Testleser Erst kürzlich sind die Ullstein Buchverlage mit dem Portal vorablesen.de online gegangen, und heute startet die verlagsunabhängige Variante der Idee. Neuerscheinungen können nun auch vor der Veröffentlichung bei dem Online-Literaturmagazin literature.de gelesen und bewertet werden. Die neue Website hierzu heißt: frueherlesen.de.

Mit dem Versprechen, dass interessierte Leser in Neuerscheinungen schmökern, sich mit anderen Lesern darüber austauschen und Buchbewertungen abgeben können, werden ab sofort Testleser gesucht.

Nach einer kostenlosen Anmeldung auf frueherlesen.de, besteht die Möglichkeit Leseproben zu den vorgestellten Titeln herunterzuladen. Alle vorgestellten Titel sind noch nicht im Handel erhältlich.

Wer eine Buchbewertung abgibt, nimmt automatisch an der Verlosung der Vorabexemplare teil.

literature.de ist das unabhängige Literaturmagazin im Internet. 1998 als Textplattform für angehende Autoren gegründet, hat es sich seit 1999 zu einem umfassenden Rezensions- und Informationsportal entwickelt. Mehr als 9.000 Rezensionen, dazu Autorenporträts, Interviews, Buch- & Kulturnews, sowie das Web-TV-Programm, bieten eine umfangreiche Vielfalt für das buchaffine Publikum.

Mit mehr als 570.000 Lesern und 2,82 Millionen Seitenzugriffen pro Monat (Stand 07/07) und rund 17.000 NEWSletter-Empfängern wöchentlich ist literature.de eines der reichweitenstärksten Literaturmagazine im deutschsprachigen Internet. Täglich frische Rezensionen, Autorenporträts, Interviews und Branchennews machen die Seiten zu einem geeigneten Anlaufpunkt für Leser und alle, die beruflich mit Büchern zu tun haben.

Laut einer Leserumfrage (Feb/Mrz 05) besuchen rund 47% des buchaffinen Publikums (Kerngruppe zwischen 21-59 Jahren) die Seiten von literature.de täglich, 28% schauen mindestens einmal in der Woche auf den Seiten vorbei. 39% unserer Leser haben im vergangenen Vierteljahr mehr als 10 Bücher gekauft. Neben Büchern & Informationen zu Autoren und Neuerscheinungen, interessieren sich die Leser für Unterhaltungsmedien, Technik, Reisen und das Internet im Allgemeinen.

Künftig soll monatlich ein exklusiv ausgewählter Titel vor dem Erscheinungstermin vorgestellt werden. Den Anfang macht ein Jugendbuch von Joe Donnelly mit dem Titel Jack Flint und Der Bann des Herzsteins. Das Buch erscheint am 12. September im Loewe Verlag.

Der Bann des Herzsteins Kurzbeschreibung
Ein schwarzer Stein und ein geheimnisvolles Buch sind alles, was Jack Flint und seinem Freund Kerry bleiben, als sie am Halloween-Abend vor den drohenden Schatten ins Ungewisse fliehen müssen und nach Temair gelangen – einem Reich, wie sie es aus uralten Legenden kennen. Ein mystischer Ort voller Geheimnisse, in dessen Tiefen die Todesgöttin Morrigan ihre Kräfte sammelt, um über Temairs Grenzen hinaus alle Welten grausam an sich zu reißen. Noch ahnt Jack nicht, dass sie es ausgerechnet auf ihn abgesehen hat. Denn er trägt den Schlüssel zur Vollendung ihres dunklen Plans bei sich – den magischen Herzstein?

Über den Autor
Joe Donnelly war viele Jahre als Enthüllungsjournalist tätig und erhielt bedeutende Preise für seine Zeitungsarbeiten, unter anderem den Scottish Reporter of the Year sowie die Campaigning Journalist-Auszeichnung. Er lebt heute als Schriftsteller in Dumbarton, Schottland, in der Nähe von Loch Lomond. „Jack Flint und der Bann des Herzsteins“ ist Donnellys erstes Jugendbuch. Im Moment arbeitet er am zweiten Band der Fantasy-Trilogie.

Quelle: literature.de

Bleibt die Frage, wer diese „exclusiven“ Titel nach welchen Kriterien auswählt? Mit einem Jugendbuch als „Einsteigerbuch“ scheint das online-Literturmagazin allerdings voll im Trend zu liegen.

11 Gedanken zu „frueherlesen.de – Bücher vorab im Netz

  1. Nur ist zu bezweifeln, ob literature.de wirklich unabhängig von Verlagen ist. Allein die Bereitstellung von Leseexemplaren deuten auf anderes hin. Verlagsübergreifend wäre wohl der stimmigere Ausdruck. Siehe auch hier beim Literaturcafé. LG tinius

  2. Also ich mag mich nicht an den Computer setzen um ein Buch zu lesen. Da bezahl ich lieber etwas mehr un kauf mir das Orginal in gedruckter Form

  3. @plissee : Am PC bekommst Du eh nur Leseproben zu sehen, nicht die ganzen Bücher. Das ist – für eine Beurteilung – wenig aussagekräftig, wie auch jemand bei frueherlesen.de ein Kommentator im Nebensatz anmerkte. Bücher lese ich auch nur in Papierform…. 😉 LG tinius

  4. Es sind auf jeden Fall die ersten Annäherungen der Buchbranche an das Internet, die über schlichte Homepages inkl. Shop hinaus gehen. Die Verlage drohen ja den Fehler der Musikbranche zu wiederholen und sich allzusehr gegen das Netz zu verschließen. Die strikte Ablehnung von Volltextversionen und auch sonst ein sehr konservativer Umgang mit dem Web sind imemr noch üblich. Von einer Ankunft im Web 2.0 kann da kaum die Rede sein.
    Mein Verlag unterstützt mich im Rahmen dieser Grenzen, gar keine Frage, aber die Idee, über mein Blog den Landeplatz der Engel Stück für Stück ins Netz zu setzen, lehnte der Verlag strikt ab und wies mich dezent, aber deutlich darauf hin, wer der Inhaber der Nutzungsrechte sei. Ich hätte das klasse gefunden, weil es einen neuen Zugang geschaffen hätte. Und auf Dauer sicher auch mehr Verkäufe (was für Autoren wie mich, die vom Schreiben leben, nicht unwichtig ist!!) Nun ist mein Blog reines Privatvergnügen und eine Menge Arbeit, die sich auch zu „lohnen“ beginnt. Es passiert das, was ich wollte: Ich kann in eine ganz andere Art von Kontakt mit den Leserinnen und Lesern treten und es kommt erstaunlich gut in Gang. Nachteil ist, dass ich kaum noch schreibe, weil mich ganze Drumherum völlig auffrisst… Jetzt sitze ich ja auch schon wieder hier… 😉
    Zum Thema Unabhängigkeit: NATÜRLICH ist daran zu zweifeln, die meisten dieser Portale sind alles andere als „unabhängig“, sobald sie sie kommerziell aufgezogen sind (und das sind sie), ist die Unabhängigkeit dahin.

  5. ah, meine Lieben, sorry für die Verspätung! Ich mag es überhaupt nicht, wenn ich irgendwo kommentiere und dann keine Antwort oder Reaktion erhalte, setze mal voraus, dass es euch ähnlich geht und gelobe Besserung 😉
    @tinius: ja, denke auch, dass verlagsübergreifend der bessere Ausdruck ist. Ich kann gar nicht erkennen, wie das funktioniert, im Impressum sind ungefähr 50 Personen aufgeführt, die wollen doch alle Geld verdienen, oder? Ist das mit dem bisschen Werbung und der Verlinkung der Bücher zu Amazon möglich? Ach tinius, sage mir doch bitte, wie kommt es, dass das erste Buch ein Jugendbuch ist und wer wählt denn so etwas aus?
    @Plissee: ich weiß zwar nicht wie viele Seiten es sind, aber hier kannst du zumindest eine PDF-Datei der Leseprobe runterladen, ansonsten stimme ich dir voll zu, kann mir auch nicht vorstellen jemals ebooks zu kaufen, aber wer weiß…
    @Frank: Ich hab´s endlich kapiert! 😉 „Landeplatz der Engel“ ist der Titel von deinem Buch und der Name deines Blogs. Wow, sehr mutig von dir über Details zu diskutieren! Wünsche dir ganz viel Erfolg damit! Werde mich etwas einlesen, sobald ich kann. Meine Zeit ist einfach auch begrenzt und ich muss mich immer entscheiden entweder einen Betrag vorzubereiten oder von einem Blog zum anderen zu hüpfen und zu lesen, und dabei verliere ich mich oft.

    Schönen Abend @all und
    LG

  6. lach, das mit dem verlieren scheint ja überhaupt das problem bei der bloggerei zu sein, meine empfehlung (wenn ich mir eine solche erlauben darf) für dich ist: lieber bücher lesen als bloggen, meine empfehlung für mich: lieber bücher schreiben als bloggen!! 🙂

  7. 😆 stimmt genau, ist allerdings leichter gesagt als getan, im Moment bin ich nämlich süchtig nach dem Bloggen! Und zwar mache ich das ohne Sinn und Verstand und meine das genauso wie ich es hier schreibe. 🙂 Bin gespannt wann mein Verstand wieder einsetzt und ich die Finger davon lassen kann….
    LG

  8. Ich kann nur vermuten, wie solche Abläufe aussehen : die Wahl eines Titels setzt sich m.E. aus zwei Komponenten zusammen : erstens : welche Verlage beteiligen sich überhaupt, was in der Anlaufphase wohl ein recht begrenzter Zirkel sein wird, und welcher Titel soll vom Verlag aus promotet werden (Spitzentitel), die zweite Komponente ist die Redaktion bei frueherlesen, die auch darauf achtet, welches Buch einen Zulauf gewährleisten kann. In beiden Fragestellungen dominiert vermutlich der Punkt der Massenkompatibilität. Nach HP und den diversen Bissen ist ein Jugend – Fantasy – Titel (auch für Erwachsene) vermutlich eine gute Wahl. literature.de finanziert sich wohl hauptsächlich über Werbung, die Betreiber sind aber selbst als PR – und Medienagentur für Autoren und Verlage unterwegs siehe : hier, sodaß man einerseits voraussetzen kann, daß Kontakte zu verschiedenen Verlagen bereits bestehen und damit eine gewisse Auswahl gegeben ist, andererseits über verschiedene Kanäle der (Re -) Finanzierung solcher Angebote durchaus möglich ist. (Ich hatte schon gedacht, ich wäre in Ungnade gefallen. 😉 ) LG tinius

  9. Aber tinius, du bist doch mein alter ego, weißt du das nicht?
    Merci für die Auskünfte! Die Reihe lässt sich ja noch um Paolini, Funke, Reifenberg ( 😉 ) beliebig erweitern. Ich habe tatsächlich erst eine einzige Person getroffen, die behauptet, dass man Stephenie Meyer einfach nicht lesen kann, ansonsten sind wahnsinnig viele, vor allem Mütter, im absoluten Bis(s)-Fieber. Wird Zeit sich ein eigenes Bild zu verschaffen, aber du amüsierst dich ja gerade in den Feuchtgebieten und ich weiche im Stalingrader Kessel Granatsplittern aus…
    Schönen Tag!

  10. Höre ich da Bissssigkeit (argh, Wortspiel!!!) oder Ironie? Wo ich gerade begann dolcevita zu mögen (der Inhalt des Namens liegt mir SEHR nah) und dir ganz großzügig eine Lesung anbieten wollte, wenn ich im Oktober sowieso schon in München bin (und ein Fernseh-Sender alles zahlt, frechgrins)…
    … wie ich in diese Reihe mit Paolini und Funke gelangt bin, ist mir nun schleierhaft, aber zumindest die Auflagen von Frau Funke hätte ich (wie 99% aller anderen deutschen Autoren) auch gerne und ihr Schreibhaus (was früher das Gartenhaus von Faye Dunnaway in Beverly Hills war) hätte ich auch gerne… Aber sie hat dafür ja redlich geschuftet, es sei ihr also gegönnt. Ich sollte mich auf Fantasy verlegen, ich merke es schon… Das Buch, das ich eigentlich gerade JETZT schreiben sollte hat vielleicht das Zeug dazu, ich werde ab jetzt jeden Morgen ein Mantra singen „oommmm, fännnntässsiiiiee, ooommm“ oder so, dann wird aus dem Weihnachtsroman ein Weihnachts-Fantasy-Roman… Schluss jetzt mit dem Gealbere (Achtung: l und a tauschen, dann machts auch Sinn!!!) Schönen Tag und alles andere auch! 🙂

  11. Wie schön, bis zum Oktober habe ich ja noch genügend Zeit mich von meiner süßen Seite zu zeigen, und dann komme ich natürlich gerne zu deiner Lesung, allerdings unbedingt inkognito, also ohne Sahnehäubchen. 😉
    Na dann, möge die Macht mit dir sein, und oommmm, fännnntässsiiiiee, ooommm deine Arbeit beflügeln!
    LG

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