Mansura Eseddin liest am 25.04.2012 im Literaturhaus München aus „Hinter dem Paradies“

Mansura Eseddin stellt am 15.04.2012 um 20 Uhr im Literaturhaus München ihren Roman „Hinter dem Paradies“ (Unionsverlag) zusammen mit der Schauspielerin Sabrina Khalil vor. Larissa Bender moderiert und übersetzt die Veranstaltung.

Mansura Eseddin, 1976 im Nildelta in Ägypten geboren, studierte Journalismus an der Universität Kairo und arbeitet bei Akhbar al-Adab, einem der wichtigsten Literaturmagazine Ägyptens. Ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2010 wurde sie als eine der besten arabischsprachigen Autoren unter 40 ausgewählt. 2010 war sie als einzige Frau für den International Prize for Arabic Fiction nominiert.

Kurzbeschreibung
Im Weißen Haus, in einem Dorf im Nildelta, sind Gamila und Salma gemeinsam aufgewachsen. Heute kommt Gamila als Studentin im kurzen, schwarzen Kleidchen daher und trägt Luis Vuitton. Salma führt ein bürgerliches Leben und will aus der Enge ihrer unerfreulichen Ehe ins Schreiben flüchten. Salma fasst den Mut, ihre Familiengeschichte zu schreiben. Sie kehrt zurück ins Weiße Haus. Dort ist es still geworden. Nur Mutter und Tante sitzen noch auf der Veranda und tuscheln. Früher war dieses Haus eine Bühne für die Kämpfe und Dramen der weit verzweigten Fabrikantenfamilie, ihrer Dienstboten und Arbeiter. Die Ziegelfabrik machte die Familie reich, die Revolutionen des Landes ruinierten sie wieder. Salma vergräbt sich im Zimmer, das einst ihr Kinderzimmer war. Zuletzt dringt sie vor zu jenen Ereignissen, durch die sie und ihre engste Freundin Gamila auf immer in Schuld verstrickt sind.

Unionsverlag,  Zürich am 26. September 2011, 220 Seiten.

Offener Brief: Kristina Schröder? Nicht meine Ministerin!

Seit dem 30. November 2009 ist Kristina Schröder Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Doch was hat sie in den letzten 28 Monaten bewirkt. Allein die momentane Operation „Betreuungsgeld“ gibt Anlass genug den folgenden „Offenen Brief„, den Bündnis 90/Die Grünen am 18.04.2012 unter nichtmeineministerin.de veröffentlicht hat, mitzuunterzeichnen. Wer sich ebenfalls von Kristina Schröder nicht vertreten fühlt, sollte die Aktion unterstützen und sich in die Liste eintragen.

Mehr unter #nichtmeineministerin (Twitter) und facebook.com/nichtmeineministerin oder auch auf dem Blog Mädchenmannschaft.

KRISTINA SCHRÖDER? NICHT MEINE MINISTERIN!

Wir sind Menschen, die aus unterschiedlichen politischen Positionen sprechen, die mit Kindern leben oder ohne, die sich Karrieren wünschen, sie bereits machen oder auch nicht, die sich als Feministinnen und Feministen sehen oder auch nicht und wir haben etwas gemeinsam:

Wir fühlen uns von der für Frauen- und Familienpolitik zuständigen Ministerin Kristina Schröder nicht vertreten!

Kristina Schröder lässt uns mit unseren strukturellen Problemen alleine †“ neuerdings müssen wir uns in ihrem gerade erschienenen Buch „Danke, emanzipiert sind wir selber!†œ sogar sagen lassen, es handle sich bei diesen nicht etwa um problematische Rahmenbedingungen, sondern schlicht um individuelle Probleme und Aushandlungsprozesse.

Liebe Frau Dr. Schröder,

unser Problem sind nicht überkommene Rollenbilder, diktiert von „Feministinnen†œ, sondern weniger Lohn für gleiche Arbeit, fehlende Kitaplätze, gläserne Decken, die Gefahr von weiblicher Altersarmut aufgrund von Teilzeitarbeit, Niedriglohnsektor und geringfügiger Beschäftigung!

Wir haben großen Respekt vor individuellen Entscheidungen, gerade auch für ein Leben mit Kindern. Aber wir leben in einer Welt, in der Wahlfreiheit noch lange nicht hergestellt ist und in der meistens ein Einkommen nicht reicht, um eine Familie zu ernähren. Wir leben auch in einer Welt, in der Frauen mit Kindern nicht als vollwertige Arbeitnehmerinnen gelten. Im Gegensatz zu Ihnen, Frau Schröder, halten wir die Lösung dieser Probleme aber nicht für eine private Frage des individuellen Verhandlungsgeschicks, sondern schlicht für strukturelle Diskriminierung, der politisch etwas entgegengesetzt werden kann und muss.

Wir fordern Sie auf: Tun Sie endlich, wofür Sie bezahlt werden †“ von unseren Steuergeldern! Machen Sie Politik für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf! Schaffen Sie Rahmenbedingungen, die echte Wahlfreiheit ermöglichen! Machen Sie den Weg frei für die Quote in Vorständen und Aufsichtsräten, denn ja: Auch angeblich symbolische Politik hilft uns als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern tatsächlich weiter! Setzen Sie sich für eine bessere Verteilung von Arbeit und Chancen zwischen den Geschlechtern ein und kämpfen Sie gegen die skandalöse Lohnlücke von 23 Prozent!

Anders als Sie sind wir nicht „vor allem von Feministinnen†œ enttäuscht, sondern von Ihnen.

Wenn Sie gemäß Ihrer individuellen Überzeugung weiterhin vorhaben, die Bedeutung von struktureller Ungleichheit für die aktuelle Lage der Frauen in unserem Land zu leugnen, bitten wir Sie von ganzem Herzen: Machen Sie den Weg frei für eine Ministerin, die unsere Interessen endlich vertritt!

Unterschriftenliste

Literaturverfilmung: Der Medicus von Noah Gordon im Kino

Im Jahr 2009 gab Noah Gordon bekannt, dass er an einem Drehbuch zur Verfilmung seines Mega-Bestsellers „Der Medicus“ arbeite. Die Filmrechte hatte sich die traditionsreiche deutsche UFA Film & TV Produktion GmbH gesichert. Nun ist es soweit. Als Produzenten werden Wolf Bauer und Nico Hofmann, als Regisseur Philipp Stölzl genannt.

In Querfurt und Quedlinburg im Harz sollen im Sommer 2012 die Dreharbeiten zu dem berühmten Mittelalterepos beginnen. Auch an Schauplätzen in Thüringen und Marokko soll gedreht werden.

Wer in der Verfilmung den Protagonisten Rob Jeremy Cole spielt, ist noch ein Geheimnis. Bislang wurden noch überhaupt keine Namen der Darsteller bekanntgegeben, es sollen aber international bekannte Schauspielern gecastet werden.

Die Berliner Agentur filmgesichter sucht im Moment etwa 500 Kleindarsteller. Am 22.04.2012 findet in Querfurt ein Komparsen-Casting statt.

„Es werden durchschnittlich aussehende Menschen ebenso wie markante und einprägsame Gesichter mit großen Nasen, großen Ohren, abstehenden Ohren, Männer mit langen Haaren oder Bärten, speziellen Gesichtern, länglichen Gesichtern, spitzen Gesichtern, Kleinwüchsige, Riesen, Einäugige, Menschen mit Amputationen, Menschen mit Zahnlücken, Dürre ebenso wie Rubensdamen, „bäuerlich†œ aussehende Menschen ebenso wie „adlig†œ aussehende Männer und Frauen gesucht.
Auch Mittelalter-Musiker oder Gaukler können sich für den Film melden“, heißt es auf der Webseite der Agentur.

Noah Gordons „Der Medicus“ erschien vor 25 Jahren und verkaufte sich in Europa besser als in seinem Heimatland den USA. Allein sechs Millionen deutschsprachige Exemplare gingen über den Ladentisch. Im Jahr 1999 wurde das Buch auf der Buchmesse in Madrid zu einem der zehn beliebtesten Bücher aller Zeiten gekürt.

Inhaltsangabe

In dem Buch geht es um den jungen Robert Jeremy Cole (kurz Rob), der im ersten Viertel des 11. Jahrhundert in London aufwächst. Als innerhalb kurzer Zeit seine Eltern sterben, wird er von einem Baderchirurgen als Lehrling aufgenommen und lernt bei diesem das Handwerk der Heilkunst. Aus seiner Bestimmung, anderen Menschen zu helfen, erwächst sein Wunsch, den besten Lehrmeister für seine Ausbildung zum Medicus zu finden. So macht er sich auf die Reise nach Isfahan in Persien, um dort an der Universität des großen Mediziners und Arztes Ibn Sina Avicenna zu studieren. Hilfreich ist ihm dabei seine Gabe, den nahen Tod eines Patienten in dessen Händen zu spüren. Diese Gabe wird sogar vererbt und spielt auch in den Nachfolgebänden eine Rolle.

Auf der beinahe zweijährigen Reise freundet er sich mit jüdischen Kaufleuten an, lernt von ihnen Persisch und wird in die Bräuche und Riten des Judentums eingeweiht. Als getaufter Christ wäre ihm das Studium in Isfahan verboten, also gibt er sich dort als Jude aus. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten wird er als Student an der medizinischen Fakultät aufgenommen und studiert dort zusammen mit zwei neu gewonnenen Freunden, bis Avicenna von einer Krankheit dahingerafft wird. Seine beiden Freunde, der Perser Karim und der Jude Mirdin, finden als Folge von Entscheidungen oder Unterlassungen des schwer berechenbaren Herrschers Persiens, Ala Schahansha, den Tod. Auch Rob befindet sich in seiner Verkleidung als Jesse ben Benjamin in potentieller Lebensgefahr. Als Arzt und Gelehrter kehrt er mit seiner geliebten Frau Mary schließlich in deren Heimat Schottland zurück, um dort glücklich zu werden.

Quellen: Focus Online, Wikipedia

J.K. Rowlings kapriziöser Krimi erscheint am 27.09.2012 weltweit

„The Casual Vacancy“ lautet der Titel, unter dem Joanne K. Rowlings erstes Werk für Erwachsene bereits am 27.09.2012 weltweit als Taschenbuch und als E-Book erscheinen wird, teilte die Autorin auf ihrer Homepage mit.

Es soll ein Krimi sein – gespickt mit dem typisch britischen, schwarzen Humor. Viel ist noch nicht über den Inhalt bekannt. Bislang wurde folgende Kurzbeschreibung veröffentlicht:

„Als Barry Fairweather in seinen frühen Vierzigern unerwartet stirbt, hinterlässt er die kleine Stadt Pagford geschockt. Pagford ist nur scheinbar eine englische Idylle mit einem kopfsteingepflasterten Marktplatz und einer alten Abtei, denn hinter der hübschen Fassade liegt die Stadt im Krieg.

Reiche bekämpfen die Armen, Jugendliche ihre Eltern, Frauen die Ehemänner und Lehrer streiten mit den Schülern… Pagford ist auf jeden Fall nicht das, was es zu sein scheint. Und Barrys leerer Platz im Pfarrgemeinderat wird bald der Katalysator sein für den größten Krieg, den die Stadt je gesehen hat.

Wer wird Barrys leeren Platz besetzen und die nervenaufreibende Wahl voller Leidenschaft, Doppelzüngigkeit und unerwarteten Enthüllungen gewinnen?“

In welchem Verlag und unter welchem Titel die deutschsprachige Übersetzung erscheint, ist noch nicht bekannt.

Foto: © Daniel Ogren at http://www.flickr.com/photos/fast50

Ferdinand von Schirach erhält japanischen Buchhandelspreis Honya TaishŠ 2012

Der deutsche Strafverteidiger und Schriftsteller Ferdinand von Schirach erhält den japanischen Buchhandelspreis „Honya TaishŠ 2012“ für seinen internationalen Bestseller „Verbrechen„.

Der „Große Preis der Japanischen Buchhandlungen“ wird seit 2004 jährlich an japanische Autorinnen und Autoren verliehen. Über die Vergabe des Honya TaishŠ stimmen die japanischen Buchhändler ab. Ähnlich wie beim „Deutschen Buchpreis“ hat die Vergabe unmittelbar Einfluss auf die Buchverkäufe.

Erstmals wurde in diesem Jahr ein Sonderpreis für ein übersetztes Buch vergeben. Ferdinand von Schirach ist damit der erste internationale Preisträger dieser wichtigen Auszeichnung.

Der japanische Übersetzer Shinichi Sakayori wird an der Preisverleihung teilnehmen und Schirachs Dankesrede verlesen.

Quelle: Piper Verlag