Der schönste erste Satz von Antoine de Saint-Exupéry

Als ich sechs Jahre alt war, sah ich einmal in einem Buch, über den Urwald, das „Erlebte Geschichten“ hieß, ein prächtiges Bild.

Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry

ExupéryAntoine de Saint-Exupéry zählt zu den populärsten Vertretern der modernen romantischen Literatur Frankreichs. Weltberühmt wurde er mit Schriften wie „Der kleine Prinz“ oder „Wind, Sand und Sterne“, bei denen er seine Lebenserfahrungen als Pilot in Märchen ausdrückte.

Antoine Marie Roger Graf von Saint-Exupéry wurde am 29. Juni 1900 in Lyon geboren, wo er in behüteten Verhältnissen aufwuchs und ab 1909 eine Jesuitenschule besuchte.

1914 wechselte er bis zu seinem Abitur 1917 in ein Internat bei Villefranche. Im Anschluss studierte Antoine de Saint-Exupéry ab 1919 in Le Mans Architektur.

Antoine de Saint-Exupéry verstarb bei dem Absturz seines Flugzeuges während eines Aufklärungsfluges bei Bastia-Borgho auf Korsika am 31. Juli 1944 im Alter von 44 Jahren.

Der kleine PrinzKurzbeschreibung von Der kleine Prinz
Das zentrale Thema dieser gedankentiefen und zartempfundenen Geschichte vom kleinen Prinzen ist die Aufhebung der Einsamkeit in der Freundschaft. Der kleine Prinz ist nichts anderes als ein Teil von Saint-Exupery selbst, der der rationalen Sehweise der Erwachsenen, ihrer Besitzergreifung der Welt durch Zahlen, ihrer Art der Beweisführung und ihrer Logik in den Parabeln von der Rose und vom Fuchs das Gebot der Mitmenschlichkeit entgegenhält. -Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar-.

Der schönste erste Satz von Claudia Schreiber

Emmas Schlafzimmer war ein Saustall: Wäschestücke wucherten aus Schubladen und Schrank, Zeitungshaufen mit unbezahlten Rechnungen waren zu Nachttisch und Hocker geworden, fraustgroße Staubflocken tanzten unterm Bett und blieben an angebissenen Brotresten hängen.

Emmas Glück von Claudia Schreiber

Claudia Schreiber, geboren 1958 in Grebenstein-Schachten, Landkreis Kassel, gebürtig: Claudia Siebert, ist eine deutsche Journalistin und Autorin.

Nach dem Studium der Publizistik, Pädagogik und Soziologie in Göttingen und Mainz 1979-1985 (Abschluss MA) arbeitete sie von 1985-1988 als Redakteurin, Reporterin und Moderatorin beim SWF und 1988-1991 beim ZDF (u.a. logo!). Nach Auslandsaufenthalten in Moskau (1992-1996) und Brüssel (1996-1998) lebt sie heute als freie Autorin in Köln.

In ihrem Roman Emmas Glück von 2003, der 2005 von Sven Taddicken verfilmt und für das Radio in einer Hörspielfassung inszeniert wurde (Regie: Andrea Getto, Norddeutscher Rundfunk), nahm sie Motive aus ihrem nordhessischen Heimatort auf.

Emmas GlückKurzbeschreibung von Emmas Glück
Ein roter Ferrari zerschellt mitten in der Nacht auf einem einsam gelegenen Bauernhof. Im Autowrack findet die Schweinezüchterin Emma einen bewusstlosen Mann und eine Plastiktüte voller Dollarnoten. Das Glück ist ihr vor die Füße gefallen: endlich ein Mann und genügend Geld, um ihren verschuldeten Hof zu retten.

Eine tragikomische Liebesgeschichte mit einem überraschenden Ende … Ein wunderbares Buch!

Der schönste erste Satz von Thomas Bernhard

Die anderen Menschen fand ich in der entgegengesetzten Richtung, indem ich nicht mehr in das gehaßte Gymnasium, sondern in die mich rettende Lehre ging, gegen alle Vernunft in der Frühe nicht mehr mit dem Sohn des Regierungsrats in die Mitte der Stadt durch die Reichenhaller Straße, sondern mit dem Schlossergesellen aus dem Nachbarhaus an ihren Rand durch die Rudolf-Biebl-Straße, nicht auf dem Weg durch die wilden Gärten und an den kunstvollen Villen vorbei in die Hohe Schule des Bürger- und des Kleinbürgertums, sondern an der Blinden- und Taubstummenanstalt vorbei und über die Eisenbahndämme und durch die Schrebergärten und an den Sportplatzplanken in der Nähe des Lehener Irrenhauses vorbei in die Hohe Schule der Außenseiter und Armen, in die Hohe Schule der Verrückten und der für verrückt Erklärten in der Scherzhauserfeldsiedlung, in dem absoluten Schreckensviertel der Stadt, an der Quelle fast aller Salzburger Gerichtsprozesse und im Keller als Lebensmittelgeschäft des Karl Podlaha, der ein zerstörter Mensch und ein empfindsamer Wiener Charakter gewesen war und der Musiker hatte werden wollen und dann immer ein kleiner Krämer geblieben ist.

Der Keller von Thomas Bernhard

Thomas BernhardNiclaas Thomas Bernhard, geboren am 9. Februar 1931 in Heerlen, Niederlande, gestorben am 12. Februar 1989 in Gmunden, Österreich, war ein österreichischer Schriftsteller. Er zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Prägend für Bernhards Entwicklung als Schriftsteller waren einerseits das seit frühester Kindheit, die er bei seinem geliebten Großvater, dem Dichter Johannes Freumbichler verbrachte, empfundene Gefühl, von seiner Mutter und dem Vater allein gelassen, ungeliebt, unerwünscht zu sein; andererseits ein schweres Lungenleiden (eine folgenreiche nasse Rippenfellentzündung, die zu einem Morbus Boeck (Sarkoidose) wurde), mit dem er seit den Kriegstagen zu leben hatte und das ihm stets die Nähe des Todes vor Augen hielt.

Bernhard schreibt meist über Einzelgänger, Selbstmörder, Kranke, angeblich Verrückte und Philosophen. Die menschliche Existenz ist für ihn sehr eng mit dem Leiden und dem Tod verbunden. Er geht sogar so weit, dass er das eigentliche Wesen der Existenz im Tod sieht: „Wenn wir ein Ziel haben, so scheint mir, ist es der Tod†œ (Verstörung), „Das Aus ist das Ziel†œ (Heldenplatz).

Der KellerKurzbeschreibung von Der Keller
Eines Morgens beschließt der sechzehnjährige Gymnasiast auf dem Schulweg spontan, sich seinem bisherigen, verhaßten Leben zu entziehen und sich im Keller, einem Kolonialwarenladen, eine Lehrstelle zu verschaffen. Im Keller, am Rande der Salzburger Scherzhauserfeldsiedlung, dem heruntergekommenen, tristen Wohngetto der Besitzlosen, der Asozialen und Kriminellen, lernt Bernhard all die von der Gesellschaft Ausgestoßenen kennen, verstehen und ergreift Partei für diese verlorenen, verstörten Existenzen.

Der schönste erste Satz von Wolfgang Lohmeyer

Am Rheinufer, zwischen Sankt Kunibert und der Trankgassenpforte, war an diesem Apriltag des Jahres 1627 außer einigen Fischern, die ihre Netze knüpften, und ein paar vermummten Alten, die im Windschutz der Stadtmauer hockten, kaum eine Menschenseele zu sehen.

Die Hexe von Wolfgang Lohmeyer

Die HexeKurzbeschreibung von Die Hexe
Köln im Dreißigjährigen Krieg; Korruption, Machtgier und finsterer Aberglaube beherrschen die Stadt – Frauenhaß, Lüsternheit und Brutalität sind Quellen eines mörderischen Hexenwahns. Dies wird auch Katharina Henot, der schönen Postmeisterin, zum Verhängnis. Zwischen Festen und Gewaltverbrechen wächst der authentische Roman aus zeitgenössischen Briefen und Dokumenten

Der schönste erste Satz von Alice Schwarzer

Gar nicht so einfach, über sich selbst zu schreiben, und dabei weder in die Falle der Selbstgefälligkeit, noch in die der Selbstverleugnung zu geraten.

Mit Leidenschaft, 1. journalistische Bilanz mit Texten von 1968-1982 und autobiografischem Vorwort von Alice Schwarzer

Alice Sophie Schwarzer kam am 3. Dezember 1942 als ledige Tochter einer Verkäuferin in Wuppertal-Elberfeld zur Welt. Sie wuchs bei ihren Großeltern auf, die eine kleine Tabakwarenhandlung in Wuppertal-Elberfeld betrieben, in der auch ihre Mutter aushalf. Der sanfte, lustige und fürsorgliche Großvater fungierte als Vormund für die Enkelin. Als Kind hatte Alice mit Puppen wenig am Hut, sie spielte lieber „Räuber und Gendarm†œ.

Nach dem Verlassen der Volksschule besuchte Alice von 1957 bis 1959 die Handelsschule in Wuppertal-Elberfeld und machte die mittlere Reife. Sie galt als begabt, aber faul und machte, weil sie niemand dazu anhielt, keine Hausaufgaben. 1959 begann sie eine kaufmännische Lehre bei einer Autohandlung in Wuppertal. Dabei ärgerte sie sich als Lehrling sehr darüber, dass der Juniorchef sie duzte. 1960 arbeitete sie in Düsseldorf als Sekretärin und danach in München in einem Verlag, in dem sie Büroarbeiten erledigte.

Als Teenager schwärmte Alice Schwarzer für den Rock†™n†™Roll-König Elvis Presley (1935†“1977), die Filmschauspielerin Marilyn Monroe (1926†“1962, und den Filmstar O. W. Fischer. Sie besuchte das „Privat-Tanzinstitut City†œ in Wuppertal und blieb bis zu ihrem 19. Geburtstag eine „eiserne Jungfrau†œ.

Weil sie sich zu Höherem berufen fühlte, ohne genau zu wissen, was dies einmal sein sollte, zog die 21-jährige Alice Schwarzer nach Paris. 1964/1965 studierte sie Sprachen an der „Alliance Française†œ und an der Sorbonne. Das Sprachenstudium finanzierte sie durch Gelegenheitsarbeiten. In Paris lernte sie mit 22 einen Jurastudenten mit dem Vornamen Bruno kennen, der sie vergötterte und umsorgte.

1966 kehrte Alice Schwarzer nach Deutschland zurück, wo sie bei der Aufnahmeprüfung zur Journalistenschule durchfiel. Von 1966 bis 1968 absolvierte sie ein Volontariat bei der Tageszeitung „Düsseldorfer Nachrichten†œ. 1969 war sie Reporterin bei der Zeitschrift „Pardon†œ in Frankfurt am Main. 1970 ging sie erneut nach Paris, studierte von da ab †“ ohne Abitur †“ bis 1974 Psychologie und Soziologie an der Antiautoritären Universität Vincennes und arbeitete in derselben Zeit als freie Korrespondentin für Funk, Fernsehen und Presse.

Ab 1970 engagierte sich Alice Schwarzer in der Pariser Frauenbewegung. In jenem Jahr lernte sie in Paris die französische Schriftstellerin Simone de Beauvoir (1908†“1986)

Ab den frühen 1970-er Jahren erregte Alice Schwarzer immer wieder als Buchautorin starkes Aufsehen. Von ihr stammen die Titel „Frauen gegen den § 218†œ (1971), „Frauenarbeit †“ Frauenbefreiung†œ (1973), „Der kleine Unterschied und seine Folgen†œ (1975), „So fing es an †“ 10 Jahre neue Frauenbewegung†œ (1981), „Mit Leidenschaft†œ (1982), „Simone de Beauvoir heute †“ Gespräche aus 10 Jahren†œ (1982), „Warum gerade sie? Weibliche Rebellen†œ (1982), „16 Begegnungen mit berühmten Frauen†œ (1989), „Von Liebe + Ha߆œ (1991), „Eine tödliche Liebe†œ (1993), „Die rote Gräfin†œ (1996), „So sehe ich das†œ (1997) und „Der große Unterschied†œ (2000).

2007 erschien ihr Roman Die Antwort.  Alice Schwarzer, Journalistin, Essayistin und seit 1977 Herausgeberin und Verlegerin der Zeitschrift EMMA, hat wie kaum eine andere Person des öffentlichen Lebens gesellschaftspolitische Debatten ausgelöst.