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Kleiner Nobelpreis: David Almond und Jutta Bauer erhalten Hans Christian Andersen Preis

23. März 2010 | Von | Kategorie: Lesekreis

Hans Christian Andersen Preis für David Almond und Jutta Bauer

Die diesjährigen Gewinner des Hans Christian Andersen Preises sind der englische Autor David Almond und die deutsche Illustratorin Jutta Bauer. Die Jury gab die Gewinner am 23.03.2010 auf der Internationalen Kinderbuchmesse in Bologna bekannt.

Der Hans Christian Andersen Preis ist nach dem dänischen Schriftsteller Hans Christian Andersen (1805-1875) benannt und die höchste sowie angesehenste internationale Auszeichnung für Kinderbuchautoren und -illustratoren. Daher wird der Kinder- und Literaturpreis auch als „kleiner Nobelpreis“ bezeichnet. Allerdings ist er im Gegensatz zum richtigen Nobelpreis nicht dotiert.

Der Preis ist in zwei Sparten aufgeteilt: seit 1956 für die Autoren von Kinderbüchern und ab 1966 auch für die Illustratoren von Kinderbüchern.

Die Sieger werden im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden IBBY-Kongresses, in diesem Jahr in Santiago de Compostela, Spanien, geehrt.

Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der deutschen IBBY-Sektion (www.jugendliteratur.org) sowie auf der Seite von IBBY(International Board on Books for Young People)  selbst.

Über David Aldmond
Der 59-jährige britischen Schriftsteller David Almond, geboren und aufgewachsen in Felling sowie im benachbarten Newcastle, studierte er an der East Anglia Universität.

Als Autor begann er mit Prosa für Erwachsene, bevor er sich mit seinen Büchern an Kinder und vor allem an Jugendliche wendete. Gleich sein erster Jugendroman Skellig (1998), der wie auch die darauf folgenden Romane in Zeit und Umfeld seiner eigenen Jugend spielt, gewann den Whitbread Children’s Novel of the Year Award sowie die Carnegie Medal. Sein erstes Theaterstück Wild Girl, Wild Boy zielt auf ältere, bereits herangewachsene Jugendliche und wurde 2002 veröffentlicht, aber noch nicht ins Deutsche übersetzt.

Zuletzt erschien in Deutschland im Ravensburger Buchverlag im Januar 2009 Zeit des Mondes (Orig. Skellig, erschienen 1998)  in einer Übersetzung von Martin und Johanna Walser.

Zeit des Mondes ist ein Jugendroman mit fantastischen Elementen, der die Pubertät als Verwandlung, als Zwischenstadium zeigt, in der die Wahrnehmung schärfer ausgeprägt ist als später im Erwachsenenalter und die Ebene des Traums bedeutungsvoller hervortritt.

Über Jutta Bauer
Jutta Bauer, die deutsche Illustratorin von Kinder- und Jugendbüchern und Kinderbuchautorin, wurde 1955 in Hamburg geboren. Sie lehrte Illustration u. a. an der Bauhaus-Universität in Weimar und leitet seit Jahren Illustrationsworkshops in der ganzen Welt. Die deutsche Illustratorin von Kinder- und Jugendbüchern und Kinderbuchautorin.

Sie lieferte die Bilder für die Bilderbücher über den Jungen Juli, deren Texte Kirsten Boie schrieb. Auch stammen die Bilder vieler Geschichten von Christine Nöstlinger von ihr.

Für ihr Buch Schreimutter über eine Pinguinmutter, deren Kind so sehr nervt, bis die Mutter es schließlich anschreit und sich anschließend entschuldigen muss, erhielt sie 2001 den Deutschen Jugendliteraturpreis.

1998 war sie bereits für ihre Königin der Farben mit dem Troisdorfer Bilderbuchpreis ausgezeichnet worden. Danach veröffentlichte sie das Buch Opas Engel.

Ein Junge besucht seinen alten Großvater im Hospiz. Dieser erzählt ihm von seinen Abenteuern. Aus den Bildern ergibt sich jedoch, dass er einem Engel zu verdanken hatte, dass ihm nie etwas Schlimmeres geschah. Dieser schützte ihn vor Autos, Löchern, Dieben, aggressiven Tieren oder Stürzen.

Dabei werden auch zeitgeschichtliche Ereignisse thematisiert, das Dritte Reich, die Judenverfolgung, der Krieg und die Entbehrungen der Nachkriegszeit. In wenigen Bildern erschließen sich die Stationen eines Lebens von der Kindheit bis ins Alter. Am Ende spielt der Junge in der Sonne und der Engel des Großvaters wacht nun über ihn.

2008 war Jutta Bauer für den Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis, den höchstdotierten Kinderbuchpreis der Welt.

Ihre Bücher sind meist für Kinder ab vier Jahren geeignet und bereits in viele weitere Sprachen übersetzt worden.

5 Kommentare
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  1. Bei folgendem Abschnitt vermischen sich in der Meldung wohl Fakten über zwei unterschiedliche Preise:
    “… findet immer am 2. April, dem Geburtstag Andersens, in seiner dänischen Geburtsstadt Odense statt. Der Preis wurde im Jahr 2004 mit 50 000 Euro dotiert. In Dänemark zählt diese Auszeichnung zu den bekanntesten und angesehensten Preisen überhaupt.”
    Der Hans Christian Andersen Award, vergeben vom International Board on Books for Young People, ist die international renommierteste Auszeichnung für Kinder- und Jugendliteratur. Er wird daher auch häufig “kleiner Nobelpreis” genannt. Allerdings ist er im Gegensatz zum richtigen Nobelpreis nicht dotiert. Die Sieger – in diesem Jahr David Almond und Jutta Bauer – werden zudem immer im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden IBBY-Kongresses – in diesem Jahr in Santiago de Compostela, Spanien – geehrt, nicht am 2. April in Odense. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der deutschen IBBY-Sektion (www.jugendliteratur.org) sowie auf der Seite von IBBY selbst (www.ibby.org).

  2. oh je, da bin ich wohl Wikipedia auf den Leim gegangen. 😉 Vielen, herzlichen Dank, liebe Kristina, für die Info! Habe den Beitrag entsprechend korrigiert.
    LG

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