Ein weiterer virtueller Lesekreis ist am 20. Juni 2020 um 20.30 Uhr geplant. Falls bis dahin die Kontaktbeschränkungen aufgehoben sein sollten, treffen wir uns zur selben Zeit bei Hanne und Henry im Garten. Wir besprechen Elf Tage in Berlin von Håkan Nesser.

Kurzbeschreibung: Einen Nobelpreis wird er wohl nicht bekommen. Arne Murberg ist von schlichterem Gemüt. Nach einem Badeunfall in der Kindheit hat er Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und komplexere Zusammenhänge zu erfassen. Aber Arne ist ein warmherziger, liebenswerter Mensch, der sich eine kindlich naive, offene Art bewahrt hat und voll Vertrauen auf das Leben blickt. Als sein Vater ihm auf dem Totenbett offenbart, dass seine Mutter nicht tot ist, wie Arne geglaubt hat, sondern in Berlin lebt, und ihm gleichzeitig den Auftrag gibt, sie dort aufzusuchen und ihr ein verschlossenes Kästchen zu übergeben, beginnt für ihn ein wundersames Abenteuer.

Mit äußerst rudimentären Deutschkenntnissen und einem Paar strapazierfähiger gelber Schuhe macht Arne sich auf die Reise – und gerät schon bald in Schwierigkeiten. Doch ihm zur Seite stehen zwei Menschen, die der Himmel höchstpersönlich geschickt zu haben scheint: ein etwas wirrer Professor und eine kluge junge Frau im Rollstuhl. Wird Arne seiner Mutter begegnen? Wird er sein Glück finden in Berlin?

Die Taschenbuchausgabe umfasst 384 Seiten und ist im btb Verlag im Juni 2017 erschienen.

Über den Autor:Lesen ist großartig, aber schreiben ist vielleicht noch großartiger“, sagte Håkan Nesser einmal. Den deutschen Lesern ist er besonders durch die Reihe mit Kommissar Van Veeteren bekannt sowie durch die „Gunnar-Barbarotti“-Krimis. In Schweden sind seine Werke so anerkannt, dass zwei seiner Bücher zu Schulliteratur wurden: „Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ sowie „Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla“. Das freut den Autor besonders, weil er bis 1998 als Lehrer tätig war. Der 1950 in der schwedischen Gemeinde Kumla geborene Schriftsteller hat Geisteswissenschaften studiert und Englisch und Schwedisch unterrichtet. Er lebt heute mit seiner Familie in London und auf Gotland.

Umschlaggestaltung: btb Verlag

Vom 17. bis 20. März 2016 feierten 260.000 Besucher in Leipzig, davon 195.000 auf dem Leipziger Messegelände, das Wort in all seinen Facetten. Insgesamt 2.250 Aussteller aus 42 Ländern präsentierten zur Leipziger Buchmesse, der Manga-Comic-Con und dem Lesefest Leipzig liest ein Meer aus Worten, Bildern und Klängen auf dem Leipziger Messegelände. In 3.200 Veranstaltungen an 410 Orten auf dem Messegelände und in der Leipziger Innenstadt luden Literaten, Zeichner und Musiker zur Begegnung sowie zum Austausch ein„, lautete das Fazit des größten Branchentreffen des Frühjahrs 2016.

Nachfolgend die Foto-Highlights, die bei meinem Besuch der Leipziger Buchmesse am 17. und 18. März entstanden sind:

Christoph Hein
Christoph Hein
Heinz Strunk
Heinz Strunk
Anna Mitgutsch
Anna Mitgutsch
Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht
Karen Duve und Volker Weidermann
Karen Duve und Volker Weidermann
Guntram Vesper
Guntram Vesper
Buchcover der Shortlist Preis der Leipziger Buchmesse 2016
Buchcover der Shortlist Preis der Leipziger Buchmesse 2016
Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse
Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse
Gewinner Preis der Leipziger Buchmesse 2016: Jürgen Goldstein (Sachbuch), Brigitte Döbert (Übersetzung) Guntram Vesper
Gewinner Preis der Leipziger Buchmesse 2016: Jürgen Goldstein (Sachbuch), Brigitte Döbert (Übersetzung) Guntram Vesper
Marion Brasch
Marion Brasch
Claudia Schreiber
Claudia Schreiber
Gert Heidenreich
Gert Heidenreich
Nino Haratischwili
Nino Haratischwili
Bov Bjerg
Bov Bjerg
Felicitas Hoppe
Felicitas Hoppe
Abbas Khider
Abbas Khider
oops.. Jack Sparrow war auch da ;-)
oops.. Jack Sparrow war auch da 😉
Johanna Adorján und Luzia Braun auf dem Blauen Sofa
Johanna Adorján und Luzia Braun auf dem Blauen Sofa
Joanna Bator
Joanna Bator
Don Winslow
Don Winslow
Juli Zeh
Juli Zeh

Quelle Fotos: Lesekreis

Am 24. März 2018 besprechen wir im Lesekreis Eine allgemeine Theorie des Vergessens von José Eduardo Agualusa. Wir treffen uns um 20.30 Uhr bei Gina.

Eine allgemeine Theorie des VergessensKurzbeschreibung

Es ist eine fantastische und doch ganz und gar wahre Geschichte: Am Vorabend der angolanischen Revolution mauert sich Ludovica, nachdem sie einen Einbrecher in Notwehr erschossen und auf der Dachterrasse begraben hat, für dreißig Jahre in ihrer Wohnung in einem Hochhaus in Luanda ein. Sie lebt von Gemüse, gefangenen Tauben und von einer Hühnerzucht, die sie auf der Dachterrasse wie durch Zauber beginnt, und bekritzelt die Wände in ihrer ausgedehnten Wohnung mit Tagebuchnotaten und Gedichten. Allmählich setzt sich aus Stimmen, Radioschnipseln und flüchtigen Eindrücken zusammen, was im Land geschieht. In den Jahrzehnten, die Ludovica verborgen verbringt, kreuzen sich die Wege von Opfern und Tätern, den Beteiligten an der Revolution, ihren Profiteuren und Feinden. Bis sie alle eines Tages erneut vor der Mauer in dem wieder glanzvollen Apartmenthaus stehen.

José Eduardo Agualusa hat mit seinem wunderbaren, dicht und spannend gewobenen Roman, der das Fantastische der Wirklichkeit und eine Art höhere Gerechtigkeit beschwört, unvergessliche Szenen geschaffen, tragisch, komisch, grotesk. Dieser Roman feiert die Kunst des Erzählens selbst.

Die gebundene Ausgabe umfasst 197 Seiten. Sie erschien im Juli 2017 bei C.H.Beck.

Über den Autor
José Eduardo Agualusa, 1960 in Huambo/Angola geboren, studierte Agrarwissenschaft und Forstwirtschaft in Lissabon.

Seine Gedichte, Erzählungen und Romane wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, für seinen Roman „Ein Stein unter Wasser“ (1999) erhielt er den Grande Prémio de Literatura da RTP. Auf Deutsch erschienen die Romane „Die Frauen meines Vaters“, „Barroco Tropical“ und „Das Lachen des Geckos“, für den er 2007 den britischen Independent Foreign Fiction Prize erhielt. „Eine allgemeine Theorie des Vergessens“ stand auf der Shortlist des Man Booker International Prize 2016.

Agualusa lebt als Schriftsteller und Journalist in Portugal, Angola und Brasilien.

Am 27. Januar 2018 besprechen wir im Lesekreis Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde. Wir treffen uns um 20.30 Uhr bei Gina.

Die Geschichte der BienenKurzbeschreibung
England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.

China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?

Die gebundene Ausgabe umfasst 512 Seiten. Sie erschien im März 2017 im btb Verlag.

Über die Autorin
Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Sie ist eine bekannte Drehbuch- sowie Kinder- und Jugendbuchautorin. Die Geschichte der Bienen ist ihr erster Roman für Erwachsene, der zunächst national und schließlich auch international für Furore sorgte. Er stand monatelang auf der norwegischen Bestsellerliste und wurde mit dem Norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet.

Am 16. Dezember 2017 besprechen wir im Lesekreis Rimini von Sonja Heiss. Wir treffen uns um 20.30 Uhr bei Elisabeth.

RiminiKurzbeschreibung
Hans ist Anwalt, reich und erfolgreich. Doch auf einmal kehrt diese irrationale Wut in ihm zurück. Seine Ehe funktioniert nicht mehr und statt mit seiner neuen Psychoanalytikerin Frau Doktor Mandel-Minkic an seinen Problemen zu arbeiten, verliebt sich Hans in sie. Seine Schwester Masha ist 39 Jahre alt, als sie beschließt, ein Kind mit ihrem Freund zu bekommen. Doch plötzlich geht er ihr schrecklich auf die Nerven. Masha begibt sich auf die panische Suche nach einem Mann, doch ihre Idee, im Bett den zukünftigen Vater ihres Kindes zu finden, scheint zum Scheitern verurteilt. Alexander und Barbara, die Eltern der ungleichen Geschwister, sind seit über vierzig Jahren leidlich glücklich verheiratet und müssen sich jetzt im Alltag eines Rentnerpaars einrichten. Während Alexander sich schon einsam fühlt, wenn seine Frau nur in ein anderes Zimmer geht, bleibt für sie nur die Flucht. Sie ahnt nicht, was sie damit in Gang setzt. Sonja Heiss entwirft ihre Charaktere mit enormer psychologischer Raffinesse. Ihr Blick auf den menschlichen Alltag zoomt Details heran, die mit bloßem Auge kaum sichtbar sind. Dabei entsteht ein meisterhafter Roman, der seinen Humor aus den Abgründen des Lebens schöpft.

Die gebundene Ausgabe umfasst 400 Seiten. Sie erschien im August 2017 bei Kiepenheuer&Witsch.

Über die Autorin
Sonja Heiss, geboren 1976 in München, absolvierte ihr Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Hotel Very Welcome, ihr erster Kinofilm, feierte seine Premiere bei der Berlinale 2007, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und lief weltweit auf Festivals. Ihr zweiter Kinofilm Hedi Schneider steckt fest war für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Drehbuch nominiert und gewann in der Kategorie Beste Hauptrolle.
Sonja Heiss war Stipendiatin der Villa Aurora. 2011 erschien ihr vielbeachteter Erzählungsband Das Glück geht aus im Berlin Verlag. Rimini ist ihr erster Roman.