Am 03. August 2019 besprechen wir im Lesekreis „Die Kunst zu verlieren“ von Alice Zeniter. Wir treffen uns um 20.30 Uhr bei Hanne und Henry.

Kurzbeschreibung
Wie lässt man aus dem Schweigen eine verlorene Geschichte neu erstehen?
Naïma hat es lange nichts bedeutet, dass ihre Familie aus Algerien stammt. Wie soll ihre Verbindung zu einer Familiengeschichte, die sie nicht kennt, denn auch aussehen? War ihr Großvater wirklich ein „Harki“, ein Verräter? Vielleicht könnte die Großmutter es ihr erzählen, aber nur in einer Sprache, die Naima nicht versteht. Und ihr Vater, der 1962 nach Frankreich kam, in eines jener damals hastig errichteten Auffanglager, wo man die Algerienflüchtlinge versteckte, redet nicht über das Land seiner Kindheit… Um mehr zu erfahren, tritt Naïma eine weite Reise an.
Dieser Roman ist so lebendig wie ein Fresko. Was heißt es, aus einer Familie zu stammen, die über Generationen Gefangene einer „schlimmen Geschichte“ bleibt? Ein Plädoyer für die Freiheit man selbst zu sein, jenseits allen Erbes, aller sozialer oder familiärer Bindungen.

Über die Autorin
Alice Zeniter wurde 1986 in Alençon geboren und wuchs in dem kleinen Dorf Champfleur auf, bis die Familie nach Alençon zurückkehrte. Schon als Schülerin schrieb sie ihren ersten Roman. Nach ihrem Schulabschluss studierte sie an der École normale supérieure in Paris. Sie arbeitet(e) als Lehrerin und Dramaturgin (einige Jahre lang auch in Budapest). Alice Zeniter hat vor „L’art de perdre“ bereits vier Romane veröffentlicht; für ihren letzten Roman, „Juste avant l’oubli“, erhielt sie den begehrten Prix Renaudot des Lycéens.

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