Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 38/2011

Platz 1 : Schoßgebete von Charlotte Roche

Platz 2 : Der Fall Collini von Ferdinand von Schirach

Platz 3 : Erlösung: Der dritte Fall für Carl Mørck von Jussi Adler-Olsen

Platz 4 : Der dunkle Thron von Rebecca Gablé

Platz 5 : Ich. Darf. Nicht. Schlafen. von S.J. Watson

Platz 6 : Schändung von Jussi Adler-Olsen

Platz 7 : Das Geständnis von John Grisham

Platz 8 : Happy Family von David Safier

Platz 9 : Die Legenden der Albae – Vernichtender Hass von Markus Heitz

Platz 10 : Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 38/2011

Platz 1 : Das Orchideenhaus von Lucinda Riley

Platz 2 : Erbarmen von Jussi Adler-Olsen

Platz 3 : Winterwunder von Nora Roberts

Platz 4 : Zwei ein einem Tag von von David Nicholls

Platz 5 : Eine unbeliebte Frau von Nele Neuhaus

Platz 6 : Feuchtgebiete von Charlotte Roche

Platz 7 : Schneewittchen muss sterben von Nele Neuhaus

Platz 8 : Mit dir an meiner Seite von Nicholas Sparks

Platz 9 : Das geheime Vermächtnis von Katherine Webb

Platz 10 : Schattenspiel von Charlotte Link

Quelle: Spiegel Online Kultur

Shortlist zum Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2011

Die Jury des Wilhelm-Raabe-Literaturpreises hat drei Autorinnen und drei Autoren für die Shortlist 2011 nominiert.

Der mit 30.000 Euro dotierte Wilhelm-Raabe-Literaturpreis gehört zu den bedeutendsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Der Preis, der jährlich von den Kooperationspartnern Stadt Braunschweig und Deutschlandfunk vergeben wird, ist das Ergebnis einer bislang einzigartigen Zusammenarbeit zwischen einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt und einer Kommune. Jedes Jahr wird mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis eine in deutscher Sprache verfasste, erzählerische Neuerscheinung gewürdigt. Die Preisverleihung erfolgt im November 2011.

Folgende Autorinnen und Autoren wurden nominiert:

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Angelika Klüssendorf „Das Mädchen†œ (Kiepenheuer & Witsch)

Michael Kumpfmüller „Die Herrlichkeit des Lebens†œ (Kiepenheuer & Witsch)

Sibylle Lewitscharoff „Blumenberg†œ (Suhrkamp)

Klaus Modick „Sunset†œ (Eichborn)

Judith Schalansky „Der Hals der Giraffe†œ (Suhrkamp)

Uwe Timm „Freitisch†œ (Kiepenheuer & Witsch)

Quelle: Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

Shortlist zum Schweizer Buchpreis 2011

Die Jury des Schweizer Buchpreises 2011 hat die Nominationen für die diesjährige Vergabe bekanntgegeben. Eine Autorin und vier Autoren haben die Chance den mit 50.000 Franken (derzeit 40.700 Euro!) dotierten Schweizer Buchpreis zu gewinnen.

Die fünf Werke verfügen nach Überzeugung der Jury über eine bemerkenswerte individuelle Qualität und sind eindrückliche Beispiele der Vielfältigkeit der aktuellen Schweizer Literatur.

Nominiert sind:

Grünschnabel von Monica Cantieni Felix

Kurzbeschreibung
»Mein Vater hat mich für 365.- Franken von der Stadt gekauft.« So beginnt die Geschichte eines Kindes, das, zur Adoption freigegeben, bei neuen Eltern im Immigrantenmilieu der 1970er Jahre landet. Inmitten dieser bunt gemischten Umgebung versucht das Kind Fuß zu fassen und sich, mit Hilfe einer Wörtersammlung in vielen Streichholzschachteln, zurechtzufinden. Was nicht so einfach ist; und richtig groß werden die Probleme, als es beim italienischen Gastarbeiter im Kleiderschrank eine Entdeckung macht, die eine Lawine auslöst.
GRÜNSCHNABEL besticht durch ungewöhnlichen Bilderreichtum, eine eigenwillige Erzählweise und lakonische Dialoge.
Monica Cantieni wurde für diesen Roman vom Aargauer Kuratorium gefördert. Felicitas Hoppe urteilte als Mitglied der Jury: »Der tragisch-komische Ton bricht mit vertrauten realistischen Erzählmustern und öffnet, Traditionen osteuropäischer Literatur folgend, bei aller Zeitgenossenschaft imaginäre Räume jenseits von Ort und Zeit.«

Jacob beschließt zu lieben von Catalin Dorian Florescu

Kurzbeschreibung
In seinem neuen großen Roman erzählt Catalin Dorian Florescu die abenteuerliche Lebensgeschichte des Jacob Obertin aus dem schwäbischen Dorf Triebswetter im rumänischen Banat. Es ist eine Geschichte von Liebe und Freundschaft, Flucht und Verrat und darüber, wie die Fähigkeit eines Menschen zu lieben ihn über alles hinwegretten kann. Jacobs Geschichte – zeitlich zwischen dem Ende der 20er- und Anfang der 50er-Jahre angesiedelt – weitet sich zu einem Familienepos, in dem temporeich und in dichten, fantastischen Bildern das Schicksal der Obertins über 300 Jahre hinweg erzählt wird, beginnend mit dem 30jährigen Krieg in Lothringen.
Ende des 18. Jahrhunderts hatten sich Jacobs Vorfahren, wie viele Tausende Anderer aus Lothringen ein besseres Leben suchend, auf den gefährlichen Weg ins Banat gemacht, um ihr Glück zu finden und eigenes Land zu besitzen. Jacob wird mit dem Kampf um Macht und Besitz konfrontiert, wird vom eigenen Vater verraten und verliert seine erste Liebe. Doch immer wieder gibt es Menschen, die ihm helfen, die Wechselfälle der Geschichte – Diktaturen und Deportationen – mit ihren grotesken und katastrophalen Folgen zu überleben und einen neuen Aufbruch zu wagen.
In diesem zärtlichen und spannenden Buch bekommen wir auch ein atemberaubendes Konzentrat europäischer Geschichte geboten. Das Bild einer Welt, die nicht zur Ruhe gekommen ist.

Alias oder Das wahre Leben von Felix Philipp Ingold

Kurzbeschreibung
Alias ist ein raffiniertes Spiel zwischen Fiktion und Wirklichkeit, das die Kunst des Erzählens ebenso wie die Einbildungskraft des Lesers auf den Prüfstand stellt. Dürfen, sollen wir glauben, was wir lesen? Ist es überhaupt möglich, sich der Wahrheit durch das Erzählen und im Erzählten zu nähern, oder schafft jede neue Erzählung auch eine neue, von ihr selbst begründete und beglaubigte Wahrheit?Was fängt man mit der Hinterlassenschaft eines verstorbenen Freundes an mit Papieren, Bilddokumenten, Erinnerungen, unbeantworteten Fragen? In der suchenden und tastenden Lebensbeschreibung des wolgadeutschen Kirill Bergerow alias Carl Berger entwirft Felix Philipp Ingold eine weitläufige, halb Europa und ein halbes Jahrhundert durchmessende Existenz, die bei all ihren Verwerfungen und Brüchen kaum noch auf den Punkt zu bringen ist. Doch wessen Geschichte wird da erzählt? Ist es das Leben des Freundes oder ist es das Bild, das sich der Erzähler vom Freund nachträglich zu machen versucht? Eine ungewöhnliche Panoramafahrt durch ein halbes Jahrhundert dramatischer Geschichte und ein „wahres Leben“ voller Turbulenzen, unsäglicher Leiden und unvergleichlicher Glücksmomente.

Gerron von Charles Lewinsky

Kurzbeschreibung
Kurt Gerron war einmal ein Star und ist jetzt nur noch ein Häftling unter Tausenden. Der Nationalsozialismus hat den bekannten Schauspieler von den Berliner Filmateliers ins Ghetto von Theresienstadt getrieben, wo er ein letztes Mal seine Fähigkeiten beweisen soll: Als er den Auftrag bekommt, einen Film zu drehen, der das erniedrigende Dasein der Juden als Paradies schildern soll, sieht er sich vor einer Gewissensentscheidung, bei der sein Leben auf dem Spiel steht. In dieser Lage lässt Gerron sein Leben noch einmal Revue passieren. Charles Lewinsky erzählt die faktenreiche und doch erfundene Biographie des Schauspielers Kurt Gerron, der dem Holocaust zum Opfer fiel – ein literarisch brillanter und berührender Roman.

Seerücken. Erzählungen von Peter Stamm

Kurzbeschreibung
Peter Stamm erzählt ungeheuer kunstvoll und scheinbar so einfach von Leben, die nicht gelebt, die aufgeschoben, erinnert und schließlich verpasst werden. In lakonischen Sätzen und unauffällig stimmungsvollen Szenen findet er leicht lesbar, aber schwer verdaulich die kaum spürbaren Eruptionen, die sich im Rückblick als Erdbeben erweisen. Die Einsamkeit im gemeinsamen Urlaub. Ein verlassenes Hotel in den Bergen. Ein Mädchen im Wald. Ein Pfarrer, der die Vögel füttert. Die erste Liebe mit Gewicht. Peter Stamm zeigt sich auch in „Seerücken“ wieder als Meister der Kurzgeschichte.
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Die nominierten Autorinnen und Autoren werden unter anderem am 14. und 15. Oktober am Gemeinschaftsstand des Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verbandes SBVV an der Frankfurter Buchmesse präsent sein. Vom 28. Oktober bis 7. November treten sie im Rahmen einer Lesetour in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München, Zürich und Bern auf. An der BuchBasel, die vom 18. bis 20. November 2011 stattfindet, hat das Publikum dann Gelegenheit, Lesungen aller fünf Nominierten zu besuchen und am Messesonntag, 20. November (11 Uhr) wird der Schweizer Buchpreis 2011 in einem feierlichen Rahmen verliehen werden.

Quelle: Schweizer Buchpreis

Literaturverfilmung: Bessere Zeiten von Susanna Alakoski

Das Romandebüt „Bessere Zeiten“ (Originaltitel: Svinalängorna) der schwedischen Autorin Susanna Alakoski erschien 2006 und wurde im gleichen Jahr mit dem Augustpreis für den besten schwedischen Roman des Jahres ausgezeichnet. In der deutschsprachigen Übersetzung von Sabine Neumann ist „Bessere Zeiten“ am 24.08.2011 in der edition fünf erschienen.

2010 wurde der Stoff unter der Regie von Pernilla August verfilmt. Schweden hat aktuell den Film ins Rennen um die Oscar-Verleihung 2012 geschickt.

Die charismatische schwedische Schauspielerin Noomi Rapace, u.a. bekannt durch ihre Rolle in der Stieg Larsson-Verfilmung, spielt die Protagonistin und Erzählerin Leena. Während im Buch die Handlung in chronologischer Reihenfolge geschildert wird, zeigt der Film die Geschehnisse in Rückblenden.

Leena ist 34 und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Stockholm. Sie lebt scheinbar glücklich in ihrer Familie. Doch die Vergangenheit holt sie ein, als sie einen Anruf aus einer Klinik in Ystad erhält und erfährt, dass ihre Mutter im Sterben liegt. Schlagartig werden Kindheitserinnerungen wach, die sie mühsam verdrängt hatte. Während der Fahrt nach Ystad lässt sie ihre Kindheit Revue passieren.

Noch vor Leenas Schuleintritt verlässt die Familie im Jahr 1962 die Heimatstadt in Finnland und zieht ins schwedische Ystad. Hier soll alles besser werden; endlich eine Dreizimmerwohnung für die fünfköpfige Familie, einen Fernseher und eine gut bezahlte Arbeit für den Vater. Doch der Traum vom Glück zerplatzt bald. Die Sprachbarrieren sind groß, die Familie landet mit anderen Einwanderern in den „Schweinebauten“, wie das Wohngebiet von den Einheimischen abfällig genannt wird, und in die soziale Isolation. Der erhoffte Wohlstand in Schweden bleibt aus. Die Eltern fangen beide an zu trinken und entwickeln sich immer mehr zu „Quartalssäufern“.

Der Alkoholkonsum und die Gewaltausbrüche des Vaters gegen die Mutter nehmen zu. Die Eltern schaffen es nicht mehr, sich um das Lebensnotwendigste zu kümmern; die Wohnung verdreckt, die Wäsche bleibt liegen, die Kinder hungern. Leena versucht die Situation zu retten, schaltet sogar das Jugendamt ein, weil der jüngere Bruder immer mehr verwahrlost, ist aber mit der Aufgabe letztendlich völlig überfordert… bis eines Tages ein tragisches Unglück passiert.

Über die Autorin
Susanna Alakoski, geboren 1962 in Vasa, Finnland, wuchs in Ystad auf, dem Schauplatz ihres ersten Romans. Heute lebt sie in Stockholm, schreibt für schwedische Zeitungen und ist frauenpolitisch aktiv. Für ihr Debüt „Bessere Zeiten“ erhielt sie 2006 den Augustpreis für den besten schwedischen Roman des Jahres.

Der Film „Bessere Zeiten“ startet am 08.12.2011 in den Kinos. Neben Noomi Rapace sind Outi Mäenpää, Ville Virtanen, Ola Rapace und Tehilla Blad in weiteren Hauptrollen zu sehen.

Kurzbeschreibung „Bessere Zeiten“
Als Leena und ihre Familie eine neue Wohnung finden, scheint sich alles zum Guten zu fügen. Drei Zimmer mit Balkon, Parkett und Farbfernseher, ein Spielplatz direkt vor der Tür. Doch bei den Schweden heißt das neue Viertel für die finnischen Gastarbeiter abfällig Schweinehäuser. Die Eltern sind arm. Und sie trinken. Wo ist Leenas Platz in dieser Welt? Einfühlsam beschreibt das Bestsellerdebüt Kinderarmut in der Wohlstandsgesellschaft, mitten im südschwedischen Ystad, wo sonst Wallander seine Fälle löst. Die Brisanz reicht weit über die 1960er und 1970er Jahre hinaus.

Susanna Alakoski geht auf Lesereise und wird Ende November bis Anfang Dezember 2011 u.a. in Hamburg, München, Berlin und Stuttgart zu sehen sein.