7 Fragen an Andrea Koßmann

Andrea Koßmann wurde 1969 in Marl geboren, wo sie auch heute noch lebt und als Kauffrau für Bürokommunikation bei einem großen Chemiekonzern arbeitet.

Auf der Autorenhomepage Kossis Welt veröffentlicht Andrea Koßmann sehr erfolgreich  Rezensionen, Autoreninterviews und eigene Texte. Die Seite ist nicht nur sehr beliebt, sondern wurde ebenfalls schon mehrfach ausgezeichnet.

Im September 2010 erschien im Knaur Taschenbuchverlag ihr erster Roman unter dem Titel „Männertaxi: Eine turbulente Komödie„. Darin beschäftigt sich die Autorin unter anderem mit der Frage, warum man Männer nicht wie eine Pizza bestellen kann. „Einmal die Nummer 12, bitte extrascharf!?“

„Männertaxi“ ist – nach zwei Lyrikbänden – ihr erster Roman.

Mehr über Andrea Koßmann findet sich sowohl auf ihrem Blog als auch auf ihrem YouTube-Kanal.

7 Fragen an Andrea Koßmann

1. Mit wem würden Sie gerne für einen Tag den Platz tauschen?

Mit Joanne K. Rowling. Und wenn ich mir den Tag auch noch aussuchen könnte, dann würde ich gern den nehmen, an dem ihr die nächste Buchidee in den Kopf kommt. Die würde ich dann schnell niederschreiben und am nächsten Tag wäre sie dann aus ihrem Kopf raus und in meinem drin und ich bräuchte sie nur noch niederschreiben.

2. Welche Projekte warten auf ihre Vollendung?

Ich nenne es mal „Das Projekt Leben“. Denn irgendein Projekt hat man ja doch immer und vollenden möchte man sie auch alle.

3. Was bringt Sie so richtig auf die Palme?

Nicht viel. Denn Aufregung bringt im schlimmsten Fall Falten und graue Haare und wer möchte die schon haben? Im Alter wird man gelassener denke ich. Was ich aber absolut nicht mag sind Lügen in jeglicher Art. Da geht mein Pulsschlag schon mal in die Höhe, wenn ich sowas mitbekomme.

4. Worauf sind Sie besonders stolz?

Auf meine Freunde, die immer für mich da sind.

5. Mit welcher historischen Figur hätten Sie sich gerne zum Essen verabredet?

Mit Albert Einstein. Vielleicht hätte er mir die Mathematik ein wenig näher bringen können. Denn die Lehrer in meiner Schulzeit haben es definitiv NICHT geschafft. Und ich hätte ihm ein paar Haarstylingstipps gegeben und ne Kurpackung mitgebracht.

6. Über welche verpasste Gelegenheit ärgern Sie sich noch heute?

Über eine, die definitiv zu privat für’s Netz ist. 🙂

7. Womit haben Sie ihr erstes Geld verdient?

Mit Babysitten und Hunde-Gassigehen bei den Nachbarn meiner Eltern.

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Der Lesekreis bedankt ganz herzlich bei Andrea Koßmann, dass Sie uns diesen kleinen Einblick in ihr Leben gewährt hat.

Bessere Zeiten: Susanna Alakoski auf Lese- und Filmreise in Deutschland [Trailer]

Im November und Dezember 2011 geht die Autorin Susanna Alakoski auf Einladung der edition fünf auf Lese- und Filmreise in Deutschland.

In ihrem Romandebüt „Bessere Zeiten“ beschreibt Susanna Alakoski Kinderarmut in der schwedischen Wohlstandsgesellschaft der 1960er und 1970er Jahre. „Bessere Zeiten“ wurde als bester schwedischer Roman des Jahres 2006 ausgezeichnet und bereits unter der Regie von Pernilla August, die als Schauspielerin in Filmen Ingmar Bergmans bekannt wurde, verfilmt. Die Hauptrolle spielt Noomi Rapace, Star der „Millennium-Trilogie“ von Stieg Larsson. Bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2010 erhielt der Roman den Publikumspreis, bei den 52. Nordischen Filmtagen Lübeck den NDR-Spielfilmpreis.

Der Film geht als schwedischer Beitrag ins Oscar-Rennen und erhielt soeben den Nordischen Filmpreis. Bundesweit startet „Bessere Zeiten“ am 08.12.2011 in den Kinos.

Wer Susanna Alakoski persönlich kennenlernen möchte, hat dazu an folgenden Tagen und Orten die Gelegenheit:

Sonntag, 20.11.2011 |  Hannover

Buchlust Hannover: Susanna Alakoski liest
Kinosaal im Künstlerhaus | Sophienstraße 2 | 30159 Hannover | www.literaturhaus-hannover.de
Lesung 14.00 Uhr | Eintritt frei
Moderation: Antje Flemming | Deutscher Text: Christine Gräbe

Dienstag, 22.11.2011 |  Rendsburg

Susanna Alakoski liest + Vorpremiere Film „Bessere Zeiten†œ
Kommunales Kino im Schauburg Filmtheater | Schleifmühlenstraße 8 | 24768 Rendsburg
Lesung 19.00 Uhr | Film 20.45 Uhr | Eintritt: 10,-/8,- Euro | www.schauburg-filmtheater.de
Moderation: Stefanie Kruse und Elisabeth Fröhlich | Deutscher Text: Christine Gräbe
In Kooperation mit dem Nordkolleg Rendsburg (www.nordkolleg.de) und dem Kommunalen Kino im Schauburg Filmtheater

Mittwoch, 23.11.2011 |  Stuttgart

Stuttgarter Buchwochen: Susanna Alakoski liest + Vorpremiere Film „Bessere Zeiten†œ
Kino Atelier am Bollwerk | Hohe Straße 26 | 70176 Stuttgart | www.arthaus-kino.de
Lesung 18.30 Uhr | Film 19.30 Uhr | Eintritt: 9,- Euro
Moderation und deutscher Text: Grit Thunemann (Schwedische Botschaft)
In Kooperation mit den Stuttgarter Buchwochen, der Schwedischen Botschaft und dem Arthaus Filmtheater Stuttgart

Freitag, 25.11.2011 |  Hamburg

Nordische Literaturtage: Susanna Alakoski liest + Vorpremiere Film „Bessere Zeiten†œ
Abaton | Allendeplatz 3 | 20146 Hamburg | www.nordische-literaturtage.de | www.abaton.de
Lesung 19.00 Uhr | Film 20.45 Uhr | Eintritt: 7,50 Euro (Lesung) | 7,50 Euro (Film) | Kombiticket 14,- Euro
Moderation: Susanna Albrecht | Deutscher Text: Oda Thormeyer (Thalia Theater)
In Kooperation mit den Nordischen Literaturtagen und dem Abaton

Sonntag, 27.11.2011 |  München

Susanna Alakoski liest + Vorpremiere Film „Bessere Zeiten†œ
City Kinos | Sonnenstraße 12 | 80331 München | www.city-kinos.de
Lesung 11.00 Uhr | Film 12:30 Uhr | Eintritt: 5,- Euro (Lesung) | 8,- Euro (Film)
Moderation: Katharina Schubert | Deutscher Text: Karen Nölle
In Kooperation mit den City Kinos München

Samstag, 3.12.2011 |  Berlin

Nordwind Festival: Susanna Alakoski liest + Vorpremiere Film „Bessere Zeiten†œ
Volksbühne (Sternfoyer) | Linienstraße 227 | 10178 Berlin | www.nordwind-festival.de
Lesung 16.00 Uhr | Film 21.00 Uhr | Eintritt: 5,- Euro (Lesung) | 8,- Euro (Film)
Moderation: Grit Thunemann | Deutscher Text: Irina Kastridinis (Volksbühne)
In Kooperation mit dem Nordwind Festival, dem Swedish Institute und der Schwedischen Botschaft

Abschließend der Trailer zum Film:

Quelle: edition fünf

Edition Elke Heidenreich – Neuerscheinungen in 2011

Seit 2009 erscheinen in der †œEdition Elke Heidenreich† Bücher, die im engeren und weiteren Sinn mit Musik zu tun haben: Sachbücher und Romane, Erfundenes und Wirkliches, Biographien und Anthologien †“ und immer geht es um Musik, um klassische genauso wie um Popmusik, es geht um Musiker, um das, was Musik mit den Menschen anstellt.

In diesem Jahr sind bisher in der Edition Elke Heidenreich vier Romane, drei Biografien und ein Sachbuch erschienen:

Der stumme Pianist von Paola Capriolo

Roman – Oktober 2011
Kurzbeschreibung
Ein atmosphärisch dichter Roman über die heilende Kraft der Musik

Im winterlichen Kent findet die Krankenschwester Nadine am Strand einen sprachlosen Mann im Frack, dessen Identität sich nicht ermitteln lässt. Sie nimmt ihn mit in die psychiatrische Klinik, in der sie arbeitet. Als man ihm ein Blatt Papier und einen Stift gibt, schreibt er nicht seinen Namen auf, sondern zeichnet ein Klavier. Im Wintergarten der Klinik steht ein Flügel, auf dem er von nun an allabendlich virtuos spielt. Immer mehr Patienten und Klinikmitarbeiter versammeln sich bei seinen Konzerten. Die Musik, darunter immer wieder Schuberts „Winterreise†, setzt bei den Patienten bisher verschüttete Erinnerungen frei, und auch Nadines Leben nimmt durch den rätselhaften Fremden eine unerwartete Wendung. Ein meisterhaft erzählter, ergreifender Roman über die Wirkung der Musik auf die Seele der Menschen.

Die Welt in sechs Songs: Warum Musik uns zum Menschen macht von Daniel Levitin

Sachbuch – Oktober 2011
Kurzbeschreibung
Kann man das Wesen der Menschheit anhand von sechs Songs erklären? Der Hirnforscher und Rockmusiker Daniel Levitin führt uns zum Beweis seiner gewagten These äußerst kurzweilig durch die Geschichte der Menschheit, angereichert mit den neuesten Erkenntnissen der Neurowissenschaft und mit jeder Menge Anekdoten aus seinem Leben und dem befreundeter Musiker wie Sting oder Joni Mitchell. Denn nicht nur die Sprache ist es, die uns von anderen Spezies unterscheidet, sondern in noch viel größerem Maß unsere Musikalität. Mit Liedern besiegeln die Menschen seit Urzeiten Freundschaft, sie erzeugen Freude, spenden Trost, geben Wissen und religiöse Rituale weiter und besingen die Liebe. Ob Levitin Songs von den Beatles, Bob Dylan oder Ray Charles anführt: Man hat die Melodie sofort im Ohr. Denn keine andere Kunst erreicht den Menschen so unmittelbar wie die Musik.

Der Meister von Herbert Rosendorfer

Roman – September 2011
Kurzbeschreibung
Eine köstliche Satire auf den Wissenschaftsbetrieb

In einer Bar in Venedig erinnern sich zwei Freunde an ihr musikwissenschaftliches Studium: Da gab es den »göttlichen Giselher«, der alles über Musikinstrumente wusste, aber keines spielte, oder die schöne Helene Romberg, die allen den Kopf verdrehte. Aber vor allem sprechen sie über einen Studenten, der wegen seiner Akribie »der Meister« genannt wurde. Um seinen Lebensunterhalt aufzubessern, schrieb er Artikel für ein Musiklexikon †“ und erfand dabei so manchen Komponisten hinzu, etwa Thremo Tofandor. Als jedoch eine eifrige Studentin über diesen zu forschen begann, geriet der Meister in Bedrängnis. Um nicht aufzufliegen, erfand er immer neue Details hinzu und komponierte am Ende sogar dessen Werke! Spätestens als ein Fachartikel über ihn erschien, gab es keinen Zweifel mehr: Thremo Tofandor existiert †“ und wurde seinem Erfinder am Ende zum Verhängnis …

Ich hänge im Triolengitter: Mein Leben mit Karlheinz Stockhausen von Mary Bauermeister

Biografie – September 2011
Kurzbeschreibung
Die Biografie eines Jahrhundertgenies

Karlheinz Stockhausen ist einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er experimentierte bereits in den 50er Jahren mit elektronischer Musik und beeinflusste neben der E-Musik auch Popgruppen wie Pink Floyd. In Mary Bauermeisters Kölner Atelier versammelte sich 1960-1962 die Avantgarde der internationalen Kunst- und Musikszene, neben Stockhausen etwa John Cage, Nam June Paik und Christo. Spektakuläre Happenings leiteten die Fluxus-Bewegung ein. Die Künstlerin, die ihren eigenen Durchbruch in New York errang, lebte mit ihm und seiner ersten Frau Doris mehrere Jahre in einer „ménage à trois†. In ihrem Buch erzählt sie, wie sie und Stockhausen sich künstlerisch beeinflussten und bei ihren Reisen durch die ganze Welt berühmten Künstlern wie Chagall, Miro oder Max Ernst begegneten. Sie schildert aber auch ganz ungeschminkt ihr unkonventionelles Lebens- und Liebesexperiment.

Das Bastardbuch: Autobiografische Stationen von Hans Neuenfels

Autobiografie – August 2011
Kurzbeschreibung
Die Lebenserinnerungen des herausragenden deutschen Opernregisseurs

Hans Neuenfels ist einer der profiliertesten deutschen Opernregisseure, dessen Inszenierungen, zuletzt „Lohengrin† in Bayreuth, stets für heftige Kontroversen sorgen. Im „Bastardbuch† zieht er die vorläufige Bilanz seines Lebens und seines Schaffens als Theater- und Opernregisseur, als Schriftsteller, Dramatiker und Filmemacher. Seine Karriere begann 1964 am Theater am Naschmarkt in Wien. Als maßgeblicher Begründer des Regietheaters ist er dem Anspruch der gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzung auf der Bühne bis heute treu geblieben. Als kreativer Künstler war er zudem stets ein Grenzgänger. In Paris war er Assistent des Malers Max Ernst, und Schreiben war neben dem Inszenieren für ihn von jeher ein Kernbedürfnis. Das „Bastardbuch† ist ein sprachgewaltiges, scharfsichtiges Werk, das ein persönliches Bild mit dem einer ganzen Generation verbindet.

Mr. Pink Floyd: Roman von Michele Mari

Roman – April 2011
Kurzbeschreibung
Ein meisterhafter Roman über Pink Floyd, eine der einflussreichsten Rockgruppen der Welt

Syd Barrett †“ ein Engel, ein Dämon, ein Poet †“ war das Genie, das die Gruppe Pink Floyd so stark prägte, dass er heute noch als ihr Geist gilt. Er ging mit Roger Waters in Cambridge zur Schule, spielte schon damals in mehreren Bands, zeichnete hervorragend, schrieb, komponierte und litt schon früh an psychischen Störungen. Seine Experimente mit Drogen verursachten 1968 einen schizophrenen Schub, von dem er sich nie wieder erholte. Pink Floyd hielten immer Kontakt zu ihm, widmeten ihm die Songs »Wish You Were Here« und »Shine on You Crazy Diamond«. In einem Kaleidoskop der Erinnerungen lässt Mari Tourmanager, Bandmitglieder, Bühnenarbeiter, aber auch die Regisseure Antonioni und Kubrick von Syd Barrets Welt, von seinem Charme, seinen Ideen und der Faszination, die er seit seiner Jugend auf alle ausübte, erzählen. Ein ergreifender Roman über Poesie, Kunst, Genie und Wahnsinn.

Martha Argerich: Die Löwin am Klavier von Olivier Bellamy und Susanne Van Volxem

Biografie – April 2011
Kurzbeschreibung
Die weltweit erste und autorisierte Biografie der Klavier-Legende Martha Argerich

Für Joachim Kaiser zählt sie zu den »interessantesten Klavierspielern der Welt«, andere gaben ihr die Beinamen: »Argentinischer Wirbelsturm« oder »Löwin am Klavier«. Unbestritten gehört die unkonventionelle und geheimnisvolle Martha Argerich zu den ganz wenigen Frauen an der Weltspitze ihrer Zunft. Olivier Bellamy gelang es, die publicityscheue Pianistin zur Mitwirkung an der Entstehung ihrer Biografie zu bewegen. Er erzählt von ihrer Kindheit in Buenos Aires über ihre Klavierausbildung bei Friedrich Gulda bis zu ihren strahlenden Siegen bei den großen Wettbewerben. Mit viel Einfühlungsvermögen schildert Bellamy ihre beruflichen Erfolge und persönlichen Niederlagen, komplizierte Liebesbeziehungen und lebenslange Freundschaften, die Schwierigkeit, Familienleben mit einer Weltkarriere zu vereinen, und die Angst vor dem Versagen, die sie immer wieder dazu bewegt, Konzerte platzen zu lassen.

Olivier Bellamy ist einer der kompetentesten französischen Musikjournalisten. Er hat in enger Zusammenarbeit mit Martha Argerich dieses Buch geschrieben.

Lass den Teufel tanzen von Teresa De Sio

Roman – Februar 2011
Kurzbeschreibung
Ein sprachgewaltiger Roman, der den Abgründen des Lebens trotzt.

In der Nacht des Karnevalssamstags 1956 wird der Gutsherr Narduccio Greco vergiftet aufgefunden. Der Verdacht fällt sofort auf die zwölfjährige Tagelöhnertochter Archina Solimene, ein unzugängliches Mädchen, das †“ da sind sich die Bewohner des weltabgewandten apulischen Dorfes Mangiamuso einig †“ vom Teufel besessen ist. Zusammen mit ihrer Schwester, die sich bei Narduccio verdingte, stellt sie allerlei Kräutertränke her, darunter die hochgiftige Stramunella. Man munkelt, Narduccio habe sich an ihr vergangen und sei aus Rache getötet worden. Doch was passierte wirklich in jener Nacht? Mit ungeheurer Sprachgewalt und eindringlichen Bildern schildert Teresa De Sio Archinas Schicksal im Netz von Aberglauben, Lügen und Intrigen einer archaisch anmutenden Dorfgemeinschaft so farbig und lebensprall, dass der Leser sofort in ihren Bann gerät.

kraftvoll und sinnlich: Irgendwann werden wir uns alles erzählen von Daniela Krien

1990, ein Bauerndorf nahe der deutsch-deutschen Grenze, die gerade keine mehr ist. In ihrem literarischen Debüt schildert Daniela Krien eine Liebesgeschichte von archaischer Wucht, die Zeitgeschehen und Existentielles miteinander verschränkt.

Daniela Krien fürchtet sich nicht vor der Wucht der Leidenschaft. Lässt sich nicht einschüchtern von Liebe, Sex und Lüge †“ und nicht einmal von Gewalt. Sie umtänzelt nicht wortscheu die Macht des Begehrens und des Schmerzes, sondern schreibt sich verwegen hinein in seine glühende Mitte„, urteilt Gabriele von Arnim am 25.10.2011 auf Zeit Online über das Romandebüt von Daniela Krien.

Die 36-jährige Autorin hat „keine Angst vor großen Gefühlen und auch nicht vor der Sprache. Die leuchtet in diesem Roman. Hier wird alles feinnervig wahrgenommen, ruhig konstatiert und kraftvoll erzählt… Ein Roman, der so viel Unruhe so bedacht erzählt, dass man sich ihm gebannt hingibt.“

Selten liest man in der Zeit eine so begeisterte Rezension.

Kurzbeschreibung „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“

Es ist Sommer, heißer, herrlicher Sommer. Der Hof ist ein Dreiseithof. Schaut man geradeaus, sieht man eingezäunte Wiesen und den Bahndamm, und hinter den Schienen, in einiger Entfernung, doch klar erkennbar: den Henner-Hof.

Maria wird bald siebzehn, sie wohnt mit Johannes auf dem Hof seiner Eltern, in den „Spinnenzimmern†œ unterm Dach. Sie ist zart und verträumt, verkriecht sich lieber mit den „Brüdern Karamasow†œ als in die Schule zu gehen. Auf dem Nachbarhof lebt der vierzigjährige Henner, allein. Die Leute aus dem Dorf sind argwöhnisch: Eine Tragik, die mit seiner Vergangenheit zu tun hat, umgibt ihn; gleichzeitig ist er ein Mann, dessen charismatische Ausstrahlung Eifersucht erregt. Ein zufälliger Blick eines Tages, eine zufällige Berührung an einem andern lösen in Maria eine Sehnsucht aus, die fremd und übermächtig ist und sie daher wie von höherer Gewalt geleitet in Henners Haus und in seine Arme treibt…

Die sommerlichen Weizenfelder, die vom Heu und den Mückenstichen juckenden Beine, das Summen des Kühlschranks in der Küche… Eine allgegenwärtige Sinnlichkeit beherrscht diesen intensiven Text, der eine ländliche, ebenso schöne wie düstere Welt entstehen lässt und einen Sog entwickelt, der bis zum dramatischen Ende alles mit sich reißt.

Die gebundene Ausgabe von „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ umfasst 240 Seiten. Der Roman ist am 16.09.2011 im Graf Verlag erschienen.

Über die Autorin

Daniela Krien, geboren 1975 in Mecklenburg-Vorpommern, aufgewachsen in einem Dorf im Vogtland (Sachsen), lebt mit Mann und zwei Töchtern in Leipzig. Sie studierte Kulturwissenschaften, Kommunikations- und Medienwissenschaften und arbeitete unter anderem als Drehbuchautorin und Cutterin für amadelio film.  Irgendwann werden wir uns alles erzählen ist ihr erster Roman.
Mehr unter: www.daniela-krien.de.

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Tatort Drehleier: Das Syndikat mit Friedrich Ani und Münchner Krimi-Suppe

Am Dienstag, den 08.11.2011, veranstaltet die Münchner Krimibuchhandlung Glatteis in Kooperation mit dem Syndikat, der Autorengruppe für deutschsprachige Kriminalliteratur, in der „Szenerie“ im Theater Drehleier, Rosenheimer Straße 123, eine Kriminacht.

Friedrich Ani wird seinen neuen Roman „Süden und die Schlüsselkinder“ und gleichzeitig die Neuausgabe der Süden-Reihe, die ein ganz neues Gesicht bekommt, vorstellen.

Kurzbeschreibung
Kurz vor Weihnachten verschwindet der 10-jährige Adrian aus dem Kinderschutzhaus, in das man ihn gebracht hat. Tabor Süden soll ihn suchen. Die SMS, die Adrian seiner Freundin Fanny schickt, geben Süden Hinweise auf Leute und Orte, die der Junge aufsuchen möchte. Erst vor Heiligabend findet er den Schlüssel zu Adrians Geheimnis …

Außerdem stellen sich Münchner Autoren des Syndikats vor und lesen im Minuten-Takt.

Mit dabei sind:

  • Inge Löhnig
  • Beatrix Mannel
  • Tanja Weber
  • Andreas Föhr
  • Hannsdieter Loy
  • Jenk Saborowski

Tatort-Kommissar und Koch Gregor Weber wird eigens für diesen Abend die „Münchner Krimi-Suppe“ auftischen.

Der Eintritt beträgt inkl. Begrüßungsdrink 10 Euro.

Reservierungen unter Tel.: 089 / 48 27 42

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