Ausschreibungen der Stipendien für Literatur 2011

Herausragende literarische Projekte haben alle zwei Jahre die Chance, von der Stadt eine finanzielle Unterstützung zu bekommen. Insgesamt sechs Literaturstipendien zu je 6.000 Euro werden an (Nachwuchs-)Schriftstellerinnen und Schriftsteller aller Sparten (Prosa, Lyrik, Drama, Hörspiel, Kinder- und Jugendbuch, experimentelle Formen) sowie an Übersetzerinnen und Übersetzer für besonders anspruchsvolle Übertragungen ins Deutsche vergeben.

Zusätzlich wird der Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis für Literatur vergeben (ca. 3.000 Euro). Der Jury für die Auswahl der auszuzeichnenden Texte stehen eigene Gremien zur Begutachtung der eingereichten Kinder- und Jugendbuchprojekte sowie der Übersetzungsprojekte zur Seite.

Ausschreibungsbedingungen

Voraussetzungen für die Bewerbung sind, dass die Autorerinnen und Autoren bzw. Übersetzerinnen und Übersetzer in München (S-Bahn-Bereich) leben und dass die eingereichten Texte noch unveröffentlicht sind. Es können nur deutschsprachige Texte eingereicht werden.

Mit den Literaturstipendien sollen vielversprechende Projekte vorwiegend jüngerer Münchner Autoren/innen gefördert werden; es besteht jedoch keine Altersbeschränkung. Das Stipendium für Übersetzer/innen fördert eine herausragende Leistung in der Übertragung eines besonders anspruchsvollen Textes ins Deutsche. Voraussetzung ist auch hier, dass die Übersetzung noch unveröffentlicht ist. Von der Bewerbung ist ausgeschlossen, wer im Rahmen der letzten drei Ausschreibungen ein Literaturstipendium der Stadt München erhalten hat. Details zu den Anforderungen finden sich hinter dem Link in der Quellenangabe weiter unten.

Einsendungen der Bewerbungen an:
Landeshauptstadt München
Kulturreferat
Abteilung 1 – Literaturstipendien
Burgstr. 4
80331 München

Einsendeschluss: 24. März 2011 (Datum des Poststempels)

Quelle: München.de

Helene Hegemann erhält Stipendium für Villa Aurora in Los Angeles

Die Jungautorin Helene Hegemann (Axolotl Roadkill) gehört zu den neuen Stipendiaten im Bereich Film der Villa Aurora in Los Angeles.

Zusammen mit einem Dutzend anderer Künstler kann die 18-Jährige im kommenden Jahr für drei Monate in der deutschen Künstlerresidenz im Ortsteil Pacific Palisades leben und arbeiten. Aufgabenschwerpunkt der Künstlerresidenz in Los Angeles ist die Förderung des deutsch-amerikanischen Kulturaustausches unter besonderer Berücksichtigung des geistig-kulturellen Erbes des deutsch-europäischen Exils. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt auf dem Stipendiatenprogramm für KünstlerInnen sowie dem Writer-in-Exile-Programm.

Das Villa Aurora Forum organisiert die Jurysitzungen zur Auswahl der Jahresstipendiaten und präsentiert der deutschen Öffentlichkeit die künstlerischen Ergebnisse der Stipendiatenaufenthalte in Ausstellungen, Filmvorführungen, Lesungen, Konzerten sowie durch die Herausgabe von Editionen.

„Grundlage aller Unternehmungen des Villa Aurora Forums in Berlin ist die Maxime Kulturaustausch wird sichtbar, heißt es auf der Homepage der Villa Aurora.

Die Villa Aurora, in der der deutsch-jüdische Autor Lion Feuchtwanger im Exil gelebt hat, wird aus Mitteln des Bundes unterstützt.

Helene Hegemann, die auch als Regisseurin arbeitet, vertritt mit Sonja Heiss, Lillian Rosa und Julian Neville den Bereich Film. Als Autoren erhalten Abbas Khider, Susanne Kippenberger und Patrick Findeis die Auszeichnung.

Auch für Komposition und bildende Kunst gibt es Stipendiaten. Die einjährige Förderung für einen in seinem Heimatland verfolgten Schriftsteller (Writer in Exile) geht im kommenden Jahr an den Iraner Amir Hassan Cheheltan. Die neuen Stipendiaten wurden von unabhängigen Jurys ausgewählt.

Quelle: Süddeutsche Zeitung