Facebook Seite Feed abonnieren

Januar 2006: Das Jagdgewehr – Yasushi Inoue

1. Januar 2006 | Von | Kategorie: Bücher, Bücher aus dem Lesekreis

Cover Das Jagdgewehr

Kurzbeschreibung
Aus dem Japanischen von Oskar von Benl. Mit einem Jagdgewehr “auf dem wunderlich einsam wirkenden Rücken des Jägers”, der seinen Weg durchs Gebirge zieht, fängt alles an. Fasziniert von diesem Bild, schreibt ein Dichter das Gedicht “Das Jagdgewehr“. Der einsame Jäger liest das Gedicht in seiner “Jägerzeitung” erkennt sich selbst in den Zeilen wieder und schreibt dem Dichter, genauer: Er schickt ihm die Abschiedsbriefe dreier Frauen, die sein Leben bestimmten: seiner Frau, seiner Geliebten und deren Tochter. Aus drei Perspektiven erzählen diese Briefe die Geschichte seines Lebens, die Geschichte einer verbotenen Liebe, die in Wirklichkeit eine Geschichte der Einsamkeit ist. Und sie erklären, weshalb der Mann mit dem Jagdgewehr so still und einsam seinen Weg geht.

Über den Autor
Yasushi Inoue, geboren am 6. Mai 1907 in Asahikawa, Hokkaidō, gestorben am 29. Januar 1991 in Tōkyō, war ein japanischer Schriftsteller.

Inoue studierte in Kyushu, dann in Kyoto, mit Abschlüssen in Kunst und Geschichte. Nach seiner Arbeit als Journalist für Mainichi Shimbun und als Soldat in China 1937 begann er seine Karriere als Schriftsteller. Einsamkeit und zwischenmenschliche Beziehungen bestimmen viele seiner Werke, zu denen auch historische Romane, Essays und Gedichte gehören. Neben vielen anderen Literaturpreisen, mit denen sein Werk ausgezeichnet wurde, gewann sein Roman Der Stierkampf 1950 den Akutagawa-Preis, zu Lebzeiten wurde er in Japan als „lebender Nationalschatz“ geehrt.

Seit 1993 gibt es einen nach ihm benannten Literatur- und Kulturpreis. Seine Werke sind in viele Sprachen übersetzt worden. Filmbearbeitungen seiner Romane gibt es u. a. von Ōno Yasuko, M. Kazuo und Inagaki Hirosho. In Deutschland gehört er zu den meistgelesenen japanischen Autoren.

Vor allem sein kurzer Roman Das Jagdgewehr besticht durch seine Erzähltechnik: Ein einsamer Jäger legt dem Erzähler, motiviert von dessen vorher veröffentlichen Gedicht mit dem Titel Das Jagdgewehr, drei Abschiedsbriefe vor: von seiner Frau, seiner Geliebten und deren Tochter. Dem Leser offenbart sich eine Geschichte eines Ehebruchs, einer verbotenen Liebe, die von Einsamkeit und emotionaler Kälte geprägt ist.

Tweet about this on TwitterShare on Google+Share on Facebook

Schreibe einen Kommentar