Frankfurter Buchmesse: Die FAZ mit Peter Handke auf Abwegen

FAZ1Die FAZ berichtet exclusiv online mit einer „Zeitung zur Buchmesse“ von der Frankfurter Buchmesse, die heute ihre Tore geöffnet hat und noch bis zum 18.10.2009 zunächst Fachpublikum und am 17. und 18. Oktober auch Privatbesucher willkommen heißt.

Am Tag 1 geht es z.B. um die Outfits, Maße und Kosten der VIP-Escort-Damen, die darauf brennen, die Gentlemen der Verlagsbranche zu allen möglichen Meetings zu begleiten um dann ihre wuchtige Wirkung als Meeting-Luder entfalten.

Elke Heidenreich beantwortet sehr aufschlussreich einen speziellen Buchmesse-Fragebogen der FAZ und Peter Handke glänzt wieder als Meister der Abwesenheit. Auf geniale Weise ist es der FAZ allerdings gelungen, seine Facebook-Seite zu knacken:

Intime Einblicke in die soziale Vernetzung eines Schriftstellers mit dem Fazit, dass Peter Handke das Geschwätz auf Facebook leider schon jetzt nicht mehr ertragen kann und niemals wieder etwas hineinschreiben wird. Schade eigentlich! 😉

Quelle: FAZ

Deutscher Buchpreis 2009 – Kathrin Schmidt gewinnt mit Du stirbst nicht

Kathrin Schmidt„Mal lakonisch, mal spöttisch, mal unheimlich schildert der Roman die Innenwelt der Kranken und lässt daraus mit großer Sprachkraft die Geschichte ihrer Familie, ihrer Ehe und einer nicht vorgesehenen, unerhörten Liebe herauswachsen“, lautet die Begründung der Jury, die am 12.10.2009 Kathrin Schmidt mit dem Deutschen Buchpreis 2009 ausgezeichnet hat.

Mit „Du stirbst nicht“ setzte sich Kathrin Schmidt gegen Rainer Merkel (Lichtjahre entfernt), Herta Müller (Atemschaukel), Norbert Scheuer (Überm Rauschen), Clemens J. Setz (Die Frequenzen) und Stephan Thome (Grenzgang), die es alle auf die Shortlist geschafft hatten, durch.

Am 21. September 2009 erhielt Kathrin Schmidt bereits den Preis der SWR-Bestenliste für Du stirbst nicht. Der stark autobiografisch geprägte Roman erzählt die Geschichte einer Frau, die nach einer Hirnblutung im Krankenhaus aus der Bewusstlosigkeit erwacht. Langsam erobert sie sich die Welt zurück.

Du stribst nichtKurzbeschreibung
Vom Hirnschlag erwacht – die Geschichte einer Heilung Helene Wesendahl weiß nicht, wie ihr geschieht: Sie findet sich im Krankenhaus wieder, ohne Kontrolle über ihren Körper, sprachlos, mit Erinnerungslücken. Ihr Weg zurück ins Leben konfrontiert sie mit einer fremden Frau, die doch einmal sie selbst war. Kathrin Schmidt packt ihre Leser diesmal durch die Beschränkung, und zwar im wörtlichen Sinne. Mit den Augen ihrer erwachenden Heldin blicken wir in ein Krankenzimmer, auf andere Patienten, das Pflegepersonal und den eigenen Körper, der plötzlich ein Eigenleben zu führen scheint. Und wir erleben die mühsamen Reha-Maßnahmen mit, die Reaktionen der Familie, den aufopferungsvollen Einsatz ihres Mannes – und die bruchstückhafte Wiederkehr ihrer Erinnerung. Was da zutage tritt, konfrontiert Helene mit einem Leben, in dem sie sich kaum wiedererkennt, und das vieles in Frage stellt, was in der neuen Situation so selbstverständlich scheint. Sie entdeckt frühe Brüche in ihrer Biographie, verdrängte Leidenschaften und aus der Not geborene Verpflichtungen. Als ihr bewusst wird, dass ihr Herz sich bereits auf Abwege begeben hatte und sie den Mann, der sie jetzt so eifrig pflegt, eigentlich verlassen wollte, droht sie den Boden unter den Füßen zu verlieren. Kathrin Schmidt gelingt das Erstaunliche: Sie macht den Orientierungs- und Sprachverlust nach einer Hirnverletzung erfahrbar und zeigt einen Weg der Genesung, der in zwei Richtungen führt, zurück und nach vorn. Dabei entsteht ein Entwicklungsroman ganz eigener Art, der durch seine innere Dynamik fesselt und durch die Rückhaltlosigkeit, mit der seine Heldin sich mit ihrer Vergangenheit und Gegenwart konfrontiert, fasziniert. Er überzeugt vor allem durch die bewegende Schilderung eines sprachlichen Neubeginns

Kathrin Schmidt, 1958 in Gotha/Thüringen geboren, hatte 2002 selbst eine Hirnblutung erlitten und war lange Zeit unfähig zu sprechen. Die Mutter von fünf Kindern arbeitete vor ihrer Schriftstellerkarriere unter anderem als Psychologin und Sozialwissenschaftlerin. In der DDR publizierte sie Gedichte und erhielt 1988 den Anna-Seghers-Preis. Nach der Wende wurde sie 1993 mit dem Leonce-und-Lena-Preis und 1998 dem Heimito-von-Doderer-Preis ausgezeichnet.

Der Deutsche Buchpreis ist mit insgesamt 37 500 Euro dotiert, der Sieger erhält davon 25 000 Euro.

Vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergeben, hat sich der Deutsche Buchpreis  in wenigen Jahren zur Auszeichnung mit der größten Publikumsresonanz in Deutschland entwickelt. 2008 ging die Auszeichnung an Uwe Tellkamp für seinen Roman Der Turm. Preisträger der Vorjahre waren Julia Franck (Die Mittagsfrau – 2007), Katharina Hacker (Die Habenichtse – 2006) und Arno Geiger (Es geht uns gut – 2005).

FAZ vom 12.10.2009: Deutscher Buchpreis 2009 . Nicht Müller, sondern Schmidt

Herta Müller auf Lesereise

Herta Müller, die am 08.10.2009 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnete Autorin, geht auf Lesereise.

Vom 13.10.2009 bis zum 09.02.2010 wird sie, vorausgesetzt die Termine ändern sich aufgrund der Preisverleihung am 10.12.09 in Stockholm nicht, die Städte Essen, Freiburg, Hamburg, Berlin (4 Termine), Köln, Wien (2 Termine), München, Frankfurt, Tübingen, Esslingen, Paderborn, Halle, Linz, Graz, Salzburg, Göttingen, Osnabrück und Bielefeld besuchen und ihren neuen Roman Atemschaukel vorstellen.

AtemschaukelKurzbeschreibung
Rumänien 1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die deutsche Bevölkerung lebt in Angst. „Es war 3 Uhr in der Nacht zum 15. Januar 1945, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15° C.“ So beginnt ein junger Mann den Bericht über seine Deportation in ein Lager nach Russland. Anhand seines Lebens erzählt Herta Müller von dem Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen. In Gesprächen mit dem Lyriker Oskar Pastior und anderen Überlebenden hat sie den Stoff gesammelt, den sie nun zu einem großen neuen Roman geformt hat. Ihr gelingt es, die Verfolgung Rumäniendeutscher unter Stalin in einer zutiefst individuellen Geschichte sichtbar zu machen.

Lesung | 13.10.2009 | 20.00 Uhr
Ort: Grillo-Theater, Theaterplatz 11
Veranstalter: proust. Wörter. Töne., Am Handelshof 1, 45127 Essen
Nachtrag vom 14.10.: Die Lesung in Essen fällt aus, weil Frau Müller leicht erkrankt ist.

Lesung | 20.10.2009 | 20.00 Uhr
Ort: Weingut Andreas Dilger, Urachstraße 3
Veranstalter: Buchhandlung Schwarz, Günterstalstraße 40, 79100 Freiburg

Lesung | 27.10.2009 | 20.00 Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Hamburg e. V., Schwanenwik 38, 22087 Hamburg

Lesung | 29.10.2009
Veranstalter: Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße, Berlin

Lesung | 03.11.2009 | 20.00 Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Köln e. V., Schönhauser Straße 8, 50968 Köln

Lesung | 08.11.2009 | 20.00 Uhr
Ort: Theater Odeon, Taborstraße 10, 1020 Wien
Veranstalter: Alte Schmiede Wien – Literatur im Herbst: Dilemma 89, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien

Lesung | 11.11.2009
Studio lcb
Veranstalter: Literarisches Colloquium Berlin e. V. – Studio lcb, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin

Lesung | 12.11.2009
Veranstalter: Literaturhaus München / Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e. V., Salvatorplatz 1, 80333 München
Nachtrag vom 14.10.09: Die Lesung findet in der LMU statt.

Lesung | 17.11.2009
Veranstalter: Literaturforum im Brecht Haus, Chausseestrasse 125, 10115 Berlin

Lesung | 19.11.2009
Veranstalter: Literaturhaus Frankfurt e. V., Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt

Lesung | 23.11.2009 | 20.00 Uhr
Ort: Museum, Wilhelmstraße 3, 72074 Tübingen
Veranstalter: Osiandersche Buchhandlung GmbH, Wilhelmstraße 12, 72074 Tübingen

Lesung | 24.11.2009 | 20.00 Uhr
Ort: Kutschersaal , Webergasse 4-6
Veranstalter: Stadtbücherei Esslingen, Heugasse 9, 73728 Esslingen

Lesung | 30.11.2009 | 16.15 Uhr
Ort: Universität Paderborn / Campus / Hörsaal G, Warburger Str. 100
Veranstalter: Universität Paderborn, Paderborn

Lesung | 04.12.2009
Ort: Literaturhaus Berlin
Veranstalter: Literaturtage / Zentrum für Literatur und Kulturforschung Berlin, Berlin

Lesung | 13.12.2009
Ort: Moritzbastei, Leipzig
Veranstalter: Mitteldeutscher Rundfunk HF- MDR Figaro-Lese-Café, Gerberstraße 2, 06108 Halle

Lesung | 11.01.2010
Veranstalter: Literarisches Quartier Kunstverein Wien Alte Schmiede, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien

Lesung | 12.01.2010
Veranstalter: Oberösterreichisches Literaturhaus im Stifterhaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz

Lesung | 13.01.2010
Veranstalter: Literaturhaus Graz, Elisabethstr. 30, 8010 Graz

Lesung | 14.01.2010
Veranstalter: Literaturhaus Salzburg, Strubergasse 23, 5020 Salzburg

Lesung | 21.01.2010
Veranstalter: Literarisches Zentrum Göttingen e.V., Düstere Straße 20, 37073 Göttingen

Lesung | 08.02.2010
Veranstalter: Buchhandlung zur Heide OHG, Osterberger Reihe 2-8, 49074 Osnabrück

Lesung | 09.02.2010
Veranstalter: Universität Bielefeld, Bielefeld

Quellen: Hanser Verlag Foto: Wikipedia

Literaturnobelpreis 2009: Herta Müller überglücklich!

Der Literaturnobelpreis wird jährlich seit 1901 von der Schwedischen Akademie an „denjenigen verliehen, der in der Literatur das Herausragendste in idealistischer Richtung geschaffen hat“.

Seit der ersten Verleihung im Jahr 1901 an den französischen Lyriker und Philosophen Sully Prudhomme wurde der Nobelpreis für Literatur bisher 106 Personen zuerkannt, zwölf davon waren Frauen: Die erste war 1909 Selma Lagerlöf, es folgten 1926 Grazia Deledda, 1928 Sigrid Undset, 1938 Pearl S. Buck, 1945 Gabriela Mistral, 1966 Nelly Sachs, 1991 Nadine Gordimer, 1993 Toni Morrison, 1996 WisŠ‚awa Szymborska, 2004 Elfriede Jelinek, 2007 Doris Lessing und seit heute, Donnerstag, den 08. Oktober 2009, die deutsche Schriftstellerin Herta Müller.

Herzlichen Glückwunsch!

Die Jury der Schwedischen Akademie begründete ihre Auswahl unter anderem mit der Reinheit der Dichtung, die Müllers Werken innewohne. Müller zeichne „mittels der Verdichtung der Poesie und der Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit“.

„Als ich ihre Bücher gelesen habe, hat mich das innerlich erschüttert“, sagte der Chef der Nobelpreis-Akademie, Peter Englund. Müller schreibe „völlig ehrlich, mit einer unglaublichen Intensität. Sie schreibt auch als jemand aus einer Minderheit, völlig ohne Rücksicht auf sich selbst“. Müller habe „wirklich eine Geschichte zu erzählen.“ Auf den Anruf aus Stockholm habe sie „überglücklich“ reagiert, sagte Englund.

Herta Müller wurde am 17. August 1953 in Nitzkydorf, Rumänien als Banater Schwäbin, einem Teil der deutschen Minderheit in Rumänien, geboren. Ihr Großvater war ein wohlhabender Bauer und Kaufmann. Er wurde unter dem kommunistischen Regime enteignet. Ihre Mutter war zu jahrelanger Zwangsarbeit in die UdSSR deportiert worden. Ihr Vater, ein ehemaliger Soldat der Waffen-SS, verdiente seinen Lebensunterhalt als Lkw-Fahrer.

Nach dem Abitur studierte sie an der Universität des Westens TimiŠŸoara Germanistik und rumänische Literatur. Ab 1976 arbeitete sie als Übersetzerin in einer Maschinenfabrik, wurde allerdings 1979 nach ihrer Weigerung, mit der rumänischen Securitate zusammenzuarbeiten, entlassen. Sie verdiente ihren Lebensunterhalt mit zeitweiliger Lehrtätigkeit in Schulen und Kindergärten sowie mit privatem Deutschunterricht.

Ihr erstes Buch Niederungen konnte 1982 in Rumänien, wie alle Publikationen, nur in zensierter Fassung erscheinen. 1987 reiste Herta Müller mit ihrem damaligen Ehemann, dem Schriftsteller Richard Wagner, in die Bundesrepublik Deutschland aus. In den folgenden Jahren erhielt sie eine Reihe von Lehraufträgen als „Writer in residence“ an Universitäten im In- und Ausland. 2005 war sie „Heiner-Müller-Gastprofessorin“ an der Freien Universität in Berlin, wo sie heute lebt.

Herta Müller gehörte bis zu ihrem Austritt 1997 dem P.E.N.-Zentrum Deutschland an; seit 1995 ist sie Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

2008 entbrannte eine innenpolitische Diskussion um die Teilnahme des Historikers Sorin Antohi und des Germanisten Andrei Corbea-HoiŠŸie an einer Tagung des „Berliner Rumänischen Kulturinstituts“ am 25. Juli 2008, weil beide Informanten der Securitate im kommunistischen Rumänien waren. Herta Müller kritisierte deren Einladung in einem offenen Brief. Im Rahmen dieser Auseinandersetzung griff der aus dem Banat stammende Historiker, Philosoph und Literat Carl Gibson Herta Müller an und warf ihr in seinem Buch Symphonie der Freiheit Systemloyalität unter dem CeauŠŸescu-Regime vor.

In einem Artikel in der Wochenzeitung Die Zeit vom 23. Juli 2009 mit dem Titel „Die Securitate ist noch im Dienst“ beschreibt Herta Müller allerdings, welchen Machenschaften des rumänischen Geheimdienstes sie ausgesetzt war und noch heute ist. Die Akten der Securitate offenbaren, dass sie und damit ihre unermüdliche Kritik an der Diktatur CeauÈ™escu durch Diskreditierungsmaßnahmen unglaubwürdig gemacht werden sollte. So wurden etwa von der Securitate entworfene Briefe an deutsche Rundfunkanstalten geschickt, in denen sie als Agentin beschuldigt wurde. Weiterhin beschuldigten sie führende Personen der Landsmannschaft der Banater Schwaben, die informelle Mitarbeiter der Securitate waren, im Auftrag der Kommunistischen Partei Rumäniens zu schreiben.

Atemschaukel2009 wurde ihr Roman Atemschaukel, der durch ein Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung ermöglicht wurde, für den Deutschen Buchpreis 2009 nominiert und gelangte auf die Shortlist. In diesem Buch zeichnet die Autorin den Weg eines jungen Mannes in ein Deportationslager nach Russland nach, das exemplarisch für das Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen nach dem Zweiten Weltkrieg steht. Als Modell diente ihr dabei das Erleben des 2006 verstorbenen Lyrikers und Georg-Büchner-Preisträgers Oskar Pastior, dessen mündliche Erinnerungen Herta Müller in mehreren Heften notiert hat.

Kurzbeschreibung Atemschaukel
Rumänien 1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die deutsche Bevölkerung lebt in Angst. „Es war 3 Uhr in der Nacht zum 15. Januar 1945, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15° C.“ So beginnt ein junger Mann den Bericht über seine Deportation in ein Lager nach Russland. Anhand seines Lebens erzählt Herta Müller von dem Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen. In Gesprächen mit dem Lyriker Oskar Pastior und anderen Überlebenden hat sie den Stoff gesammelt, den sie nun zu einem großen neuen Roman geformt hat. Ihr gelingt es, die Verfolgung Rumäniendeutscher unter Stalin in einer zutiefst individuellen Geschichte sichtbar zu machen.

Am 09.10.2009 ist Herta Müller zu Gast bei Literatur im Foyer mit Thea Dorn im SWR.

Quelle: Wikipedia

Geschenktipp: Pu der Bär – Rückkehr in den Hundertsechzig-Morgen-Wald

Pu der Bär – Rückkehr in den Hundertsechzig-Morgen-Wald von David Benedictus

Pu der Bär

Lange ist es her, seit Pu und Ferkel, Christopher Robin und I-Ah zuletzt im Hundertsechzig-Morgen-Wald gesehen wurden. Nach Pu der Bär und Pu baut ein Haus findet eines der berühmtesten und meist gelesenen Kinderbücher aller Zeiten seine Fortsetzung, abermals meisterhaft von Harry Rowohlt übersetzt.

Pu der Bär - BuchAm 05.10.2009 war weltweiter Verkaufsstart zu Pu der Bär – Rückkehr in den Hundertsechzig-Morgen-Wald von dem 1938 in London geborenen Autor David Benedictus. Er entwickelte und produzierte bereits einschlägige Hörbuchfassungen zu Pu der Bär.

„Man könnte sagen, A. A. Milnes Geist sei über Benedictus gekommen“, urteilte Harry Rowohlt im Deutschlandfunk über den neuen Pu-Autoren David Benedictus. Die Fortschreibung ist dem Original von A. A. Milne verblüffend genau nachempfunden und wurde von Mark Burgess im Stil von E. H. Shepard illustriert.

Kurzbeschreibung
Die Sensation aus dem Hundertsechzig-Morgen-Wald †“ neue zauberhafte Abenteuer mit Pu dem Bären und seinen Freunden.

Genau in diesem Augenblick war ein surrendes Geräusch zu hören, und ein klickendes Geräusch, und ein klingelndes Geräusch, und da war er, Christopher Robin, genau so, wie er immer gewesen war, nur dass er auf einem strahlend blauen Fahrrad fuhr. Alle staunten und redeten durcheinander, was normalerweise ziemlich unhöflich ist, in diesem Augenblick aber völlig normal war. Als Christopher Robin sein Fahrrad gegen einen Baum gelehnt hatte, sah er sie alle an und sagte: „Hallo, ihr alle, ich bin wieder da.“ Pu der Bär umarmte Christopher Robin nach Bärenart und sagte:  „Willkommen daheim, Christopher Robin.“

Die gebundene Ausgabe umfasst 208 Seiten, wird Kindern ab 6 Jahren empfohlen und ist im Dressler Verlag erschienen. Pu der Bär – Rückkehr in den Hundertsechzig-Morgen-Wald ist für 14,90 Euro im Handel erhältlich.
Das erste Kapitel – In welchem wir Winnie-dem-Pu und einigen Bienen vorgestellt werden und die Geschichten beginnen – hat der Dressler Verlag als Leseprobe online gestellt.

Pu der Bär - Hörbuch1Zeitgleich ist im Verlag Kein & Aber im unverwechselbaren Rowohlt-Sound das Hörbuch erschienen.

Pu„Ich hatte die Lektüre der Pu-Fortschreibung mit dem finsteren Vorsatz begonnen, sie das Letzte zu finden †“ aber dann zog sie mich sofort in ihren Bann, und ich habe sie wie in Trance auf einen Haps wegübersetzt. Ich freue mich schon aufs Tonstudio, um Rückkehr wieder lesen zu dürfen.“ Harry Rowohlt

Harry Rowohlt lebt als Autor, Übersetzer und Vortragskünstler in Hamburg. Bei Kein & Aber erschienen von ihm zahlreiche CDs und Bücher. Harry Rowohlt, der schon Pu der Bär meisterhaft ins Deutsche übertrug, hat nicht nur ebenfalls die Fortsetzung übersetzt, sondern leiht auch ihr seine unverwechselbare Stimme.

Die Hörbuchfassung wird Kindern ab 3 Jahren empfohlen. Sie umfasst 3 CDs und ist im Verlag Kein & Aber ebenfalls am 05. Oktober 2009 erschienen, die Spieldauer beträgt 230 Minuten. Pu der Bär – Rückkehr in den Hundersechzig-Morgen-Wald als Hörbuch ist für 19,90 Euro im Handel erhältlich.

Kein & Aber hat eine Hörprobe online gestellt.