September 2023: Der Markisenmann von Jan Weiler

Am 30. September 2023 besprechen wir im Lesekreis Der Markisenmann von Jan Weiler. Wir treffen uns um 20.30 Uhr bei Heike und Christian.

Kurzbeschreibung: Was wissen wir schon über unsere Eltern? Meistens viel weniger, als wir denken. Und manchmal gar nichts. Die fünfzehnjährige Kim hat ihren Vater noch nie gesehen, als sie von ihrer Mutter über die Sommerferien zu ihm abgeschoben wird. Der fremde Mann erweist sich auf Anhieb nicht nur als ziemlich seltsam, sondern auch als der erfolgloseste Vertreter der Welt. Aber als sie ihm hilft, seine fürchterlichen Markisen im knallharten Haustürgeschäft zu verkaufen, verändert sich das Leben von Vater und Tochter für immer.

Ein Buch über das Erwachsenwerden und das Altern, über die Geheimnisse in unseren Familien, über Schuld und Verantwortung und das orange-gelbe Flimmern an Sommerabenden.

Die gebundene Ausgabe erschien im März 2022 im Heyne Verlag. Sie umfasst 336 Seiten.

Über den Autor: Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, ist Journalist und Schriftsteller. Er war viele Jahre Chefredakteur des SZ Magazins. Sein erstes Buch Maria, ihm schmeckt’s nicht! gilt als eines der erfolgreichsten Debüts der letzten Jahrzehnte. Es folgten unter anderem Antonio im Wunderland, Mein Leben als Mensch, Das Pubertier, Die Ältern und die Kriminalromane um den überforderten Kommissar Martin Kühn. Auch sein Roman Der Markisenmann stand monatelang auf der Bestsellerliste. Neben seinen Romanen verfasst Jan Weiler zudem Kolumnen, Drehbücher, Hörspiele und Hörbücher, die er auch selbst spricht. Er lebt in München und Umbrien.

August 2023: Die geheimste Erinnerung der Menschen von Mohamed Mbougar Sarr

Am 19. August 2023 besprechen wir im Lesekreis Die geheimste Erinnerung der Menschen von Mohamed Mbougar Sarr. Wir treffen uns um 20.30 Uhr bei Tine und Markus.

Kurzbeschreibung: Mohamed Mbougar Sarr erzählt virtuos von der Suche nach einem verschollenen Autor: Als dem jungen Senegalesen Diégane ein verloren geglaubtes Kultbuch in die Hände fällt, stürzt er sich auf die Spur des rätselhaften Verfassers T.C. Elimane. Dieser wurde in den dreißiger Jahren als „schwarzer Rimbaud“ gefeiert, nach rassistischen Anfeindungen und einem Skandal tauchte er jedoch unter. Wer war er? Voll Suchtpotenzial und unnachahmlicher Ironie erzählt Sarr von einer labyrinthischen Reise, die drei Kontinente umspannt. Ein meisterhafter Bildungsroman, eine radikal aktuelle Auseinandersetzung mit dem komplexen Erbe des Kolonialismus und eine soghafte Kriminalgeschichte.

Die gebundene Ausgabe erschien im Carl Hanser Verlag im November 2022 und umfasst 448 Seiten.

Über den Autor: Mohamed Mbougar Sarr, geboren 1990 in Dakar, wuchs im Senegal auf und studierte in Frankreich Literatur und Philosophie. Er hat bereits drei Romane veröffentlicht, für die er u.a. mit dem Prix Stéphane-Hessel und Grand prix du roman métis ausgezeichnet wurde. Für Die geheimste Erinnerung der Menschen (Hanser, 2022), seinem ersten Werk, das auf Deutsch erschien, erhielt er 2021 den Prix Goncourt.

Juli 2023: Das Liebespaar des Jahrhunderts von Julia Schoch

Am 30. Juli besprechen wir im Lesekreis Das Liebespaar des Jahrhunderts von Julia Schoch. Wir treffen uns um 12 Uhr zum Brunch bei Gina und Christian.

Kurzbeschreibung: Eine Frau will ihren Mann verlassen. Nach vielen Jahren Zusammenleben und Ehe ist sie entschlossen und bestürzt zugleich: Wie konnte es nur dazu kommen? Während sie ihr Fortgehen plant, begibt sie sich in ihren Gedanken weit zurück. Da waren die rauschhaften Jahre der Verliebtheit, an der Universität, zu zweit im Ausland und später mit den kleinen Kindern, aber da gab es auch die Kehrseite – Momente, die zu Wendepunkten wurden und das Scheitern schon vorausahnen ließen. Doch ist etwas überhaupt gescheitert, wenn es so lange dauert? Julia Schoch legt frei, was im Alltag eines Paares oft verborgen ist: die Liebesmuster, die Schönheit auch in der Ernüchterung. Ein Loblied auf die Liebe.

Die gebundene Ausgabe erschien im Februar 2023 in der dtv Verlagsgesellschaft. Sie umfasst? 192 Seiten.

Über die Autorin: Julia Schoch, 1974 in Bad Saarow geboren, aufgewachsen in Eggesin in Mecklenburg, gilt als „Virtuosin des Erinnerungserzählens“ (FAZ). Zuletzt veröffentlichte sie die Romane Das Vorkommnis und Das Liebespaar des Jahrhunderts als die ersten beiden Bände ihrer Trilogie Biographie einer Frau. 2022 wurde ihr die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung verliehen, 2023 der Schubart-Literaturpreis der Stadt Aalen. Sie lebt in Potsdam.

Juni 2023: Die einzige Geschichte von Julian Barnes

Am 10. Juni 2023 besprechen wir im Lesekreis Die einzige Geschichte von Julian Barnes. Wir treffen uns um 20.30 Uhr bei Heike und Christian.

Kurzbeschreibung: Die erste Liebe hat lebenslange Konsequenzen, aber davon hat Paul im Alter von neunzehn keine Ahnung. Mit neunzehn ist er stolz, dass seine Liebe zur verheirateten, fast 30 Jahre älteren Susan den gesellschaftlichen Konventionen ins Gesicht spuckt. Er ist ganz sicher, in Susan die Frau fürs Leben gefunden zu haben, alles andere ist nebensächlich. Erst mit zunehmendem Alter wird Paul klar, dass die Anforderungen, die diese Liebe an ihn stellt, größer sind, als er es jemals für möglich gehalten hätte.

Die gebundene Ausgabe erschien bei Kiepenheuer&Witsch im Februar 2019 und umfasst 304 Seiten.

Über den Autor: Julian Barnes, 1946 in Leicester geboren, arbeitete nach dem Studium moderner Sprachen als Lexikograph, dann als Journalist. Von Barnes, der zahlreiche internationale Literaturpreise erhielt (u.a. Man Booker Prize), liegt ein umfangreiches erzählerisches und essayistisches Werk vor. Er lebt in London.

Mai 2023: Wie die einarmige Schwester das Haus fegt von Cherie Jones

Am 6. Mai 2023 besprechen wir im Lesekreis Wie die einarmige Schwester das Haus fegt von Cherie Jones. Wir treffen uns um 20.30 Uhr bei Gerlinde und Rainer.

Kurzbeschreibung: Die Legende von der einarmigen Schwester sollte Lala eigentlich davor warnen, was mit Mädchen geschieht, die ihren Müttern nicht gehorchen. Doch für Lala ist es die verheißungsvolle Geschichte einer Abenteurerin, und als sie erwachsen ist, schöpft sie daraus Hoffnung auf ein besseres Leben, weit weg von ihrem undichten Haus, weit weg von Adan, ihrem brutalen Mann.

Adan, ein charismatischer, aber gewissenloser Kleinkrimineller, löst mit seinem Einbruch in eine Strandvilla eine Kette von furchtbaren Ereignissen aus: ein Schuss, den niemand hören sollte, und ein Mord, der alles verändert, führen Lala an einen Wendepunkt.

Cherie Jones erzählt in eindringlicher, lyrischer Sprache, wie Liebe und Verbrechen ein Leben auf dramatische Weise verändern.

Die gebundene Ausgabe erschien im CulturBooks Verlag im September 2022 und umfasst 340 Seiten.

Über die Autorin: Cherie Jones ist Anwältin und lebt auf Barbados. 1999 gewann sie den Commonwealth Short Story Prize. Anschließend studierte sie 2015 Kreatives Schreiben in Sheffield Hallam, wo sie sowohl den Archie Markham Award als auch den A.M. Heath Prize gewann. Im Jahr 2015 erhielt sie außerdem ein Vollstipendium des Vermont Studio Centre. Wie die einarmige Schwester das Haus fegt ist ihr erster Roman. Er wurde ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimipreis 2022.