Electrica – Lord des Lichts von Helene Henke [Rezension]

Electrica – Lord des Lichts von Helene Henke

Schottland, 1819. Auf der Isle of Mull, in dem kleinen Dorf Lochdon, sucht die junge hübsche Sue Beanton Zuflucht in Duart Castle, einem geheimnisumwobenen Schloss. Jemand ist ihr auf den Fersen und trachtet nach ihrem Leben. Im Schloss begegnet ihr der mysteriöse Lord Cayden MacLean. Er rührt nicht nur ihr Herz, sondern auch ihren Verstand. Durch ihn eröffnet sich ihr eine Welt, die sie nie für möglich gehalten hat. Cayden, ein überaus attraktiver Mann, bekennt sich nicht sofort zu seiner Liebe zu ihr, obwohl er ihrem Liebreiz und ihrer Anmut schon längst verfallen ist. Sein größter Feind, der grausame Baron Luthias, hat sich seine Vernichtung und die seiner großen Liebe zum Ziel gesetzt: „Cayden MacLean, erwarte meine Ankunft. Ich bin dein Mentor, du bist mein Geschöpf und ich werde dein Zerstörer sein.†œ
Mit diesem düsteren Versprechen macht sich der blutgierige und mächtige Vampir von London zur Isle of Mull auf, um seine Prophezeiung zu erfüllen.

Die Autorin Helene Henke lässt uns Leser teilhaben an einer Welt, in der die Elektrizität noch in den Kinderschuhen steckt, an der wunderschönen schottischen Landschaft und an der Industrialisierung Groß Britanniens. Sinnlich und romantisch, von der Autorin einfühlsam formuliert, wächst die Liebe zwischen Sue und Cayden. Hier treffen zwei Protagonisten aufeinander, die nicht nur vom Charakter her sehr unterschiedlich sind. Cayden, als Vampir geboren und nahezu unsterblich, ist seiner Zeit in technischen Dingen sehr weit voraus. Geschickt versteht er es, die Ideen, die noch ungereift in den Köpfen der ahnungslosen Erfinder schlummern, durch mentale Manipulation zu erwerben, um sie dann zu verwirklichen und sie gewinnbringend an den König von England zu veräußern. Doch was nützt ihm sein Reichtum, wenn er ihn nicht mit seiner Liebsten teilen kann? Seine Angst, sie durch die Liebe, die er für sie empfindet zu verlieren, ist übermächtig. Durch ein inneres Band mit seinem lange Jahre für tot gehaltenen Mentor und jetzigem Todfeind verbunden, weiß er, dass seine Liebe zu Sue für beide tödlich enden kann. Er kann zwar auch bei Tageslicht existieren, jedoch ohne seine besonderen Fähigkeiten, denn er wird verletzlich und sterblich. Erst nach Einbruch der Dunkelheit ist er wieder im Vollbesitz seiner Kräfte.
Obwohl Sue ziemlich ahnungslos und unerfahren ist, begibt sie sich mutig unter den Schutz Lord Caydens. Sie hat einen wachen Verstand und weiß ihn auch zu nutzen. Sie ist eine der wenigen Frauen in der Zeit, die lesen und schreiben kann. Von ihrem verstorbenen Vater dazu angehalten und von ihrer Tante, bei der sie lebt, unterstütz, beginnt sie schon in jungen Jahren ihre Gedanken aufzuschreiben, obwohl Papier in der damaligen Zeit kaum erschwinglich war. Ihr Mut und ihr Wissensdurst sind sehr imponierend. Auch als ihr Vertrauen zu Cayden auf eine harte Probe gestellt wird, hält sie unerschütterlich an ihrer Liebe zu ihm fest, sogar, als er ihr seine wahre Natur gesteht. In der Zeit, in der der Roman spielt, sind Aberglaube und Misstrauen gegenüber technischen Errungenschaften, die für uns heute selbstverständlich sind, unter den Bewohnern Schottlands noch tief verwurzelt. Automobile, Telefon oder Elektrizität sind für uns schon lange nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken, Anfang des neunzehnten Jahrhunderts jedoch die absolute Sensation, oder gar noch Hexenwerk und Zauberei.

Zu Beginn kam mir Cayden ein bisschen sehr abgeklärt und skrupellos vor. Doch im Verlauf der Geschichte gewinnt er immer mehr an Sympathie, besonders, als er sich endlich zu seiner Liebe zu Sue bekennt. Auch seine liebevolle Fürsorge für Sean, seinem geistig zurückgebliebenen Nachfahren, lässt ihn in einem anderen Licht erscheinen.
Baron Luthias, dessen Grausamkeit und Aussehen kaum zu überbieten sind, als er in London sein Unwesen treibt, wird von Helene Henke so anschaulich geschildert, dass eine Gänsehaut vorprogrammiert ist. Von Rachegelüsten getrieben, kennt er nur ein Ziel – die Vernichtung von Cayden und seiner Geliebten.

Das Buch ist flüssig und wunderbar anschaulich geschrieben, der Stil sehr gut der damaligen Zeit angepasst. Die Handlung stellt eine ausgewogene Mischung aus Fantasie und Wirklichkeit dar und ist dazu noch herrlich spannend. Ein Roman zum Träumen und Abschalten, ein bisschen zum Gruseln und manchmal sogar zum Schmunzeln – und auf jeden Fall auch etwas für Herz und Sinne! 😉

Kurzbeschreibung
„Der einzige Glaube, der zählt, ist der an den Fortschritt†œ — Lord Cayden Maclean, Vampir. – Nach vielen Jahrhunderten kehrt Lord Cayden Maclean zurück auf die Isle of Mull, um sich auf Duart Castle, dem Sitz seiner Vorfahren, seinen Forschungen in der Entwicklung der Electrica zu widmen. Anders als das Gaslicht, soll diese neuartige Lichtquelle seine Nacht zum Tag erhellen. Als Sue Beaton im Schloss auftaucht, um ihn als ihren Lehnsherrn um Beistand zu bitten, ist er auf Anhieb fasziniert von ihrer Schönheit und ihrem Verstand. Sie erweckt lange unterdrückte Emotionen in ihm, die seinen Feind Luthias auf seine Fährte locken. Mithilfe fortschrittlicher Technologien setzt dieser alles daran, die alte Fehde wieder aufzunehmen. Caydens Liebe zu Sue könnte ihm zum Verhängnis werden …

Über die Autorin
Helene Henke wurde 1964 in Krefeld geboren. Seit über zwanzig Jahren führen sie und ihr Mann eine glückliche Beziehung. Die zwei Söhne sind im Alter von zwanzig und zwölf Jahren. Zwischen den Kindererziehungsjahren absolvierte  Helene Henke zwei Ausbildungen, als Erzieherin und Industriekauffrau. Rastlos jobbte sie in den verschiedenen Berufen. Seit sieben Jahren arbeitet die Autorin in einem Multiplexkino. Ein Job, der ihr nach eigenen Angaben Freude macht, sie inspiriert und in ihrem Leben Platz lässt für das, was sie wirklich tun möchte †“ Schreiben. „Denn manchmal bedarf es seine Zeit bis man seinen Weg gefunden hat. Doch das Warten hat sich gelohnt“, berichtet Helene Henke auf ihrer Homepage.

Der Lesekreis bedankt sich bei Angie für diese wundervoll ausführliche Buchbesprechung und beim Sieben Verlag für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares.

Electrica – Lord des Lichts von Helene Henke ist im Juni 2011 im Sieben Verlag erschienen. Die Taschenbuchausgabe umfasst 200 Seiten und ist für 14,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

Quelle Foto: Helene Henke – Homepage

Literaturverfilmung: Nachtzug nach Lissabon im Kino

„Nachtzug nach Lissabon“ von Pascal Mercier gehört mit weltweit rund 2,5 Millionen verkauften Exemplaren und Übersetzungen in 15 Sprachen zu den erfolgreichsten deutschen Romanen der letzten Jahre. Von dem Schweizer Philosoph und Schriftsteller Peter Bieri, der unter dem Pseudonym Pascal Mercier schreibt, ist nach Perlmanns Schweigen (1995) und Der Klavierstimmer (1998) Nachtzug nach Lissabon im Jahr 2004 im Hanser Verlag erschienen.

In der Verfilmung der Literaturvorlage wird die Rolle des Protagonisten Raimund Gregorius von Geoffrey Rush, der zuletzt in „The King’s Speech“ im Kino zu sehen war, gespielt. In weiteren Rollen werden Bruno Ganz und Vanessa Redgrave agieren. Der dänische Regisseur Bille August (Fräulein Smillas Gespür für Schnee) wurde für die deutsch-schweizerische Koproduktion verpflichtet.

Zum Inhalt
Raimund Gregorius, von seinen Schülern Mundus genannt, ein überaus verlässlicher und beliebter Lehrer für Latein, Griechisch und Hebräisch an einem Gymnasium in Bern, begegnet im strömenden Regen auf dem Weg zur Schule einer Frau, die auf ihn den Eindruck macht, als wolle sie sich das Leben nehmen. Er nimmt sich der Frau an; sie begleitet ihn in seine erste Unterrichtsstunde, die sie vorzeitig wieder verlässt. Noch am Vormittag verlässt Gregorius den Unterricht, um die Frau zu suchen. Dabei stößt er in einem Antiquariat auf ein dünnes Buch mit vergilbtem Einband, das 1975 in Lissabon erschienen ist. Der Buchhändler übersetzt für ihn nicht nur den Titel: „Ein Goldschmied der Worte„, sondern auch einige Zeilen aus diesem Text von Amadeu Inácio de Almeida Prado.
„Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist †“ was geschieht mit dem Rest?“

Raimund Gregorius ist von den wenigen Worten so ergriffen, dass er beschließt, Portugiesisch zu lernen und sich auf die Suche nach diesem Goldschmied der Worte zu begeben. Gleich am nächsten Morgen macht er sich auf die Reise über Paris und Irún, von dort geht es mit dem Nachtzug nach Lissabon, um den Spuren des geheimnisvollen Autors zu folgen.

Immer tiefer zieht es ihn in dessen Aufzeichnungen und Reflexionen, immer mehr Menschen lernt er kennen, die von diesem Mann, den ein dunkles Geheimnis umgibt, zutiefst beeindruckt waren. Eine wundervolle Reise †“ die vergeblich sein muss und deren Bedrohungen der Reisende nicht gewachsen ist. Endlich kann er wieder fühlen, endlich hat er von seinem Leben zwischen Büchern aufgeblickt †“ aber was er sieht, könnte ihn das Leben kosten …

Der Film wird die erste Gemeinschaftskooperation von Studio Hamburg Produktion GmbH und C-Films. Produzent ist Peter Reichenbach von den Zürcher C-Films. „Nachtzug nach Lissabon“ erscheint in Deutschland im Concorde Filmverleih.
Neben zehn Drehtagen in Bern im September soll überdies vier Wochen in Portugal gedreht werden, wobei sich das Budget der Produktion auf elf Mio. Franken (7,88 Mio. Euro) beläuft.

Das Medienboard Berlin-Brandenburg fördert die Filmproduktion mit 300 000 Euro.

Quellen: Börsenblatt, Wikipedia

Ingeborg-Bachmann-Preis 2011 geht an Maja Haderlap

Die österreichische Autorin Maja Haderlap hat den Ingeborg-Bachmann-Preis 2011 gewonnen. Sie setzte sich mit ihrem ruhigen, poetischen Text „Im Kessel„ – einem Auszug aus ihrem Romandebüt „Engel des Vergessens“ in Klagenfurt gegen 13 weitere Nachwuchsautorinnen- und autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durch.  Maja Haderlap erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro.

Die 1961 geborene und in Klagenfurt lebende Autorin beleuchtet in ihrer Dorf- und Familiengeschichte den Widerstand der Kärntner Slowenen gegen die deutsche Wehrmacht. Haderlap habe der Geschichte der Kärntner Partisanen eine Stimme gegeben, begründete Jurorin Daniela Strigl, die sie für den Wettbewerb vorgeschlagen hatte, ihre Wahl. „Sie beschreibt es bedächtig, mit großer Genauigkeit und ohne Hass„, sagte Strigl.

Kurzbeschreibung „Engel des Vergessens“
Ein großes Romandebüt, das von einem Leben in der Mitte Europas erzählt; mit kraftvoller Poesie; Geschichten, die uns im Innersten betreffen.Maja Haderlap gelingt etwas, das man gemeinhin heutzutage für gar nicht mehr möglich hält: Sie erzählt die Geschichte eines Mädchens, einer Familie und zugleich die Geschichte eines Volkes. Erinnert wird eine Kindheit in den Kärntner Bergen. Überaus sinnlich beschwört die Autorin die Gerüche des Sommers herauf, die Kochkünste der Großmutter, die Streitigkeiten der Eltern und die Eigenarten der Nachbarn.

Erzählt wird von dem täglichen Versuch eines heranwachsenden Mädchens, ihre Familie und die Menschen in ihrer Umgebung zu verstehen. Zwar ist der Krieg vorbei, aber in den Köpfen der slowenischen Minderheit, zu der die Familie gehört, ist er noch allgegenwärtig. In den Wald zu gehen hieß eben „nicht nur Bäume zu fällen, zu jagen oder Pilze zu sammeln“. Es hieß, sich zu verstecken, zu flüchten, sich den Partisanen anzuschließen und Widerstand zu leisten. Wem die Flucht nicht gelang, dem drohten Verhaftung, Tod, Konzentrationslager. Die Erinnerungen daran gehören für die Menschen so selbstverständlich zum Leben wie Gott. Erst nach und nach lernt das Mädchen, die Bruchstücke und Überreste der Vergangenheit in einen Zusammenhang zu bringen und aus der Selbstverständlichkeit zu reißen und schließlich als (kritische) junge Frau eine Sprache dafür zu finden.

Eindringlich, poetisch, mit einer bezaubernden Unmittelbarkeit. Maja Haderlap hat eine gewaltige Geschichte geschrieben… Die Großmutter wie noch keine, der arme bittere Vater wie noch keiner, die Toten wie noch nie, ein Kind wie noch keines. (Peter Handke)

Die österreichisch-slowenische Vergangenheit ist nach Angaben Strigls zwar historisch, aber bisher kaum literarisch aufgearbeitet worden. Haderlap sei ein „Glücksfall„, bei dem der Stoff zur Gestaltung gedrängt hätte.

„Das sind Geschichten, die mich mein ganzes Leben begleitet haben“, sagte die Gewinnerin, die auf Deutsch und Slowenisch schreibt, in einer ersten Reaktion. Sie sei damit aufgewachsen.

Über die Autorin
Maja Haderlap, geb. 1961 in Eisenkappel/Zelezna Kapla (Österreich), studierte Theaterwissenschaft und Germanistik an der Universität Wien. Sie war von 1992 bis 2007 Chefdramaturgin am Stadttheater Klagenfurt und unterrichtet regelmäßig am Institut für Angewandte Kulturwissenschaft der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt. Seit 2008 lebt Maja Haderlap als freie Schriftstellerin in Klagenfurt. Sie veröffentlichte Gedichtbände auf Slowenisch und Deutsch sowie Übersetzungen aus dem Slowenischen. „Engel des Vergessens“ ist ihr Romandebüt.

Mit dem Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, der seit 1977 in Klagenfurt stattfindet und mit der Vergabe des Ingeborg-Bachmann-Preises verbunden ist, wird die Erinnerung in die österreichische Dichterin (1926-1973) aufrechterhalten. Bachmann schrieb zahlreiche Erzählungen, Gedichte und Hörspiele. Sie gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts.

Haderlap setzte sich erst im vierten Wahlgang gegen den Deutschen Steffen Popp durch. Der in Berlin lebende Autor erhielt dann aber für seine Spurensuche in einem thüringischen Dorf den mit 10.000 Euro dotierten Kelag-Preis.

Der mit 7500 Euro dotierte 3sat-Preis ging an die junge deutsche Autorin Nina Bußmann.

Zuschauerliebling war der Berliner Thomas Klupp mit seinem unterhaltsamen Text „9to5 Hardcore“, in dem es um Pornografie und den Universitätsbetrieb geht. Er erhielt den Publikumspreis.

Der mit 7000 Euro dotierte Ernst-Willner-Preis ging an Leif Randt. Dieser Sonderpreis des Klagenfurter Wettbewerbs bietet den Verlagen aus dem deutschen Sprachraum, die ihn gestiftet haben, eine legitime eigene Public-Relations-Plattform.

Quelle: Tagesschau.de

Blutlinien: Richelle Meads Vampire Academy geht weiter – ohne Rose

Am 01.07.2011 ist mit „Schicksalsbande“ (orig. Titel: Last Scarfice) der sechste und letzte Teil der Vampire Academy-Reihe der US-amerikanische Fantasy-Autorin Richelle Mead in der deutschsprachigen Übersetzung im LYX Verlag erschienen. Mittlerweile hat die beliebte Autorin auf ihrem Blog angekündigt, dass es eine spin-off-Reihe unter dem Titel „Bloodlines“ geben wird. „Blutlinien“ spielt wieder in der Welt der Moroi, Strigoi und Dhampire – allerdings ohne Rose. „Rose braucht eine Pause, sonst würden schlimme Dinge mit ihr passieren„, begründet Richelle Mead ihre Entscheidung ohne Rose und Dimitri weiter zu schreiben. In der neuen Reihe liegt der Fokus auf Sydney, Jill, Adrian, und Eddie, Charaktere, die schon im ersten Teil „Blutschwestern“ eine Rolle gespielt haben.

Kurzbeschreibung:
Blut lügt nicht. Sydney ist Alchimistin und gehört zu einer Gruppe von Menschen, die versucht, durch Magie die Welt der Menschen und Vampire zu überschreiten. Sie schützen nicht nur das Geheimnis der Vampire, sondern auch Menschenleben. Als Sydney mitten in der Nacht aus ihrem Bett gerissen wird, denkt sie spontan, dass sie bestraft wird, weil sie sich für Rose und die Dhamphire eingesetzt hat. Aber es ist viel schlimmer. Jill Dragomir, die Schwester der Moroi-Königin Lissa, ist in tödlicher Gefahr. Die Moroi müssen sie verstecken. Zur Vermeidung eines Bürgerkrieges ist Sydney bestimmt worden als Jills Wächterin und Beschützerin zu fungieren. Sie flüchten dahin, wo niemand sie vermutet und suchen würde, in ein Internat in Palm Springs, Kalifornien. Doch statt Sicherheit bei Amberwood Prep zu finden, entdeckt Sydney, dass die Katastrophe gerade erst beginnt…

Bloodlines erster Teil wird in der Ich-Erzählperspektive aus der Sicht von Sydney erzählt. Zunächst waren drei Bücher mit abwechselnden Erzählperspektiven geplant, doch Sydney hat den Weg bereits geebnet, berichtet Richelle Mead. In englischsprachigen Ländern erscheint der erste Teil bereits am 23. August 2011. Wann die deutschsprachige Übersetzung auf den Markt kommt, steht noch nicht fest. Im Moment laufen noch Verhandlungen mit den Verlagen. Der Titel den zweiten Teils steht allerdings schon fest. „The Golden Lily“ (Die goldene Lilie) erscheint im Frühjahr 2012 – vorausgesetzt, der Verlauf der Schwangerschaft und die Geburt ihres Kindes verläuft so wie erhofft.

Richelle Mead über Bloodlines:

Unter Bloodlinesseries.com findet sich mehr zur neuen Buchreihe von Richelle Mead.

Quelle: Blue Succubus Livejournal von Richelle Mead

P.S.: Richelle Mead hat übrigens berichtet, dass es im nächsten Jahr noch einen Nachschlag über Rose und Dimitri in Russland gibt. Es wird zwar kein Roman sein, aber dafür eine Anthologie mit Kurzgeschichten. 😉

KrimiZEIT-Bestenliste Juli 2011

Platz 1 : Staubige Hölle von Roger Smith

Kurzbeschreibung
Robert Dell ist auf der Flucht. Seine Frau und Kinder sind auf grausame Weise umgebracht worden, er selbst steht plötzlich unter Mordverdacht.Dells einziger Verbündeter ist sein verhasster Vater, ein ehemaliger CIA-Killer und überzeugter Rassist, der gerade aus dem Gefängnis entlassen ist. Auf einem blutigen Roadtrip, der sie tief ins Landesinnere führt, machen Dell und sein Vater Jagd auf den wirklichen Mörder – und decken dabei eine Verschwörung auf, die bis in die höchsten Regierungskreise reicht. Immer weiter eskalieren Gewalt und Vergeltung, denn im Zeitalter der Post-Apartheid scheint ein Menschenleben nicht mehr viel wert zu sein.

Platz 2 : Der Killer stirbt von James Sallis

Kurzbeschreibung
Nichts ist so, wie es scheint. Ein ausgebrannter Cop jagt ein Phantom, und ein Auftragskiller wird kurz vor Ende seiner letzten Mission von der Vergangenheit eingeholt. Mit traumwandlerischer Sicherheit inszeniert James Sallis ein Spiel über Leben und Sterben, virtuos erzählt, hart und melancholisch zugleich.Ein todkranker Killer erhält einen letzten Auftrag. Er soll einen unscheinbaren Buchhalter zur Strecke bringen. Langsam umkreist der Killer seine Beute, um im richtigen Moment zuzuschlagen doch ein anderer kommt ihm zuvor. Der Buchhalter wird von einem Unbekannten niedergeschossen, überlebt jedoch den Anschlag und wird schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Alles deutet darauf hin, dass der Mordversuch das Werk eines Profis war. Aber warum sollte gerade ein Profi an dieser scheinbar leichten Aufgabe scheitern? In der Hoffnung, mehr herauszufinden über seinen geheimnisvollen Konkurrenten, nimmt der Killer heimlich Kontakt zur Polizei auf … und macht eine furchtbare Entdeckung.

Platz 3 : Roter Glamour von Dominique Manotti

Kurzbeschreibung
David gegen Goliath: Die junge Polizistin Noria Ghozali ermittelt gegen den mächtigen Präsidentenberater François Bornand. Ein Politthriller der Extraklasse über eine authentische Staatsaffäre: Manotti ist eine kaltblütige Chronistin des Verbrechens, literarisch brillant, gnadenlos realistisch und unbeirrbar parteilich.Staatsaffäre
Sie heißt Noria Ghozali und ist der Arsch der Truppe. Wenn Kinder auf Montmartre Hundehaufen mit Böllern zum Explodieren bringen, darf sie „ermitteln“. Und auf dem Revier ist die Jungpolizistin Zielscheibe rassistischer Mobbingattacken. Doch dann wird eine unbekannte Tote auf einem verlassenen Parkplatz zum Katalysator für ihre Karriere. Noria verbeißt sich sofort in ihren ersten echten Fall, und bald wird eine konkurrierende Polizeibehörde auf sie aufmerksam, der Zentrale Nachrichtendienst. Noria lässt sich anwerben für eine streng geheime Ermittlung, der die politische Elite zum Straucheln bringen könnte
Indessen arbeitet François Bornand, Sonderberater des sozialistischen Präsidenten Mitterand, an der Befreiung französischer Geiseln im Libanon. Der Gründer der berüchtigten Antiterrorzelle des Élysée steht unter Druck, denn kurz vor den Parlamentswahlen sind die Umfragewerte der Sozialisten denkbar schlecht. Ein geheimes Waffengeschäft mit dem Iran verheißt eine schnelle Lösung und fette Beute für die Parteikasse wie für Bornands Privatschatulle. Doch das mit Raketen beladene Flugzeug stürzt ab, und die Presse bekommt Wind von der Affäre. Machtgier und Überheblichkeit treiben Bornand in eine Spirale der Gewalt bis Noria Ghozali seinen Weg kreuzt.

Platz 4 : Schmutzige Hände: Politthriller von Giancarlo de Cataldo

Kurzbeschreibung
Italien 1992: Bomben und gute Geschäfte †“ das organisierte Verbrechen greift nach der Macht.
In Rom, Florenz und Palermo explodieren Bomben, die Richter Falcone und Borsellino fallen grausamen Attentaten zum Opfer. Die Mafia agiert skrupelloser denn je, entschlossen, die Regierung zu einem neuen Pakt zu zwingen. Kommissar Scialoja ist müde und zynisch geworden. Er verwaltet das Erbe Vecchios, der fleischgewordenen Grauzone des Staates. Er verhandelt mit der Mafia, um dem Terror ein Ende zu bereiten und dem Staat zu einem wenn auch prekären Gleichgewicht zu verhelfen.
Seine Geliebte, die ehemalige Edelnutte Patrizia, gängelt ihn im Auftrag ihres Mannes, des Gladioveterans Stalin Rossetti. Dieser will mithilfe der neuen Generation der sizilianischen Mafia das Machtvakuum zu seinem Vorteil besetzen.
Ihre Schicksale kreuzen sich mit alten Unternehmerdynastien, deren Tage gezählt sind, mit wendigen Glücksrittern, Geheimlogen und skrupellosen Profiteuren von Siziliens Gnaden: Italien soll nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und dem Zusammenbruch des traditionellen politischen Systems in neue Hände gelegt werden.
De Cataldo gelingt es meisterhaft †“ wie schon in seinem Bestseller Romanzo Criminale †“, mit seinen Charakteren den Unterschied zwischen dem „alten†œ und dem „neuen†œ Italien sichtbar zu machen.

Platz 5 : Süden von Friedrich Ani

Kurzbeschreibung
Zurück in München erhält Tabor Süden als Detektiv den Auftrag, nach dem Wirt Raimund Zacherl zu suchen. Der Fall ist genau das Richtige für den ehemals so erfolgreichen Ermittler: Ein Mann verlässt sein Durchschnittsleben, und jeder fragt sich, warum. Mit seinen besonderen Methoden findet Süden die Spur des Wirts und verfolgt sie bis nach Sylt †“ und schon längst hat er begriffen, dass niemand den Mann wirklich kannte. Friedrich Ani verknüpft in seinem neuen Krimi gleich mehrere Geschichten, in denen Menschen verschwinden. Zacherl bleibt zwar stets das erste Ziel, das Süden versucht aufzuspüren, aber Friedrich Ani macht zugleich deutlich, warum Menschen ihre gewohnten Lebensbahnen verlassen.

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Platz 6 : Der Tod und der Dicke von Reginald Hill

Kurzbeschreibung
Weil er wieder mal auf seine große Klappe und die Überzeugungskraft seiner gut zwei Zentner Lebendgewicht vertraut, fliegt Superintendent Andy Dalziel eine Bombe um die Ohren. Schwer verletzt liegt der Dicke nun im Koma und schlägt sich mit dem Sensenmann herum. Chief Inspector Peter Pascoe will die Schuldigen dingfest machen und stößt dabei auf vermeintliche Islamisten, einen merkwürdigen Tempelritter- Orden und eine Anti-Terror-Einheit, die ihn kaltstellen will. Wäre doch bloß der Dicke mit von der Partie …

Platz 7 : Belleville – Barcelona von Patrick Pécherot

Kurzbeschreibung
Der scheinbar leichte Auftrag, eine Fabrikantentochter, die mit einem Arbeiter durchgebrannt ist, wieder zur Familie zurückzuführen, erweist sich als Pulverfass. In Pécherots zweitem Band der Krimi-Trilogie aus dem Paris der Zwischenkriegszeit tritt wieder ein bemerkenswertes Personal auf: Neben Nestor Burma sind das ein Zauberkünstler, im Zivilstand Bestatter, ein glatzköpfiger, Rinderblut trinkender Schmuggler, eine Leiche ohne Kopf, die sich als Trotzkis ehemaliger Sekretär entpuppt und kein Geringerer als André Breton höchstpersönlich, der Waffen nach Spanien schmuggeln hilft. In Frankreich sind die Tage der Volksfront gezählt. Das Land wird erschüttert durch Attentate der rechtsextremen Cagoule, deren versuchter Staatsstreich nur wenige Monate zuvor vereitelt wurde. Die Lage in Europa wird immer angespannter. Hitler hat Österreich annektiert. Die Völkergemeinschaft schweigt, als Mussolini in Äthiopien einmarschiert. Auf der anderen Seite der Pyrenäen tobt der Spanische Bürgerkrieg. Patrick Pécherot beherrscht die Kunst, Zeit und Figuren auferstehen zu lassen wie ein Panoptikum und sie in eine spannende Krimihandlung einzubetten.

Platz 8 : Wer das Schweigen bricht von Mechtild Borrmann

Kurzbeschreibung
August 1939: Sechs junge Menschen geben sich das Versprechen, füreinander da zu sein. Während der Nazi-Zeit wird ihre Freundschaft auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Denn Verrat wird mit dem Tod bestraft. Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckt Robert Lubisch im Nachlass seines Vaters, einem Industriemagnaten der Nachkriegszeit, das Foto einer attraktiven Frau und einen Wehrpass, ausgestellt auf einen ihm unbekannten Mann. Was hat das alles mit seinem Vaterzu tun? Robert macht sich auf die Suche und stößt dabei auf eine Journalistin, die sofort eine große Story ahnt und bereit ist, dafür auch den Ruf seines Vaters zu opfern. Doch noch bevor sie Robert etwas mitteilen kann, wird sie grausam ermordet. Robert ist entsetzt. Welche alten Wunden hat er mit seinen Nachforschungen wieder aufgerissen …

Platz 9 : Lass die Toten ruhen von Malla Nunn

Kurzbeschreibung
Nur achtundvierzig Stunden Durban in den fünfziger Jahren. Drogenbosse, Zuhälter, korrupte Polizisten, indische Kleinkriminelle, gestrandete Deutsche beherrschen die Szene. Emmanuel Cooper, ein verdeckter Ermittler, muss einen Mörder finden, um sich selbst zu retten. Eindrucksvoll beschreibt Malla Nunn die dunklen, gleichwohl faszinierenden Seiten Südafrikas. »Malla Nunn ist eine großartige Erzählerin.« Deon Meyer
Malla Nunn wurde in Swasiland geboren und hat mit ihrer Familie lange in Südafrika gelebt. Als Filmemacherin erhielt sie mehrere Auszeichnungen. In diesem Roman hat sie ihre eigene Familiengeschichte verarbeitet. Ihre Eltern lernten sich in den fünfziger Jahren kennen, als es für einen Weißen verboten war, eine Nicht-Weiße zu heiraten. Bei Aufbau erschien von ihr ebenfalls der erste Roman über Emmanuel Cooper: „Ein schöner Ort zu sterben†œ.

Platz 10 : Der sterbende Detektiv von Leif GW Persson

Kurzbeschreibung
Ein brutaler Mord in den Schären. Und ein Ermittler, dem nicht mehr viel Zeit bleibt
Stockholm, vor einer Würstchenbude: Der pensionierte Lars Martin Johansson, legendärer Mordermittler und bei seinen ehemaligen Kollegen als der Mann bekannt, der um die Ecke denken kann, erleidet einen Schlaganfall. Gerade noch rechtzeitig wird er in ein Krankenhaus eingeliefert. Als er dort drei Tage später wieder aus dem Koma erwacht, rechtsseitig gelähmt, steht eines fest: von Johannson, wie man ihn einst kannte, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Seine Lebensgeister werden erst wieder geweckt, als ihm seine behandelnde Ärztin von einem brutalen Mord an einem kleinen Mädchen erzählt, der 25 Jahre zurückliegt und nie aufgeklärt wurde. Vom Krankenbett aus beginnt Johansson mit den Ermittlungen. Er will Gerechtigkeit, und er ahnt, dass das womöglich sein letzter Fall sein wird …
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Quelle: Die KrimiZEIT-Bestenliste wird in der Kooperation Die ZEIT, ARTE, und NordwestRadio von Tobias Gohlis als verantwortlichen Sprecher monatlich erstellt. Der Jury kommt es auf Qualität an. Monatlich wählen 17 auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie besonders viele Leser wünschen. Begründungen zum Ranking und Inhalt mit den jeweiligen Rezensionen der „Besten“ finden sich auf der Homepage der Krimi-Spezialisten unter www.arte.tv/krimiwelt
Die hier zu den einzelnen Büchern eingefügten Kurzbeschreibungen stammen von den Verlagen und geben nicht die Meinung der Jury wieder.