz und Vorurteil von Jane Austen
Süden und der Luftgitarrist von Friedrich Ani
Suite française von Irène Némirovsky
Wunschloses Unglück von Peter Handke

Ich habe mich schon angemeldet und hoffe, dass ich dabei bin. Wenn´s klappt, bekommt das erste Buch mein Briefträger. Dann würde ich einige Exemplare der Bibliothekarin in der Schulbücherei überlassen, weil die ständig über zu wenig Bücher klagt, die sie den Schülerinnen zu Schülern zur Verfügung stellen kann. Mein Arbeitskollege hat schon ewig kein Buch mehr in der Hand gehabt… ach, es ist wirklich kein Problem 30 Bücher sinnvoll zu verteilen.

Quelle: Welttag des Buches – hier finden sich auch weitere Informationen zum Welttag des Buches 2012.

greepeace

Ursprünglich wollte Greenpeace vor einem Jahr 1000 Natursteine am Sylter Außenriff in etwa 30 Meter Wassertiefe versenken. 320 Steine (300 Tonnen) konnten verklappt werden, danach hatte die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord den Transport der Steine auf Anweisung des Bundesverkehrsministerium verboten. Ziel der Greenpeace-Aktion war es, die Schleppnetz-Fischerei daran zu hindern Schollen, Seezungen und Krebse in der ohnehin als Schutzgebiet ausgewiesenen Region zu fangen.

„Obwohl das 5300 Quadratkilometer große Gebiet vor Sylt und Amrum schon vor fünf Jahren als Schutzgebiet ausgewiesen wurde, werfen Fischer dort ihre Schleppnetze aus“, kritisierte Meeresbiologe Thilo Maack. Jetzt können sich Fischbestände und Lebensräume erholen.

Laut einem Gutachten der BioLaGu hat eine Foto-Analyse positive Ergebnisse für den Schutz des Sylter Außenriffs aufgezeigt. Tintenfische, Butterfische und Zwergbutt haben sich angesiedelt, auch Schweinswale, die zur Paarung und Geburt in das Schutzgebiet kommen, seien beobachtet worden.

„Die Besiedlung der Steine und der umliegenden Areale wird andauern“, sagte Christian Plate vom Gutachterbüro BioLaGu.

Greenpeace kündigte eine neue Felsstein-Aktion vor der schwedischen Küste an. Das Vorhaben werde in Schweden als Schutzmaßnahme begrüßt.

Quellen: Greenpeace, Welt Online, Wikipedia

Im Urlaub ist ein Freund ständig mit der Musik von The BossHoss im Ohr und einem T-Shirt mit BossHoss-Logo rumgelaufen, auch Anne hat über die Band berichtet.
The BossHoss ist eine 7-köpfige Berliner Band, die 2005 damit bekannt wurde, Lieder von Interpreten und Musikgruppen aller Genres wie beispielsweise Britney Spears, Beastie Boys, OutKast oder The White Stripes im Country-Musik-Stil zu interpretieren.

Die Band tritt häufig in Feinripphemden sowie mit Stetsons und Sonnenbrillen auf. Ihren Musikstil bezeichnen sie selbst als Trash Country Punk Rock.

Die Band wurde 2004 von Alec „Boss“ Völkel und Sascha „Hoss“ Vollmer in Berlin gegründet. Zunächst spielten sie nur bei privaten Partys und in kleinen Berliner Clubs; Ende 2004 unterzeichneten sie bei Universal Music ihren ersten Major-Plattenvertrag.

Im April 2005 erschien die erste Single Hey Ya. Im Mai 2005 folgte die Veröffentlichung ihres Debütalbums Internashville Urban Hymns, außerdem coverten sie für Langnese deren Werbesong Like Ice In The Sunshine. Das Album stieg in Deutschland auf Platz 11 der Albumcharts, dazu spielte die Band rund 180 Konzerte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden.

The BossHoss steuerte 2006 die Filmmusik zum Film FC Venus – Elf Paare müsst ihr sein bei. Am 28. April erschien die erste Single-Auskopplung I Say a Little Prayer des Albums Rodeo Radio, das am 19. Mai 2006 auf den Markt kam und zur Hälfte Eigenkompositionen enthält. Auch 2006 war die Band mit 150 Konzerten auf Tournee.

Zur Veröffentlichung des zweiten Albums Rodeo Radio stieg das Debütalbum Internashville Urban Hymns ein Jahr nach Veröffentlichung wieder in die Charts ein und erreichte Ende Mai 2006 mit 100.000 verkauften CDs Goldstatus. Im Dezember 2006 wurde das zweite Album Rodeo Radio ebenfalls mit Gold ausgezeichnet.

Das Jahr 2007 begann mit einer Tour durch Kanada, gefolgt von der Veröffentlichung der aktuellen Single-EP Everything Counts/Truck´n´Roll Rules. Das Video dazu stammt von Regisseur Detlev Buck, zu dessen ersten Kinderfilm Hände weg von Mississippi The BossHoss den Titelsong beisteuerten.

Am 12. Oktober 2007 erschien die zweite Single-Auskopplung Monkey Business, gefolgt vom dritten Album Stallion Battalion Ende Oktober 2007 mit überwiegend Eigenkompositionen.

Am 7. März 2008 erschien ein Live-Album inklusive Konzert-DVD mit einer Aufnahme eines Konzerts in Köln vom 16. November 2007.

Ich habe dich so lieb

Ich habe dich so lieb!
Ich würde dir ohne Bedenken
Eine Kachel aus meinem Ofen
Schenken.

Ich habe dir nichts getan.
Nun ist mir traurig zu Mut.
An den Hängen der Eisenbahn
Leuchtet der Ginster so gut.

Vorbei – verjährt –
Doch nimmer vergessen.
Ich reise.
Alles, was lange währt,
Ist leise.

Die Zeit entstellt
Alle Lebewesen.
Ein Hund bellt.
Er kann nicht lesen.
Er kann nicht schreiben.
Wir können nicht bleiben.

Ich lache.
Die Löcher sind die Hauptsache
An einem Sieb.

Ich habe dich so lieb.

„Knochiges Sturmhaubengesicht…geiernder Raubritterschädel!“ – Kommentare wie diese muss Joachim Ringelnatz ein Leben lang über sich ergehen lassen. Dass er nicht wirklich das Bild eines Liebhabers abgibt, weiß niemand besser als er selbst: “ Ich bin überzeugt, dass mein Gesicht mein Schicksal bestimmt. Hätte ich ein anderes Gesicht, wäre mein Leben ganz anders, jedenfalls viel ruhiger verlaufen.

Ringelnatz leidet unter seiner Erscheinung, vor allem unter seiner großen Nase, die er schon früh bedichtet:

Hans freite des Nachbars Liesel so gern
Da drüben über der Straße.
Und sagt ihm die Liesel:
Sie mag keinen Mann
mit einer so langen Nase.

Joachim Ringelnatz, eigentlich Hans Bötticher (1883-1934), war Abenteurer, Seemann, Minensuchboot-Kommandant, Artist und Bohemien aus Sachsen (Leipzig). Die Nazis verboten ihm 1933 Kabarett-Auftritte und beschlagnahmten seine Bücher, ein Jahr später starb er völlig mittellos in Berlin. Sein Werk aber bleibt in der deutschen Literatur unsterblich. Seine Zeitgenossen liebten seine skurrilen und trotzig optimistischen Texte.

„Sein eigentliches künstlerisches Element war die Sprachphantastik, das erfinderische Spiel des Wortes, das er mit handwerklichem Sinn für Farbe und Kraft behandelte; das konnte lärmende Kaskaden geben, aber die besten seiner Verse soll man still und schlicht lesen, und dann schenken sie keine gedichtete Journalistik, sondern etwas sehr Altmodisches: Poesie.“ Theodor Heuss