42 Prozent der Deutschen shoppen im Internet – nur 7 Prozent der Italiener

internetshopping

Wie das Börsenblatt heute bekannt gab, kauften laut einer Studie des Berliner Hightech-Verband Bitkom, 42 Prozent der Bundesbürger in letzten Jahr im Internet ein. Nach Großbritannien (49 Prozent), Dänemark (47 Prozent) und den Niederlanden (43 Prozent) liegt Deutschland damit an vierter Stelle.

Im EU-Vergleich fallen starke regionale Unterschiede auf. Der Einkauf im Internet ist vor allem in Nord- und Westeuropa beliebt. Kaum eine Rolle spielt der private E-Commerce hingegen in den Ländern Süd- und Osteuropas. So lagen die Anteile der Online-Shopper in Griechenland und Portugal (beide 6 Prozent) sowie in Italien (7 Prozent) und Spanien (13 Prozent) deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Bulgarien (2 Prozent), Rumänien (3 Prozent) und Litauen (4 Prozent) bilden das Schlusslicht.

In Deutschland wird der Einkauf im Internet besonders von Erwerbstätigen genutzt: Gut jeder Zweite (53 Prozent) in dieser Gruppe kaufte 2008 im Internet ein. Ein deutlicher Zusammenhang besteht zudem zwischen der Art des Internetanschlusses und der Bereitschaft, im Internet einzukaufen. Bei den Breitband-Nutzern beträgt die Quote der Onlineshopper 57 Prozent.

Die Berechnungen zur Verbreitung des Internetkaufs in den einzelnen EU-Staaten basieren auf Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Als Onlineshopper gelten Personen, die in den vergangenen drei Monaten vor dem Erhebungszeitpunkt Waren oder Dienstleistungen über das Internet bestellt haben. Berücksichtigt sind Personen zwischen 16 und 74 Jahren.

Europaweit shoppen 24 Prozent der Bevölkerung online.

Quelle: Börsenblatt

Strandlektüre: Grimmelshausens Simplicissimus als Hörbuch

simplicissimusoriginalcovergrimmelshausenSprechende Bücher sind im Urlaub sehr nützlich, sie sind nicht schwer, werden nicht sandig, fettig und nass und erlauben es zudem, die Umgebung im Auge zu behalten. Wenn die Buchstaben, serviert wie das Essen, im Zusammenhang deftig, schräg, amüsant und auch tragisch erscheinen, handelt es sich zwar nicht um leichte Kost, sondern hier um die Abenteuer des Underdog und Womanizer Melchior Sternfels von Fuchshaim.

Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausens Schelmenroman Der abenteuerliche Simplicissimus ist das wichtigste Werk seiner Art im 17. Jahrhundert, erschienen 1668, datiert auf 1669.

der-abenteuerliche-simplicissimus1„Ach“, sagte ich zu mir selbst, „Simplici was tust du? Du liegst hier auf der faulen Bärenhaut und dienest weder Gott noch den Menschen!“

Also zieht er los, der Bauerntölpel und Waisenknabe. Die Zeitumstände sind übel, die Mächte Europas befinden sich im Dreißigjährigen Krieg. Der Umgang unter den Menschen ist rau und die Sitten sind derb. Als Reaktion darauf beschließt Simplicissimus, als Narr durch die Welt zu gehen. Simplici gerät in die unglaublichsten Abenteuer und Geschichten und Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (um 1622†“1676) erzählt sie in einem faszinierend-abenteuerlichen, derb-drastischen und von hintergründigem Humor zeugenden Zeitroman.

Dank seiner direkte Sprache und präzisen Schilderungen der damaligen Lebensverhältnisse ist er auch ein kulturhistorisch wertvolles Zeugnis der damaligen Gesellschaft. Die knapp 18-stündige Lesung von Roberto Gaspard ist die derzeit einzige, vollständige Hörbuch-Fassung.

Die lebendige Erzählweise ermöglicht einen leichten und amüsanten Zugang zu diesem Klassiker der Weltliteratur.

Erschienen 2006 im Christoph Merian Verlag, Spieldauer 17 Std. 44 Min. Regulär kostet das Hörbuch 74,00 Euro, bei Audible.de als Download 51,95 Euro und im Abo (monatlich kündbar) nur 9,95 Euro!

Der letzte Roman von Alexandre Dumas: Der Graf von Sainte-Hermine

„Da wären wir also in den Tuilerien“, sagte der erste Konsul zu seinem Sekretär Bourrienne, als sie den Palast betraten, der die vorletzte Station Ludwigs XVI. zwischen Versailles und dem Schafott gewesen war. „Jetzt liegt es an uns dort zu bleiben“. (Link zur Leseprobe im Verlag Blanvalet)

der-graf-von-sainte-hermineMit diesen Zeilen beginnt Alexandre Dumas (pére) unwiderruflich letzter Roman Der Graf von Sainte-Hermine. Er war lange verschollen und ist jetzt im Blanvalet Verlag als literarische Sensation angekündigt und in einer Übersetzung von Melanie Walz erschienen. Er umfasst 1040 Seiten und kostet 24,95 Euro.

Dumas Welterfolg Die drei Musketiere spielt im 17. Jahrhundert, Der Graf von Monte Christo nach der französischen Revolution und Napoleons Untergang.

Hector, der Graf von Sainte-Hermine und Protagonist, begeht seine Heldentaten dazwischen. Er schlägt Schlachten, erschießt Admiral Nelson, reist rettend und jagend durch die Welt, ist reich, allmächtig, gelenkig, gebildet und natürlich keusch, denn was wäre ein Abenteuerroman ohne eine Liebesgeschichte mit einer schönen jungen Dame. Die Schauplätze sind Paris, die Bretagne, die Weltmeere, Birma, Trafalgar, Irland, Italien. Bevor Alexandre Dumas Der Graf von Sainte-Hermine beenden konnte, starb er 1870 in Puys, Seine-Maritime.

Kurzbeschreibung
Ein hinreißendes Lesevergnügen – vom Meister des Abenteuerromans: Alexandre Dumas.
Hector de Sainte-Hermine, letzter Nachfahre einer adeligen Familie, die von der Französischen Revolution ausgelöscht worden war, hatte bei seinem Leben geschworen, Rache zu nehmen und den Royalisten treu zu dienen. Hin und her gerissen zwischen seinem Eid und seiner Begeisterung für Napoleon, wird ihm beides zum Verhängnis. Als er seine große Liebe verliert, sucht er verzweifelt den Tod, schmachtet Jahre im Kerker, bevor er als Korsar und Freibeuter die Meere zwischen Mauritius und Birma besegelt. Jedoch immer wieder taucht er als Held wider Willen aus seinen Abenteuern auf.Hector weiß sich wohl durch Tapferkeit und Mut auszuzeichnen. Er ist der Retter adeliger junger Damen, kämpft im Seekrieg gegen England und wird gar zum Helden der Nation, als ihm in der Schlacht von Trafalgar der tödliche Schuss auf Admiral Nelson gelingt. Napoleon will ihn ehren, doch als er Hector erkennt, fällt dieser erneut in Ungnade und wird nach Italien verbannt. Dort warten neue Abenteuer auf den mutigen Grafen …Die literarische Sensation – Alexandre Dumas‘ letzter Roman: nach 135 Jahren entdeckt!

alexandre_dumasKlappentext
„Absolut wunderbar! Dumas ist und bleibt der ‚Napoleon unter den Erzählern‘!“ Washington Post

Über den Autor
Alexandre Dumas père (1802-1870) genoss nur eine dürftige Schulbildung. Bereits vierzehnjährig arbeitete er als Schreiber, 1822 wurde er Sekretär des Herzogs von Orléans und späteren Bürgerkönigs Louis-Philippe. Ein romantisches Historienstück machte ihn 1829 als Dramatiker berühmt. Nach weiteren Bühnenerfolgen erschien eine große Anzahl meist historischer Abenteuerromane, darunter so zeitlos populäre wie „Die drei Musketiere“ und „Der Graf von Monte Christo“. Als Enkel einer schwarzen Sklavin, dessen Vater selbst noch in der Sklaverei geboren worden war, sah sich Dumas zeitlebens rassistischen Angriffen ausgesetzt. Im Jahr 2002 wurden anlässlich seines 200. Geburtstages seine Gebeine ins Pariser Pantheon überführt.

Quellen: Spiegel Online, Blanvalet, Wikipedia

Twilight BRAVO Gewinnspiel – die schönsten Ideen einiger Fans

Am 18. Mai war Einsendeschluss für die Abgabe der schönsten und originellsten Ideen der Twilight-Fans, die eine der beiden Reisen zum Drehort von New Moon in Italien gewinnen wollten. BRAVO und Concorde Filmverleih hatten Anfang Mai dazu aufgerufen, Lieblingsszenen aus der †œTwilight†-Saga, egal, ob aus dem Film oder der vierteiligen Buchreihe von Stephenie Meyer kreativ darzustellen. Alles war erlaubt: Filmen, Fotografieren, Malen, Basteln.

Die Sieger stehen zwar noch nicht fest, dafür haben einige Fans ihre Ideen und Beiträge, mit denen sie sich an den Gewinnspiel beteiligt haben, hier eingereicht:

Bella und Edward – eingereicht von Lena

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Video von Daria (per Mausklick landet ihr auf www.myvideo.de und könnt das komplette Video sehen)

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Bild von Natalie

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Bilder von Natalie II (per Mausklick landet ihr bei YouTube und könnt alle Bilder von Natalie sehen)

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Bild von Johanna

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Collage von Anna

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Twilight-Video eingereicht von Lisa (komplett zu sehen auf BRAVO.de per Mausklick auf das Bild)

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Foto von Ninja (wurde schon in der BRAVO in der letzten Woche veröffentlicht)

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Collage von Silvana und Verena

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Bild von Lilli (13 Jahre) – Bella und Edward

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New Moon: Edward in Italien – Bild aus dem Video von Tarafee

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Bild von Melissa (11 Jahre)

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Twilight-Bild (Acryl) von Isy

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Vampir-Bild von Tamara

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Edward – Bild (Acryl) von Ilona

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Vampir-Bild von Maja

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Twilight-Comic – gemalt und gebastelt von Tatjana

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Auszüge der Twilight-Foto-Story von Kim

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Ein Video von Hannah

Twilight – New Moon: Brunnen-Szene in Montepulciano von Chris

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Kohlezeichnung von Jaqueline (17 Jahre)

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Wer mag, kann weitere Beiträge hier einreichen (entweder per Mail an webmaster@lesekreis.org oder direkt als Link per Kommentar), ich werde sie dann entsprechend hier einbinden. Mir gefallen übrigens alle sehr gut, die Jury wird es nicht leicht haben! 😉

München: Museum Brandhorst freier Eintritt von Donnerstag bis Sonntag 22 Uhr

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Tausende von bunten Keramikstäben, die auf die Lebendigkeit im Inneren hinweisen sollen, zieren die Fassade des Brandhorst Museums in München. 48 Millionen hat das architektonisch auffällige Großprojekt im Münchner Pinakothekenviertel verschlungen.

brandhorst2Am Montag fand die offizielle Eröffnungsfeier statt. Nach sieben Jahren Planungs- und Bauzeit werden 150 der insgesamt 700 Kunstwerke der Sammlung Brandhorst ab Donnerstag dem Publikum zugänglich sein. Bis Sonntag, jeweils von 10 Uhr bis 22 Uhr, ist der Besuch der Ausstellung frei.

Bei Interesse und einem geplanten Besuch in München im Museum Brandhorst zur „Eintrittsfreien-Zeit“ vom 20. – 24.05. bitte unbedingt anmelden!
Habe gerade gesehen, dass es am 21. und 22. z.B. nur noch Reservierungsmöglichkeiten in den Abendstunden gibt. Am 23. und 24. sind die Vormittage fast ausgebucht. Eine Online-Reservierung über die Website (Link siehe unten) vom Museum ist aber ganz unkompliziert.

Die Highlights im neuen Haus sind Werke der Pop-Ikone Andy Warhol und des US-Künstler Cy Twombly.

1993 gründeten Udo und Anette Brandhorst aus Köln eine Stiftung, in die Kunstwerke und Vermögenswerte eingebracht wurden. Kurz nach dem Tod von Anette Brandhorst im Jahr 1999 wurde ein Vertrag geschlossen, der die Sammlung Brandhorst mir der gleichnamigen Stiftung für den Freistaat Bayern sicherte. Dieser verpflichtet sich, ein eigenes Museum zu errichten und zu betreiben.

Udo und Anette Brandhorst interessierten sich von Anfang ihrer gemeinsamen Sammlertätigkeit an nicht nur für bildende Kunst sondern auch für Literatur. So galt ihre Aufmerksamkeit besonders der Zusammenarbeit von Malern und Dichtern. Das zeigt sich eindrucksvoll in den 112 von Pablo Picasso illustrierten Büchern in Originalausgaben †“ bis auf wenige Ausnahmen das gesamte Oeuvre des Künstlers auf diesem Gebiet. Zeichnungen und Collagen von Kasimir Malewitsch, Kurt Schwitters, Joan Miró und anderen ergänzen diesen Komplex.

Bald folgte eine stärkere Hinwendung zur zeitgenössischen Kunst. Werkgruppen von Künstlern der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie von internationalen Vertretern aktueller Kunst bilden einen umfassenden Schwerpunkt. Mit mehr als 60 Werken Cy Twomblys †“ Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen †“ bietet die Sammlung Brandhorst wie keine andere einen Überblick über die künstlerische Entwicklung dieses ungewöhnlichen Künstlers und ist somit die bedeutendste außerhalb der USA, vergleichbar nur derjenigen in Houston/Texas. Auch der wegweisende amerikanische Protagonist der Pop Art, Andy Warhol, ist mit einer in Europa wohl einzigartigen Fülle an Werken aus allen Schaffensphasen vertreten. Joseph Beuys, Mario Merz, Jannis Kounellis, Sigmar Polke, Georg Baselitz, Gerhard Richter, Bruce Nauman, Damien Hirst, Jean-Michel Basquiat und Mike Kelley markieren innerhalb der Sammlung Brandhorst weitere wichtige Positionen in der Entwicklung der Moderne.
Seit der im Jahr 2000 im Münchner Haus der Kunst gezeigten Ausstellung „Food for the Mind“ konnten einzelne Werkgruppen zielgerichtet ausgebaut und vertieft werden.

Quellen: Museum Brandhorst, Süddeutsche Zeitung

Einen Rundgang in Bildern durch das neue Branhorst Museum findet man hier unter www.sueddeutsche.de/farbrausch