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Moonbow 1: Auge um Auge von Stephanie Madea [Rezension]

4. Mai 2014 | Von | Kategorie: Fantasy, Lesekreis, Rezensionen

Moonbow 1View wird in jungen Jahren ihre angeborene besondere Gabe zum Verhängnis. Sie kann nur durch bloßen Blickkontakt andere Menschen erblinden lassen. Gefangen in einem geheimen Labor eines machtgierigen Mannes wächst sie, zahlreichen Tests und Forschungen ausgesetzt, ohne Kontakt zur Außenwelt zu einer jungen Frau heran.
Als ihr plötzlich die Flucht mit Hilfe eines jungen Mannes gelingt, wird ihr langsam klar, was eigentlich in diesem Labor mit ihr passiert ist. Und sie war dort nicht allein…

Junge Menschen, fast noch Kinder, mit besonderen Fähigkeiten verschwinden einfach spurlos. Unheimliches geschieht seit einiger Zeit in der Welt, eine Epidemie ungeahnten Ausmaßes bedroht die Menschheit. In dieser Zeit treffen Zachary, genannt Zac, und View in einem geheimen Labor zufällig aufeinander. Er überredet sie zur gemeinsamen Flucht.

Views Angst, jemanden mit ihrer Gabe zu verletzten, ist tief in ihr verwurzelt. Daher ist es besonders erstaunlich, dass ihre selbst auferlegte Blindheit sie nicht auf der Flucht einschränkt. Unter Zacs Führung und mit ihren hervorragend geschärften Sinnen ist es ihnen möglich ihren Verfolgern immer wieder einen winzigen Schritt voraus zu sein. Obwohl sie ihn nie gesehen hat, wächst in ihr eine innige Zuneigung zu Zac, der ihr auf der Suche nach seinem Vater behutsam die wahren Ausmaße ihres manipulierten Lebens verdeutlicht. Es ist wie das langsame Erwachen aus einem Jahre andauernden Winterschlaf. Ihre Naivität in manchen Dingen ist durchaus nachvollziehbar, da sie die ganze Zeit über in diesem Labor überwacht, ihre wahre Identität und Vergangenheit, sogar ihr richtiger Name mit allen Mitteln im Dunkeln gehalten wurde. Erst Steven, Zacs Vater, öffnet ihr im wahrsten Sinne des Wortes die Augen.

Der Leser fiebert unwillkürlich ebenso mit den Personen mit, die auf der Suche nach den geliebten Menschen sind, die scheinbar spurlos vom Erdboden verschwunden sind. Auch wenn die Personen und ihre Wege noch so verschieden sind, eines haben sie gemeinsam: Sie geben die Hoffnung nie auf und lassen sich auch durch kleine Rückschläge nicht beirren.

Mit diesem Buch überrascht Stephanie Madea uns mit einigen unterschwellig apokalyptischen Segmenten. Verschiedene Erzählstränge laufen in diesem Roman wie lose Fäden nebeneinander her um sich doch immer mehr im Lauf der Geschichte anzunähern. Die Protagonisten sind sympathisch und haben trotz einiger Eigenarten das Herz auf dem rechten Fleck. Ihre Mitstreiter stehen ihnen als faszinierende Persönlichkeiten in nichts nach, ob nun im Guten oder Bösen. Skrupellose Wissenschaftler, dubiose Machenschaften eines einzelnen Mannes und ein kaltblütiger Auftragskiller sorgen zusätzlich für einen echten Gänsehauteffekt.

Der fesselnde, flüssige Schreibstil der Autorin saugt jeden ohne Gnade in diese Geschichte ein, so dass man schnell die Zeit vergisst und nur kurz auftaucht um verwundert festzustellen, dass es mal wieder anders gekommen ist als erwartet. Auch die mystischen Elemente geben diesem Roman eine faszinierende Würze. Verblüffende Wendungen gehen Hand in Hand mit spannenden Sequenzen und zu Herzen gehenden Momenten, besonders die Überraschungen, die den Lauf der Geschichte prägen und auf ein famoses Final hindeuten, haben mir persönlich sehr gut gefallen.

Mit Spannung erwarte ich nun den 2. und letzten Teil der Dilogie, der hoffentlich die letzten losen Enden miteinander verknüpft und noch einige Überraschungen parat hat. Aber ich bin mir sicher, dass mich Stephanie Madea auch diesmal nicht enttäuschen wird und ein grandioses Finale für diese außergewöhnliche Geschichte vorgesehen hat.

Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Angie für diese schöne Buchbesprechung!

Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 20. Dezember 2013 bei bookshouse (323 Seiten)
Menschen erblinden, wenn View ihnen in die Augen blickt. Ein Schock, als sich herausstellt, dass sie fortan zur Sicherheit aller isoliert in einem Hochsicherheitslabor leben muss – bis zu einer Begegnung, die nicht hätte sein dürfen. Zachary Veil zeigt ihr mit grausamer Gewissheit, dass ihr Leben eine einzige Lüge ist.

Zac und View fliehen und es folgen weitere bittere Erkenntnisse: Die Welt hat sich seit Beginn ihrer Behandlung verändert. Die Menschheit verliert das Augenlicht, eine Prophezeiung scheint sich zu bewahrheiten und View weiß nicht, ob sie ihrem einzigen Verbündeten Zac vertrauen darf. Ihre Gefühle sprechen für ihn, aber irgendetwas verbirgt er vor ihr. Ist er der Richtige im Kampf gegen ihre skrupellosen Verfolger?

Über die Autorin
Stephanie Madea erblickte 1977 in Norddeutschland das Licht der Welt. Nach drei staatlichen Abschlüssen, mehrjähriger und vielfältiger Berufstätigkeit im In- und Ausland startete sie im kreativen Bereich ihre Selbstständigkeit und erfüllte sich damit ihren lang gehegten Traum. Seit 2007 lebt sie mit ihrem Lebensgefährten und ihren vier Katzen in einem kleinen Bergdorf auf Zypern und arbeitet neben ihrem Hauptberuf als freie Schriftstellerin. Stephanie Madea schreibt mit Herzblut Paranormal Romance-Serien und Romantic Thrill-Romane.

Mehr unter: www.stephanie-madea.com

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