Neues von Stephenie Meyer über Midnight Sun

Midnight SunStephenie Meyer, die Erfolgsautorin der Twilight-Saga, hat in der letzten Woche auf der Website Twilightsaga.com ihre Fans dazu aufgerufen, Fragen an sie zu richten.

Die Frage, die die Fans am meisten beschäftigt, dreht sich nach wie vor um „Midnight Sun“.

Am 13.11. war Stephenie Meyer zu Gast in der Oprah Winfrey-Show, danach hagelte es Proteste von Twilight-Fans, weil Oprah Winfrey es versäumt hatte, die Autorin nach der Veröffentlichung von Midnight Sun zu befragen.

Midnight Sun (Edwards Sicht) ist der Arbeitstitel eines unvollendeten 5. Teils der Twilight-Saga. Die ersten 12 Kapitel waren Mitte 2008 im Netz gelandet. Ein Vertrauter von Stephenie Meyer, der das Manuskript lesen sollte, veröffentlichte es unerlaubterweise. Daraufhin stellte sie die Arbeit an dem Buch, in dem der erste Teil der Twilight-Saga (Bis(s) zum Morgengrauen), die Sicht des Protagonisten Edward Cullen auf die Geschichte, beschrieben werden sollte, ein.

Seitdem hoffen und warten die vielen Fans auf die Nachricht, dass sie endlich weiter daran schreibt. Nun hat Stephenie Meyer ausführlich Stellung bezogen, nachdem sie sich über ein Jahr lang in Schweigen gehüllt hat.

Stephenie Meyer zur Bewältigung der vielen, vielen Fragen zu Midnight Sun:

Ich habe festgestellt, dass ich wirklich keine Antworten auf die Myriaden von Anfragen, Bitten und Forderungen, die Midnight Sun betreffen, geben kann. Da es aber die populärste Frage ist, werde ich es versuchen.

Ich arbeite jetzt nicht an Midnight Sun. Ich habe derzeit auch keine Pläne daran zu arbeiten und kann nicht sagen, wann der richtige Zeitpunkt dafür sein wird. An den Fragen habe ich erkannt, dass es einige falsche Schlussfolgerungen über die derzeitige Situation gibt, und ich werde versuchen aufzuklären.

Erstens ist Midnight Sun noch nicht fertig. Das Manuskript wartet auf mich an an einem sicheren Ort auf die Fortsetzung. Wenn das Buch fertig wäre, würde ich es persönlich an alle Buchhandlungen schicken. Ich wäre so gerne in der Lage, es allen Menschen, die so sehnsüchtig darauf warten, zu geben. Zweitens bin ich nicht mehr über die undichte Stelle aufgebracht. Nach etwa drei Wochen hatte ich damit abgeschlossen. Drittens, und das ist das wichtigste, versuche ich nicht, jemanden zu bestrafen. Nicht die Person, die mein Vertrauen missbraucht hat und schon gar nicht die Menschen, die es gerne lesen würden. Wie ich schon sagte, wäre ich sehr glücklich, es jedem geben zu können, der es möchte.

Warum also diese Verzögerung? Es ist einfach noch nicht fertig und liegt in meinem Safe. Es ist nicht damit getan, dass ich mich an meinen Computer setze und Wörter eingebe. Die Wörter entstehen in meinem Kopf und gerade jetzt sind sie nicht da. Für jede Geschichte benötige ich einen gewissen Raum um sie zu schreiben. Ich habe gemerkt, dass es reine Zeitverschwendung ist und viel Kraft kostet, wenn ich diesen Raum nicht finde. Ich kehre zu Midnight Sun zurück, wenn die Geschichte mich wieder dazu zwingt. Nur weil die Menschen so dringend danach verlangen, bin ich nicht fähiger zu schreiben; ganz im Gegenteil. Ich muss allein sein mit einer Geschichte um sie zu schreiben, und im Moment fühle ich mich sehr bedrängt. Ich hoffe, dass ihr versteht, was ich damit sagen will.

Man schreibt aus unterschiedlichen Gründen. Ich habe immer geschrieben, um glücklich zu sein. Ich habe Freude an einer Geschichte, fühle meine Kreativität fließen und versinke in eine andere Welt, und dann schreibe ich und zwar sehr schnell. Wenn ich nicht in die Geschichte eintauchen kann, kann ich nicht schreiben. Ich war noch nie jemand, der auf Anfrage schreiben kann, und ich kann mir nicht vorstellen auf diese Art und Weise zu arbeiten. So cool wie es wäre, zu meinen Lieblingsautor zu sagen: „Du weißt, ich möchte wirklich gerne ein großartiges Buch über die „Narwal Mafia“ lesen. Schreibst du das für mich, okay?“ Oder auch: „Ich hätte gerne eine Fortsetzung von der letzten Geschichte“, – so funktioniert das nicht. Es kann nur funktionieren, wenn mein Lieblingsautor oder meine Lieblingsautorin ein Interesse daran hat es zu schreiben. Vielleicht dauert es ein Jahr schreibt, vielleicht dauert es fünf Jahre. Wenn ich etwas lesen will, kaufe ich es in der Buchhandlung oder suche es mir dort etwas aus, oder finde etwas anderes zum Lesen. – Ende –

(All dies gilt auch für Schriftliches über Vampire im allgemeinen. Vampire und ich? Wir machen derzeit eine Pause.)

Ich bin mir ziemlich sicher, dass hiermit eure Bitten und Forderungen nach Midnight Sun nicht aufhören, aber ich wollte nicht, dass ihr denkt, ich würde eure Fragen ignorieren.

In der Zwischenzeit gibt es so viele tolle Bücher da draußen. Ich habe einige Buchtipps auf meiner Seite zusammengestellt, und jeder Bibliothekar wird euch sicherlich gerne Bücher empfehlen. Das gleiche gilt für die Mitarbeiter der Buchhandlungen. Lasst euch beraten, und sie werden eure Arme mit Wunderbarem füllen!

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Quelle: Twilightsaga.com

P.S.: Stephenie Meyer hat sich ebenfalls über die Fortsetzung von Seelen (The Host) geäußert. Werde bald ausführlicher darüber berichten….

Ilma Rakusa erhält Schweizer Buchpreis 2009

Schweizer BuchpreisSchweizer Buchpreis 2009 geht an Ilma Rakusa

Der Schweizer Buchpreis ist eine Literaturpreis, der seit 2008 vom Verein Literaturfestival Basel in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV) vergeben wird.

Mit dem Buchpreis wird ein deutschsprachiges literarisches oder essayistisches Werk von in der Schweiz lebenden oder Schweizer Autoren oder ein Lebenswerk durch eine unabhängige Fachjury ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist mit 60.000 Schweizer Franken dotiert. Hiervon erhält der Preisträger 50.000, die übrigen vier Nominierten jeweils 2.500 Franken.

Die Gewinnerin des Schweizer Buchpreises 2009 ist Ilma Rakusa. Die Jury sprach ihr den Preis für ihr im Literaturverlag Droschl erschienenes Buch „Mehr Meer“ zu. Die Preisverleihung fand am 15. November 2009 an der BucH.09 in Basel statt.

Über die Autorin
Ilma Rakusa, geboren 1946 in der Slowakei, ist Schriftstellerin, Publizistin, promovierte Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin zahlreicher Werke aus dem Russischen, Französischen, Ungarischen und Serbokroatischen. Nach ihrer Schulzeit in Zürich absolvierte sie ein Studium der Slavistik und der Romanistik in Zürich, Paris und St. Petersburg. Seit 1977 hat die Autorin einen Lehrauftrag an der Universität Zürich. Daneben ist sie freiberuflich als Schriftstellerin, Übersetzerin und Publizistin tätig. Sie lebt in Zürich. Auszeichnungen: 1991 mit dem Petrarca-Übersetzerpreis, 1998 mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung und 2003 mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis.

Mehr MeerKurzbeschreibung
Erinnerungen an Kindheit und Jugend nach dem Zweiten Weltkrieg in Mitteleuropa.Eine Kindheit und Jugend in Mitteleuropa, als dieses Mitteleuropa nach dem Zweiten Weltkrieg gerade seine politischen und kulturellen Konturen neu eingeschrieben bekam: Ilma Rakusa geht in ihren Erinnerungen dem kleinen Mädchen nach, der Tochter eines slowenischen Vaters und einer ungarischen Mutter, deren Lebensstationen von einer slowakischen Kleinstadt über Budapest, Ljubljana, Triest nach Zürich und von da weiter ausgreifend nach Ost und West, nach Leningrad/Petersburg und Paris reichen.
Die überall Fremde, Nicht-ganz-Zugehörige findet sehr früh schon ihre Heimat in der Musik, im Klavierspielen, und, mit der Entdeckung Dostojewskijs, in der Literatur, aber auch in der Bewegung, im Unterwegssein, im Reisen. Mehr Meer geht weit über eine Nacherzählung einer Kindheit und Jugend hinaus; es ist die Beschwörung dessen, was von den vielen Lebensorten und Begegnungen bleibt: Töne und Klänge, Farben und Stimmungen, einzelne Szenen und Blitzlichter (»Die Bilder, sage ich, in Ehren. Aber zuerst kommen die Gerüche.«). In vielen kleinen Selbstbefragungen, in Dialogen, Gedichten und Erinnerungsbildern geht Ilma Rakusa ihrer Geschichte auf den Grund: der vom Vater initiierte ständige Ortswechsel, das Paradies des Meeres und der Küste in Triest und Grado, erste Küsse, erste Reisen, die Musik und die Begegnung mit den Ritualen der Ostkirche, die ersten Auslandsjahre in Paris und im damals noch sowjetischen Leningrad.
Ilma Rakusa nähert sich ihren frühen Jahren äußerst unsentimental und auch nicht mit dem Eifer der Bekennerin, dafür mit großer Genauigkeit in einem sehr schwierigen Bereich: im Atmosphärischen, das sie mit Knappheit und Präzision erdet. In ihrem Erinnerungsband erstehen die 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhunderts im prismatischen Blick einer außergewöhnlichen Schriftstellerin, die wie wenige in und zwischen verschiedenen Kulturen lebt.

61 Werke aus 47 Verlagen nahmen an Vergabe zum Schweizer Buchpreis 2009 teil. Am 24. September gab die Jury, bestehend aus Martin Ebel, Sandra Leis, Manfred Papst, Hans Ulrich Probst und Martin Zingg, in Zürich die Nominierung der folgenden drei Autorinnen und zwei Autoren  bekannt:

Eleonore Frey – Muster aus Hans, Droschl Literaturverlag
Jürg Laederach – Depeschen nach Mailland, Suhrkamp Verlag
Angelika Overath – Flughafenfische, Luchterhand Literaturverlag
Ilma Rakusa – Mehr Meer, Droschl Literaturverlag
Urs Widmer – Herr Adamson, Diogenes Verlag

Die Nominierten auf YouTube.com

Herta Müller in der LMU

Herta Müller - LMU1
Stefan Sienerth und Herta Müller - LMU, 12.11.09

Das Audimax der Münchner LMU ist seit dem 11.11.09 besetzt. Studenten protestieren gegen die „Ökonomisierung der Bildung“. Die geschichtsträchtige große Halle wird durch die vielen Transparente der Streikenden, die auf die Aktion hinweisen, ein Mal mehr zur willkommenen Bühne im Kampf um Bildung. Die Security weist den oft verdutzten (geschätzten 800 bis 1000) Besuchern der Lesung von Herta Müller den Weg zur Großen Aula in den ersten Stock der LMU. Im Foyer können die reservierten Karten abgeholt werden. Die Veranstaltung ist ausverkauft.  Viele haben sich umsonst angestellt. 2000 Karten hätten sie verkaufen können, schätzt Reinhard Wittmann vom Literaturhaus München laut einem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 13.11.2009 (Kapitulation gegenüber vom Audimax)

Herta Müller - LMU2Die Atmosphäre in der Großen Aula ist angenehm. Vielleicht ist dies sogar ein stilvollerer Ort für die Lesung als das wesentlich größere Audimax. Aber auch hier verschwindet die sehr zierliche Herta Müller fast hinter dem Schreibtisch auf dem Podium.

Neben ihr sitzt Stefan Sienerth, Direktor des Instituts für die Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilian-Universität. Sienerth entstammt wie der Dichter Oskar Pastior der deutschen Minderheit der Siebenbürger Sachsen. Der Autor Oscar Pastior hatte einen wesentlichen Anteil an Herta Müllers Roman Atemschaukel.  Ohne ihn hätte sie dieses Buch wohl nicht geschrieben.

So geht es zum Beginn des Gesprächs zwischen Sienerth und der Literaturnobelpreisträgerin um Pastior, der 1927 in Hermannstadt (Sibiu) geboren und als 17-Jähriger, wie insgesamt etwa 175 000 Deutsche Südosteuropas, auf Befehl Stalins zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert wurde. Herta Müller lernte Oskar Pastior 1987 kennen, nachdem sie selbst aufgrund ihrer Verfolgung durch die  Securitate, dem rumänischen Geheimdienst, ihre Heimat im rumänischen Banat verlassen hatte.

Gemeinsam mit Pastior machte sich Herta Müller, deren Mutter ebenfalls fünf Jahre zur Zwangsarbeit deportiert war, auf Spurensuche und daran, die Erinnerungen von Pastior und die vielen Erzählungen von Deportierten aus ihrem Dorf aufzuschreiben. 2006 starb Pastior und Herta Müller brauchte über ein Jahr, bevor sie weiter an ihrem Roman arbeiten konnte. Die Geschichte von Pastior hat sie in Atemschaukel in dem Protagonisten Leopold Auberg festgehalten: Ich muss dem Hunger heute noch zeigen, dass ich ihm entkommen bin. Ich esse buchstäblich das Leben selbst, seit ich nicht mehr hungern muss. Ich bin eingesperrt in den Geschmack des Essens, wenn ich esse. Ich esse seit meiner Heimkehr aus dem Lager, seit sechzig Jahren, gegen das Verhungern.

Mit erstaunlich kräftiger, dunkler Stimme und einem harten Akzent liest Herta Müller fast 40 Minuten lang 3 Kapitel aus der Atemschaukel.
Die Kapitel „Zement“, „Taschentuch und Mäuse“ und „Vom Hungerengel“ hat sie für ihre Lesung ausgewählt. Sie liest ohne Betonung in kühler Sprechweise und vielleicht liegt es daran, dass so poetische Sätze wie: „Manchmal kriegen die Dinge eine Zartheit, eine monströse, die man von ihnen nicht erwartet“, so manchen Zuhörer schaudern lassen.

Herta Müller - LMU3
Reinhard Wittmann und Herta Müller

Im Anschluss an die Lesung signiert Herta Müller und zwar nach einem zuvor verkündeten strengen Reglement von Herrn Sienerth: Keine Widmung, kein Datum, nur ein Buch pro Person, keine Fotos, keine Eintrittskarten zum Signieren und „bitte alle schön brav anstehen“, erklärt Sienerth augenzwinkernd. Die Erschöpfung ist der Autorin anzumerken: Nach einer Stunde wird aus der Signatur Herta Müller ein H. Müller. Sie schüttelt ihre Hände aus und verlangt nach einer Zigarette.

Große Aula der Ludwig-Maximilian-Universität, München
Große Aula der Ludwig-Maximilian-Universität, München

Endlich ist das Ende der langen Schlage erreicht und die Große Aula der LMU leert sich. Hunderte Male hat Herta Müller ihren Namen geschrieben. Aber der Lesemarathon wird für sie weiter gehen. Viele Städte stehen noch auf dem Programm ihrer Lesereise. Am 10. Dezember wird sie nach Stockholm fahren, um dort ihren Nobelpreis in Empfang nehmen zu können.

Quellen: Süddeutsche Zeitung, Wikipedia Fotos: Lesekreis

Buchempfehlungen von Elke Heidenreich – 2009 im Überblick

Lesen!

In den Monaten Januar, Februar und März 2009 widmete sich Elke Heidenreich in der Kölner Kneipe Backes noch einzelnen Gästen und präsentierte ihre Buchempfehlungen auf litCOLONY.de monatlich. Ab April 2009 änderte sich das Internet-Format Lesen! erneut, und Elke Heidenreich präsentierte danach wöchentlich jeweils ein Buch.

Wie jetzt bekannt wurde, will die Literaturkritikerin und Autorin zum Jahresende ganz aufhören. Dem Bayerischen Rundfunk sagte sie, sie müsse „mal ein Pause machen mit diesem Marathon-Lesen“. Offenbar war es ihr nicht gelungen die Zuschauer ihrer Ende vergangenen Jahres abgesetzten Sendung Lesen! im ZDF ins Internet mitzunehmen. Das Netz sei einfach nicht jedermanns Ding, sagte sie.

Das ist wirklich sehr bedauerlich! Bevor ihre wertvollen Buchtipps gänzlich aus dem Netz verschwinden, nachfolgend die Buchempfehlungen von Elke Heidenreich aus diesem Jahr. Die kompletten Besprechungen sind jeweils auf litCOLONY.de abrufbar.

Zeit der Asche29.04.2009
Zeit der Asche von Jorge Volpi
Das ist das klügste Buch, das ich seit langem gelesen habe, und da fragt sich ja sofort: kann oder muss ein Buch klug sein? Ach was, es muss gut geschrieben sein, eine gute Geschichte erzählen, es muss uns unterhalten, und wenn wir dabei auch noch klüger werden, kann das doch wohl nicht schaden.†œ Elke Heidenreich

Schrumpft die BRD07.05.2009
Schrumpft die BRD von Michael Rudolf und Jürgen Roth
Gibt es in Hessen essbare Nahrungsmittel? Kann man das Saarland an Frankreich zurückgeben? Ist NRW noch tragbar? 16 Bundesländer gibt es in Deutschland. Brauchen wir die alle? Wollen wir die alle? In ihrem zweiten Buch der Woche freut sich Elke Heidenreich über den bitterbösen Bundesländer-Test „Schrumpft die BRD†œ von Michael Rudolf und Jürgen Roth.

Eine exclusive Liebe14.05.2009
Eine exklusive Liebe von Johanna Adorján
Es ist eines der schönsten Bücher der letzten Jahre, warm, schwer und leicht zugleich, klug, liebevoll †“ es würde verdienen, ein Riesenbestseller zu werden. Zwei Menschen, die miteinander alt geworden sind, beschließen, sich das Leben zu nehmen. Hand in Hand gehen Vera und István in den Tod, das konsequente Ende einer Liebe, die die ganze übrige Welt ausschloss.

Tod einer Untröstlichen20.05.2009
Tod einer Untröstlichen: Die letzten Tage der Susan Sontag von David Rieff
„Tod einer Untröstlichen. Die letzten Tage von Susan Sontag“ beschrieben von ihrem Sohn. Das ist alles andere als ein voyeuristischer Einblick in Intimes, da ist nichts peinlich und undezent. Da sitzt ein kluger Mann am Sterbebett einer klugen Frau und sieht, wie verzweifelt, untröstlich und ungläubig sie sich dagegen wehrt, daß es wirklich vorbei sein soll.

Die guten Geister28.05.2009
Die guten Geister: Sie dienten den Großen dieser Welt – Köchin, Butler, Sekretär von Dietmar Grieser
Ein liebenswertes Buch voller kleiner Geschichten aus dem Leben der großen Geister. Kein Klatsch und Tratsch, sondern eine leicht erzählte Dokumentation über die dienstbaren guten Geister von Künstlern, Politikern und Aristokraten.

So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein04.06.2009
So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein von Christoph Schlingensief
Nicht erst seit seiner Erkrankung an Lungenkrebs hat Christoph Schlingensief alles Private öffentlich gemacht. Er lässt uns alles wissen. Seine Schmerzen, seinen Husten, seine Verzweiflung, seinen Zorn †“ sofort hat er es umgesetzt in ein Theaterstück, das zugleich fasziniert und abschreckt, und in ein Buch, ein sehr privates, nun öffentliches Krankentagebuch.

Konzert für die linke Hand12.06.2009
Konzert für die linke Hand von Lea Singer
„Wenn man am Ende der fast 500 Seiten angekommen ist, ist man total enttäuscht, dass das Buch schon aus ist und würde so gern immer nur weiterlesen. Ein Stück Zeitgeschichte, eine rasante Familiengeschichte, ein fesselndes Schicksal. ‚Konzert für die linke Hand†˜, Roman für alle leidenschaftlichen Leser!“

Wintergewölbe18.06.2009
Wintergewölbe von Anne Michaels
Vor zehn Jahren erstaunte uns das unglaublich intensive und kluge Buch einer bis dahin unbekannten Kanadierin: „Fluchtstücke“ von Anne Michaels. Jetzt hat sie wieder so einen erstaunlichen, großen Roman vorgelegt: „Wintergewölbe“. Es ist eine weitgespannte Liebes- und Lebensgeschichte und ein ganzes Stück Welt.

Liebst du mich25.06.2009
Liebst du mich von Luis Leante
Luis Leante hat Filmdrehbücher geschrieben, und das merkt man: sein Buch ist wie großes Hollywoodkino, eine ganz besondere Liebesgeschichte in beeindruckenden Bildern und mit wirklich intensiven Schilderungen der Wüste und der Menschen, die dort leben.
Ein Zufallsfund, für Sie gelesen. Das Buch wird Sie nicht enttäuschen.

Was mit Kate geschah02.07.2009
Was mit Kate geschah von Catherine O’Flynn
Der Debutroman von Catherine O’Flynn begeistert selbst Leser, die keine Krimi-Liebhaber sind. „Was mit Kate geschah†œ ist Unterhaltungs-literatur vom Allerbesten. Mit mehreren Preisen ausgezeichnet, fesselt die britische Autorin jeden Leser bis zum Schluss. Diesen Krimi sollte man auf jeden Fall mit in den Urlaub nehmen.

Der letzte Bruder09.07.2009
Der letzte Bruder von Nathacha Appanah
Mauritius ist sowohl Geburtsstätte als auch Schauplatz des Romans von Nathacha Appanah. Das Buch erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen Raj und dem von Geheimnissen umgebenen David – zwei Kinder auf der Suche nach Geborgenheit und Glück.

Der Mann mit den goldenen Ohren16.07.2009
Der Mann mit den goldenen Ohren: Ein Italienroman von Herbert Rosendorfer
Der neue Roman von Herbert Rosendorfer, für den Axel Munthes weltberühmtes „Buch von San Michele“ Pate steht, erzählt mit viel Charme und hintersinniger Komik von einer italienischen Insel, die auf wundersame Weise und nur für kurze Zeit zum internationalen Jetset-Ziel avanciert. Unterhaltsam-scharfsinnig und mit leichter Hand zeichnet Herbert Rosendorfers Roman über eine fiktive Insel auch ein liebevolles und zugleich selbstironisches Bild deutscher Italiensehnsucht.

Krematorium23.07.2009
Krematorium von Rafael Chirbes
Rafael Chirbes erzählt in „Krematorium“ eine aus den Fugen geratene, von den Göttern verlassene Welt, in der keine Gewissheit mehr gilt, in der Werte, Wörter und Utopien leere Hülsen sind. Und doch ist dieser Roman ein Rettungsversuch: Aus der Erzählung der Widersprüche einer Gesellschaft, die sich ganz dem Konsum und dem Mammon verschrieben hat, wird schmerzhaft deutlich, was wir verloren haben.

Eine zufällige Begegnung30.07.2009
Eine zufällige Begegnung von Charles Chadwick
Charles Chadwicks Romanfigur Elsie ist schrecklich entstellt und dadurch sehr einsam. Dann trifft sie auf Stan, ebenfalls ein Außenseiter, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde und der in der Freiheit von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Chadwick erzählt diese Outsider-Liebesgeschichte schnörkellos und direkt, ohne sie durch romantische Umwege und übertriebenes Mitgefühl unnötig zu strecken.

Clint Eastwood06.08.2009
Clint Eastwood
Großformatiger Bildband vom Henschel Verlag über den „charismatischen Meister mit den vielen Talenten“ (STERN). 160 überwiegend bisher unveröffentlichte Farb- und Schwarz-Weiß-Bilder. Mit einem biografischen Essay von Eastwoods Freund und Kollegen Peter Bogdanovich.

Die Kunst Chanel zu sein13.08.2009
Die Kunst, Chanel zu sein von Coco Chanel
Coco Chanel, die erste Unternehmerin, die mit Stil, Eleganz und eiserner Disziplin ein Weltimperium schuf, wusste, worauf es ankommt. Sie erfand das kleine Schwarze, schnitt alte Zöpfe ab und lebte vor, dass es großen Spaß macht, selbst Geld zu verdienen. Die Gespräche im vorliegenden Band wurden 1946 von Paul Morand während eines gemeinsamen Aufenthalts in der Schweiz aufgezeichnet; sie erschienen erstmals 1976 in Paris.

Das Mittelmeer20.08.2009
Das Mittelmeer: Eine stürmische Reise durch Zeiten und Kulturen von Baltasar Porcel
Das Mittelmeer ist das Meer unserer Sehnsüchte. Seit Jahrtausenden ist es aber auch die Bühne militärischer Kämpfe, zivilen Fortschritts, unterschiedlicher Religionen und Gesellschaftsformen. Baltasar Porcel öffnet unseren Blick für unbekannte Zusammenhänge in mediterranen Traditionen und Regionen und das in einer mitreißenden Sprache und einer üppig dargebotenen Fülle von kleinen und großen Geschichten, die dieses Buch so einzigartig und fesselnd machen.

Ou Topos27.08.2009
Ou Topos: Suche nach dem Ort, den es geben müsste von Heiner Geißler
Das Glück auf der Erde zu finden, ist der Wunsch der meisten Menschen. In seinem faszinierenden Buch, gestützt auf grundlegende Einsichten von Philosophie, Theologie und Geschichte und auf eigene Erfahrungen, beschreibt er seine Suche und die Suche anderer nach dem Glück auf der Straße des Lebens, erzählt, wovon Menschen träumen, und schildert die Chancen der Menschen für ein glücklicheres Leben.

Schau heimwärts, Engel03.09.2009
Schau heimwärts, Engel (Neuübersetzung 2009) von Thomas Wolfe
„Schau heimwärts, Engel“ ist eines der legendären Romanepen des 20. Jahrhunderts. Betörend durch die Unmittelbarkeit des Erzählten wie durch eine Sprachkunst, in der schonungsloser Realismus und lyrische Anmut Hand in Hand gehen, gilt es als stilbildend für die moderne amerikanische Erzähltradition bis hin zu Jonathan Franzen. Mit der kommentierten Neuübersetzung kann man Wolfes Meisterwerk nun in seiner ganzen jugendlichen Frische und Kraft wiederentdecken.

Cosimas Kinder10.09.2009
Cosimas Kinder: Triumph und Tragödie der Wagner-Dynastie von Oliver Hilmes
Oliver Hilmes entschlüsselt den Wagner-Kosmos, indem er die Nachkommen der schillernden Komponisten-Witwe porträtiert und ihren Kampf um die Macht auf dem Grünen Hügel in Bayreuth beschreibt. Eine Mutter, zwei Väter und fünf Kinder – die Familie Richard und Cosima Wagners ist ein Kosmos, rätselhaft und sagenumwoben. Ähnlich wie die Kinder Thomas Manns trugen die Sprösslinge dieses faszinierenden Paars schwer an der Last ihrer Herkunft.

Der Tod meiner Mutter17.09.2009
Der Tod meiner Mutter von Georg Diez
Der Autor Georg Diez schreibt vom Sterben seiner Mutter und von ihrem Leben, er schreibt auch von seinem eigenen Leben, in dem seine schwangere Frau gerade ihr erstes Kind erwartet- wie brutal das alles nebeneinander abläuft, Leben und Tod. Es ist ist ein kluges, total unsentimentales, fast kühles Buch, beeindruckend zu lesen und es ist Literatur- keine weitere Krebsgeschichte.

Die Ängstlichen23.09.2009
Die Ängstlichen von Peter Henning
„Es ist ein Familienroman, auf fast 500 Seiten passiert nichts anderes als das, was uns allen immerfort passiert: Lust und Frust, Mutter wird alt, der Gatte geht fremd, jemand wird krank, Lebenspläne scheitern, und das alles in der Weltmetropole Hanau, … in Hessen. Hier lebt nach dem frühen Tod ihres Mannes Mutter Johanna zusammen mit Janek, ihrem polnischen Liebhaber, und Janek ist Spieler, Zocker, verstrickt sich dermaßen in Schulden, dass er schließlich seinen Selbstmord vortäuscht und damit eine Tragödie auslöst.

Die Rolle meines Lebens01.10.2009
Die Rolle meines Lebens von Nicolas Fargues
Antoine ist Schauspieler und hat gerade durch den überraschenden Erfolg eines Films, in dem er eine Rolle spielt, eine gewisse Berühmtheit erlangt. Das ist die eine Geschichte, die eines eitlen kleinen Schauspielers in einer Welt, in der Medienruhm mehr zählt als er wirklich wert ist. Und die andere ist, viel ernster: er findet seine Rolle nicht, und zwar die in seinem eigenen Leben.

Schlaf08.10.2009
Schlaf von Haruki Murakami
Vor zwei Jahren erschien ein Band mit 8 Erzählungen von Haruki Murakami, der Band hieß „Der Elefant verschwindet†œ. Murakami ist der erfolgreichste, berühmteste japanische Erzähler der Gegenwart, er schreibt verstörende und irritierende Geschichten, die einen nie mehr loslassen, das ist ein Schriftsteller, dem man †“ wie ich- total verfallen kann. „Schlaf“ ist eine Geschichte aus „Der Elefant verschwindet“, auf kostbarem Papier gedruckt und mit vielen Bildern versehen.

Einsamkeit und Sex15.10.2009
Einsamkeit und Sex und Mitleid von Helmut Krausser
Bei diesem Roman von Helmut Krausser muß man eine ganze Weile lesen, ehe man merkt, daß das wirklich zu einem Roman zusammenwächst. Es treten unglaublich viele Personen auf, alle in derselben Gegend wohnend, treffen sich in den gleichen Kneipen, kennen sich aber nicht, lernen sich zum Teil kennen, und erst nach und nach überschneiden und erklären sich ihre Geschichten. Es dreht sich fast alles um Sex- wie, mit wem, warum, wie teuer, wie lange, was genau.

Winter in Maine22.10.2009
Winter in Maine von Gerard Donovan
Immer wieder schlägt man ein Buch auf, manchmal hochgelobte Bücher, und dann ist man enttäuscht und frustriert und verplempert seine Zeit mit nichtssagenden Geschichten. Und dann plötzlich gerät man an einen Autor, von dem man noch nie etwas gehört hat, und zack, das ist es. Das hier IST ES. „Winter in Maine“ von Gerard Donovan. Es ist ein Thriller, es geht um einen Serienmörder, und das Unfassbare und die große Kunst des Erzählers ist: man ertappt sich dabei, dass man immer auf Seiten des Mörders ist.

Der Tod ist ein Postmann mit Hut29.10.2009
Der Tod ist ein Postmann mit Hut von Martin von Arndt
Wer sendet ihm Monat für Monat anonym ein leeres Blatt Papier als Einschreibebrief? Und was will ihm der Absender damit sagen? Diese Fragen stellt sich der Gitarrist Julio und beschließt, den Briefen auf den Grund zu gehen. Es wird eine Reise, die ihn auf sich selbst zurückwirft, sein Leben ziemlich durcheinander schüttelt. Eine Engführung von Spannung und Rätselhaftigkeit, von kriminalistischem Plot und existentiellem Verlorensein – und eben das gelingt diesem Roman.

Bei Anbruch der Nacht05.11.2009
Bei Anbruch der Nacht von Kazuo Ishiguro
Die besten Zeiten hat Tony Gardner schon hinter sich – seine Engagements werden rarer, seine Autogramme kaum mehr nachgefragt. Für den Gitarristen Janeck ist der Crooner jedoch das größte Idol. Als sich die beiden in Venedig über den Weg laufen, muss er Gardner einfach ansprechen. Der nutzt die Gelegenheit, um Janeck für den vielleicht wichtigsten Auftritt seines Lebens zu gewinnen: Er will seiner langjährigen Frau ein romantisches Ständchen bringen, in der Hoffnung, seine bröckelnde Ehe noch einmal retten zu können.

Alles hat seine Zeit12.11.2009
Alles hat seine Zeit von Ennio Flaiano
„Ein beinahe archaischer Roman über die uralten Themen von Schuld, Sühne, Gut und Böse. Höchste Zeit, ihn wieder zugänglich zu machen.“
Ein Kultbuch und Meisterwerk nach 60 Jahren im Manesse Verlag neu aufgelegt.
Nach einer Autopanne findet sich ein junger italienischer Offizier allein im äthiopischen Busch wieder. Die Begegnung mit einer rätselhaften Schönen löst eine Katastrophe aus: Durch Zufall prallt sein Schuss auf ein wildes Tier ab und tötet die Frau. Daraufhin quälen ihn nicht nur Selbstvorwürfe und die Furcht vor Entdeckung, sondern auch der Verdacht, dass er sich mit Lepra infiziert haben könnte. Auf seiner Flucht durch die Natur Afrikas sieht er sich mit existentiellen Fragen konfrontiert.

Laufen19.11.2009
Laufen von Jean Echenoz
Das Buch ist unglaublich schön und liebevoll zu lesen. In einem ganz leichten Erzählton, der den Leser oft ganz direkt anspricht.
Emil Zatopek hasst den Sport, aber er hat keine andere Wahl. Bei einem Wettkampf im „Reichsprotektorat“ wird beim siebzehnjährigen das Talent als Läufer entdeckt. Auf der ersten Nachkriegsolympiade holt er Gold für die UDSSR. Danach dreimal Gold und acht Weltrekorde. Er wird zum Leutnant und Hauptmann befördert. Die Welt jubelt ihm zu. Er ist zur Symbolfigur für den Erfolg des realen Sozialismus geworden. Nur einmal stand er auf der „falschen“ Seite: Im „Prager Frühling“.

Die schönsten Sagen des klassischen Altertums26.11.2009 Tipp auch für Jugendliche!!!
Die schönsten Sagen des klassischen Altertums von Gustav Schwab
Diese Geschichten gehören zur Allgemeinbildung, ohne sie zu kennen, ist man arm.
Seit mehr als 150 Jahren prägt Gustav Schwabs geradezu kanonische Sammlung und Nacherzählung der ‚Schönsten Sagen des klassischen Altertums‘ die Vorstellung der deutschen Leserschaft vom Wesen und Treiben der griechischen Götter und Helden. Bunt und anschaulich entsteht hier aufs Neue die Welt der antiken Mythologie und zeugt noch immer von der überaus fruchtbaren literarischen Vermittlertätigkeit Schwabs.

Die große Welt03.12.2009
Die große Welt von Colum McCann
Wir lesen uns in einen Rausch und lernen Menschen kennen, die uns nie mehr loslassen.
1974: Am Morgen eines schönen Augustsommertags starren die Passanten in Lower Manhattan ungläubig zu den Twin Towers hinauf. Fast einen halben Kilometer über ihnen läuft, springt und tanzt ein Hochseilartist, der durch seine Magie in dem aufopferungsvollen Iren Corrigan, das Besondere hervortreten lässt. Sein Leben widmet er den Straßenhuren in der Bronx und will zweien seiner Schutzbefohlenen bei einem Anklageerhebungstermin beistehen.

Lyrikstimmen10.12.2009
Lyrikstimmen. Limitierte Ausgabe von Christiane Collorio, Peter Hamm, Harald Hartung und Michael Krüger
Die Bibliothek der Poeten. 122 Autorinnen und Autoren. 420 Gedichte. 100 Jahre Lyrik im Originalton [Audiobook] (Audio CD)
Diese Anthologie ist eine Sammlung von Originaltönen deutschsprachiger Dichter, die es in dieser Dimension noch nie gab. Sie ermöglicht Einmaliges: Hineinzuhören in die ersten Tonaufnahmen des letzten Jahrhunderts, in seltene Lesungen, bis in die Gegenwart. Zloty: Ein neues Bilderbuch-Meisterwerk von Tomi Ungerer: Kopek ist ein kleiner Riese und Samowar ein großer Zwerg. Und siehe da – sie sind beide gleich groß!

Quelle: litCOLONY.de

Mehr Buchempfehlungen von Elke Heidenreich befinden sich auf der Seite: Elke Heidenreich 2007 – 2010

Junge Literatur made in Munich: 10 Jahre Manuskriptum am 13.11. in der LMU

Manuskriptum10 Jahre Manuskriptum!

Das Institut für deutsche Philologie der LMU München und „manuskriptum“, der Kurs für kreatives Schreiben an der LMU hat allen Grund zum feiern – nämlich 10 Jahre quicklebendige Literatur der Gegenwart.

Am 13. November 2009 um 19 Uhr findet die Jubiläumslesung in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität am Geschwister-Scholl-Platz 1 in München statt. An diesem Abend sind erstmals alle inzwischen prominenten und preisgekrönten Absolventen des Kurses zusammen auf einer Bühne zu erleben. Fast alle werden noch unveröffentlichte Texte mitbringen.

Ihre Geschichten sind so vielfältig und bunt, wie junge Literatur nur sein kann, und spiegeln zugleich das Konzept des Kurses wider: Denn seit dem Beginn des MANUSKRIPTUM-Kurses im Wintersemester 1999/2000 haben jährlich wechselnde Dozenten ihr Literaturverständnis an die nachfolgenden Autoren weitergegeben. Außerdem werden an dem Abend ausgewählte, noch ‚ungedruckte†™ Erzähltalente aus den letzten drei Kursen ihre aktuellen Arbeiten vorstellen.

Der Eintritt beträgt 5 Euro, an der Abendkasse ab 18.30 Uhr 7 Euro. Die Karten können per Mail an manuskriptumgala@gmail.com bestellt werden.

Junge Literatur made in Munich von:

Lena Gorelik, geboren 1981 in Leningrad, arbeitet heute als Schriftstellerin und Journalistin.
Teilnahme am manuskriptum-Kurs 2003/2004. Das Werk von Lena Gorelik wurde mit mehreren Preisen geehrt, zuletzt mit dem Förderpreis zum Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. Auswahl an Veröffentlichungen: Meine weißen Nächte (2004), Hochzeit in Jerusalem (2007), Verliebt in St. Petersburg. Meine russische Reise (2008), Verlag
SchirmerGraf, München.

Daniel Grohn, geboren 1976 in den USA, ist Arzt und Schriftsteller und lebt heute in München. Nach der Teilnahme am manuskriptum-Kurs 2001/2002 erhielt er das Literaturstipendium der Stadt München. Auswahl an Veröffentlichungen: Verschiedene Anthologiebeiträge sowie der Roman Kind oder Zwerg (2006), DVA, München.

Christopher KloebleChristopher Kloeble, geboren 1982 in Bayern, nahm 2002/2003 am manuskriptum-Kurs teil,
bevor er nach Leipzig ans Deutsche Literaturinstitut wechselte. Für seine Veröffentlichung
Unter Einzelgängern erhielt er 2008 den Literaturpreis der Jürgen Ponto Stiftung. Auswahl an Veröffentlichungen: Verschiedene Anthologiebeiträge sowie der Roman: Unter Einzelgängern (2008) und der Erzählungsband Wenn es klopft (2009), Dtv, München.

Jens Petersen, geboren 1977 in Pinneberg, lebt und arbeitet heute in Zürich als Arzt und Schriftsteller. Nach seiner Teilnahme am manuskriptum-Kurs 2001/2002 erhielt er neben dem Literaturstipendium der Stadt München weitere bedeutende Auszeichnungen. Sein bisher größter Erfolg ist die Verleihung des Bachmannpreises 2009. Auswahl an Veröffentlichungen: Verschiedene Anthologiebeiträge sowie der Roman Die Haushälterin (2005) DVA, München.

Fridolin Schley, geboren 1976 in München, lebt als Schriftsteller in München. Nach seiner Teilnahme am manuskriptum-Kurs 1999/2000 erhielt er mehrere Auszeichnungen, zuletzt den Tukan-Preis für seine Veröffentlichung Wildes Schönes Tier (2007). Auswahl an Veröffentlichungen: Verschiedene Anthologiebeiträge sowie der Roman Verloren mein Vater (2001), die Erzählungsbände Schwimmbadsommer (2003), C.H. Beck Verlag, München und Wildes Schönes Tier (2007), Berlin Verlag, Berlin.

Thomas von Steinaecker, geboren 1977 in Bayern, nahm 2001/2002 am manuskriptum-Kurs teil. Für seinen Debütroman Wallner lernt fliegen erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter den Aspekte-Literaturpreis und den Literaturförderpreis der deutschen Wirtschaft. Auswahl an Veröffentlichungen: Verschiedene Anthologiebeiträge sowie die Romane Wallner lernt fliegen (2006), Geister (2007), Schutzgebiet (2009), Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main.

Julia Zange, geboren 1983 in Darmstadt, nahm 2004/2005 am manuskriptum-Kurs teil. Heute lebt sie in Berlin. 2006 gewann sie den wichtigsten deutschen Newcomer-Wettbewerb „open mike†œ. Veröffentlichung: Die Anstalt der besseren Mädchen (2008), Suhrkamp, Frankfurt am Main.

Zusätzlich stellen aus den manuskriptum-Kursen der letzten drei Jahre ihre Arbeiten und Projekte vor: Katie Eyssen, Franziska Fejfar, Christian Frühm, Simon Kalus, Elias Kreuzmair, Gregor Locher, Markus Michalek, Simone Stirner, David Vondracek, Verena Zeller.

Quelle: manuskriptum