Im August 1912 wurde die erste Geschichte über John Clayton III., Lord Greystoke alias Tarzan, im Pulp-Magazin All-Story Magazine unter dem Titel Tarzan bei den Affen (engl. Tarzan of the Apes) in den USA veröffentlicht. Tarzan, Herrscher des Dschungels, machte den Autor Edgar Rice Burroughs reich und berühmt. 1914 wurde die erste Buchausgabe publiziert, deutschsprachige Übersetzungen hatten in den 1920er und 1930er Jahren eine große Fangemeinde.

Die Geschichte wurde unzählige Male verfilmt, zuerst im Jahr 1917. Johnny Weissmüller, Lex Barker oder Christopher Lambert schlüpften in die Rolle des britischen Lords, dessen Eltern in Afrika an einer Seuche sterben, als er noch ein Baby ist. Von da an wird Tarzan von einer Gruppe Affen aufgezogen, unter denen sich die Affenfrau Kala besonders um ihn kümmert. Tar-zan bedeutet weiße Haut in der Mangani-Sprache, der von Burroughs erschaffenen Affensprache.

Als junger Erwachsener trifft Tarzan zum ersten Mal auf schwarze Eingeborene, denen er Giftpfeile stiehlt. Durch das Erlegen der Löwin Sabor erhält er seinen berühmten Lendenschurz, vorher war er nackt. Er begegnet im Dschungel zufällig Jane, der Tochter eines Wissenschaftlers (die in fast allen Filmen schwarzhaarig, in der Romanvorlage jedoch blond ist), und verliebt sich in sie. Als sie schließlich nach England zurückkehrt, entschließt er sich, auch den Dschungel zu verlassen. Sie heiraten in England und bekommen einen Sohn (Jack).

Inwieweit das Drehbuch von Reinhard Klooss (Urmel voll in Fahrt, Konferenz der Tiere), Jessica Postigo und Yoni Brenner (Ice Age) der Romanvorlage folgt, ist noch nicht bekannt. Constantin Film gab am 5. Juni 2012 vor knapp 80 deutschen und internationalen Journalisten in München bekannt, dass Hollywood in Bayern Einzug gehalten hat.

Twilight-Star Kellan Lutz (Tarzan) und Spencer Locke (Jane) drehen seit einiger Zeit gemeinsam in der 3000 m² großen Filmhalle 12 auf dem Bavaria Gelände die Neuverfilmung von Tarzan. Als Animationsabenteuer wird die Geschichte um den bekanntesten Dschungelkönig unter der Regie von Reinhard Kloos und einer etwa 150-köpfigen Filmcrew unter Hochdruck mit modernster CGI in 3D produziert.

Der Kinostart ist für 2013 geplant. Das nachfolgende Making Of vermittelt einen spannenden Einblick in die Dreharbeiten:

Quellen: Constantin Film, Wikipedia