Geburtstag in der Buchhandlung

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In den USA und auch in England scheinbar oft praktiziert, hierzulande vielleicht eher ein Geheimtipp für eine außergewöhnliche Geschenkidee – eine Einladung in eine Buchhandlung.  Freunde hatten sich zusammengetan und mich anlässlich meines Geburtstags gegen 18 Uhr in eine Buchhandlung eingeladen.  Wir waren angemeldet, d.h. uns erwarteten zwei Falschen Rotwein,  jemand kümmerte sich um unsere Garderobe, gemütliche Sessel luden zum Sitzen ein und natürlich zum Lesen.  Zu acht schlenderten wir durch die Regale, zeigten uns gegenseitig unsere Lieblingsbücher, diskutierten darüber, vergruben uns mit einigen davon  in die Sessel oder suchten nach bestimmten Ausgaben.  Mir hatte man ein großzügiges Budget zur Verfügung gestellt und ich konnte nach Lust und Laune Bücher auswählen. Neuerscheinungen und Klassiker, zum Teil sehnsüchtig erwartet, zum Teil bekannt aber verlustig, wuchsen zu einem kostbaren Stapel in meinen Armen. Wow – ich konnte sie alle glückselig nach Hause tragen.

Stattgefunden und möglich gemacht hat dies die Buchhandlung Lehmkuhl, die „Kuhle“ auf Schwabings Leopoldstraße. In den 20er Jahren veranstaltete Lehmkuhl Vorträge zu Literatur, Philosophie und Kunstgeschichte; nach dem Krieg kamen Kammermusiken, Puppenspiele und Märchenabende dazu. Seit den 60er Jahren finden regelmäßig Autorenlesungen statt, sowie verschiedene Veranstaltungen, die schon Tradition geworden sind: Kundenfeste, Bücherflohmarkt, †œLesen im Schaufenster† am Welttag des Buches und neuerdings auch Buch-Geburtstagspartys.

Michael Lemling, der Geschäftsführer der Buchhandlung Lehmkuhl, stand uns liebenswürdig mit seinem Fachwissen und mit Rat und Tat zur Seite – vielen Dank dafür! Und last not least gilt mein Dank natürlich den „Organisatoren“ für dieses außergewöhnliche Geschenk. 😉

Bitterfotze – ein feministischer Roman von Maria Sveland

„Bitterfittan“ lautet der verstörende Titel von Maria Svelands Romandebüt „Bitterfotze„  im Original, er ist gerade in Deutschland bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.

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„Der Titel Bitterfotze ist eine Art Selbstverteidigung. Sowohl „verbittert“ als auch „Fotze“ sind beides Wörter, die von Männern genutzt werden, um Frauen und Mädchen zu diffamieren. Ich habe erwartet, dass man mich und mein Buch genauso abstempeln würde, da das ja immer passiert, wenn Frauen sich nicht der Norm entsprechend verhalten. Ich habe mein Buch also so genannt, damit es niemand anderes tut,“ erzählt Maria Sveland im einen Interview mit dem KiWi-Verlag.

Maria Sveland, geboren 1974, absolvierte ein Studium am Institut für Film- und Fernsehwissenschaften in Stockholm und arbeitet seitdem als TV- und Hörfunkjournalistin. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne. „Bitterfotze“ ist ihr erster Roman, der in Schweden 2007 für großes Aufsehen sorgte und wochenlang auf den Bestsellerlisten stand.

Sara, erfolgreiche Journalistin und Mutter eines zweijährigen Sohnes, ist enttäuscht. Vom Kinderkriegen, das die Frauen zu Hause anbindet, während die Männer ihr Leben weiterführen. Von ihrem Ehemann, der eigentlich zu den Guten gehört und sie trotzdem gleich nach der Geburt ein paar Wochen allein lässt. Und vom Zustand der Gesellschaft, die zwar Gleichberechtigung predigt, aber immer noch von den Bedürfnissen der Männer dominiert wird. Wütend und ehrlich schreibt Maria Sveland gegen die Ungerechtigkeit und ihre eigene Bitterfotzigkeit an.

bitterfotze2[…]Ich bin erst dreißig und schon so verbittert. Ich bin richtig bitterfotzig.

In den 70er-Jahren, als Erica Jong Angst vorm Fliegen schrieb, war sowieso alles viel spannender.
Isadora konnte herumvögeln, Therapien machen, kiffen, links sein, und sie war Teil einer großen prächtigen Frauenbewegung, ich hingegen wuchs heran in den antifeministischen, ängstlichen 80er-Jahren, in denen alles dunkelblau war, sogar die Wimperntusche.
[….]

Auszug aus der Leseprobe, die man hier bei Kiepenheuer & Witsch finden kann.

Ein Roman, der im Verlagshaus KiWi so heftige Diskussionen auslöste, dass ein (männlicher) Kollege beleidigt das Zimmer verließ und noch Stunden später kleine Grüppchen auf dem Gang zusammenstanden, um sich auszutauschen. Die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist ein Thema, das leider nichts von seiner Aktualität verloren hat, im Gegenteil: Es war schon mal besser, und die Lorbeeren, auf denen sich viele ausruhen, sind längst vertrocknet.
Sara entflieht dem dunklen Januar und ihrer Winterdepression und reist für eine Woche allein nach Teneriffa. Sie ist Mutter eines zweijährigen Jungen und enttäuscht – vom Kinderkriegen, von ihrem Mann, der sie gleich nach der Geburt ein paar Wochen alleine ließ, von der Gesellschaft, in der immer noch die Männer dominieren. Auf Teneriffa hat sie Zeit, über alles nachzudenken und zu beobachten: warum Frauen bitterfotzig werden, an welchen Punkten die Ungleichbehandlung offensichtlich wird und wie hoffnungslos alles ist, wenn bereits in der Zweierbeziehung so vieles falsch läuft.
Ein Buch, das in Schweden die Bestsellerliste anführte, von einer Autorin, die eine Revolution will und sich keineswegs mit dem zufrieden gibt, was vermeintlich schon alles erreicht wurde. Laut, kompromisslos und ehrlich haut Maria Sveland uns ihren bitterfotzigen Zorn um die Ohren, und jede Frau, die versucht, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bringen, wird zustimmend nicken. Und wütend werden.
Lesen und aufregen!

Eine gelungene Rezension zu Bitterfotze hat Lilly Berry verfasst und auf ihren Blog gestellt

Gebundene Ausgabe: 272 Seiten, erschienen im Verlag Kiepenheuer & Witsch, 8,95 Euro.

Quelle Foto: Flickr

Illuminati von Dan Brown am 14.05. im Kino – Infos zum Film und Trailer

ILLUMINATI kann jetzt schon zu den absoluten Highlights des Kinojahres 2009 gerechnet werden.

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In der Hauptrolle agiert erneut Oscar-Preisträger Tom Hanks als Robert Robert Langdon. An seiner Seite spielen Ayelet Zurer als Vittoria Vetra (8 Blickwinkel, München), Ewan McGregor als Carlo Ventresca (Star Wars: Episode I-III), Stellan Skarsgård als Richter (Dogville, Fluch der Karibik), Cosimo Fusco als Father Simeon und Armin Mueller-Stahl als Straus (Die Buddenbrooks, The International).

Der Experte für Kunstgeschichte und religiöse Symbolik findet heraus, dass altertümliche Mächte mit weit zurückliegenden Wurzeln vor nichts halt machen, noch nicht einmal vor Mord, um ihre Ziele zu verwirklichen. Ron Howard führt wieder Regie, als Produzenten fungieren Brian Grazer, Ron Howard und John Calley. Das Drehbuch stammt von Akiva Goldsman und David Koepp.

Im letzten Sommer geriet der Film schon im Vorfeld in die Schlagzeilen, der Vatikan verbot die Dreharbeiten an den Originalschauplätzen

illuminati3 Kurzbeschreibung

Ein Kernforscher wird in seinem Schweizer Labor ermordet aufgefunden. Auf seiner Brust finden sich merkwürdige Symbole eingraviert, Symbole, die nur der Harvardprofessor Robert Langdon zu entziffern vermag. Was er dabei entdeckt, erschreckt ihn zutiefst: Die Symbole gehören zu der legendären Geheimgesellschaft der †œIlluminati†. Diese Gemeinschaft scheint wieder zum Leben erweckt zu sein, und sie verfolgt einen finsteren Plan, denn aus dem Labor des ermordeten Kernforschers wurde Antimaterie entwendet.

Über den Film

Robert Langdon (Tom Hanks) entdeckt Beweise, dass die mächtigste Untergrundbewegung der Geschichte, ein uralter konspirativer Geheimbund, den man als „Die Illuminati“ kennt, wiederauferstanden ist. Kurz darauf wird er damit konfrontiert, dass die katholische Kirche, der zutiefst verhasste Erzfeind der Illuminaten, einer tödlichen, existenzvernichtenden Bedrohung ausgesetzt ist. Nachdem Langdon herausgefunden hat, dass eine unaufhaltbare Illuminati-Zeitbombe tickt, die noch am gleichen Tag zu explodieren droht, fliegt er unverzüglich nach Rom, wo er sich mit der schönen und rätselhaften italienischen Wissenschaftlerin Vittoria Vetra (Ayelet Zurer) zusammentut. Gemeinsam machen sie sich auf zu einer atemlosen, actionreichen Hetzjagd quer durch die ewige Stadt, durch versiegelte Krypten, gefährliche Katakomben, verlassene Kathedralen †“ und sogar mitten hinein ins Herz des geheimsten und best bewachten Grabgewölbes der Welt. Langdon und Vetra folgen einer 400 Jahre alten Spur altertümlicher Symbole, auf der die einzige Hoffnung für das Überleben des Vatikans ruht.

Über den Autor

dan-brownDan Brown unterrichtete Englisch, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Bedingt durch seine Herkunft (Vater Mathematikprofessor – Mutter Kirchenmusikerin) waren für ihn Wissenschaft und Religion keine Gegensätze und diese Kombination in seinen Veröffentlichungen machte ihn als Autor weltbekannt. Er lebt mit seiner Frau in Neuengland.

Mit Illuminati (2000), seinem ersten in Deutschland veröffentlichten Roman, erklomm Dan Brown schnell die Bestsellerlisten.

Quelle: Illuminati

Karl May für 5,99 Euro bei Aldi

karl-may2Wie das Börsenblatt heute mitteilt, werden ab 23. März acht Titel von Karl May bei Aldi Nord verkauft. Die entsprechende Lizenz für die Sonderausgabe hat Karl-May-Verleger Bernhard Schmid an den Tandem Verlag vergeben.

Schmid will mit der Aktion das Interesse an Karl Mays Werk stärken: „Wir nutzen einen der größten Discounter, um die Bücher wieder ins Blickfeld zu rücken.“

Statt für 17,90 Euro werden die Titel bei Aldi Nord jeweils für 5,99 Euro zu haben sein. Die Ausstattung ist an das Original angelehnt, hat Schmid zufolge aber nicht dieselbe Qualität. Ist die Aktion erfolgreich, soll Aldi Süd in einem halben Jahr nachziehen. 2010 könnten dann gegebenenfalls weitere Titel folgen, so Schmid, der sich zu Auflagenzahlen nicht äußern wollte. Er hofft auch auf eine Belebung der Nachfrage im Buchhandel.

Karl May war einer der erfolgreichsten Autoren von Trivialliteratur, insbesondere mit seinen Kolportageromanen, des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Seine Abenteuerromane und Jugenderzählungen wurden in mehr als 33 Sprachen übersetzt und erreichten eine Gesamtauflage von über 200 Millionen. Sie schildern Reisen zu exotischen Schauplätzen, wie in den Wilden Westen und den vorderen Orient. Dabei wendet er sich von einem christlichen Standpunkt dem Schicksal der unterdrückten Völker zu.

Quelle Foto: Wikipedia

Wikipedia – Enzyklopädie selber gestalten und in Druck geben

wikipedia_bucher4Ab sofort kann  sich jeder seine eigene Online-Enzyklopädie bei Wikipedia zusammenstellen und in Druck geben. 100 Seiten einer Taschenbuchausgabe kosten 7,99 Euro plus Versandkosten und werden innerhalb von 2 – 15 Werktagen ins Haus geliefert. Die Herstellung übernimmt der Mainzer Web-to-Print-Dienstleister PediaPress.

Es scheint ganz einfach zu sein – in der Navigationsleiste auf der linken Seite befindet sich die Funktion „Buch erstellen“ mit einer ausführlichen Schritt-für-Schritt-Anleitung.

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Die persönliche Artikelauswahl wird on-demand gesetzt und gedruckt, professionell in den Maßen 216 mm x 140 mm (ungefähr DIN A5) mit einem farbigen Umschlag und schwarzweißem Inhalt gebunden. Das Buch muss mindestens 48 Seiten und darf maximal 828 (28,96 Euro) Seiten umfassen und auch Grafiken oder Bilder, die jedoch nur schwarz-weiß wiedergegeben werden, enthalten.

Ein Teil des Erlöses von jedem Buch wird an die Wikimedia Foundation gespendet, um ihre Mission zu unterstützen.

Eine schöne Idee, die sich auch wunderbar für ein persönliches Geschenk  eignet.

Quelle: Wikipedia, PediaPress