Wolfgang Herrndorf gewinnt Leipziger Buchpreis 2012 in der Online-Abstimmung

Am Freitag, 9. März 2012, wurde das Ergebnis der Online-Abstimmung zum Preis der Leipziger Buchmesse 2012 veröffentlicht.

Klarer Publikumsliebling ist Wolfgang Herrndorfs jüngstes Werk „Sand„. Schon im letzten Jahr gewann Herrndorf die Publikumsabstimmung mit „Tschick„. 1.315 Bücherfans beteiligten sich in 2011 an der Abstimmung – in diesem Jahr gaben 1.450 Teilnehmer ihre Stimme ab und wählten Wolfgang Herrndorfs „Sand“ mit 32 Prozent (464 Stimmen) auf den ersten Platz.

Die 7-köpfige Jury entschied sich 2011 für den österreichischen Schriftsteller und Übersetzer Clemens J. Setz und seinen Roman †œDie Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes†œ. Am 15. März 2012 gibt die Jury bekannt, welche von den fünf Nominierten in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung den Preis der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr mit nach Hause nehmen können.

Neben Wolfgang Herrndorf sind Anna Katharina Hahn (Am Schwarzen Berg), Thomas von Steinaecker (Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen), Sherko Fatah (Ein weißes Land) und Jens Sparschuh (Im Kasten) auf der Shortlist der Kategorie Belletristik nominiert.

Das Publikumsvoting ist hoch spannend für die Verlage und den Handel, nimmt aber keinen Einfluss auf die Jury-Entscheidung„, erklärt Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse.

Quelle: Börsenblatt

Ticket Alarm! Münchner Krimifestival startet am 12.03.2012

Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Christian Ude verwandelt die Krimifestival München GBR die bayerische Landeshauptstadt ab dem 12. März zum zehnten Mal in eine Hochburg des literarischen Verbrechens.

Das Krimifestival München ist eines der größten internationalen Festivals für Kriminalliteratur und lockt auch in diesem Jahr wieder hochkarätige Krimi-Autoren aus aller Welt zur Spurensuche an die Isar. Der Vorverkauf für die begehrten Tickets hat längst begonnen. Viele Veranstaltungen sind längst ausverkauft, für einige steht nur noch ein kleines Kontingent an Restkarten zur Verfügung. Es herrscht also Ticket Alarm!

Nachfolgend eine Aufstellung über die Veranstaltungen, die bei Interesse möglichst schnell gebucht werden sollten:

Ticket Alarm!

15.03. BücherCafe Lentner: †œHalt, Stehenbleiben! Polizei! Aus dem Leben eines Polizisten.†
16.03. Klinikum rechts der Isar: Kriminacht mit Liza Marklund
17.03. BMW Welt: James-Bond-Night mit Jeffery Deaver
19.03. Krimibuchhandlung glatteis: Kriminacht mit Monica Kristensen
20.03. Drehleier: Buchpremiere mit Harry Kämmerer
21.03. Cafe Muffathalle: London Killing mit Oliver Harris
22.03. Pathologisches Institut: Schwedische Krminacht mit Arne Dahl
23.03. Pathologisches Institut: Kriminacht mit Eoin Colfer
25.03. Trattoria Seerose: Mafia-Film-Nacht †œRomanzo Criminale†
29.03. Reptilien-Auffangstation: Buchpremiere mit Nicola Förg
31.03. Institut für Rechtsmedizin: Mit Jutta Profijt und Joe Bausch
22.04. Institut für Rechtsmedizin: Val McDermid live im Sektionshörsaal
24.04. Drehleier: Kriminacht mit Rita Falk
06.05. Institut für Rechtsmedizin: Kriminacht mit Josef Wilfling
20.05. Starnberg / Krimi-Dampfer: Krimi-Dampfer mit Rita Falk

Mehr Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden sich auf der Webseite  Krimifestival München.

Gregor Sander erhält den Preis der LiteraTour Nord 2012 für „Winterfisch“

Der 43-jährige deutsche Autor Gregor Sander erhält den mit 15.000 Euro dotierten Preis der LiteraTour Nord.

Der Literaturpreis wird zum Abschluss der Lesereise LiteraTour Nord am 19. April 2012 verliehen. Die Lesereise führt Gregor Sander durch verschiedene öffentliche Kultureinrichtungen, Buchhandlungen sowie die Universitäten in Bremen, Hannover, Lübeck, Lüneburg, Oldenburg und Rostock. Der Preis der LiteraTour Nord wird seit 1992 von der VGH Stiftung ausgelobt.

Die Jury würdigte Gregor Sanders bisheriges Werk, insbesondere seinen 2011 im Wallstein Verlag erschienenen Erzählungsband „Winterfisch„. Darin zeichne Sander mit großer Sensibilität und Präzision Charaktere, deren Biographien durch die jüngere Geschichte Deutschlands beeinflusst und beschädigt worden seien. Neben der charakteristischen Zeichnung der Landschaften und spezifischen Ausleuchtung der Handlungsräume, trage besonders der lakonische, kühle Tonfall Sanders zur atmosphärischen Dichte und zum Eindruck der Geschlossenheit bei, den die Erzählungen als Ganzes vermittelten.

Kurzbeschreibung „Winterfisch“
Der Ostseeraum bildet die Kulisse für Gregor Sanders neue Erzählungen. Große Geschichte(n) in kleiner Form. Meisterhaft. Diese Erzählungen spielen in Rerik, am Nord-Ostsee-Kanal, auf Gotland, in Helsinki, Klaipeda … Sie handeln von Menschen, die unterwegs sind und zugleich in ihren Schicksalen gefangen: wortkarge Seebären, des illusionierte Künstler, angebetete Frauen. So unterschiedlich die Geschichten auch sind, sie haben doch alle etwas gemeinsam. Sie erzählen von Sehnsüchten – nach geliebten Menschen, nach einem freien Leben oder nach dem einfachen Gefühl, verstanden zu werden. Und sie ziehen den Leser immer wieder in ihren Sog: Zwei Männer, Freunde seit einem halben Leben, gehen zusammen auf einen Segeltörn, den sie zum vierzigsten Geburtstag geschenkt bekommen haben. St. Petersburg ist das Ziel. Ihre Frauen versprechen zum Abschied Abenteuer und Weiße Nächte. Der Alltag dann auf See ist nicht eben aufregend. Wie viel Welt Gregor Sander jedoch in die beengte Situation an und unter Deck holt, das ist außerordentlich. Ins Bild geraten die Lebenswege der beiden, die Möglichkeit, nach dem Ende der DDR 1990 endlich Medizin studieren zu können, das Scheitern, ein neues Leben in Berlin, Saufen, Versuche, eine Familie zu gründen, Kinder; und die kleinen und großen Geheimnisse.

Sanders Erzählen wirkt karg, fast verschwiegen; wie die Leute, wie die nördliche Landschaft. Mit wenigen Strichen, so diskret wie präzis, zeichnet der Autor Schicksale, die unter die Haut gehen.

Die Titelerzählung „Winterfisch“ wurde 2009 in Klagenfurt mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet.

Gregor Sander, geboren 1968 in Schwerin, lebt in Berlin. Er absolvierte nach dem Abitur zunächst eine Schlosserlehre und eine Ausbildung zum Krankenpfleger, studierte dann in Rostock einige Semester Medizin, schließlich in Berlin Germanistik und Geschichte, besuchte die Berliner Journalistenschule und debütierte 2002 mit dem Erzählungsband „Ich aber bin hier geboren†œ. 2007 wurde er mit seinem Roman „Abwesend†œ für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Die Preisverleihung findet am 19. April 2012 in Hannover im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in den Räumen der VGH Versicherungen, Schiffgraben 4, statt. Die Laudatio hält Elmar Krekeler, Literaturkritiker und Redakteur der „Welt“.

Quelle: LiteraTour Nord

Ex Libris – ein stilvolles Lesetagebuch für Vielleser

Genau 156 Bücher oder Hörbücher passen in das Lesetagebuch „Ex Libris„. Ex Libris kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt etwa „aus den Büchern„.

Wie ein Moleskine-Notizbuch ist das Lesetagebuch in beschichteten, schwarzen Karton gebunden und mit einem elastischen Gummiband versehen. Der genähte Buchrücken ermöglicht das flache Aufschlagen des Journals, das cremefarbene Papier, die abgerundeten Ecken, ein Leseband und eine Falttasche am Buchende erinnern weiterhin an das berühmte Notizbuch, das kleine, französische Buchbindereien Ende des 19. Jahrhunderts noch in Handarbeit herstellten.

Auf jeder der 156 „Buchseiten“ ist im oberen Drittel Platz für Eintragungen zu Titel, Autor, Erscheinungsdatum, Genre und wann und wo man das jeweilige Buch gelesen hat. Es folgt das Feld Bemerkungen/Zitate mit genügend Leerzeilen für besondere Textpassagen, Inhaltsangaben oder Kurzanalysen zum Gelesenen. Am Ende jeder einzelnen Seite ist eine Bewertung möglich und ein Eintrag darüber, ob man das Buch geschenkt bekommen oder wie man es entdeckt hat.

In einem Notizteil im Anhang gibt es getrennte Bereiche für noch zu lesende Bücher, für Geschenkideen sowie geliehene oder verliehene Bücher und eine frei zu verwendende Kategorie. Am Ende befindet sich ein alphabetisches Register zum schnellen Wiederfinden der gelesenen Bücher.

Ex Libris ist ein sehr stilvoller und praktischer Begleiter für alle Vielleser. Ich freue mich sehr darauf, das Lesetagebuch zu füllen und möchte mich bei Torquato für die freundliche Überlassung eines Freiexemplares bedanken. Ex Libris ist übrigens auch eine wunderbare Geschenkidee für alle Buchtrinker und Seitenfresser! 😉

 

Schöne Aussichten: T. C. Boyle liest am 7. Mai 2012 in der Münchner Muffathalle [Trailer]

Am Montag, den 7. Mai 2012, stellt der US-amerikanische Autor T. C. Boyle um 20:30 Uhr seinen neuen Roman „Wenn das Schlachten vorbei ist“ in der Muffathalle in München vor.

Kurzbeschreibung
Zwei Fraktionen von Umweltschützern liefern sich einen erbitterten Kampf. Schauplatz sind die Channel Islands vor der Südküste von Kalifornien, wo die Umwelt vom Menschen empfindlich gestört wurde. Soll man das Gleichgewicht des Ökosystems mit viel Steuergeldern wiederherstellen – was zwangsläufig die Ausrottung mancher Tierarten bedeutet -, oder soll man um jeden Preis das Töten verhindern? T. C. Boyles furioser, apokalyptischer Roman handelt von der Ausbeutung der Natur durch den Menschen und den katastrophalen Folgen. Boyle hat eines seiner ältesten Themen weiterentwickelt, nie war er so bitter und böse, nie war es ihm so ernst.

Vorverkauf über Buchhandlung Lehmkuhl: 14 Euro
Einlass ab 19.30, Beginn 20.30 Uhr
Ort: Muffathalle, Zellstrasse 4 in 81667 München
Veranstalter: Buchhandlung Lehmkuhl in Kooperation mit dem Muffatwerk.