….um 4.06 Uhr auf der A94 zwischen München Riem und Feldkirchen. Woher mag er gekommen sein? In der Nacht zuvor hatte er mit Freunden seinen 43. Geburtstag gefeiert und sich dann mit den Worten: „Ich brauche mal frische Luft“, verabschiedet. Danach wurde er auf der Autobahn von einem LKW erfasst und tödlich verletzt.

„Jörg Fauser gehört zu den frühverstorbenen Genies der jüngeren deutschen Literatur. Sein Stil ist geprägt von amerikanischen Coolness-Autoren wie Chandler oder Bukowski. Gleichzeitig gehörte Hans Fallada zu seinen Vorbildern. … Ein Autor, der beherzt ins schmutzige Leben gegriffen und in mancher Hinsicht wie ein Rockmusiker gelebt hat.“ Wolfgang Schneider, Frankfurter Allgemeine Zeitung (2007)

Jörg Fauser, geboren am 16. Juli 1944, schrieb Essays und Kommentare, Gedichte, Hörspiele, Drehbücher, Erzählungen, Kriminalromane, Songtexte und übersetzte aus dem Englischen. Er hielt sich zunächst längere Zeit in Istanbul und London auf.
Nach ersten literarischen Versuchen arbeitete er als Aushilfsangestellter, Flughafenarbeiter und Nachtwächter und war verantwortlicher Redakteur bzw. Herausgeber verschiedener Underground-Zeitungen.
1972 erschien sein erstes Buch „Tophane“. Seit 1974 lebte er als freier Schriftsteller in München und Berlin. Seinen literarischen Durchbruch hatte er 1981 mit dem Roman „Der Schneemann“, der später mit Marius Müller-Westernhagen erfolgreich verfilmt und vielfach übersetzt wurde. Der Roman „Rohstoff“ erschien 1984, „Blues für Blondinen“ (Reportagen, Essays, 1984), „Das Schlangenmaul“ ein Thriller, erschien 1985. Romanfragmente aus „Die Tournee“ werden in diesem Jahr veröffentlicht. Jörg Fauser konnte den Roman nicht fertigstellen.

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