Am 23. August 2014 besprechen wir im Lesekreis den Roman „In Plüschgewittern“ von Wolfgang Herrndorf. Wir treffen uns um 21 Uhr bei Hannelore.

Kurzbeschreibung
Taschenbuch: 192 Seiten, Verlag: rororo; Auflage: 8 (1. März 2012)
„Ich kann nicht mit jemandem zusammen sein, hat Erika gesagt, der sich für rein gar nichts interessiert. Dann ist ja alles in Ordnung, habe ich gesagt. Und darauf Erika: Genau das meine ich.“ Dies ist die Geschichte eines Mannes um die dreißig, der auf dem Weg aus der westdeutschen Provinz in die Szenequartiere der Hauptstadt wenig tut, aber viel mitmacht. Der seine Umwelt beobachtet, sie mitleidlos kommentiert und im Übrigen an sich und der Welt leidet. So einer passt nach Berlin, denn Berlin heißt: Endloses Gerede, viel Durst, vager Durchblick, kein Plan. Keine Arbeit sowieso, dafür ab und zu Altbau-Partys, bei denen auch schon mal jemand vom Dach fällt. Doch dann widerfährt unserem Helden ein Miss­geschick: Er verliebt sich.

Über den Autor
Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, hat Malerei studiert und unter anderem für die „Titanic“ gezeichnet. 2002 erschien sein Debütroman In Plüschgewittern, 2007 der Erzählband Diesseits des Van-Allen-Gürtels und 2010 der Roman Tschick, der zum Überraschungserfolg des Jahres avancierte.

Wolfgang Herrndorf wurde u.a. mit dem Deutschen Erzählerpreis (2008), dem Brentano-Preis (2011), dem Deutschen Jugendliteraturpreis (2011), dem Hans-Fallada-Preis und dem Leipziger Buchpreis (2012) ausgezeichnet. Nach schwerer Krankheit tötete sich Herrndorf tötete am 26. August 2013 in Berlin selbst. Er wurde auf dem Dorotheenstädtischer Friedhof in Berlin beigesetzt.

2008 erhielt der 45-jährige deutsche Schriftsteller, Maler und Illustrator Wolfgang Herrndorf den mit 5000 Euro dotierten und mit einem dreimonatigen Aufenthalt im Grandhotel Römerbad verbundenen Deutschen Erzählerpreis für seinen Erzählungsband Diesseits des Van-Allen-Gürtels.

In der Jurybegründung heißt es: „Wolfgang Herrndorf erhält den Deutschen Erzählerpreis für sein ironisches und melancholisches Spiel mit zeitgenössischen Wirklichkeiten, seien es nun die Milieus von Werbeagenturen, Literatenzirkel oder die asozialen Ränder Ostdeutschlands.

Die sowohl mit professionellen Literaturkritikern als auch Studenten des Germanistischen Seminars der Universität Heidelberg besetzte Jury, zeichnete Wolfgang Herrndorf nun für seinen Roman Tschick, der im September 2010 im Rowohlt Verlag erschienen ist und derzeit  ebenfalls für den Leipziger Buchpreis (Kategorie Belletristik) nominiert ist, mit dem 10.000 Euro dotierten Clemens Brentano Förderpreis für Literatur der Stadt Heidelberg aus.

Nach Einschätzung der Jury gelang Herrendorf mit „Tschick“ eine anrührende Geschichte zweier Halbwüchsiger, die sich „auf eine hochkomische Tour durch die deutsche Provinz begeben.“ Die Jury würdigte die Sprache Herrendorfs, die den Jugendslang aufnehme und diesen in bleibende Literatur verwandele.

Der Clemens Brentano Preis der Stadt Heidelberg wird seit 1993 jährlich wechselnd in den Sparten Erzählung, Essay, Roman und Lyrik an deutschsprachige Autoren vergeben.

Quelle: Börsenblatt

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