Jeweils drei… aus “Zusammen ist man weniger allein” von Anna Gavalda

19. Juni 2007 | Von dolcevita | Kategorie: Bücher, Lesekreis, Leseproben
  • Drei weiße Dinge: die Haut, die Zähne, die Hände.
  • Drei schwarze Dinge: die Augen, die Brauen, die Wimpern.
  • Drei rote: die Lippen, die Wangen, die Fingernägel.
  • Drei kurze: die Zähne, die Ohren, die Füße.
  • Drei schmale: der Mund, die Taille, der Knöchel.
  • Drei dicke: die Arme, die Oberschenkel, die Waden.
  • Drei kleine: die Brustwarzen, die Nase, der Kopf.
  • Das ist schön gesagt, nicht wahr?

11 Kommentare
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  1. Tut mir leid, aber “Zähne” war doppelt. Da müssen wir einen Punkt abziehen…

  2. @Dr.Sno*…:lol: was hast du gegen kurze weisse Zähne

  3. Klingt irgendwie ein bisschen nach Stummeln, wenn du mich fragst ;)

  4. Hah, erwischt, schon wieder am Kritisieren, Dr. Sno*? Trotzdem freue ich mich ganz besonders über Deinen Besuch, herzlich Willkommen :-)
    Es handelt sich übrigens um den Text eines unbekannten Autoren von 1779 der Anna Gavalda als Vorlage gedient hat. Also bekommt der Autor deinen Minuspunkt, wird ihn nicht weiter stören…

    Ein Weib, das schön sein will, wie Helena,
    Muß dreißig Reize aufzuweisen haben,
    Von jeder Sorte drei: drei weiße Dinge,
    Drei schwarze und drei rote; dann drei lange,
    Drei kurze; dann drei dicke und drei schlanke,
    Drei enge und drei weite und drei kleine.
    Weiß sei die Haut, weiß sei der Zähne Schnur,
    Wie blasses Gold der blonden Locken Pracht -
    Schwarz aber Augen, Brauen und der Busch,
    Worin der Liebe Grotte sich verbirgt;
    Rot seien Lippen, Wangen und die Nägel.
    Zahn, Ohr und Fuß sei kurz, doch breit die Brust,
    Breit das Gesäß und breit der Brauen Abstand.
    Eng sei der Mund, eng sei die Liebesgrotte,
    Zugleich doch mollig weich wie auch der Bauch,
    Finger und Lippen schmal und fein die Haare,
    Klein seien Nase, Brüste und der Kopf.
    Ein Weib, dem diese dreißig Reize gänzlich
    Oder fast alle fehlen, ist nicht schön!

  5. Na aber, das war doch keine Kritik, sondern lediglich die Verkündung der Punktewertung.

    1779 erklärt dann auch die etwas rassistisch wirkenden Ideale von weisser Haut

  6. Stimmt, ich fands nur so interessant, weil so ziemlich alle Schönheitsideale der heutigen Zeit, einschließlich weisser Haut, über den Haufen geworfen werden. Na ja, rote Fingernägel sind in diesem Sommer scheinbar wieder “in”, mögen die breiten Gesäße und molligen Bäuche folgen :-)

  7. Nicht nur, oder kennst du allen Ernstes Männer, die Frauen mit zusammen gewachsenen Augenbrauen toll finden?

  8. hm, Salma Hayek und Frida Kahlo vielleicht?

  9. Also bitte, seit wann hat Salma Hayek denn zusammen gewachsene Augenbrauen? Und wer findet Frida Kahlo denn attraktiv?

  10. und Sister King Kong (70er Jahre Lindenberg) ->

    Sie sah aus wie die Schwester von King Kong

    war 2 1/2 Zentner schwer.
    Sie war die Meisterin im Catchen
    im Leute zerquetschen

    war gefährlich wie ein GrizzIybär.
    Mit der Grazie einer Elefantin
    stieg sie in den Ring zu dieser dreisten Provokantin
    und sie sagt: “ich zermalm dich und nicht zu knapp

    bei diesem Kampf gibst du den Löffel ab”
    Und überall auf dieser katastrophengeilen Welt
    wurden Millionen Wecker gestellt.
    Und morgens um 5 hingen sie vorm Fernsehbild
    in der Hoffnung
    heut’ wird original gekillt.

    Gleich kommt der Gong

    Sister King Kong

    doch erst noch das Banner
    und der Nationalsong.
    Arme wie Keulen

    Beine wie Säulen

    selbst Ex-Weltmeister Ali
    ist dein Fan -
    Catch as catch can.

    Bei diesen Gladiatorenkämpfen
    kassieren sie Millionen

    und da fühle ich mich animiert

    ich steh ja sowieso auf Horrorshow

    und da hab’ ich erst mal hart trainiert

    und die Welt stand Kopf als beim Titelfight

    sie in der ersten Runde kapitulierte

    als ich ihr zeigte
    was Trumpf ist

    und ihr locker in den Rumpf biß

    und ihr geil mit dem Seil den Hals massierte.

    Gleich kommt der Gong

  11. [...] Kurzbeschreibung Philibert ist zwar ein historisches Genie, doch wenn er mit Menschen spricht, gerät er ins Stottern. Camille, magersüchtig und künstlerisch begabt, arbeitet in einer Putzkolonne, und Franck schuftet als Koch in einem Feinschmeckerlokal. Er liebt Frauen, Mototrräder und seine Großmutter Paulette, die keine Lust aufs Altersheim hat. Vier grundverschiedene Menschen in einer verrückten Pariser Wohngemeinschaft, die sich lieben, streiten und versuchen, irgendwie zurecht zu kommen. Mehr in einer Mini-Leseprobe… [...]

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