7 Fragen an Wibke Ladwig

Wibke Ladwig ist Kommunikationsberaterin mit Schwerpunkt Digitale Kommunikation und entwickelt transmediale Ideen und Konzepte für Unternehmen.

Sie bietet Vorträge Workshops und Seminare an und ist Dozentin am mediacampus frankfurt. Als Sortiments-Buchhändlerin, Verlags-Onlinerin und Autorin kennt sie die Buchbranche von allen Seiten – nicht zuletzt auch als eifrige Leserin.

Ehrenamtlich leitet Wibke Ladwig die Kommission Digitale Kommission im AKEP.

Ihre digitale Visitenkarte mit den verschiedenen Projekten findet sich auf auf der Webseite Sinn und Verstand.

7 Fragen an Wibke Ladwig

1. Mit wem würden Sie gerne für einen Tag den Platz tauschen?

Nun habe ich so oft angesetzt und über Menschen nachgedacht, deren Leben oder So-Sein mir faszinierend erscheint, dass ich mich nicht entscheiden kann. Reizvoll wäre jemand in meiner unmittelbaren Umgebung, weil ich neugierig bin, wie es wäre, mich selbst zu treffen.

2. Welche Projekte warten auf ihre Vollendung?

Ich sehe meine Selbstständigkeit als ein solches Projekt, an dem ich täglich herumschraube. Ob Beratung, Konzepte oder Seminare: ich mache mir laufend Gedanken, wie man digitale Kommunikation besser in den Unternehmen verankern kann. Und zwar so, dass sie von möglichst vielen Mitarbeitern gelebt wird.
Für eine notorische Ideen-Erfinderin gibt es aber auch immer das ein oder andere „Nebenprojekt†œ, das im Werden begriffen ist. Bei allem möchte ich Menschen mit gemeinsamen Leidenschaften in der digitalen wie auch in der sogenannten „realen†œ Welt miteinander vernetzen.

Besonders am Herzen liegt mir die Wortweide, eine Crowdsourcing-Plattform, auf der Wortliebhaber und Sprachspielkinder ihren Wortschatz miteinander teilen können. Seit einer Weile liegt mir dieses Projekt allerdings mehr auf dem Herzen, da die Website dringend der Weiterentwicklung harrt. Seit März 2011 ist sie nun in der Beta-Version online. Einige Funktionen müssen nachgebessert oder ergänzt, Social Sites verlinkt, der Blog integriert und der Shop angebunden werden.
Wir bereiten gerade ein Crowdsponsoring vor und hoffen, dass die zahlreichen Fans der Wortweide uns unterstützen werden, damit wir diese Entwicklungsschritte umsetzen können.

Und dann gibt es da noch das stARTcamp Köln, den Podcast Hörweide, die Veranstaltungsreihe Das Veedel liest, den Büchermenschen-Stammtisch book.people@cologne und … ach, wie man liest: Es gibt immer etwas zu tun!

3. Was bringt Sie so richtig auf die Palme?

Gutsherrenart, Rücksichtslosigkeit (vor allem im öffentlichen Raum), Unhöflichkeit, frische Erdbeeren im Winter, mich dreimal hintereinander beim selben Wort auf dem Smartphone zu vertippen, Massentierhaltung, Selbstoptimierungswahn, unentwegt kläffende Kleinstköter, schlechtes Fernsehen. Oh, und Kleidergrößen, die bei jedem Hersteller anders ausfallen.

4. Worauf sind Sie besonders stolz?

Stolz bin ich, wenn ich nach einem Workshop oder einem Seminar den Eindruck habe, dass die Teilnehmer um einige Erkenntnisse reicher sind und Ideen und konkrete Vorhaben mitnehmen, wie sie für sich das Internet nutzen können. Richtig stolz bin ich, wenn ich nach einer Weile beobachten kann, wie diese Ideen und Vorhaben umgesetzt werden und erfolgreich sind.

5. Mit welcher historischen Figur/Person hätten Sie sich gerne zum Essen verabredet?

Black Beauty. Wir hätten gemeinsam Äpfel und Möhren verspeist und wären dann über die Felder Englands galoppiert …

6. Über welche verpasste Gelegenheit ärgern Sie sich noch heute?

Ich weiß, dass ich schon mal dachte: „Mensch, hättest du doch ..†œ Aber ich kann mich auch bei intensivem Nachdenken nicht erinnern, was ich da verpasst haben könnte. Vermutlich war ich mal wieder sehr schlagfertig †“ Stunden später …

7. Womit haben Sie ihr erstes Geld verdient?

Das erste Geld habe ich mit Kellnern verdient. Fünf Mark gab es auf die Hand, wenn man einen Abend lang Bier in der Scheune beim Dorffest herumtrug. Ich war acht oder neun, glaube ich.

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Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Wibke für die Teilnahme an unserer Online-Interview-Reihe und den damit verbundenen kleinen Einblick in ihr Leben.

Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 30/2012

Platz 1 : Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Platz 2 : Bretonische Verhältnisse von Jean-Luc Bannalec

Platz 3 : Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce

Platz 4 : Die Tribute von Panem 01. Tödliche Spiele von Suzanne Collins

Platz 5 : Die Tribute von Panem 02. Gefährliche Liebe von Suzanne Collins

Platz 6 : Das Alphabethaus von Jussi Adler-Olsen

Platz 7 : Die Tribute von Panem 03. Flammender Zorn von Suzanne Collins

Platz 8 : Reiches Erbe: Commissario Brunettis zwanzigster Fall von Donna Leon

Platz 9 : Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt von Dora Heldt

Platz 10 : Schattenstill von Tana French

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 30/2012

Platz 1 : Shades of Grey 01 – Geheimes Verlangen von E. L. James

Platz 2 : Die hellen Tage von Zsuzsa Bánk

Platz 3 : Das Lächeln der Frauen: Roman von Nicolas Barreau

Platz 4 : Léon und Louise von Alex Capus

Platz 5 : Das Mädchen auf den Klippen: Roman von Lucinda Riley

Platz 6 : Die fernen Stunden von Kate Morton

Platz 7 : Unter Haien von Nele Neuhaus

Platz 8 : Tschick von Wolfgang Herrndorf

Platz 9 : Für Eile fehlt mir die Zeit von Horst Evers

Platz 10 : Der Sommer ohne Männer von Siri Hustvedt

Quelle: Spiegel Online Kultur

Der Kuss des Tigers 01 – Eine unsterbliche Liebe von Colleen Houck (Jugend-Rezension)

Als Kelsey sich auf einen Ferienjob im Zirkus einlässt, hat sie nicht gedacht, dass dieser Job ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Denn ihre oft schlaflosen Nächte verbringt sie bei dem weißen Tiger Ren, der, wie sich herausstellt, keineswegs ein einfacher Tiger ist.

Ren oder Dhiren, wie er eigentlich heißt, ist ein indischer Prinz. Er und sein Bruder Kishan wurden vor mehreren hundert Jahren mit einem Fluch belegt, der ihnen nur 10 Minuten am Tag erlaubt, eine menschliche Gestalt anzunehmen. Das heißt, vorausgesetzt sie sind in Freiheit.

Da Ren anfangs in dem Zirkus eingesperrt lebt, kauft Mr Kadam, ein alter Freund der Familie, ihn dem Zirkusdirektor ab und fliegt mit ihm nach Indien. Als Mr Kadam Kelsey fragt, ob sie Ren gerne begleiten möchte, beschließt sie, ihre Pflegeeltern zu verlassen und mit Ren in das unbekannte Land zu reisen. Hier trifft sie auch Rens Bruder Kishan, der als schwarzer Tiger immer in Freiheit im Dschungel gelebt hat.

Mit dem Ziel die beiden Brüder von dem Fluch zu erlösen, wandert sie mit Dhiren durch den Dschungel. Sie folgen den rätselhaften Hinweisen der Göttin Durga, die sie an gefährliche und verwunschene Orte führen.  Obwohl Kelsey sich fest vornimmt, nichts für Ren zu empfinden, gelingt ihr das überhaupt nicht. Für die beiden beginnt eine abenteuerliche Reise durch fantastische Welten mit viel Gefühlschaos und eine atemberaubende Liebesgeschichte.

Fazit: Mich hat das Buch so fasziniert, weil es in einer ungewöhnlichen fremdartigen Welt spielt. Es geht in erster Linie nicht nur um die Liebe zwischen Kelsey und Ren, sondern auch um Freundschaft und Vertrauen. Kelsey ist sehr selbstbewusst und trifft ihre eigenen Entscheidungen. Der Mythos um den Fluch wird auch am Ende nicht gelöst, sodass die Spannung anhält und ich die Fortsetzung kaum erwarten kann.

Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Lilian (14 Jahre) für diese schöne Buchbesprechung und beim Heyne Verlag für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares.

Die gebundene Ausgabe von „Der Kuss des Tigers“ umfasst 544 Seiten, sie ist im Januar 2012 für 16,99 Euro im Heyne Verlag erschienen. Die Fortsetzung der als Trilogie angelegten Jugendbuchreihe ist am Juni 2012 unter dem Titel „Pfad des Tigers – Eine unsterbliche Liebe“ erschienen.

Kurzbeschreibung
Eine Liebe für die Ewigkeit
Nie im Leben hätte die achtzehnjährige Kelsey Hayes gedacht, dass sie einmal nach Indien reisen würde. Und schon gar nicht mit einem Tiger als Reisegefährten! Doch ihr Ferienjob im Zirkus Maurizio verändert ihr Leben ein für alle Mal, denn dort begegnet sie Ren, dem majestätischen weißen Tiger. Sofort spürt Kelsey, dass zwischen ihr und dem Tiger eine ganz besondere Verbindung besteht.
Als sie gebeten wird, Ren nach Indien zu bringen, um ihn dort auszuwildern, zögert sie keine Sekunde, ihren Schützling zu begleiten. In dem fremden Land angekommen, erfährt sie, dass Ren ein tragisches Geheimnis verbirgt: Er ist ein verwunschener indischer Prinz, der einst von einem mächtigen Magier dazu verdammt wurde, sein Leben als Tiger zu verbringen. Im Laufe der Zeit hat er die Hoffnung aufgegeben, jemals Erlösung zu finden †“ bis er in Kelsey das Mädchen kennenlernt, das hinter die Fassade der wilden Bestie zu blicken vermag. Doch finstere Mächte wollen Rens Befreiung verhindern. Wird die Liebe Kelseys zu ihrem Tigerprinzen ausreichen, um Ren zu helfen?

Über die Autorin
Colleen Houck studierte an der University of Arizona und arbeitete siebzehn Jahre lang als Dolmetscherin für Gebärdensprache, bevor sie beschloss, sich dem Schreiben zu widmen. Ihr erster Roman Kuss des Tigers erschien zunächst als E-Book im Eigenverlag, eroberte die Herzen der Leserinnen und Leser im Sturm und belegte wochenlang Platz 1 der Kindle-Bestsellerliste. Die Autorin lebt gemeinsam mit ihrem Mann in Salem, Oregon.

Ach du Fu jetzt heißt´s Yalla! Wahl zum Jugendwort 2012 gestartet

Yalla! Hier kommt die YOLO sich an der Abstimmung zur Wahl des Jugendwortes 2012 zu beteiligen. Es geht nicht darum zu spoilern und es ist auch nicht akk und nur etwas für Blowmos, sondern awesome, leider geil und pyro, was in diesem Jahr wieder zur Auswahl steht.

Langenscheidt sucht zum 5. Mal in Folge das „Jugendwort des Jahres„. Bis Ende Oktober 2012 sind Jugendliche, ob mit oder ohne Schenkelpellen, Waschbärfressen oder Winkelfleisch, Jung gebliebene, Sprachjongleure und ganz einfach alle, die Spaß an neuen Wortschöpfungen haben, aufgerufen, sich unter www.jugendwort.de an der Abstimmung zu beteiligen.

Zur Wahl stehen die Top 30 der aktuellen Jugendsprache, Wortkreationen, die von der Redaktion des Langenscheidt Verlags in den vergangenen Monaten in Schulklassen in ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich, auf der Jugendmesse YOU und in Zusammenarbeit mit dem Jugendmagazin SPIESSER gesammelt wurden.

Nachfolgend die Top 30 aus dem Voting

  • akk – egal
  • awesome – toll, cool
  • Blowmo – Angeber
  • burgern – mehrere Personen werfen sich auf jemanden und lachen dabei
  • crank – abgefahren, erstaunlich
  • Cryley – trauriger Smiley
  • dietern – lästern, jemanden runtermachen
  • Facebookschlampe – Facebook®-User, der unbekannte Leute als Freunde hinzufügt oder akzeptiert, um seine Freundesliste zu vergrößern
  • forever alone – für immer alleine
  • Fu! – Scheiße!
  • Funky Hole – Funkloch
  • geröttgert – werden rausgeschmissen/entlassen werden
  • griechen – verschwenden
  • Komasutra – versuchter Geschlechtsverkehr zwischen zwei sehr betrunkenen Personen
  • kontrageil – nicht super
  • leider geil – cool
  • me gusta – gefällt mir
  • nerden – exzessiv Computer spielen
  • planken – sich horizontal an einer ungewöhnlichen Stelle auf etwas legen
  • pyro – gigantisch, wahnsinnig, top
  • Schenkelpelle – Leggins
  • Shizzl – unnützer Kram
  • spoilern – anderen den Spaß verderben, indem man wichtige Informationen verrät, z. B. das Film- oder Buchende
  • Tanzung; eine Tanzung machen – feiern gehen
  • Waschbärfresse – Frau mit zu viel schwarzem Augen-Make-up
  • wulffen – 1. jemandem die Mailbox vollquatschen; 2. lügen; 3. auf Kosten anderer leben, etwas umsonst bekommen
  • Winkefleisch – Oberarmspeck
  • Yalla! – Beeil dich!
  • YOLO – Abkürzung von „you only live once“; Aufforderung eine Chance zu nutzen
  • Laseria – extrem gute Party

Die aus der Abstimmung hervorgehende Shortlist mit 15 Wörtern wird im November einer Jury aus Fachleuten, Medienvertretern und ausgewählten Jugendlichen vorgelegt, die das „Jugendwort des Jahres 2012“ kürt. Ziel der Initiative ist es, die Jugendlichen zu einem kreativen Umgang mit der Alltagssprache zu motivieren und die Ergebnisse zu dokumentieren.

Quelle: Langenscheidt