Facebook Seite Feed abonnieren

Juli 2006: Die Vermessung der Welt – Daniel Kehlmann

1. Juli 2006 | Von | Kategorie: Bücher, Bücher aus dem Lesekreis

Cover Die Vermessung der WeltKurzbeschreibung
«Daniel Kehlmanns Roman über Gauß und den Naturforscher Alexander von Humboldt ist die leichthändig ineinander verwobene Doppelbiographie zweier großer Gelehrter, so unterhaltsam, humorvoll und auf schwerelose Weise tiefgründig und intelligent, wie man es hierzulande kaum für möglich hält.» («Frankfurter Allgemeine Zeitung»)

Daniel Kehlmann, geboren am 13. Januar 1975 in München, ist ein deutschsprachiger Schriftsteller. Er wurde als Sohn des Regisseurs Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler geboren. Die Familie zog 1981 nach Wien, wo Kehlmann im Jahr 1993 am Kollegium Kalksburg maturierte und anschließend Philosophie und Literaturwissenschaft studierte.

Nach seinem Studium begann er eine philosophische Dissertation über den Begriff des Erhabenen bei Kant, „die ich aber ziemlich bald liegen gelassen habe.“ Dies habe unter anderem daran gelegen, „daß es mit dem Schreiben so gut lief.“

1997 debütierte Kehlmann mit dem Roman Beerholms Vorstellung. Darauf folgten “Mahlers Zeit” (1999) und die Novelle “Der fernste Ort” (2001). Seinen internationalen Durchbruch als Schriftsteller schaffte er 2003 mit seinem vierten Roman “Ich und Kaminski”. Er schreibt Rezensionen und Essays für verschiedene Zeitungen, unter ihnen die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Rundschau, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Volltext und Literaturen.

2001 war Kehlmann Gastdozent für Poetik an der Universität Mainz, im Wintersemester 2005/06 hatte er die Poetikdozentur der FH Wiesbaden, und im Wintersemester 2006/07 die Poetikdozentur der Universität Göttingen inne. Daniel Kehlmann ist Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur.

Die Vermessung der Welt ist Kehlmanns bisher ambitioniertester und auch erfolgreichster Roman. Auf einer Liste der international bestverkauften Bücher des Vorjahres, die die New York Times am 15. April 2007 veröffentlichte, kam der Roman auf Platz zwei. Thomas Glavinic, der als enger Freund Kehlmanns gilt, behandelt in seinem Roman Das bin doch ich die Entwicklung der Zahl der verkauften Exemplare des Romans Die Vermessung der Welt nach Art eines running gags, indem er sie mit seinem eigenen relativen Misserfolg im Jahr 2006 kontrastiert. Die Vermessung der Welt erzählt die um zahlreiche Erfindungen angereicherten Lebensgeschichten der beiden Forscher Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß – ein Roman über die Entstehung der modernen Wissenschaft, über die Deutsche Klassik. Das Buch ist größtenteils in indirekter Rede geschrieben, wodurch eine Vielzahl komischer, ja burlesker Effekte entstehen.

Seine durchaus experimentell orientierte Poetik beim Schreiben eines historischen Romans erläutert Kehlmann in dem seiner Essaysammlung titelgebend vorangestellten Text Wo ist Carlos Montúfar?

Tweet about this on TwitterShare on Google+Share on Facebook

12 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Hi,

    das ist ein Buch, über das man nicht viele Worte verlieren muß. Ich würde es keinem weiter empfehlen. Den Kommentar der FAZ kann ich nicht nachvollziehen. Schade!

    dirty aka Matthias

  2. Mich hat das Buch dazu gebracht, seitenweise Informationen über Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß im Internet abzurufen. Ich war erstaunt über die Parallelen der Protagonisten im Buch und in ihrem Wirken zu ihren Lebzeiten. Muss verdammt viel Arbeit gewesen sein, dies in einem Roman auf doch sehr humorvolle Art zu verknüpfen.

  3. Ich fand die “Vermessung der Welt” ein wunderbar abwechselndes Buch mit viel Humor und in einer klasse Sprache verfasst.
    Habe darauf hin gleich noch “Ich und Kaminski” von Daniel Kehlmann nachgeschoben und stelle auch hier fest, wie einfallsreich der Autor schreibt und welch harte Recherche seinen Romanen zu Grunde liegen muß.

Schreibe einen Kommentar