Skurriles von Google

Google, die Suchmaschine des US-amerikanischen Unternehmens Google Inc., zielt darauf ab, den Nutzern im Internet Suchergebnisse nach Relevanz sortiert zu liefern.

Google gibt an, dass bei der Suche mehr als 200 Faktoren in die Berechnung einfließen. Die Trefferquote ist hoch, und in der Regel wird man fündig.

Doch von Zeit zu Zeit landen Suchanfragen hier auf dem Blog, die ich beim besten Willen nicht nachvollziehen kann. Die skurrilsten Ergebnisse in den letzten Wochen waren folgende:

Google: der schubser von sülz – Der schönste erste Satz von Leon de Winter

Google: unter den talaren muff von 1000 jahren – München ´68 – Traumstadt in Bewegung

Google: lästig – Zum artgerechten Umgang mit Frauen von Rainer K. Liedtke

Google: eisloch tauchen astronaut russland – KrimiWelt-Bestenliste März 2009

Google: warum Tuen vorder Rippen weh wenn ich mich nach vorne beuge -  Der schönste erste Satz

Google: goldhamster puppen – Black Dagger Ladies Online †“ Peru [Kapitel 13]

Google: grausame entdeckung in virginia – Der letzte Roman von Alexandre Dumas: Der Graf von Sainte-Hermine

Google: angies bar münchen rauchen – SZ-Magazin verlost Raucherparty

😆

Deutscher Jugendliteraturpreis 2011: ausgezeichnete Kinder- und Jugendliteratur

Am 14. Oktober 2011 wurde auf der Frankfurter Buchmesse der Deutsche Jugendliteraturpreis 2011 vergeben.

Als einziger Staatspreis für Literatur wird der Deutsche Jungendliteraturpreis seit 1956 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestiftet und jährlich verliehen. Ausgezeichnet werden herausragende Werke der Kinder- und Jugendliteratur. Die Preissummen betragen insgesamt 50.000 Euro.

Zusätzlich erhalten die Preisträger eine Skulptur, die Michael Endes Momo darstellt.

Der mit 10.000 Euro dotierte Sonderpreis wurde Tobias Scheffel auf der Frankfuter Buchmesse von Staatsminister Bernd Neumann, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, für das Gesamtwerk seiner kinderliterarischen Übersetzungen verliehen.

Der Sonderpreis ist Teil des Deutschen Jugendliteraturpreises und wird seit 1991 im jährlichen Wechsel an deutsche Autoren, Illustratoren und Übersetzer vergeben.

Die Preisträger im Überblick:

Bilderbuch

Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor von Martin Baltscheit

Kurzbeschreibung
Wir sind nicht allein auf der Welt und müssen zusammenhalten. Niemand weiß das besser als der alte Fuchs, der schon etwas in die Jahre gekommen ist. Großherzig gibt er seine Weisheit und so manchen Überlebenstrick an die jungen Füchse weiter, z. B. wie man den Hunden des Jägers mithilfe eines Strohhalms garantiert entkommt oder den Geißen eine Falle stellt. Eines Tages jedoch beginnt der Fuchs manches Überlebensnotwendige zu vergessen. Der schlaue Rothaarige findet sich in der Welt nicht mehr zurecht, die einmal seine war. Aber das macht nichts, denn nun stehen ihm die jungen Füchse bei – wie gut, dass sie alles von ihm gelernt haben … Martin Baltscheits Geschichte steckt voller Humor und Wärme. Sein alter Fuchs wächst in seiner zunehmenden Verwirrung allen ans Herz – und zeigt uns, wie leicht auch die größten Hindernisse sein können, wenn man nicht alleine ist und bleibt. Ein kluges Bilderbuch über das Älterwerden und das Zusammenleben der Generationen.
Ab 5 Jahre

Kinderbuch

Anton taucht ab von Milena Baisch (Text) und Elke Kusche (Illustration)

Kurzbeschreibung
Ein herrlich schräges Sommerbuch mit Tiefgang. Die Zutaten: Ein Protagonist mit Ecken und Kanten, ein wunderbar robuster Humor, skurrile Situationen und ein Erzählton frei nach Schnauze, der leise Zwischentöne nicht scheut.Ein herrlich schräges Sommerbuch mit Tiefgang. Die Zutaten: Ein Protagonist mit Ecken und Kanten, ein wunderbar robuster Humor, skurrile Situationen und ein Erzählton frei nach Schnauze, der leise Zwischentöne nicht scheut.
„Jetzt erzähle ich die Geschichte. Es beginnt in der Zeit, als ich noch Starflashman hieß, und hier sind Chips. Ihr sollt sitzen bleiben und zuhören, alles klar?“
Zugegeben, Campingurlaub mit Oma und Opa ist nicht gerade das Coolste. Doch erst als Anton entdeckt, dass es keinen Swimmingpool gibt, sondern nur einen SEE, werden diese Ferien zum GAU (größtmöglich anzunehmender Unfall). Arschbomben und Köpper vom Badesteg machen wie all die anderen Kinder? In diese Ekelbrühe? Niemals!
Zum Eigenbrödlerdasein verdammt und vor Langeweile vergehend, macht Anton schließlich eine Bekanntschaft der besonderen Art mit einem Fisch. Und damit beginnt ein Ferienabenteuer, wie es sich Anton in seinen kühnsten Heldenfantasien nicht ausgemalt hat
Ab 8 Jahre

Jugendbuch

Tschick von Wolfgang Herrndorf

Kurzbeschreibung
Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Assi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz, unvergesslich wie die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huck Finn.
Ab 13 Jahre

Preis der Jugendjury

Erebos von Ursula Poznanski

Kurzbeschreibung
In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht †“ Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und – wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise.
Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester Freund Jamie schwer verunglückt, begreift Nick: Erebos ist weitaus mehr als nur ein harmloses Computerspiel!
Ab 13 Jahre

Ausführliche Jurybegründungen zu den einzelnen Siegertiteln finden sich auf der Homepage zum Deutschen Jugendliteraturpreis.

Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 42/2011

Platz 1 : Das Labyrinth der Träumenden Bücher von Walter Moers

Platz 2 : Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt von Dora Heldt

Platz 3 : Schoßgebete von Charlotte Roche

Platz 4 : Der Friedhof in Prag von Umberto Eco

Platz 5 : Erlösung: Der dritte Fall für Carl Mørck von Jussi Adler-Olsen

Platz 6 : Ich. Darf. Nicht. Schlafen. von S.J. Watson

Platz 7 : Die Larve: Harry Holes neunter Fall von Jo Nesbø

Platz 8 : Schändung von Jussi Adler-Olsen

Platz 9 : Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Platz 10 : Der Fall Collini von Ferdinand von Schirach

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 42/2011

Platz 1 : Der Traum der Hebamme 05 von Sabine Ebert

Platz 2 : Mädchenfänger von Jilliane Hoffman

Platz 3 : Das geheime Vermächtnis von Katherine Webb

Platz 4 : Der Koch von Martin Suter

Platz 5 : Winterwunder von Nora Roberts

Platz 6 : Zwei ein einem Tag von von David Nicholls

Platz 7 : Die stillen Wasser des Todes von Deborah Crombie

Platz 8 : Der Verehrer von Charlotte Link

Platz 9 : Erbarmen von Jussi Adler-Olsen

Platz 10 : Das Orchideenhaus von Lucinda Riley

Quelle: Spiegel Online Kultur

Frankfurter Buchmesse: Ein Autoren-Streiflicht vom 14.10.2011

Während der Fahrt von München nach Frankfurt lag noch dicker Nebel über dem Land, bei unserer Ankunft gegen 10 Uhr herrschte strahlender Sonnenschein; ideales Messe-Wetter für unseren vielen Märsche zwischen den Hallen und dem Forum gegenüber.

Der Schweizer Publizist und Schriftsteller Dieter Bachmann stellte im Gespräch mit Susanne Führer sein neues Buch „Unter Tieren“ auf dem blauen Sofa vor.

Im Anschluss nahmen um 11 Uhr Doris Dörrie und Dorothea Westphal auf dem blauen Sofa Platz.

Doris Dörries Outfit passte wunderbar sowohl zur Couch als auch zum neuen Buchcover. „Alles inklusive“ lautet der Titel, unter dem sie sich fragt, ob man das Glück bei Urlaubsreisen quasi ebenfalls buchen kann.

Der isländische Krimiautor Arnaldur Indriðason sprach dann mit Susanne Führer über seine Bücher, in denen er sich oft mit der isländischen Geschichte auseinandersetzt.

Der Medienrummel und Zuschauerandrang beim italienischen Schriftsteller, Kolumnisten, Philosophen und Medienwissenschaftler Umberto Eco war erwartungsgemäß gewaltig.

Mit Wolfgang Herles sprach Umberto Eco über seinen neuen Roman „Der Friedhof von Prag“, in dem es um Verschwörungstheorien und Antisemitismus geht.

Viel Rummel gab es auch in Halle 4.0 beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Börsenblatt-Redakteur Holger Heimann (rechts im Bild) führte ein Gespräch mit dem diesjährigen Buchpreisträger Eugen Ruge (mitte) und dem Rowohlt Verleger Alexander Fest (links im Bild). Alexander Fest und Eugen Ruge wirkten glücklich und stolz über den Erfolg von „In Zeiten des abnehmenden Lichts“.

Im Lesezelt der Buchmesse stellten die sympathische Theologin Margot Käßmann und der Schriftsteller Thomas Brussig ihre in der editon chrismon erschienenen Kinderbücher „An Vaters Rockzipfel“ und „Der Wurm am Turm“ vor.

Thomas Brussig beim Signieren

Um „Blumenberg“, Sibylle Lewitscharoffs wunderbaren und bereits vielfach ausgezeichneten neuen Roman, ging es in dem Gespräch im Forum der ARD mit Denis Scheck. Sibylle Lewitscharoff berichtete über den Philosophen Hans Blumenberg und darüber, welchen Einfluss er auf ihren Roman genommen hat. Sibylle Lewitscharoff gestattete den Zuhören auch ein paar Einblicke in ihr Privatleben. So erzählte sie von ihren ersten Schreibversuchen im Alter von 16 Jahren und ihrer schweren Krankheit, die sowohl ihren Blick auf das Leben als auch ihren Schreibstil nachhaltig verändert hat.

Alice Schwarzer saß hinter Glas im swr2 Forum Buch. Das Gespräch mit dem Moderator Uwe Kossak über ihre neue Autobiografie „Lebenslauf“ wurde im „Gläsernen Studio“ für den Hörfunk aufgezeichnet. Die Stimmung war ausgezeichnet – kein Wunder, denn Alice Schwarzers Biografie erhielt kaum negative Kritiken.

Eva Mattes hatte einige Termine auf der Messe zu bewältigen. „Wir können nicht alle wie Berta sein. Erinnerungen.“ lautet der Titel ihrer eindrucksvollen Autobiografie, die im September 2011 erschienen ist. Bei dem Termin mit Redakteur Ulrich Herrmann im ARD Forum ging es allerdings nicht nur um Eva Mattes Biografie, sondern auch um die neue Tatort-Folge „Das schwarze Haus“ und wie die beiden zusammen die Figur Karla Blum entwickelt haben.

Winnetou, der Held meiner Kindheit in Lebensgröße – wow, damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. 😉

Hannelore Elsner und Luzia Braun hatten richtig viel Spaß auf dem blauen Sofa. Auch hier ging es um eine neue Biografie. „Im Überschwang: Aus meinem Leben“ lautet der Titel, unter dem Hannelore Elsner über ihre fünf Jahrzehnte vor der Kamera und auf der Bühne berichtet und ihre Zeit als wildes, lebenshungriges Mädchen beschreibt.

Das Publikum zeigte großes Interesse an der Veranstaltung der beiden „Sprachkünstler“ Ilija Trojanow und Boualem Sansal. Der algerische Schriftsteller Boualem Sansal wurde in diesem Jahr mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

†œWährend die Wahrheit den Bruchteil einer Sekunde braucht, um zu explodieren, benötigt man ein ganzes Leben und oft mehr, um wieder Ordnung in seine Gedanken zu bringen.† Boualem Sansal

Boualem Sasal – ohne Worte, einfach nur sympathisch…

Boalem Sansal und Ilija Trojanow

Felicitas von Lovenburg sprach mit Judith Schalansky in Halle 3.1 am Stand der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über ihren Bildungsroman „Der Hals Giraffe“. Der Roman war 2011 sowohl für den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis als auch für den Deutschen Buchpreis nominiert.

So sehen Sieger nach einem anstrengenden Messetag aus. Eugen Ruge erklärte bei seinem letzten Termin um 18 Uhr auf dem blauen Sofa, dass man ins Grübeln kommt, wenn man den ganzen Tag lang immer wieder das Gleiche sagt…

… oder auch so. Schließlich ging es hier um den „aspekte-Literaturpreis 2011„, den Eugen Ruge ja auch noch gewonnen hat.

Nach 18 Uhr knallten an diversen Ständen die Sektkorken. Der größte Teil der Messebesucher machte sich allerdings wieder auf den Weg von den Hallen zum Forum. Island hatte zu Suppe, Wein und Bier eingeladen und die Island-Halle verwandelte sich in eine Partyzone.

Fazit: Für das nächste Jahr nehme ich mir weniger vor, um die einzelnen Veranstaltungen intensiver zu erleben. Oder, ach vielleicht fahre ich auch einfach mehrere Tage zur Buchmesse 2012. 😉