Preis der Literaturhäuser 2012 geht an Feridun Zaimoglu

Seit 2002 wird der „Preis der Literaturhäuser“ jährlich vom Netzwerk der Literaturhäuser während der Leipziger Buchmesse für außerordentliche Text- und Präsentationsqualitäten an deutschsprachige Autorinnen und Autoren vergeben. Der Preis besteht aus einer Lesereise durch alle elf im Netzwerk vereinigten Literaturhäuser mit einem Gesamthonorar von 11.000 Euro sowie einem Empfang mit Laudatio in jedem besuchten Literaturhaus.

Der Schriftsteller Feridun Zaimoglu, geboren am 4. Dezember 1964 in Bolu, Türkei, seit 1965 in Deutschland lebend, erhält den diesjährigen Preis der Literaturhäuser.

Jurybegründung
„Was Feridun Zaimoglu vorliest, es wird nicht beschrieben, es passiert †“ auf der Bühne, vor den Augen des Publikums. Mit unnachahmlicher Emphase schlägt Zaimoglu den Sätzen den Takt. Seine Romane †“ von Kanak Sprak über Leyla bis Ruß †“ mäandern zwischen analytischer Präzision und Liebesbrand†™, greifen mit vollen Händen ins Grimmsche Wörterbuch und suchen nicht zu verbergen, dass auch das dramatische Schreiben zu den Leidenschaften des Autors zählt.

Feridun Zaimoglu ist überdies ein streitbarer Gesprächspartner und ein Verfasser risikofreudiger Essays, etwa über „die Aufklärung als Opium der aufstrebenden Bürgerklasse†œ oder über den „Kulturkampf in Deutschland†œ, über Kopftuch und Minarett. Insgesamt offenbaren sich in Zaimoglus Arbeiten gerade jene Personengruppen als besonders stimmhaft, die in der gegenwärtigen Gesellschaft, beziehungsweise in ihrem Rücken, nur schwer hörbar sind,“ heißt es in der Begründung der Jury.

Lesereise
Feridun Zaimoglu wird vom 21. März bis 24. Mai 2012 zu Leseabenden durch die Literaturhausstädte reisen. Die Auftritte des Preisträgers und die Laudationes zu seinen Ehren finden statt am:

16.03. Preisverleihung auf der Leipziger Buchmesse, 17.30 Uhr, Blaues Sofa
17.03. Gespräch mit dem Preisträger am Stand von ARTE tv, Leipziger Buchmesse
21.03. Literaturhaus Berlin
26.03. Literaturhaus Leipzig
03.04. Literaturhaus Rostock
04.04. Literaturhaus Hamburg
03.05. Literaturhaus Graz
08.05. Literaturhaus Salzburg in Kooperation mit der Universität Salzburg
(Veranstaltungsort: Edmundsburg (Zweig-Centre))
15.05. Literaturhaus Köln
16.05. Literaturhaus Frankfurt
22.05. Literaturhaus Stuttgart (Veranstaltungsort: Theaterhaus)
23.05. Literaturhaus München
24.05. Literaturhaus Zürich

Quelle: Literaturhaus.net

Lesung mit Inge Löhnig in der Münchner Krimibuchhandlung Glatteis am 26.01.2012

Inge Löhnig stellt am Donnerstag, den 26. Januar 2012, um 20.00 Uhr, in der Krimibuchhandlung Glatteis ihren vierten Kriminalroman „Schuld währt ewig“ mit dem sympathischen Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort vor.

Kurzbeschreibung
Eine einzige Sekunde hat Susannes Leben für immer verändert. Ein Kind ist tot. Für die junge Frau ein Alptraum, der nie endet, eine Suche nach Sühne, die vergebens ist. Dann sterben zwei Menschen. Sie wurden ermordet. Auch in ihrer Vergangenheit gibt es ein düsteres Geheimnis, eine Schuld, die für immer bleibt. Kommissar Dühnfort verfolgt einen Täter, der auf grausame Weise für seine Vorstellung von Gerechtigkeit sorgt. Ein Rächer, der Gleiches mit Gleichem vergilt und keine Gnade kennt.

Über die Autorin
Schon Inge Löhnigs erster Kriminalroman um Kommissar Konstantin Dühnfort, Der Sünde Sold, hat bei Kritikern und Lesern Begeisterungsstürme ausgelöst: „Meisterhafte Erzählkunst†œ schrieb die Süddeutsche Zeitung, auf krimi-couch.de wurde der Roman als „einer der besten aus 2008†œ gelobt. Inge Löhnig wohnt mit ihrer Familie in der Nähe von München. Mehr Informationen über Inge Löhnig finden sich hier.

Eintritt: 7 Euro, Anmeldung: 089-2014844 oder info@glatteis-krimi.de

Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 04/2012

Platz 1 : Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Platz 2 : Aleph von Paulo Coelho

Platz 3 : Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt von Dora Heldt

Platz 4 : Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner von Kerstin Gier

Platz 5 : Erlösung: Der dritte Fall für Carl Mørck von Jussi Adler-Olsen

Platz 6 : In Zeiten des abnehmenden Lichts

Platz 7 : Schändung von Jussi Adler-Olsen

Platz 8 : Eragon 04 – Das Erbe der Macht von Christopher Paolini

Platz 9 : Der Friedhof in Prag von Umberto Eco

Platz 10 : Schoßgebete von Charlotte Roche

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 04/2012

Platz 1 : Der Beobachter von Charlotte Link

Platz 2 : Der Feind im Schatten von Henning Mankell

Platz 3 : Zwei ein einem Tag von von David Nicholls

Platz 4 : Das geheime Vermächtnis von Katherine Webb

Platz 5 : Vampire küsst man nicht von Lynsay Sands

Platz 6 : Verblendung von Stieg Larsson

Platz 7 : Erbarmen von Jussi Adler-Olsen

Platz 8 : Alle Rache will Ewigkeit von Val McDermid

Platz 9 : Der Verehrer von Charlotte Link

Platz 10 : Mädchenfänger von Jilliane Hoffman

Quelle: Spiegel Online Kultur

„Ziemlich beste Freunde“ erster Titel bei Hanser Berlin

Ziemlich beste Freunde: Das zweite Leben des Philippe Pozzo di Borgo lautet der erste Titel im neuen Hanser Verlag Berlin.

Philippe Pozzo di Borgos autobiografische Erzählung erschien bereits 2001 in Frankreich unter dem Titel Le Second Souffle. Die deutschsprachige Übersetzung umfasst 240 Seiten und erscheint am 19. April 2011. Die Erzählung ist die Vorlage des gleichnamigen Films, der allein in Frankreich 18 Millionen Zuschauer in die Kinos lockte. Auch in Deutschland startete am 5. Januar 2012 „Ziemlich beste Freunde“ mit über 300.000 Zuschauern am ersten Wochenende sehr erfolgreich.

Das Buch von Philippe Pozzo di Borgo ist in seiner Heimat ein Bestseller. In Deutschland kommt es bei Hanser Berlin mit einer Auflage von 50.000 Exemplaren in den Handel. Das erste vollständige Programm mit zehn Titeln, darunter neue Bücher von Richard Ford, Henning Ritter und Richard Sennett, wird im Herbst 2012 veröffentlicht.

Kurzbeschreibung
Philippe Pozzo di Borgo ist Geschäftsführer der Firma Champagnes Pommery, als er mit dem Gleitschirm abstürzt und vom Hals ab querschnittsgelähmt bleibt. Er ist 42 Jahre alt und braucht einen Intensivpfleger. Der arbeitslose Ex-Sträfling Abdel erscheint zum Vorstellungsgespräch eigentlich nur, um eine Unterschrift fürs Sozialamt zu bekommen. Und kriegt den Job. Mit seiner mitleidslosen, lebensfrohen, ungehobelten und authentischen Art wird Abdel zu Philippes „Schutzteufel“. Zehn Jahre lang begleitet er ihn durch alle dramatischen und komischen Momente seines Lebens †“ und gibt ihm die Lebensfreude zurück. Von Olivier Nakache und Eric Toledano verfilmt, ist dieses moderne Märchen zu einem der erfolgreichsten französischen Filme aller Zeiten geworden. †“ Eine wahre Geschichte, die man sich nur unter höchstem Kitschverdacht hätte ausdenken können.

Quelle: Focus Online