Spiegel-Bestseller Paperback Belletristik Woche 44/2012

Platz 1 : Shades of Grey 01 – Geheimes Verlangen von E. L. James

Platz 2 : Shades of Grey – Gefährliche Liebe von E. L. James

Platz 3 : Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Platz 4 : Grießnockerlaffäre von Rita Falk

Platz 5 : Shades of Grey 03 – Befreite Lust von E. L. James

Platz 6 : 80 Days – Die Farbe der Lust von Vina Jackson

Platz 7 : Bretonische Verhältnisse von Jean-Luc Bannalec

Platz 8 : Das Lied von Eis und Feuer 01 von George R.R. Martin

Platz 9 : Der Mann, der kein Mörder war von Michael Hjorth u. Hans Rosenfeldt

Platz 10 : Die Frauen, die er kannte von Michael Hjorth u. Hans Rosenfeldt

Quelle: Spiegel Online Kultur

Spiegel-Bestseller Taschenbücher Woche 44/2012

Platz 1 : Die hellen Tage von Zsuzsa Bánk

Platz 2 : Das Haus der vergessenen Träume von Katherine Webb

Platz 3 : Ein Moment fürs Leben von Cecelia Ahern

Platz 4 : Das Lächeln der Frauen: Roman von Nicolas Barreau

Platz 5 : Ich. Darf. Nicht. Schlafen. von Steve Watson

Platz 6 : Schutzpatron von Volker Klüpfel und Michael Kobr

Platz 7 : Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele von Suzanne Collins

Platz 8 : Tschick von Wolfgang Herrndorf

Platz 9 : Gute Geister: Roman von Kathryn Stockett

Platz 10 : Verwesung von Simon Beckett

Quelle: Spiegel Online Kultur

Elke Heidenreich empfiehlt „Die Schöne des Herrn“ von Albert Cohen im Literaturclub [Video]

Leidenschaftlich spricht Elke Heidenreich in der Sendung vom 16. Oktober 2012 im Schweizer Literaturclub über „Die Schöne des Herrn“ von Albert Cohen. Sie fühlte sich höchst unterhalten, persönlich berührt und literarisch entzückt von dem Roman.

Albert Cohen (* 1895 auf Korfu, †  am 17. Oktober 1981 in Genf) gilt als einer der wichtigsten französischsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts. Sein Hauptwerk ist die Romantetralogie „Solal„. Mit dessen dritten Teil „Die Schöne des Herrn„, der 1968 in Frankreich und 1987 zum ersten Mal bei Klett-Cotta erschien, feierte er seinen größten Erfolg.

Kurzbeschreibung
Der reiche und schöne Solal, jüdischer Diplomat beim Völkerbund, verführt zu Beginn der 30er­Jahre Ariane, die Frau eines Kollegen. Was als prickelnde Affäre beginnt, wird rasch zu einer beide Partner verschlingenden Passion. Nach den lustvollen und rauschhaften ersten Monaten versuchen Ariane und Solal immer verzweifelter, die Leidenschaft füreinander am Leben zu erhalten. Die anfängliche Lust wird zur Qual. Liebe schlägt um in Eifersucht und Entfremdung.

Albert Cohens Meisterwerk ist einer der größten Liebesromane des 20. Jahrhunderts und hat bis heute nichts von seiner Wucht verloren. „Ein verstörender Roman von großer erotischer Kraft … etwas Kitsch wetterleuchtet darüber hin, was den Genuss keinesfalls beeinträchtigt, ihn sogar erhöht. Im Kern ungeheuerlich: der Untergang des europäischen Judentums gespiegelt in einer verzweifelten Affäre„, urteilt Sibylle Lewitscharoff

Die broschierte Ausgabe umfasst 891 Seiten und ist in einer Neuauflage im Mai 2012 für 24,95 Euro im Klett-Cotta Verlag erschienen.

Nachfolgend die Buchbesprechung dazu im Schweizer Literaturclub:

Literaturclub vom 16.10.2012

Quelle: Videoportal Schweizer Fernsehen

Literaturverfilmung: Der Wolkenatlas von David Mitchell ab 15.11.2012 im Kino [Trailer]

Im Jahr 2009 begannen Tom Tykwer und die Wachowski-Geschwister an der Verfilmung der Romanadaption von David Mitchells im Jahr 2004 erschienenen Roman „Cloud Atlas„, der in der deutschsprachigen Übersetzung 2006 unter dem Titel „Der Wolkenatlas“ herauskam, zu arbeiten.

Die Dreharbeiten fanden im Studio Babelsberg in Potsdam statt. Tom Hanks, Susan Sarandon, Ben Whishaw, Halle Berry und Hugh Grant sind in dem Streifen zu sehen, dessen Produktionskosten auf etwa 100 Millionen Dollar veranschlagt wurden und der damit aktuell als der teuerste deutsche Film gilt. Den bisherigen Spitzenrang hatte die Romanverfilmung „Das Parfum“ inne.

Der Wolkenatlas ist der dritte Roman des 43-jährigen britischen Schriftstellers David Mitchell. Wie schon in seinen beiden ersten Büchern verwebt der Autor verschiedene Handlungsebenen miteinander. Hier sind es sechs Geschichten, die alle in unterschiedlichen Zeiten spielen und einen Bogen um beinahe 1000 Jahre Geschichte spannen. Die Kapitel sind folgendermaßen unterteilt:

  • Das Pazifiktagebuch des Adam Ewing. Ein im Stil der 1850er Jahre verfasstes Tagebuch.
  • Briefe aus Zedelghem. Ein Briefzyklus aus dem Jahr 1931.
  • Halbwertszeiten. Luisa Reys erster Fall, ein Thriller aus dem Jahr 1975
  • Das grausige Martyrium des Timothy Cavendish. Memoiren als Vorlage für ein Drehbuch zur Verfilmung aus der heutigen Zeit
  • Sonmis Oratio. Ein Protokoll/Dialog in einer fiktiven nahen Zukunft.
  • Sloosha†™s Crossin†™ und wie es weiterging. Ein Monolog in einer fiktiven fernen Zukunft.

Kurzbeschreibung
Sechs Lebenswege, die sich unmöglich kreuzen können: darunter ein amerikanischer Anwalt, der um 1850 Ozeanien erforscht, ein britischer Komponist, der 1931 vor seinen Gläubigern nach Belgien flieht, und ein koreanischer Klon, der in der Zukunft wegen des Verbrechens angeklagt wird, ein Mensch sein zu wollen. Und dennoch sind diese Geschichten miteinander verwoben. Mitchells originelle Menschheitsgeschichte katapultiert den Leser durch Räume, Zeiten, Genres und Erzählstile und liest sich dabei so leicht und fesselnd wie ein Abenteuerroman.

„David Mitchell nimmt den Leser mit auf eine literarische Achterbahnfahrt. Und man wünscht sich, diese Reise möge nie enden.“ (A.S. Byatt)

Cloud Atlas feierte seine Premiere am 8. September 2012 auf dem Toronto International Film Festival. Die Kritiken fielen sehr unterschiedlich aus und reichten von überschwänglichen Lobeshymnen bis hin zu harten Verrissen. Heute startet der Film in den US-amerikanischen und am 15. November 2012 in den deutschen Kinos.

Vermutlich ist aufgrund der komplexen Handlung der folgende Trailer mehr als fünf Minuten lang.

Quellen: Wikipedia Cloud Atlas (Film) und Der Wolkenatlas (Roman)

7 Fragen an Stefanie Leo

Stefanie Leo betreibt seit 2002 die Website Buecherkinder.de, auf der Kinder und Jugendliche ihre Meinung zu aktuellen Büchern abgeben.

Als buchbegeisterte Mutter dreier Söhne im Lese- und Vorlese-Alter ist Stefanie Leo geradezu prädestiniert ein wenig Licht in das Dunkel der vielen Neuerscheinungen bringen. Ihre „Kinder-Redaktion“, bestehend aus Mädchen und Jungen im Alter zwischen 5 und 20 Jahren, unterstützen sie und geben ganz persönliche unverfälschte Meinungen zu den gelesenen Büchern ab. Pädagogische Fachkräfte aus Kindergärten beleben und bereichern zusätzlich die Webseite mit eigenen Vorleseerfahrungen.

Seit 2010 vernetzt Stefanie Leo †œKinderbuchmenschen† via Social Web unter anderen mit der Facebook-Seite †œIch mach was mit Kinder-Büchern† und gibt ihre Social Media Erfahrung in Seminaren an Buchhändler weiter.

Stefanie Leo ist Jurymitglied des †œLeipziger Lesekompass† und schreibt für die Fachzeitschrift †œEselsohr†. Obwohl sie sich selbst als technikaffin bezeichnet und mit entsprechenden Gerätschaften ausgerüstet ist, liest Stefanie Leo zur Zeit noch am liebsten Bücher der Holzklasse.

7 Fragen an Stefanie Leo

1. Mit wem würden Sie gerne für einen Tag den Platz tauschen?

Mit einem meiner Söhne, dann wüsste ich endlich mal, wie sich männliche Pubertät anfühlt.

2. Welche Projekte warten auf ihre Vollendung?

Die Beantwortung von 7 Fragen – jedenfalls zu diesem Zeitpunkt 😉

3. Was bringt Sie so richtig auf die Palme?

Die Unterschätzung der Kinder- und Jugendliteratur. Wenn diese Autoren nicht solch eine wunderbare Vorarbeit leisten würden, wären irgendwann keine Belletristik-Leser mehr da. Deshalb will ich die Frage an Kinder- und Jugendbuchautoren: „Wann schreiben Sie denn ein richtiges Buch?“ NIE wieder hören!

4. Worauf sind Sie besonders stolz?

Auf meine Familie, ist bestimmt nicht immer einfach mich als Frau unter 4 Männern zu ertragen 😉

5. Mit welcher historischen Figur hätten Sie sich gerne zum Essen verabredet?

Definitiv mit Jane Austen, dann aber am liebsten zu einer Tasse Tee.

6. Über welche verpasste Gelegenheit ärgern Sie sich noch heute?

Keine, denn als alter Trekkie weiß man: „Don’t mess with Timeline!“. Welche Wendungen mein Leben unter anderen Umständen genommen hätte, will ich gar nicht wissen.

7. Womit haben Sie ihr erstes Geld verdient?

Als Kind der Klingenstadt Solingen habe ich Messerklingen mit Spiritus gesäubert und das in den Ferien 8 Stunden am Stück.
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Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Stefanie Leo für die Teilnahme an unserem Online-Interview.

Quelle Foto: Stefanie Leo – Facebook