Ferdinand von Schirach erhält japanischen Buchhandelspreis Honya TaishŠ 2012

Der deutsche Strafverteidiger und Schriftsteller Ferdinand von Schirach erhält den japanischen Buchhandelspreis „Honya TaishŠ 2012“ für seinen internationalen Bestseller „Verbrechen„.

Der „Große Preis der Japanischen Buchhandlungen“ wird seit 2004 jährlich an japanische Autorinnen und Autoren verliehen. Über die Vergabe des Honya TaishŠ stimmen die japanischen Buchhändler ab. Ähnlich wie beim „Deutschen Buchpreis“ hat die Vergabe unmittelbar Einfluss auf die Buchverkäufe.

Erstmals wurde in diesem Jahr ein Sonderpreis für ein übersetztes Buch vergeben. Ferdinand von Schirach ist damit der erste internationale Preisträger dieser wichtigen Auszeichnung.

Der japanische Übersetzer Shinichi Sakayori wird an der Preisverleihung teilnehmen und Schirachs Dankesrede verlesen.

Quelle: Piper Verlag

Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 15/2012

Platz 1 : Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Platz 2 : Die Tribute von Panem 01. Tödliche Spiele von Suzanne Collins

Platz 3 : Die Tribute von Panem 02. Gefährliche Liebe von Suzanne Collins

Platz 4 : Das Alphabethaus von Jussi Adler-Olsen

Platz 5 : Die Tribute von Panem 03. Flammender Zorn von Suzanne Collins

Platz 6 : Grabesstille: Roman von Tess Gerritsen

Platz 7 : Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt von Dora Heldt

Platz 8 : Die Nacht des Zorns von Fred Vargas

Platz 9 : Lackschaden von Susanne Fröhlich

Platz 10 : Gier von Arne Dahl

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 15/2012

Platz 1 : Tschick von Wolfgang Herrndorf

Platz 2 : Unter Haien von Nele Neuhaus

Platz 3 : Wer dem Tode geweiht: Ein Inspector-Lynley-Roman von Elizabeth George

Platz 4 : Das Lächeln der Frauen: Roman von Nicolas Barreau

Platz 5 : Das Verhängnis von Joy Fielding

Platz 6 : Das Lied von Eis und Feuer 01: Die Herren von Winterfell von George R.R. Martin

Platz 7 : Der Beobachter von Charlotte Link

Platz 8 : Oberwasser von Jörg Maurer

Platz 9 : Der Junge, der Träume schenkte von Luca Di Fulvio

Platz 10 : Ostfriesenangst von Klaus-Peter Wolf

Quelle: Spiegel Online Kultur

Read&Meet sucht Kontakte zur kollektiv lesenden Basis

Während die Verlage in Großbritannien und den USA die zigtausend †œBook Clubs† als strategischen Faktor zur Umsatzsteigerung längst wahrgenommen haben, werden im deutschsprachigen Raum kaum Kontakte zur kollektiv lesenden Basis gesucht. Das soll sich nun ändern.

Lesebegeisterte können sich im Forum bei „Read&Meet“ anmelden und sich aktuell über Lily Bretts Roman „Chuzpe“ austauschen. Katharina Liehr vom Forum Zukunft und Jasmin Marschall vom mediacampus frankfurt betreuen die neue Initiative im Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V., um das Konzept interaktiver Leserunden in der Branche zu etablieren.

In dem neuen Forum werden neben der „Initiative Read&Meet“ ganz allgemein Leserunden, Lesezirkel, Reading Groups vorgestellt. Unter „R&M-Leserunden“ finden derzeit die Diskussionen zu Lily Bretts „Chuzpe“ statt. Teilnehmer können sich hier vorstellen und sich ganz konkret zu den Kapitel 1 bis 5, 6 bis 9 und 10 bis 14 äußern. Unter der Rubrik „Resümee“ ist Platz für Schlussbetrachtungen, Resümees, Rezensionen und Fazite.

Wer möchte, kann sich für ein Treffen am 23.04.2012 am Welttag des Buches im Restaurant Margarete im Haus des Buches in Frankfurt am Main anmelden und dann abschließend über „Chuzpe“ diskutieren. Die nächsten Titel für die Online-Diskussionen werden von den „Read&Meet“-Teilnehmern vorgeschlagen und gewählt – jedes Genre ist willkommen.

Das zweite Offline-Treffen von „Read&Meet“ ist für Ende Mai geplant und wird auf dem mediacampus frankfurt stattfinden.

Ein weiteres Modul des Projekts seien so genannte Webinare für Mitarbeiter aus Buchhandlungen und Verlagen, heißt es in einer Mitteilung des Börsenvereins. Die Webinare werden im Laufe des Jahres vom mediacampus frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Forum Zukunft online angeboten, um Leserunden als innovatives und wirksames Marketing- und Vertriebsinstrument vorzustellen.

Im Moment ist das Interesse an dem Projekt mit lediglich 45 Beiträgen im Forum erschreckend gering. Das größte Problem stellt wohl die „Kontaktaufnahme zur kollektiv lesenden Basis“ dar. Wie schafft man es, webaffine Lesebegeisterte in das Forum zu locken und dafür zu begeistern? Büchereule.de und Leserunden.de haben laut Katharina Liehr als Anregung und Erfahrungsschatz gedient. Das sind gewachsene Portale, die bereits seit vielen Jahren gepflegt werden. Dass sie als Vorbild gedient haben, ist bei „Read &Meet“ unschwer zu erkennen. Kann sich eine neue Plattform nicht deutlich innovativer präsentieren?

Da ist nun unser Osterhase!

Kurt Tucholsky, 1890-1935

Da ist nun unser Osterhase!
Er stellt das Schwänzchen in die Höh´
und schnuppert hastig mit der Nase
und tanzt sich einen Pah de döh!

Dann geht er wichtig in die Hecken
und tut, was sonst nur Hennen tun:
Er möchte sein Produkt verstecken,
um sich dann etwas auszuruhn.

Das gute Tier! Ein dicker Lümmel
nahm ihm die ganze Eierei
und trug beim Glockenbammelbimmel
sie zu der Liebsten nahebei.

Da sind sie nun. Bunt angemalen
sagt jedes Ei: †œEin frohes Fest!†
Doch unter ihren dünnen Schalen
liegt, was sich so nicht sagen lässt.

Iss´ du das Ei! Und lass dich küssen
zu Ostern und das ganze Jahr…
Iss´ nun das Ei! Und du wirst wissen,
was drinnen in den Eiern war!