Durch Zufall habe ich heute entdeckt, dass T. C. Boyle am 07.05.2012 in der Münchner Muffathalle seinen neuen Roman „Wenn das Schlachten vorbei ist“ (org. Titel: When the Killing’s Done) vorstellt.
Den Vorverkauf organisiert die Buchhandlung Lehmkuhl. Der Eintritt beträgt 14 Euro.
„Wenn das Schlachten vorbei ist“ erscheint in der deutschsprachigen Übersetzung von Dirk van Gunsteren am 06.02.2012 im Hanser Verlag.
Kurzbeschreibung
Vor der kalifornischen Südküste liefern sich Umweltschützer einen erbitterten Kampf: Die einen wollen das vom Menschen gestörte Gleichgewicht der Natur wiederherstellen, die anderen versuchen, um jeden Preis das Töten zu verhindern. Doch weder die eine noch die andere Fraktion hat damit gerechnet, dass die Natur unberechenbar und unbeherrschbar bleibt.
In Boyles apokalyptischen Roman geht es um die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen durch den Menschen und die katastrophalen Folgen. Boyle hat eines seiner ältesten Themen weiterentwickelt, nie war er so bitter und böse, nie war es ihm so ernst.
Ort: Muffathalle, Zellstrasse 4 in 81667 München
Beginn: 20.30 Uhr in der Muffathalle, Einlass ab 19:30 Uhr
Matthias Politycki, geboren 1955 in Karlsruhe, ist 7/8tel-Münchner. Er gilt als „eminenter Humorist“ (Die Zeit), als „Profi der Erzählliteratur“ (Deutschlandfunk) und „größter lebender Sprachkulinariker unter den deutschen Dichtern“ (Die Welt); überdies als einer der Weltreisenden unter den zeitgenössischen deutschen Autoren; seine Romanstoffe und -projekte führen ihn oft, auch für längere Zeit, ins Ausland (nach Kuba, England, Usbekistan u.a.).
Politycki machte am Münchner Maria-Theresia-Gymnasium Abitur, studierte Neuere Deutsche Literatur, Philosophie sowie Theater- und Kommunikationswissenschaft in Wien und München. Nach der Promotion (über Nietzsche) war er zunächst als Akademischer Rat an der Münchner Uni tätig, dann als Sachbuchlektor für den Verlag C. H. Beck.
Ab 1990 lebt er als freier Schriftsteller in Hamburg und München.
Sein umfangreiches Werk †“ darunter der Weiberroman (1997), mit dem ihm der literarische Durchbruch gelang, und der Schelmenroman In 180 Tagen um die Welt (2008) †“ wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt, es umfaßt Romane, Erzählungen, Essays und Lyrik.
Seine Bücher erscheinen in der Regel bei Hoffmann und Campe; zuletzt London für Helden. The Ale Trail †“ Expedition ins Bierreich (2011).
Mehr Informationen über Matthias Politycki finden sich auf seiner Homepage unter www.matthias-politycki.de.
7 Fragen an Matthias Politycki
1. Mit wem würden Sie gerne für einen Tag den Platz tauschen?
Mit meiner Frau.
2. Welche Projekte warten auf ihre Vollendung?
Der Roman „Samarkand Samarkand„. Ich habe ihn vor 23 Jahren begonnen, immer wieder auch versucht, ihn zu schreiben, nun gehe ich ein letztes Mal dran. 2013 wissen wir mehr.
3. Was bringt Sie so richtig auf die Palme?
Britisches Bier. Das habe ich in „London für Helden. The Ale Trail †“ Expedition ins Bierreich“ ja auch reichlich zum Ausdruck gebracht.
4. Worauf sind Sie besonders stolz?
Aufs Münchner Publikum. Obwohl wir beim diesjährigen Literaturfest, dessen Programm „forum:autoren“ ich kuratiert habe, ein durchaus anspruchsvolles Programm machten, hatten wir immer „volles Haus“ †“ das gibt Hoffnung, daß unser angeblich aussterbendes Bildungsbürgertum ein nachwachsendes Naturprodukt ist. Nicht nur in München.
5. Mit welcher historischen Figur/Person hätten Sie sich gerne zum Essen verabredet?
Timur Lenk alias Tamerlan. Einer der größten Eroberer, äußerst schillernde Persönlichkeit. Seine Hauptstadt Samarkand stellte damals angeblich sogar Paris in den Schatten.
6. Über welche verpasste Gelegenheit ärgern Sie sich noch heute?
Oh da gäbe es wohl einige. Aber sie liegen schon ein paar Jahrzehnte zurück, so lange ärgere ich mich nun auch wieder nicht.
7. Womit haben Sie ihr erstes Geld verdient?
Mit spontanem Blockflötenspiel auf der Party eines Nachbarn. Plötzlich ging der Hut rum, ich wußte gar nicht, was das zu bedeuten hatte.
Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Matthias Politycki für die Teilnahme an unserem kleinen Online-Interview.
Abschließend noch ein Geschenktipp zu Weihnachten für London- und Bierfans von Matthias Politycki persönlich. In dem Video stellt der Autor sein Buch über eine Kneipentour durch die Londoner Pubs vor.
Der US-amerikanische Schriftsteller David Guterson, vor allem bekannt geworden durch den 1994 erschienen Bestseller „Schnee, der auf Zedern fällt„, erhält den „Bad Sex in Fiction Award 2011“ für eine Textpassage in seinem neuen Roman „Ed King„. Seit 1993 vergibt das renommierte britische Magazin „Literary Review“ den Bad Sex in Fiction Award jährlich an einen zeitgenössischen Romanautor für die schlechteste Beschreibung einer Sex-Szene.
Der 55-jährige Autor hat in Ed King Sophokles†™ Drama König Ödipus adaptiert und in die Neuzeit verfrachtet. Schwungvoll schildert er mit viel schwarzem Humor Schicksal, Begehren und Zerstörung in drei völlig unterschiedlichen Leben.
Da Guterson in den USA lebt, konnte er den Preis nicht persönlich in Empfang nehmen. „Ödipus hat schlechten Sex praktisch erfunden, also bin ich nicht im geringsten überrascht„, sagte er laut Literary Review, als ihn die Nachricht über die zweifelhafte Auszeichnung erreichte.
Laut der Jury hat Guterson den Preis mit folgenden Sätzen gewonnen:
„In the shower, Ed stood with his hands at the back of his head, like someone just arrested, while she abused him with a bar of soap. After a while he shut his eyes, and Diane, wielding her fingernails now and staring at his face, helped him out with two practiced hands, one squeezing the family jewels, the other vigorous with the soap-and-warm-water treatment. It didn’t take long for the beautiful and perfect Ed King to ejaculate for the fifth time in twelve hours, while looking like Roman public-bath statuary. Then they rinsed, dried, dressed, and went to an expensive restaurant for lunch.“
„Das ist eine harte Pille. Es dauert Jahre, um einen Roman zu schreiben und dann kommt so ein kleines Magazin und macht dich berühmt-berüchtigt dafür, dass du nicht über Sex schreiben kannst“, sagte der Autor Rowan Somerville, der den Preis im letzten Jahr erhalten hat.
Inge Löhnig wurde 1957 in München geboren. Sie studierte an der renommierten Akademie U5 in München Grafik-Design und arbeitete anschließend in verschiedenen Werbeagenturen, zuletzt als Art-Directorin auf einem Mode-Etat.
„Der Sünde Sold“ ist ihr erster Roman mit Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort und Auftakt der Serie, die bei Kritikern und Lesern einhellige Begeisterung auslöste. „Meisterhafte Erzählkunst“ schrieb die Süddeutsche Zeitung und „mehr davon“ wünschte sich das Magazin „Freundin„.
Neben Romanen für Erwachsene schreibt die Autorin auch Jugendbücher.
Inge Löhnig ist Mitglied im Autorenverband DAS SYNDIKAT und im Netzwerk der Krimiautorinnen MÖRDERISCHE SCHWESTERN.
Heute lebt sie als freiberufliche Grafik-Designerin und Autorin mit ihrer Familie und einem betagten Kater in der Nähe von München.
Zuletzt erschien im Dezember 2012 ihr neuer Kriminalroman mit dem Ermittler Konstantin Dühnfort unter dem Titel „Schuld währt ewig“ im List Taschenbuchverlag.
Wer mehr über Inge Löhnig erfahren möchte, findet Antworten auf ihrer Autorenhomepage oder auch bei Facebook.
7 Fragen an Inge Löhning
1. Mit wem würden Sie gerne für einen Tag den Platz tauschen?
Eigentlich mit niemandem. Ich fühle mich sehr wohl, wo ich bin. Ich wäre allerdings gerne einen Tag lang Mäuschen bei einer Mordkommission.
2. Welche Projekte warten auf ihre Vollendung?
Da gibt es gleich drei. Zurzeit schreibe ich an der Rohfassung des dritten Jugendthrillers für den Arena-Verlag. Ab Dezember geht es dann bis Mai mit Dühnforts fünftem Fall weiter. Planung und Recherche dafür sind weitgehend abgeschlossen. Ich muss das Buch „nur†œ noch schreiben. Anschließend wird die Rohfassung des Jugendbuchs überarbeitet und ab September werde ich mir Gedanken machen, womit ich Dühnfort in seinem sechsten Fall beschäftige.
3. Was bringt Sie so richtig auf die Palme?
Ungerechtigkeit und Gleichgültigkeit.
4. Worauf sind Sie besonders stolz?
Darauf, dass ich etwas geschafft habe, von dem ich nie geträumt habe, nämlich den Beruf zu wechseln und nun Schriftstellerin zu sein.
5. Mit welcher historischen Figur/Person hätten Sie sich gerne zum Essen verabredet?
Mit Lucretia Borgia.
6. Über welche verpasste Gelegenheit ärgern sie sich noch heute?
Da fällt mir keine ein.
7. Womit haben Sie ihr erstes Geld verdient?
Ich war 15 Jahre alt und habe während der Osterferien in einer Firma gejobbt, die Modeschmuck herstellte. Meine Aufgabe war es, Zopfhalter und Haarspangen auf Pappkärtchen zu ziehen, diese in eine Folie zu stecken und zu verschließen. Von diesem ersten selbstverdienten Geld habe ich mir einen tragbaren Kassettenrekorder gekauft. Darauf war ich damals mächtig stolz.
Wie das Literaturportal Bayern heute berichtet, kuratiert die 41-jährige Schriftstellerin und Dramaturgin Thea Dorn das Literaturfest München im nächsten Jahr.
Unter dem Motto „Hinaus ins Ungewisse!†œ plant Thea Dorn die Veranstaltungen für das forum:autoren 2012. Das dritte Literaturfest München findet vom 14. November bis 2. Dezember 2012 statt.
„Wir haben uns an den Gedanken gewöhnt, dass es zu der Welt, wie wir sie kennen, keine Alternative mehr gibt. Der aufgeklärte Mensch hat sich zu Beginn des dritten Jahrtausends so gut eingerichtet wie nie zuvor. Und dennoch fühlt er sich weder frei noch geborgen in diesem Haus, das er nach allen Regeln der Vorsorgebürokratie abgesichert hat. Was vermag die Literatur in einer Welt, die so wenig bei Trost ist? Das forum:autoren 2012 wird sich auf die Suche machen. Nach Schriftstellern und anderen Künstlern, die an den Gitterstäben der Gewissheit zu rütteln wagen. Die bereit sind, sich auszuliefern: einem Gedanken, einer Hoffnung, einer Phantasie. Die daran glauben, dass alles auch ganz anders sein könnte. Kurz: Das forum:autoren 2012 gehört den Romantikern, Idealisten und Himmelsstürmern†œ, sagt Thea Dorn über die neue Aufgabe im nächsten Jahr.
Neben ihrer Arbeit als Schriftstellerin und Dramaturgin ist Thea Dorn als Fernsehmoderatorin bekannt. Von 2003 bis 2004 moderierte sie zusammen mit Dirk Schümer die Sendung „Schümer und Dorn. Der Büchertalk“ im SWR. Seit 2004 führt sie durch die SWR-Sendung „Literatur im Foyer„.
Der Münchner Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers freut sich über die Wahl der Kuratorin des forum:autoren 2012: „Wir kennen Thea Dorn als Autorin mit vielen Facetten †“ vom spannungsvollen Kriminalroman über das aufklärende Sachbuch bis hin zur erkundenden Analyse †“, wir kennen auch die moderierende und dennoch streitbare Fachfrau. Nun sind wir gespannt auf die idealistisch-himmelstürmende Kuratorin.“