Strandlektüre: „Zusammen ist man weniger allein“ von Anna Gavalda

Anna Gavalda Kurzbeschreibung
Philibert ist zwar ein historisches Genie, doch wenn er mit Menschen spricht, gerät er ins Stottern. Camille, magersüchtig und künstlerisch begabt, arbeitet in einer Putzkolonne, und Franck schuftet als Koch in einem Feinschmeckerlokal. Er liebt Frauen, Mototrräder und seine Großmutter Paulette, die keine Lust aufs Altersheim hat. Vier grundverschiedene Menschen in einer verrückten Pariser Wohngemeinschaft, die sich lieben, streiten und versuchen, irgendwie zurecht zu kommen. Mehr in einer Mini-Leseprobe…

Über die Autorin
Anna Gavalda, geboren am 9. Dezember 1970 in Boulogne-Billancourt, ist eine französische Schriftstellerin und Journalistin.

Sie wuchs mit drei Geschwistern am Land auf. Sie studierte in Paris Literatur und wurde 1999 mit ihrem Erzählungsband Ich wünsche mir, dass irgendwo jemand auf mich wartet, der im Kleinverlag Le Dilettante im 13. Pariser Arrondissement erschienen ist, berühmt. Nach dem durchschlagenden Erfolg dieser 1999 erschienenen Erzählungssammlung, für die sie im Jahr 2000 den Grand Prix RTL-Lire erhielt, hängte die zweifache Mutter ihre Anstellung als Französischlehrerin in einer Privatschule an den Nagel. Anna Gavalda lebt heute mit ihren beiden Kindern in Melun bei Paris. Sie schreibt auch für das Magazin Elle.

Ihr erster Roman Ich habe sie geliebt hat einen autobiographischen Bezug: Chloé, zusammen mit ihren beiden Kindern von ihrem Mann verlassen, verbringt einige Tage mit ihrem Schwiegervater in seinem Landhaus. Dieser versucht, sie zu trösten, indem er ihr von einer eigenen, lange vergangenen Liebesbeziehung erzählt. In Frankreich wurde ihr zweiter Roman, Zusammen ist man weniger allein ein Bestseller. Er beschreibt das Zusammenleben von vier – völlig unterschiedlichen – Personen in einem Appartement. Dieser Roman wurde 2007 mit Audrey Tautou verfilmt.

Am 11. März 2008 erschien ihr dritter Roman La consolante bei Le Dilettante. Der Roman war sofort an erster Stelle der Bestsellerliste von Amazon France.

Ganz Frankfurt ist Feuer und Flamme – Krimi – „Feuertod“ von Astrid Paprotta

inferno_bm_berlin_h_296869g.jpg Versicherungsbetrug, Korruption, Brandstiftung, Mord. Es geht hoch her in Astrid Paprottas neuen Krimi „Feuertod“. Beim Brand in einem Frankfurter Haus kommt die Anwältin und Stadtverordnete Ellen Rupp ums Leben. Sie hatte die Stadt sicherer machen wollen.

Das Leben ist nicht schön. Es ist wenig. Und wenn†™s vorbei ist, kommt nichts hinterher. Wer jetzt Nachtwind spürt und den Tag in den Türen stehen sieht, hat Recht. Hier geht†™s um Brecht. Unter anderem. Und um Mord, um Brandstiftung, Korruption, Versicherungsbetrug, Mitleid, Frankfurt, späte Liebe und eine alte Geschichte, deren Wunden noch brennen, deren Asche noch glüht, eine Geschichte, die sich durch diesen Roman zieht wie kalter Rauch. Weiterlesen →

Der schönste erste Satz von Stephen King

Für die Öffentlichkeit sind die Ehefrauen berühmter Schriftsteller praktisch unsichtbar, und niemand wußte das besser als Lisey Landon.

LOVE von Stephen King

Stephen KingStephen Edwin King, geboren am 21. September 1947, Portland, Maine, Vereinigte Staaten, ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er schrieb auch unter Pseudonymen, 1972 als John Swithen und zwischen 1977 und 1985 als Richard Bachman. Er wurde berühmt durch seine Horror-Romane, die ihn zu einem der kommerziell erfolgreichsten Autoren des späten 20. Jahrhunderts machten.
Seine Eltern waren der Seemann Donald Edwin King und dessen Frau Nellie Ruth. Sie hatten 1939 geheiratet und 1945 einen Jungen namens David adoptiert. Nachdem sein Vater den damals zweijährigen Stephen King und seine Familie 1949 verlassen hatte, war seine Mutter gezwungen, ihn und seinen Bruder allein zu erziehen. Sie konnte ihre Familie mehr schlecht als recht mit Gelegenheitsjobs ernähren und zog in dieser Zeit sehr oft um.

Stephen King schrieb bereits im Alter von sieben Jahren seine ersten Geschichten. Im Kino sah er sich häufig Science-Fiction- und Fantasy-Filme an, woher auch seine Vorliebe für Horrorgeschichten stammt. Im Alter von 13 Jahren fand er einen Karton voller unvollendeter Manuskripte seines Vaters, hauptsächlich Horror- und Science-Fiction-Geschichten. King schreibt in seinem autobiografischen Werk „Das Leben und das Schreiben†œ, dass dies für ihn ein prägendes Erlebnis war. Im Alter von 19 Jahren veröffentlichte er seine Geschichte „I Was A Teenager Grave Robber†œ im Magazin „Comics Review†œ.

Von 1966 bis 1970 studierte King Englisch an der Universität von Maine, wo er seine spätere Frau Tabitha Spruce kennenlernte. Am 2. Januar 1971 heirateten die beiden. Ab 1971, nach Abschluss seines Studiums, unterrichtete King in der Stadt Hampton in Maine als Englischlehrer. Sein Einkommen reichte jedoch kaum aus, um seine Familie zu ernähren, weswegen er nebenbei nachts als Bügler in einer Wäscherei arbeitete. So blieb ihm nur wenig Freizeit, die er nutzte, um Kurzgeschichten zu schreiben. Obwohl es ihm hin und wieder gelang, eine Geschichte zu verkaufen, war er noch weit davon entfernt, sein Einkommen allein durch seine schriftstellerische Tätigkeit erwerben zu können. Bereits vor seinem ersten Erfolg schrieb King mehrere Romane, welche aber von den Verlegern nicht akzeptiert worden waren. Später veröffentlichte er sie überarbeitet unter dem Pseudonym „Richard Bachman†œ.

n einem gemieteten Wohnwagen begann King, seinen Roman „Carrie†œ zu schreiben. Wie King in „Das Leben und das Schreiben†œ verriet, hielt er das „Carrie†œ-Manuskript beim Durchlesen für schlecht und beförderte es in den Mülleimer. Seine Frau fand es dort, fischte es heraus und spornte King dazu an, den Roman zu vollenden. King tat dies, und 1973 akzeptierte der Verlag „Doubleday†œ den Roman. Kurz darauf erwarb die New American Library die Taschenbuchrechte für die Rekordsumme von 400.000 Dollar. Durch dieses Ereignis und durch die erfolgreiche Verfilmung des Buches wurde King schlagartig bekannt. Überschüttet von Geld und Ruhm entschloss er sich, den Beruf des Lehrers aufzugeben und sich ganz dem Schreiben zu widmen. Wenig später erschien sein Buch „The Shining†œ, das ebenfalls ein Bestseller wurde.

In den folgenden Jahren veröffentlichte King viele Romane und Kurzgeschichtensammlungen mit immensem kommerziellen Erfolg. Viele seiner Romane wurden verfilmt, zum Beispiel 1976 „Carrie†œ von Brian de Palma und 1980 „Shining†œ von Stanley Kubrick.

Stephen King will seinen nächsten Thriller nicht in Buchform veröffentlichen, sondern in der Juli-Ausgabe (2007) des US-Männer-Magazins Esquire.

LoveKurzbeschreibung von LOVE
DAS BÖSE KOMMT NACHTS. – DAS HERZ STIRBT ZULETZT.
Liseys berühmter Mann ist tot – und sein Nachlass weckt albtraumhafte Erinnerungen und Ahnungen in ihr, die bald grausame Gewissheit werden … In Stephen Kings vielleicht dichtestem und persönlichstem Roman geht es um die Geheimsprache der Liebe und die Allgegenwart des Wahnsinns. Lisey ist seit zwei Jahren Witwe. Bereits lange vor seinem Tod hat ihr Mann Scott Landon – ein hochangesehener Romanautor – für sie eine Spur mit Hinweisen ausgelegt, die sie nun immer tiefer in seine von Dämonen bevölkerte Vergangenheit führt. Stück für Stück werden sorgsam verdrängte Erinnerungen in ihr wach: an eine andere Welt, die sie einst mit Scott besucht hat, tagsüber ein märchenhaftes Paradies, während nachts überall das Böse lauert. Ob Scott dort auf sie wartet, damit sie ihn ins Leben zurückholt? Plötzlich tritt ein Verrückter auf den Plan, der sich Zack McCool nennt und es auf Scotts schriftstellerischen Nachlass abgesehen hat. Und um seine Forderungen zu bekräftigen, verletzt er Lisey auf bestialische Weise …

Der schönste erste Satz von Andrea Maria Schenkel

Den ersten Sommer nach Kriegsende verbrachte ich bei entfernten Verwandten auf dem Land.

Tannöd von Andrea Maria Schenkel

Andrea Maria Schenkel, geboren am 21. März 1962 in Regensburg, ist eine deutsche Schriftstellerin. Sie veröffentlichte im Jahr 2006 ihr Romandebüt Tannöd, der auf einem ungeklärten Mordfall im bayerischen Hinterkaifeck basiert. Für diesen Roman erhielt sie 2007 den Deutschen Krimi Preis und den Friedrich Glauser-Preis. Für das Hörbuch zum Roman erhielt sie 2007 zusammen mit Monica Bleibtreu den CORINE-Weltbild-Leserpreis. Andrea Maria Schenkel lebt mit ihrer Familie in Nittendorf im Landkreis Regensburg.

Der Journalist Peter Leuschner wirft Andrea Maria Schenkel vor, ihr Roman Tannöd sei ein Plagiat seiner Bücher „Hinterkaifeck. Deutschlands geheimnisvollster Mordfall“ (1978) und „Der Mordfall Hinterkaifeck“ (1997). Die Autorin habe, so Leuschner, Passagen teilweise annähernd wortgleich abgeschrieben. Dagegen wird argumentiert, Leuschner habe ein dokumentarisches Sachbuch verfasst, Schenkel aber ein literarisches Werk geschaffen. Die historischen Fakten des spektakulären Falls seien urheberrechtlich nicht geschützt und in vielen offenen Quellen nachzulesen. Da Leuschner die Dokumentation aber durchaus dramatisiert und rein fiktive Passagen zugefügt hat, also von einer reinen Dokumentation zugunsten eines Infotainment abgewichen ist, könnte sich dieser Fall durchaus in einer juristischen Grauzone bewegen.

Im Jahr 2007 produziert der Norddeutsche Rundfunk (NDR) ein 70 minütiges Hörspiel des Romans Tannöd (Hörspielbearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer). Mit Kalteis lässt Schenkel ihrem Debüt einen weiteren Kriminalroman folgen, in dem es um einen Frauenmörder geht. Auch dieser Roman basiert auf einem historischen Fall.

„Frau Paula Trousseau“ von Christoph Hein, Lesung mit Corinna Harfouch am 03.07. im Literaturhaus München um 20 Uhr

Christoph HeinWie werden wir zu dem Menschen, der wir sind?
Christoph Hein stellt in seinem neuen Roman (Suhrkamp Verlag) diese elementare Frage. Der Autor rekonstruiert die späten Jahre der DDR und die Handlungsmöglichkeiten einer Künstlerin in dieser Zeit. Wenn der Leser dieser Künstlerin †“ Paula Trousseau †“ zum erstenmal begegnet, ist sie tot: Selbstmord in Frankreich, im Jahr 2000. Was dann folgt, sind ihre Tagebuchaufzeichnungen, ihre Sicht der Welt, Weiterlesen →