Wer bin ich und wenn ja, wie viele? wird neue Nummer eins der Sachbücher

Nach 100 Wochen hat Hape Kerkelings Pilger-Tagebuch Ich bin dann mal weg den Spitzenplatz der Spiegel-Bestenliste Sachbücher verloren. Die neue Nummer eins ist Richard David Precht mit Wer bin ich und wenn ja, wie viele? aus dem Goldmann Verlag.

Mit mehr als drei Millionen verkauften Exemplaren gehört die Chronik einer Selbstfindung zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Sachbüchern nach 1945.

Wer bin ich und wenn ja, wie viele?Kurzbeschreibung
„Fragen zu stellen ist eine Fähigkeit, die man nie verlernen sollte.“ (Richard David Precht)

Eine faszinierende Reise in die Welt der Philosophie – Richard David Prechts Buch bietet Antworten auf die großen Fragen des Lebens

Was ist Wahrheit? Woher weiß ich, wer ich bin? Warum soll ich gut sein? Bücher über Philosophie gibt es viele. Doch Richard David Prechts Buch „Wer bin ich?“ ist anders als alle anderen Einführungen. Niemand zuvor hat den Leser so kenntnisreich und kompetent und zugleich so spielerisch und elegant an die großen philosophischen Fragen des Lebens herangeführt. Ein einzigartiger Pfad durch die schier unüberschaubare Fülle unseres Wissens über den Menschen. Von der Hirnforschung über die Psychologie zur Philosophie bringt Precht uns dabei auf den allerneusten Stand. Wie ein Puzzle setzt sich das erstaunliche Bild zusammen, das die Wissenschaften heute vom Menschen zeichnen. Eine aufregende Entdeckungsreise zu uns selbst: Klug, humorvoll und unterhaltsam! · Eine ebenso kompetente wie spielerische Annäherung an die großen philosophischen Fragen · Ein Buch, das die Lust am Denken weckt!

Klappentext
„Wenn Sie dieses Buch lesen, haben Sie den ersten Schritt auf dem Weg zum Glück schon getan. […] Dieses Buch ist unverzichtbar.“ Elke Heidenreich

„Lernen und Genießen sind das Geheimnis eines erfüllten Lebens. Lernen ohne Genießen verhärmt, Genießen ohne Lernen verblödet. Sollte es diesem Buch gelingen, beim Leser die Lust am Denken zu wecken, wäre sein Ziel erreicht!“ Richard Precht

„Richard David Prechts rhetorisch feine Gedankengänge weisen über einen Zeitgeist und den eigenen Tellerrand hinaus. Er stellt systematische Fragen, die uns im Alltag berühren. Und spannt ein Netz aus philosophischen Erkenntnissen, naturwissenschaftlichen Entdeckungen und politischen Ereignissen, das den Blick öffnet für das Gesamtereignis Mensch.“ WDR 5

Richard David PrechtÜber den Autor
Richard David Precht, Philosoph, Publizist und Autor, wurde 1964 in Solingen geboren. Er promovierte 1994 an der Universität Köln über Robert Musil und arbeitet seitdem für nahezu alle großen deutschen Zeitungen und Sendeanstalten.

1997 war er Arthur F. Burns Fellow bei der Chicago Tribune und erhielt 1999 das Heinz-Kühn-Stipendium. Im Jahr 2000 war er Fellow am Europäischen Journalistenkolleg in Berlin. Im gleichen Jahr erhielt er den Publizistik-Preis für Biomedizin.

1996 veröffentlichte er Die gleitende Logik der Seele, eine Studie über Robert Musil. 1997 befasste sich Precht mit den ethischen Problemen im Verhältnis von Mensch und Tier (Noahs Erbe). Das Buch wurde u.a. von Elke Heidenreich sehr gelobt. 1999 publizierte Precht, gemeinsam mit seinem Bruder Georg Jonathan, den Roman Das Schiff im Noor und 2002 den heiter-melancholischen Nachwende-Roman Die Kosmonauten.

Prechts autobiografisches Buch Lenin kam nur bis Lüdenscheid über seine linke Kindheit in den 1970er Jahren wurde von der Kritik gut aufgenommen und 2007 vom WDR, SWR und der Filmstiftung NRW verfilmt. Von 2002 bis 2004 war er Kolumnist der Zeitschrift Literaturen.

2007 erschien Wer bin ich †“ und wenn ja, wie viele?, ein Einführungsbuch in die Philosophie, die Hirnforschung, die Psychologie und andere Wissenschaften.

Precht ist verheiratet mit der luxemburgischen Fernseh-Journalistin Caroline Mart. Er lebt in Köln und in Luxemburg.

Quelle Foto: Flickr

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 23/2008

Platz 1 : Die letzte Spur von Charlotte Link
Platz 2 : Träume süß, mein Mädchen von Joy Fielding
Platz 3 : Mieses Karma von David Safier
Platz 4 : Drachenläufer von Khaled Hosseini
Platz 5 : Alle meine Schwestern von Judith Lennox
Platz 6 : Verblendung von Stieg Larsson
Platz 7 : Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann
Platz 8 : Kein Mann für eine Nacht von Susan E. Phillips
Platz 9 : Die Blutlinie von Cody McFadyen
Platz 10 : Das Lied der Maori von Sarah Lark

Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 23/2008

Platz 1 : Feuchtgebiete von Charlotte Roche
Platz 2 : Schweigeminute von Siegfried Lenz
Platz 3 : Die Tore der Welt von Ken Follett
Platz 4 : Der Chinese von Hennig Mankell
Platz 5 : Urlaub mit Papa von Dora Heldt
Platz 6 : Laienspiel von Volker Klüpfel und Michael Kobr
Platz 7 : Der Geschmack von Apfelkernen von Katharina Hagena
Platz 8 : Bis(s) zur Mittagsstunde von Stephenie Meyer
Platz 9 : Die Eleganz des Igels von Muriel Barbery
Platz 10 : Bis(s) zum Abendrot von Stephenie Meyer

Yves Saint Laurent ist tot

Yves Saint LaurentDer Modeschöpfer Yves Saint Laurent starb am Sonntagabend nach langer Krankheit in Paris, teilte sein langjähriger Freund und Kompagnon Pierre Bergé mit.

Yves Henri Donat Mathieu-Saint-Laurent, geboren am 1. August 1936 in Oran, Algerien, war der Sohn des leitenden Versicherungsangestellten Charles Saint-Laurent und dessen Frau, Lucienne Mathieu. Er wuchs in Oran auf und besuchte dort das Gymnasium bis zum Baccalauréat. Bei einer Theateraufführung von Molières „Critique de l’École des femmes†œ (Kritik der Schule der Frauen) entdeckte er seine Leidenschaft für Kostüme. So fertigte er bereits im Alter von elf Jahren Skizzen und Entwürfe für die Bühne an. Die Welt der Mode war für den jungen Saint Laurent auch eine Zuflucht vor dem Mobbing seiner Mitschüler, die den femininen Jungen als Außenseiter betrachteten und quälten.

1953 kam er mit 17 Jahren nach Paris, wo er eine Ausbildung zum Mode- und Bühnenzeichner an der Modeschule der Chambre Syndicale de la Haute Couture absolvierte. Während der Ausbildung gewann er einen Modezeichner-Wettbewerb des Internationalen Wollsekretariats IWS für den Entwurf eines Cocktailkleides. Seine Modezeichnungen wurden in der Vogue veröffentlicht. Michel de Brunhoff, der Direktor der Vogue, stellte den jungen Designer Christian Dior vor. Bei ihm arbeitete er bis zu dessen Tod im Jahre 1957. Während des Begräbnisses von Dior lernte Saint Laurent seinen späteren Geschäftspartner und Lebensgefährten Pierre Bergé kennen. Saint Laurent wurde im Alter von 21 Jahren zum Art Direktor befördert, um das Modehaus vor dem finanziellen Ruin zu bewahren. Seine erste Kollektion für das Unternehmen Christian Dior Ligne Trapéze wurde ein überwältigender, weltweiter Erfolg. 1958 präsentierte er seine erste eigene Kollektion bei Dior. Er befreite die Kostüme von Wattierungen und Versteifungen an Taille, Brust und Schultern, ohne jedoch auf die Pracht und die Fülle der Kostüme à la Dior zu verzichten.

1960 wurde er zum Militärdienst nach Algerien eingezogen, wo seit 1955 der Algerienkrieg wütete, und erlitt nach wenigen Tagen einen Nervenzusammenbruch. Er wurde in eine psychiatrische Anstalt überwiesen, dort behandelte man ihn mit Elektroschocks und Drogen (Sedativa). Eine lebenslange Abhängigkeit von Drogen war die Folge. Sein Arbeitgeber, das Modehaus Dior, entband ihn daher von seinem Arbeitsvertrag. Bergé dagegen glaubte an Saint Laurents Talent und unternahm alles, ihn wieder aus der Psychiatrie frei zu bekommen. 1961 endlich konnte er sich mit ihm selbständig machen. Fortan schneiderte Saint Laurent nur noch für das Modehaus Bergé. Das Paar trennte sich 1976 in freundschaftlicher Verbundenheit, doch blieben sie weiterhin Geschäftspartner.

Nachdem sich Saint Laurent 2002 aus dem Modegeschäft zurückgezogen hatte, lebte er weitgehend zurückgezogen in Paris. Er starb dort am 1. Juni 2008 nach langer Krankheit.

Unvergesslich haftet der Duft von seiner Kreation „Opium“ in meiner Nase.