(M)ein Tag auf der Leipziger Buchmesse am 15.03.2012

Wer die Wahl hat, hat die Qual, heißt es in einer Redensart, die leider mal wieder voll ins Schwarze trifft. Wie plant frau einen Tag, dessen Stunden mindestens die vierfache Minutenzahl haben sollte? Am besten gar nicht und sie lässt alles auf sich zukommen, nicht wahr. 😉

Jedenfalls habe ich mir in diesem Jahr fest vorgenommen, nicht unter Zeitdruck über die Messe zu hetzen. Mein Plan für den ersten Messetag – der zweite folgt noch – bietet mir also mehr oder weniger Anhaltspunkte. Natürlich sind persönliche Highlights dabei, die ich auf keinen Fall verpassen möchte. Darüber dann nach der Messe mehr…

(M)ein Tag auf der Leipziger Buchmesse am 15.03.2012

Uhrzeit 14:00 – 15:30 Uhr
Ort: Berliner Zimmer, Halle 5, Stand E315
Verleihung des Alfred-Kerr-Preises für Literaturkritik
Das Börsenblatt vergibt zum 35. Mal den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik.
Veranstalter Börsenverein d. Dt. Buchhandels / LV Berlin-Brandenburg e.V., Börsenblatt. Wochenmagazin für den Deutschen Buchhandel

Uhrzeit 15:00 – 16:00 Uhr
Ort: ARD Hörbuch-Forum, Halle 3, Stand C400
Reihe Leipzig hört
James Joyce: Ulysses – Ein Stück Weltliteratur wird Hörspiel – Einblicke in die Werkstatt
Mitwirkende: Klaus Buhlert, Dietmar Bär, Manfred Hess
Veranstalter SWR, Der Hörverlag

Uhrzeit 15:00 – 15:45 Uhr
Ort: ARTE, Glashalle, Stand 11
„Sie sprechen ja deutsch!“
„Schluss mit der Deutschenfeindlichkeit!“: Berichte von Schriftstellern mit Migrationshintergrund
Mitwirkende Nicol Ljubić, Moderation Lerke von Saalfeld
Veranstalter ARTE Deutschland , Robert Bosch Stiftung

Uhrzeit 15:00 Uhr
Ort: ARD-TV-Forum
Vergesst Auschwitz! Der deutsche Erinnerungswahn und die Endlösung der Israel-Frage …
Mitwirkende Henryk M. Broder, Moderation Matthias Morgenthaler
Veranstalter ARD

Uhrzeit 15:00 Uhr
Ort: taz.studio, Halle 5, Stand E 410
Das taz-Gespräch mit Frank Schulz, Moderation Peter Unfried
Onno Viets und der Irre vom Kiez …
Veranstalter taz.die tageszeitung

Uhrzeit 15:00 Uhr
Ort: Das Blaue Sofa, Glashalle
Stunde der Stille
Mitwirkende Ivan Klíma, Moderation Marita Hübinger
Veranstalter Club Bertelsmann, ZDF, Deutschlandradio Kultur

Uhrzeit 15:30 – 16:00 Uhr
Ort: LVZ-Autorenarena,, Halle 5, Stand A100
Das müde Glück. Roger Willemsen und Kitty Kahane erzählen eine Geschichte von Hiob.
Mitwirkende Annika Ross, Roger Willemsen
Veranstalter LVZ, Edition Chrismon

Uhrzeit 15:30 – 16:00 Uhr
Ort: Leseinsel Fantasy, Halle 2, Stand G305
Magier von Montparnasse
Oliver Plaschka, Träger des Deutschen Phantastikpreis liest auf der Fantasy-Leseinsel aus seinem aktuellen Buch.
Veranstalter Klett – Cotta

Uhrzeit 16:00 – 17:00 Uhr
Ort: Glashalle, Magnolienallee
Preis der Leipziger Buchmesse
Bekanntgabe der Preisträger in den Kategorien „Belletristik“, „Sachbuch/Essayistik“ und „Übersetzung“ durch die Jury.
Veranstalter Leipziger Buchmesse

Uhrzeit 16:00 – 17:00 Uhr
Ort: Forum leipzig.liest.digital, Halle 5, Stand B600
Genre E-Book / Internet – Brauchen Bücher und Autoren Verlage?
Mitwirkende: Volker Busch (Verlagsleiter Egmont Verlagsgesellschaften), Jonas Winner, Rainer Uebelhöde,
Ina Fuchshuber (neobooks), Ehrhardt F. Heinold (Geschäftsführer Unternehmensberatung Heinold, Spiller & Partner)
Veranstalter: Buchreport

Uhrzeit 16:00 – 17:00 Uhr
Ort: ARD Hörbuch-Forum, Halle 3, Stand C400
Benjamin Lebert liest aus „Im Winter dein Herz†œ.
Moderation Constanze Neumann
Veranstalter HOFFMANN UND CAMPE VERLAG

Uhrzeit 16:30 – 17:00 Uhr
Ort: Sachbuchforum Halle 5, Stand B210
Worte gegen Rechts …
Beschreibung Verband deutscher Schriftsteller liest gegen Nazis
Veranstalter Verband deutscher Schriftsteller (VS)

Uhrzeit 16:30 Uhr
Ort: ARD-TV-Forum
Mir kocht die Blut …
Mitwirkende Roger Willemsen, Moderation Christoph Bungartz
Veranstalter ARD

Uhrzeit 17:00 – 17:30 Uhr
Ort: Lesebude 2, Halle 2, Stand F309
Rafik Schami stellt sein neues Kinderbuch „Das Herz der Puppe“ vor.
Veranstalter Carl Hanser Verlag

Uhrzeit 17:00 – 17:30 Uhr
Ort: Lese-Treff, Halle 2, Stand C309 / D306
Der Goldene Pick. Die Jury ehrt den Gewinner des Schreibwettbewerbs 2011 und gibt den Startschuss für 2012.
Mitwirkende: Tilman Spreckelsen, Anja Kemmerzell, Klaus Humann, Alina Bronsky
Veranstalter Chicken House Deutschland, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Uhrzeit 17:00 Uhr
Ort: Halle 4, Stand B400
Neuseeland, Gastland der Frankfurter Buchmesse 2012, lädt Neuseeland-Interessierte zu einem „Get Together“ ein.
Veranstalter New Zealand Guest of Honour 2012, Frankfurt Book Fair

Uhrzeit 17:00 Uhr
Ort: Das Blaue Sofa, Glashalle
Preis der Leipziger Buchmesse 2012 – Beschreibung Vorstellung der Preisträger
Moderation Wolfgang Herles
Veranstalter Club Bertelsmann, ZDF, Deutschlandradio Kultur

Uhrzeit 17:00 – 17:30 Uhr
Ort: 3sat – Forum, Glashalle, Stand 18
Péter Nádas liest aus „Parallelgeschichten“
Gesprächsaufzeichnung für die TV-Ausstrahlung „3satbuchzeit extra“ am 18.03.12
Veranstalter 3sat/ZDF, Rowohlt Verlag

Uhrzeit 20:30 Uhr
Ort: Bibliotheca Albertina, Vortragssaal, Beethovenstraße 6, 04107 Leipzig
Christian Kracht liest aus „Imperium“.
Moderation Johannes Birgfeld
Veranstalter Kiepenheuer & Witsch

Uhrzeit 23:15 Uhr
Ort: Moritzbastei, Oberkeller, Universitätsstraße 9, 04109 Leipzig
Lange Leipziger Lesenacht – junge deutschsprachige Autoren
Mitwirkende Thomas von Steinaecker ( „Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen“), Benjamin Stein („Replay“), Moderation Michael Hametner
Veranstalter ClaraPark, Leipziger Buchmesse, C.H.Beck Verlag, S. Fischer Verlag, Moritzbastei

Quelle: Leipziger Buchmesse 2012

Die Alchemie der Nacht von Heike Koschyk [Rezension]

Als Christoph Wilhelm Hufeland im Jahr 1780 im Alter von 18 Jahren sein Studium der Medizin in Jena beginnt, hat er sein Ziel fest vor Augen. Er will Arzt werden, nicht weil sein Vater es bestimmt hat, sondern weil er sich mit jeder Faser seiner Seele danach sehnt. Er will beweisen, dass Krankheiten wie die Pocken, das Scharlachfieber oder die Arthritis behandelbar sind, wenn man deren Ursprung kennt. Doch die aufstrebende Universitätsstadt birgt viele Verlockungen und Gefahren, denen sich die jungen Studenten kaum entziehen können. Nächtliche Trinkgelage und willige Frauen lenken vom Studium ab, Duelle unter den Mitgliedern rivalisierender Studentenverbindungen sind keine Seltenheit. So muss Christoph Hufeland mit ansehen, wie sein Kommilitone Albert Steinhäuser von einem Studenten auf offener Straße angegriffen wird. Scheinbar tödlich verwundet bleibt er auf dem Pflaster liegen, während der Angreifer seine Taschen durchwühlt und anschließend unerkannt flieht. Am nächsten Tag erfährt Hufeland, dass Albert Steinhäuser bereits begraben auf dem Friedhof liegt. Hufeland befasst sich mit dem Scheintot und die Möglichkeit, dass sein Freund lebendig begraben sein könnte, lässt ihm keine Ruhe. Er vertraut sich dem Kommilitonen Johannes Vogt an. Gemeinsam begeben sie sich auf den Friedhof, um sich vom Tod Steinhäusers zu überzeugen. Hier erfährt Hufeland von den Machenschaften einer Freimaurerloge, die für ihn so ungeheuerlich sind, dass er beschließt, Jena zu verlassen.

Am Tag seiner Abreise aus Jena begegnet ihm Helene Steinhäuser, Alberts Schwester. Für einen kurzen magischen Moment treffen sich ihre Blicke, nicht ahnend, dass das Schicksal sie Jahre später wieder zusammenführen wird. Helene Steinhäuser flieht einige Woche zuvor aus Königsberg vor der arrangierten Ehe mit einem älteren und ihr gänzlich unsympathischen Mann. In Jena erhofft sie sich Unterschlupf bei ihrem Bruder zu finden. Völlig mittellos kommt sie nach einer beschwerlichen und gefährlichen Reise an und erfährt, dass ihr Bruder Albert tot ist. Ausgerechnet der zwielichtige Johannes Vogt zeigt ihr einen Weg, wie sie zu Geld kommen kann und führt sie zu einer unheimlichen Stätte. Von Visionen gequält wacht sie mit einer Wunde am Arm auf. Viele junge und verängstigte Frauen, die im Accouchierhaus in Jena, der ersten Geburtsklinik und Hebammenlehranstalt des Landes, anzutreffen sind, weisen Narben von ähnlichen Verletzungen auf.

Zur gleichen Zeit praktiziert der fünfundzwanzigjährige Mediziner Christian Friedrich Samuel Hahnemann in Hettstedt. Durch Hygiene versucht er die mittelalterlichen Heilmethoden bei immer wieder auftretenden Krankheiten wie die Ruhr, das Fleckfieber oder das katarrhalische Faulfieber zu bekämpfen. Statt die Erkrankten zur Ader zu lassen, mahnt er zu Reinlichkeit und experimentiert mit Tormentillawurzel, Galläpfeln oder Eichenrinde. Schließlich muss er die Gemeinde verlassen, weil man ihn für einen Scharlatan und Alchemisten hält, der mit dem Teufel im Bunde steht.

Jena ist Ende des 18. Jahrhunderts ein Ort, an dem neben den harmloseren Studentenverbindungen auch Anhänger der Freimaurerlogen zu finden sind. Nachweislich werden in dieser Zeit Versuche mit menschlichem Blut unternommen, Versuche, die zumeist tödlich enden. Die Suche nach der Existenz einer Rezeptur für ein Lebenselixier, ein universelles Allheilmittel, von dem die Gelehrten der Logen hinter vorgehaltener Hand erzählen, betreiben einige mit krimineller Energie, andere, wie Hahnemann und Hufeland, sind davon überzeugt, dass allein die Wissenschaft und die Kraft des Geistes Krankheiten zu heilen vermögen.

Heike Koschyks neuer Roman „Die Alchemie der Nacht“ beschäftigt sich mit den Anfängen der Homöopathie. Wer eines ihrer früheren Werke gelesen hat, wie zum Beispiel „Pergamentum„, in dem sich die Autorin mit dem Leben der Hildegard von Bingen auseinandersetzt, weiß, wie detailliert und profund sie der Historie gerecht wird. Auch in diesem Roman basieren die Charakterbeschreibungen der Protagonisten Christoph Hufeland und Samuel Hahnemann auf Recherchen in historischen Quellen. Die Autorin lässt sich viel Zeit, um die diversen Erzählebenen zusammenzuführen, genauso viel Zeit wie es die geschichtlichen Ereignisse verlangen. Das Ergebnis ist ein komplexer und spannender historischer Roman, in dem die gelernte Heilpraktikerin ihre umfangreichen Kenntnisse über die Homöopathie meisterlich einbindet. Der flüssige, der Zeit angepasste Erzählstil und eine Liebesgeschichte runden das Werk zu einem faszinierenden Lesevergnügen ab.

Der Lesekreis bedankt sich beim Verlag Rütten & Loening für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares.

Kurzbeschreibung
Der junge Medizinstudent Christoph Wilhelm Hufeland wird Zeuge, wie ein Kommilitone von einem Degenstoß niedergestreckt wird. Als die Leiche unter mysteriösen Umständen verschwindet, versucht er gemeinsam mit Helene, der Schwester des Toten, dieses Rätsel zu ergründen. Sie kommen einer blutigen Verschwörung auf die Spur – es geht um ein allmächtiges Heilmittel, skrupellose Menschenversuche an jungen Mädchen und die düsteren Machenschaften einer Freimaurerloge. Begleitet von Samuel Hahnemann, der seine Heilkunst der Homöopathie erst vollendet sieht, wenn er Gewissheit über eine letzte Frage gewinnt, begeben sie sich auf die Fährte einer geheimnisvollen Rezeptur, die ewiges Leben verheißt. »Heike Koschyk kann man getrost in einem Atemzug mit Historien-Queen Rebecca Gablé nennen.« Gala »Spannender Historienkrimi über die Irrwege der Medizin und die Entwicklung der Homöopathie.« Hörzu

Über die Autorin
Heike Koschyk, 1967 in New York geboren, war Heilpraktikerin mit einer eigenen Praxis und Dozentin für Homöopathie, bevor sie zu schreiben begann. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg und ist Trägerin des Agatha-Christie-Krimipreises. Mehr Informationen zur Autorin finden sich unter www.heike-koschyk.de oder auch hier im Interview.

Druckfrisch mit Denis Scheck im Ersten am 26.02.2012 um 23.35 Uhr

Heute heißt es um 23.35 Uhr wieder †œDruckfrisch †“ Neue Bücher mit Denis Scheck† im Ersten.

Denis Scheck trifft Nicholson Baker und spricht mit ihm über Genitaltransfer, Peniswaschanlage und Stöhnzimmer †“ Themen, die Nicholson Baker in seinem heiteren Roman „Haus der Löcher“ behandelt.

Kurzbeschreibung
Das Haus der Löcher ist prickelnd erotisch: Wo sonst spielt Rimski-Korsakow eine Symphonie direkt auf unserem sensiblen Oberschenkel? Wo treiben wir es, umsprungen von Bergzebras, auf luftigen Felsspitzen? Oder werden, sanft gebettet, durch eine Peniswaschanlage geschoben?

Was ist das Haus der Löcher für ein Ort? Nicholson Baker, Spezialist für ungewöhnliche Erotik («Vox», «Die Fermate»), hat ihn entdeckt. Es ist ein Resort, küstennah, sonnenbeschienen, luxuriös, mit angeschlossenem Vergnügungspark, ein Ort, wie wir ihn uns erträumen, ein Ort, an dem unsere geheimsten sexuellen Wünsche erfüllt werden, sogar solche, die wir nie zu wünschen wagten. Und wie kommen wir hin? Na, so ähnlich wie Alice ins Wunderland: etwa durch das Loch im dritten Trockner von links im Waschsalon um die Ecke; durch das im Trinkhalm unseres Cocktails – oder einfach, indem wir dieses Buch aufschlagen und kopfüber eintauchen.

Mit Jan Peter Bremer spricht Denis Scheck über „Der amerikanische Investor„, in dem der Autor einen armen Poeten mit Schreibblockade am Turbokapitalismus und an der Gentrifizierung scheitern lässt.

Kurzbeschreibung
Vor sich eine weiße Wand und die herausfordernd leere Seite seines Notizhefts, ringt ein Schriftsteller um den ersten Satz. Und weil sich der an diesem heißen Berliner Sommertag partout nicht einstellen will, springt er auf, kontrolliert zum hundertsten Mal, ob sich der Zustand seiner Wohnung wieder verschlechtert hat: Das alte Mietshaus, in dem er mit seiner Frau und zwei Kindern lebt, wird von dem neuen amerikanischen Investor saniert, und nun senken sich die Böden ab. Die Wände zeigen Risse, und ist nicht sein ganzes Leben seitdem buchstäblich in eine Schieflage geraten? Er beschließt, dem amerikanischen Investor einen Brief zu schreiben. Natürlich führt auch dieser neue Plan zwangsläufig zur weißen Seite zurück, und je stärker und empathischer sich der Schriftsteller auf der Suche nach dem richtigen Einstieg in seinen Adressaten hineinversetzt, von dem er kaum mehr weiß, als dass dieser ständig in seinem Flugzeug die Welt umkreist, desto unbarmherziger wird er auf die eigene Lebenssituation zurückgeworfen. Furios und unentwegt Volten schlagend, entwickelt Jan Peter Bremer Szenen von aberwitziger Komik und erweist sich einmal mehr als Meister der hochprozentigen Parabel.

Denis Scheck empfiehlt den zweiten Teil der „Königsmörder-Chronik – Die Furcht des Weisen“ von Patrick Rothfuss. Schon der erste Teil, der unter dem Titel „Die Name des Windes“ im Jahr 2008 erschienen ist, hat Denis Scheck begeistert: „Für mich ist Der Name des Windes die überzeugendste Fantasy seit Tolkiens Der Herr der Ringe, ein Roman von Musik und Magie, der sich wie eine Kreuzung aus Bob Dylan und Jack Vance liest,“ lautete sein Fazit.

Kurzbeschreibung
Eine Intrige zwingt Kvothe die arkanische Universität zu verlassen. Seine Suche nach den sagenumwobenen Chandrian, die seine Eltern getötet haben, führt ihn an den Hof von Maer Alveron, und weiter zu den sturmumwogten Hügeln von Ademre. Schließlich gelangt er in das zwielichtige Reich der Fae, wo er der sagenumwobenen Felurian begegnet, der bisher noch kein Mann widerstehen konnte … Eine Geschichte voller Poesie und Musik, voller Leidenschaft, aber auch voller Intrigen, dunkler Geheimnisse und Magie. Dieser zweite Band von »Der Name des Windes« steckt wieder voller neuer Geschichten und Ideen von Patrick. Der Band ist daher so umfangreich geworden, dass man ihn teilen musste in zwei Bände – »Die Furcht des Weisen 1« und »Die Furcht des Weisen 2«. Mit »Die Furcht des Weisen« legt Patrick Rothfuss den zweiten Teil der Königsmörder-Chronik-Trilogie vor, der in den USA bei Kritikern und Fantasylesern begeistert aufgenommen wurde und schon bald einen der vorderen Plätze in der New York Times Bestsellerliste belegte. 2007 wurde Patrick Rothfuss für seinen Roman »Der Name des Windes« mit dem Quill Award sowie dem Pulishers Weekly Award für das beste Fantasy-Buch des Jahres ausgezeichnet.

Und zuletzt kommentiert Denis Scheck Christian Krachts neuen umstrittenen Roman „Imperium„.

Kurzbeschreibung
Eine deutsche Südseeballade. In »Imperium« erzählt Christian Kracht eine Aussteigergeschichte in den deutschen Kolonien der Südsee, indem er virtuos und gut gelaunt mit den Formen des historischen Abenteuerromans eines Melville, Joseph Conrad, Robert Louis Stevenson oder Jack London spielt. Die Welt wollte er retten, eine neue Religion stiften, gar ein eigenes Reich gründen – eine Utopie verwirklichen, die nicht nur ihn selbst, sondern die Menschheit erlöst, fernab der zerstörerischen europäischen Zivilisation, die gerade aufbricht in die Moderne und in die Katastrophen des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Doch in der Abgeschiedenheit der Südsee, in einer Kolonie des wilhelminischen Deutschland, gerät ein von einem vegetarischen Spleen besessener Sonnenanbeter in eine Spirale des Wahnsinns, die die Abgründe des 20. Jahrhunderts ahnungsvoll vorwegnimmt. In seinem vierten Roman zeichnet Christian Kracht die groteske, verlorene Welt von Deutsch-Neuguinea, eine Welt, die dem Untergang geweiht ist und in der sich doch unsere Gegenwart seltsam spiegelt. Zugleich aber ist Christian Krachts „Imperium“ eine erstaunliche, immer wieder auch komische Studie über die Zerbrechlichkeit und Vermessenheit menschlichen Handelns.

Auf dem Prüfstand landen in dieser Sendung die Top Ten der Spiegel-Bestsellerliste †“ Belletristik.

Quelle: DasErste – Druckfrisch

Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 09/2012

Platz 1 : Das Alphabethaus von Jussi Adler-Olsen

Platz 2 : Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Platz 3 : Ewig Dein von Daniel Glattauer

Platz 4 : Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt von Dora Heldt

Platz 5 : Aleph von Paulo Coelho

Platz 6 : Erlösung: Der dritte Fall für Carl Mørck von Jussi Adler-Olsen

Platz 7 : Imperium von Christian Kracht

Platz 8 : Schändung von Jussi Adler-Olsen

Platz 9 : Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner von Kerstin Gier

Platz 10 : Der Anschlag von Stephen King

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 09/2012

Platz 1 : Der Beobachter von Charlotte Link

Platz 2 : Der Junge, der Träume schenkte von Luca Di Fulvio

Platz 3 : Der Feind im Schatten von Henning Mankell

Platz 4 : Ein geschenkter Tag von Anna Gavalda

Platz 5 : Das Verhängnis von Joy Fielding

Platz 6 : Nachtseele: Black Dagger 18 – Roman von J. R. Ward

Platz 7 : Schuld von Ferdinand von Schirach

Platz 8 : Das geheime Vermächtnis von Katherine Webb

Platz 9 : Zwei ein einem Tag von von David Nicholls

Platz 10 : Erbarmen von Jussi Adler-Olsen

Quelle: Spiegel Online Kultur