Ulrike Schweikert
Ulrike Schweikert © Viola Krauss

Ulrike Schweikert wurde 1966 in Schwäbisch Hall geboren und verbrachte dort auch ihre Schulzeit. Nach einer Banklehre in Stuttgart und einigen Jahren im Wertpapierhandel studierte sie Geologie und Journalistik. In dieser Zeit entstanden die ersten Manuskripte für Fantasyromane. Nach den beiden Studienabschlüssen erschien ihr erster historischer Roman im Jahr 2000 im Knaur Verlag unter dem Titel Die Tochter des Salzsieders. Bereits mit dem zweiten Roman Die Hexe und die Heilige (2001) gelang Ulrike Schweikert der Durchbruch, der es ihr ermöglichte, das Schreiben zum Beruf zu machen.

Seitdem erschienen weitere historische Romane wie Das Kreidekreuz (2004), Das Siegel des Templers (2006) oder Die Dirne und der Bischof. Zwischen 2003 und 2012 verfasste die Autorin die Fantasy- und Kriminal-Reihe Vampir Peter Borgo & Kommissarin Sabine Berneraber sowie Die Drachenkronen-Trilogie. Ab 2008 wurde die fünfteilige Fantasy-Jugendbuchreihe Die Erben der Nacht, die eine Gruppe junger Vampire durch das Europa des 19. Jahrhunderts führt, publiziert. Zwei ihrer Romane hat Ulrike Schweikert dramatisiert. Die Theaterstücke Die Tochter des Salzsieders und Das Jahr der Verschwörer wurden 2004 und 2006 in Leofels uraufgeführt.

Aktuell sind dreiundzwanzig Romane von Ulrike Schweikert bei den Verlagen Blanvalet, CBJ, Knaur und LYX veröffentlicht worden.

Heute lebt die Autorin in der Nähe von Pforzheim. Für Das Jahr der Verschwörer erhielt sie 2004 von der „Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur – Das Syndikat“ den Hansjörg-Martin-Preis. Mehr Informationen über Ulrike Schweikert und ihre Bücher finden sich auf der Facebook-Seite oder der sehr schönen und aufwendig gestalteten Autorenhomepage.

7 Fragen an Ulrike Schweikert

1. Mit wem würden Sie gerne für einen Tag den Platz tauschen?

An sich würde ich mit niemandem tauschen wollen, aber für einen Tag? Hm, da wollte ich doch gerne mal in das Filmgeschäft reinschnuppern.
Vielleicht mit Catherine Zeta-Jones, wenn sie gerade einen neuen Film dreht?

2. Welche Projekte warten auf ihre Vollendung?

Jetzt gerade „Oscuro“, der 6. Band der Erben der Nacht-Reihe, der in Venedig spielt. Dann sind zwei Kinderbücher dran – Band 2 und 3 zu der Serie „Das Reich der Finsternis“ und dann geht es nach Andalusien zur Recherche für den zweiten Teil zu „Das kastilische Erbe“. Es ist noch viel zu tun in diesem Jahr.

3. Was bringt Sie so richtig auf die Palme?

Unzuverlässigkeit. Wenn Zusagen nicht eingehalten werden oder Leute unpünktlich sind.

4. Worauf sind Sie besonders stolz?

Das so viele Menschen meine Geschichten lieben.

5. Mit welcher historischen Person hätten Sie sich gerne zum Essen verabredet?

Isabel von Kastilien. Eine faszinierende Persönlichkeit ihrer Zeit.

6. Über welche verpasste Gelegenheit ärgern Sie sich noch heute?

Ich war mit meinen Vampirkirmis und der Serie „Die Erben der Nacht“ zu früh dran, als die Verlage noch nicht so recht wollten. Und dann hat Stephenie Meyer den Vampirboom ausgelöst.

7. Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

In der Lehre als Bankkauffrau und später beim Studium der Geologie als Hiwi beim TÜV für Energie und Umwelt bei Grundwassersanierungen.

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Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Ulrike Schweikert für die freundliche Teilnahme an unserem Online-Interview.

Quelle Foto: Ulrike Schweikert © Viola Krauss

Alina BronskyAlina Bronsky, geb. 1978 in Jekaterinburg/Russland, verbrachte ihre Kindheit auf der asiatischen Seite des Ural-Gebirges und ihre Jugend in Marburg und Darmstadt. Nach abgebrochenem Medizinstudium arbeitete sie als Texterin in einer Werbeagentur und als Redakteurin bei einer Tageszeitung.

Ihr Debütroman Scherbenpark erregte großes öffentliches Interesse und war zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2009 sowie für den Aspekte-Literaturpreis nominiert. Eine Theaterfassung des Romans wurde erstmals am 3. Juli 2010 im Theaterhaus Stuttgart aufgeführt. 2011 fanden die Dreharbeiten für eine gleichnamige Romanverfilmung von Bettina Blümner mit Jasna Fritzi Bauer (als Sascha), Ulrich Noethen (als Redakteur Trebur) und Max Hegewald (als Felix) statt. Scherbenpark wurde beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2013 uraufgeführt.

Ihr zweites Werk, Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche, stand auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2010. Die 34-jährige Autorin lebt in Frankfurt. Wer mehr über Alina Bronsky erfahren möchte, findet sie auf ihrer Facebookseite, die sie selbst kommentiert.

7 Fragen an Alina Bronsky

1. Mit wem würden Sie gerne für einen Tag den Platz tauschen?

Mit meiner Yogalehrerin. Nicht, weil ich gern unterrichten mag, sondern um einmal so gelenkig zu sein wie sie.

2. Welche Projekte warten auf ihre Vollendung?

Oh, viele – von einem fast fertigen Manuskript bis zu vielen Ideen, die erst noch reifen müssen.

3. Was bringt Sie so richtig auf die Palme?

Inzwischen ganz altmodisch: Unzuverlässigkeit und Unprofessionalität.

4. Worauf sind Sie besonders stolz?

Stolz ist nicht so meine Vokabel. Aber wenn ich Dinge beobachte, die sich aus dem entwickeln, was ich einmal angestoßen habe, dann kommt es schon ziemlich nah dran. An jüngsten Ereignissen zählt dazu sicher die Premiere der Scherbenpark-Verfilmung – ohne meinen Roman hätte es diesen großartigen Film nicht gegeben!

5. Mit welcher historischen Figur/Person hätten Sie sich gerne zum Essen verabredet?

Vor zehn Jahren hätte ich Mühe, mich zwischen vielen Namen zu entscheiden. Inzwischen … freue ich mich mehr über die Verabredung mit einem Freund, den ich lange nicht gesehen habe.

6. Über welche verpasste Gelegenheit ärgern Sie sich noch heute?

Oh, fällt mir nix ein.

7. Womit haben Sie ihr erstes Geld verdient?

Mit Mathe-Nachhilfe, glaube ich.
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Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Alina Bronsky für die Teilnahme an unserem Online-Interview.

Quelle Foto: Alina Bronsky

Sibylle BergDie Schriftstellerin und Dramatikerin Sibylle Berg wurde 1962 in Weimar geboren. 1984 emigierte sie in die Bundesrepublik Deutschland und arbeitete hier zunächst in vielen verschiedenen Jobs, bevor sie anfing als Werbetexterin und Journalistin für Zeitschriften und Magazine zu schreiben. Ihr erster Roman „Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot“ erschien 1997 bei Reclam in Leipzig. Sie gestaltete das Thema zu einem Bühnenwerk um und wurde damit zu den Mülheimer Theatertagen „Stücke“ im Jahr 2000 eingeladen.

Seit ihrem erfolgreichen Debüt wurden von Sibylle Berg neun weitere Romane veröffentlicht. Zuletzt erschien im Hanser Verlag im Jahr 2012 „Vielen Dank für das Leben„. Zahlreiche Theaterstücke und Hörspiele der Autorin wurden zwischenzeitlich aufgeführt und produziert, unter ihrer Herausgeberschaft erschienen in den Jahren 2006 und 2007 „Und ich dachte, es sei Liebe. Vom Verlassen und Verlassenwerden – Abschiedsbriefe von Frauen“ und „Das war’s dann wohl“. Abschiedsbriefe von Männern“ im Goldmann Verlag.

Sibylle Berg ist eine gefragte und angesehene Autorin für Zeitungen und Zeitschriften wie das Schweizer Magazin, die Zeit, die Neue Zürcher Zeitung und seit Januar 2011 für die Kolummne „S.P.O.N. – Fragen Sie Frau Sibylle“ auf Spiegel Online. In ihren Artikeln setzt sie sich u.a. immer wieder kontrovers mit den Themen Gleichberechtigung, Sexismus oder Rassismus auseinander. Sibylle Berg ist verheiratet und lebt in Zürich.
Mehr Informationen über Sibylle Bergen finden sich auf ihrer Homepage, bei Twitter oder Facebook.

7 Fragen an Sibylle Berg

1. Mit wem würden Sie gerne für einen Tag den Platz tauschen?

Mit jemandem, der völlig anders funktioniert als ich. Vielleicht dem amtierenden Schachweltmeister? Ich würde gerne wissen, ob so eine unglaubliche Intelligenz glücklich macht. Ich stelle es mir immer vor.

2. Welche Projekte warten auf ihre Vollendung?

Weltprojekte? Also der Weltfrieden? Oder meine kleinen Projekte?
Die Welt wartet sicher noch auf die Erschaffung einer neuen Spezies – irgendetwas wie Menschen aber mit Verantwortungsbewusstsein, und ich warte jetzt 2 Monate, ob es mir gelingt in Stuttgart gemeinsam mit dem Intendanten Regie eines meiner Stücke zu führen. Also so, dass es mir gefällt.

3. Was bringt Sie so richtig auf die Palme?

Zeitunglesen, Fernsehn schauen, Rassimus, Sexismus, das übliche, was eigentlich jeden verrückt werden lässt?

4. Worauf sind Sie besonders stolz?

Ich kenne das Gefühl nicht. Dass ist nicht bescheiden gemeint, oder kokett, ich kenne es einfach nicht

5. Mit welcher historischen Figur/Person hätten Sie sich gerne zum Essen verabredet?

Ich treffe nicht gern auf Menschen, die mir unbekannt sind. Ich bin zu verklemmt. Also darf ich bitte einen Freund treffen? Oder niemanden?

6. Über welche verpasste Gelegenheit ärgern Sie sich noch heute?

Medizin studiert zu haben, oder Mikrobiologie. Irgendetwas zum Anfassen…

7. Womit haben Sie ihr erstes Geld verdient?

Mit dem Handel antiquarischer Bücher. Da war ich 11.
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Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Sibylle Berg für die Teilnahme an unserem Online-Interview.

Quelle Foto: Lesekreis

Juli ZehJuli Zeh, geboren am 30. Juni 1974 in Bonn, studierte nach dem Abitur an der Pädagogium Otto-Kühne-Schule in Bonn Rechtswissenschaften mit Studienschwerpunkt Völkerrecht in Passau, Krakau, New York und Leipzig. Nach einem Praktikum bei der UNO in New York folgte ein juristischer Aufbaustudiengang „Recht der Europäischen Integration“, den sie mit dem Magister der Rechte (LL.M.Eur.) abschloss.

Das Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig hatte Juli Zeh 1996, noch vor Abschluss des Jurastudiums, begonnen und im Jahr 2000 mit dem Diplom abgeschlossen. Ihren literarischen Ruf setzt Juli sie mittlerweile auch politisch ein. Im Bundestagswahlkampf 2005 gehörte sie zu den Autorinnen und Autoren, die den Aufruf von Günter Grass zur Unterstützung der rot-grünen Koalition unterschrieben haben. 2009 war sie Mitglied der 13. Bundesversammlung.

Ihr Roman „Adler und Engel“ (2001) wurde zu einem Welterfolg und ist mittlerweile in über 30 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem „Deutschen Bücherpreis“ (2002), dem „Rauriser Literaturpreis“ (2002), dem „Hölderlin-Förderpreis“ (2003), dem „Ernst-Toller-Preis“ (2003), dem „Carl-Amery-Literaturpreis“ (2009) und dem Gerty-Spies-Literaturpreis der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (2009). Zuletzt erschien im August 2012 von Juli Zeh der Roman „Nullzeit“ im Schöffling Verlag. Sie lebt heute in Leipzig. Mehr über Juli Zeh findet sich auf iher Facebook-Seite oder auf ihrer Homepage.

7 Fragen an Juli Zeh

1. Mit wem würden Sie gerne für einen Tag den Platz tauschen?

Mit meiner Katze.

2. Welche Projekte warten auf ihre Vollendung?

Unzählige Romanprojekte (habe aufgehört zu zählen).

3. Was bringt Sie so richtig auf die Palme?

Hunger auf Kokosnüsse. 😆

4. Worauf sind Sie besonders stolz?

Mein Haus, mein Mann, meine Pferdepfleger.

5. Mit welcher historischen Figur/Person hätten Sie sich gerne zum Essen verabredet?

Vladimir Nabokov (falls er historisch ist).

6. Über welche verpasste Gelegenheit ärgern Sie sich noch heute?

Nicht zwischen 20 und 30 die ersten drei Kinder bekommen zu haben.

7. Womit haben Sie ihr erstes Geld verdient?

Hunde ausführen.
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Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Juli Zeh für die Teilnahme an unserem kleinen Online-Interview.

Quelle Biografie: Wikipedia

Peter James, geboren am 22. August 1948 in Brighton, ist Drehbuchautor, Filmproduzent und Schriftsteller. Seine Schulzeit verbrachte er an der Charterhouse School und studierte anschließend am Ravensbourne College of Design and Communication. Danach lebte er viele Jahre in den USA.

Seine erste Begegnung mit Hollywood hatte Peter James, als er im Haus von Filmlegende Orson Welles als Putzkraft arbeitete (sh. mehr dazu weiter unten).

In den 1970er Jahren begann Peter James sich in Hollywood als Filmproduzent einen Namen zu machen und war an Filmen wie Der Bunker mit Peter Sellers (1973) und Der Kaufmann von Venedig mit Al Pacino und Jeremy Irons in den Hauptrollen (2004) beteiligt. Mittlerweile besitzt er eine eigene Produktionsfirma in England und ist u.a. als Drehbuchautor tätig.

Seit 1981 schreibt Peter James Kriminalromane. Sein 2007 in deutschsprachiger Übersetzung erschienener Thriller „Stirb ewig“ (Originaltitel: Dead simple, 2005) wurde zu einem großen Erfolg.

Seine Krimis werden mittlerweile in 34 Sprachen übersetzt. Peter James erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Krimi-Blitz 2005, den in Frankreich begehrten Prix Polar International 2006 sowie den renommierten Prix Coeur Noir 2007.

Im Dezember 2011 erschien zuletzt im Scherz Verlag „Du sollst nicht sterben: Ein neuer Fall für Roy Grace“ (Orignaltitel: Dead Like You, 2010) in deutschsprachiger Übersetzung. Wann sein aktueller Thriller „Perfect People“ hierzulande erscheint, ist leider noch nicht bekannt.

Peter James wohnt mit seiner Familie in Ditchling in Sussex und im Stadtteil Notting Hill in London.

Wer mehr über Peter James erfahren möchte, findet Informationen auf seiner Webseite unter www.peterjames.com oder hier auf seiner Facebook-Seite.

7 Fragen an Peter James

1. Mit wem würden Sie gerne für einen Tag den Platz tauschen?

* If you could switch places with someone for a day, who would it be?

Es wäre Jeremy Clarkson. Ich bin ein großer Auto Fan und ich liebe die Art & Weise wie sein Leben gänzlich dem Herumbasteln an hauptsächlich schönen Autos gewidmet ist! Zudem finde ich es toll, dass er die ungeheuerlichsten Dinge sagen und damit davonkommen kann!

* It would be Jeremy Clarkson. I am a huge petrol head, and I love the way his life seems to be entirely devoted to messing around with mostly nice cars! Also I love the way he can say the most outrageous things and get away with them!

2. Welche Projekte warten auf ihre Vollendung?

* Which projects are waiting for you to finish them?

Ich arbeite an einem dicken Wälzer voll Kurzgeschichten, welche eine Mischung aus Krimi und Übernatürlichem sein werden. Es werden auch einige dabei sein, die uns hinter die Kulissen des Lebens einiger Charaktere aus meinen Roy Grace Büchern blicken lassen werden. Dann arbeite ich noch an einem in sich abgeschlossenen Thriller, für den ich einige Jahre zum Schreiben brauchen werde, und in dem es um einen Mann geht, der behauptet den absoluten Beweis für Gottes Existenz zu besitzen.

* I am working on a large volume of short stories, which will be a mix of crime and supernatural. There will also be some in there which take us behind the scenes of the lives of some of the characters in my Roy Grace novels. Then I am working on a standalone thriller, which is going to take me a few years to write, about a man who claims to have absolute proof of God’s existence.

3. Was bringt Sie so richtig auf die Palme?

* What really gets your hackles up?

Wenn ich sehe, wie jemand Müll aus einem Autofenster wirft. Wenn ich jemandem die Tür aufhalte und dieser sich nicht bedankt. Wenn ich im Zug jemanden sitzen sehe, der stundenlang vor sich hinstarrt, will ich ihn anschreien „Lies ein Buch!!!!“

* When I see someone throw trash out of a car window. When I hold open a door for someone and they don’t say „thank you“. When I see someone sitting on a train I am on, for several hours, staring into space. I want to scream at them „Read a book!!!!“

4. Worauf sind Sie besonders stolz?

* What are you most proud of?

Mir wurde vor drei Jahren ein Ehrendoktor der Brighton University verliehen, für meinen Beitrag zum literarischen Erbe der Stadt. Ich verließ die Schule in mieser Stimmung, mit fürchterlichen Noten in all meinen Prüfungen, als ich 18 war, daher war dies wirklich ein großartiger Moment. Ich fühlte mich wie der lebende Beweis von Oscar Wildes Maxime „Nichts, das wissenswert ist, kann gelehrt werden.“ !!! Zudem habe ich mich im vergangenen Oktober, als ich den „People’s Bestseller Dagger“ gewann und dabei unter anderem Lee Child und David Baldacci schlug, riesig gefreut – da diese Wahl nicht durch ein elitäres Komitee erfolgte, sondern durch die Öffentlichkeit.

* I was awarded an Honorary Doctorate by Brighton University, three years ago, for my contribution to the literary heritage of the city. I left school under a cloud, with terrible grades in all my exams when I was 18, so this was really a great moment. I felt I was living proof of Oscar Wilde’s maxim of „Nothing that is worth knowing can be taught.“ !!! Also this past October, when I won the „People’s Bestseller Dagger“ beating Lee Child and David Baldacci among others, I was truly thrilled – because this was voted for not by an elite committee but by the public.

5. Mit welcher historischen Figur/Person hätten Sie sich gerne zum Essen verabredet?

* Which historical figure would you have liked to meet for dinner?

Oscar Wilde, auf jeden Fall. Ich habe schon immer seine schriftstellerische Arbeit, die komische wie auch die ernsten Werke sehr gemocht, aber als geistreicher Mensch, der er war, wäre er meiner Meinung nach erstaunliche Gesellschaft gewesen. Ich erinnere mich an eine Begebenheit, als er zu einer Essenseinladung zu spät kam und seine Gastgeberin auf die Uhr deutete und verärgert meinte, „Herr Wilde, ist Ihnen klar wie spät es ist?“ Er antwortete: „Gnädige Frau, wie kann diese schreckliche kleine Maschine im Entferntesten wissen, was die großartige, goldene Sonne gerade macht?“

* Oscar Wilde, for sure. I have always loved his writing, both his comedy and his serious work, but as a wit, I think he would have been astonishing company. I remember one story when he arrived late for a dinner and the hostess pointed at the clock and said, angrily, „Mr Wilde, do you realize the time?“ He replied: „Madam, how can that nasty little machine possibly know what the great golden sun is doing?“

6. Über welche verpasste Gelegenheit ärgern Sie sich noch heute?

* Which missed opportunity do you still regret?

Als ich 19 war, hatte ich einen Job als Putzkraft in einem Haus, während ich an der Filmakademie in London war. Mir war nicht bewusst, dass es Orson Welles‘ Londoner Haus war, bis er eines Morgens durch die Haustür hereinkam. Ich kniete auf dem Boden mit einem Eimer und einem Schwamm, die Fußbodenleiste wischend. Ich sah ihn an, wollte ihm dringend alle möglichen Fragen stellen, aber alles was ich zustande brachte, war rot anzulaufen und zu stottern! Er sagte höflich „Guten Morgen“ zu mir und ging weiter. Am nächsten Tag brach er nach Amerika auf und ich sah ihn nie wieder…

* When I was 19 I got a job cleaning in a house, while I was at film school. I did not realize it was Orson Welles’s London home, until one morning he walked through the front door. I was on my knees with a bucket and a sponge wiping the skirting board. I look at him, desperately wanting to ask him all kinds of questions and all I could do was blush and stammer! He said a polite „good morning“ to me and walked on. The next day he went to America and I did not see him again…

7. Womit haben Sie ihr erstes Geld verdient?

* What did you earn your first money with?

Mit einer wahren Geschichte, die ich an ein Satire Magazin, Private Eye, sandte, als ich 16 war und für die ich einen Betrag in Höhe von zehn Schilling (in der heutigen Währung in etwa zehn Euro) erhielt. Sie handelte von einem amerikanischen Erfinder namens Reuben Tice, der beschloss, dass mehr Menschen Backpflaumen essen würden, wenn diese nicht runzelig aussähen. Also baute er einen dampfbetriebenen Kompressor, um sie zu glätten – und starb als die Maschine explodierte und ihm der Deckel auf den Kopf schlug.

* It was a true story I sent to the satirical magazine, Private Eye, when I was 16, for which I got paid the sum of ten shillings (about ten Euros in today’s money). It was about an American inventor called Reuben Tice, who decided that more people would eat prunes if they were not wrinkled. So he built a steam compressor to dewrinkle them – and he was killed when the machine exploded and he was struck on his head by the lid.

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Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Peter James für die informativen ausführlichen Antworten und bei Anne Kästner (Crime Lilly) für die freundliche Übersetzung.