Bitte sagen Sie jetzt nichts… Diogenes veröffentlicht Loriots Buch früher

Bitte sagen Sie jetzt nichts … von Loriot

Nach dem Tod des großen Humoristen Loriot will der Diogenes Verlag einen Gesprächsband früher als geplant herausgeben. Ursprünglich sollte das Buch, das zum Teil bereits veröffentlichte Gespräche enthält, zum 88. Geburtstag Vicco von Bülows im November auf den Markt kommen. Nach seinem Tod wird die Veröffentlichung nun vorgezogen. Das letzte Buch von Loriot mit dem Titel „Bitte sagen Sie jetzt nichts“ soll schon im September erscheinen. Es enthält nach Verlagsangaben „Gespräche mit Loriot aus vier Jahrzehnten„.

„Das Mikrophon ist jetzt an, Herr von Bülow. Wussten Sie, dass so ein Gerät bis zu zwölf Stunden aufnehmen kann?“ †“ Loriot: „Dann halte ich jetzt einfach den Mund.“ Auch in diesem Interview mit dem etwas unglücklichen Einstieg sagte Loriot dann doch noch etwas, und sogar etwas mehr. Die besten Gespräche von Loriot sind nun zum ersten Mal in einem Buch versammelt. Ganz gleich, wie die Fragen lauten, ob ernst oder unfreiwillig komisch, enigmatisch oder klar †“ immer antwortet Loriot in seiner unnachahmlichen Art und Weise. Dabei verrät er vieles über seine Kindheit, seine Karriere, sein Leben und Werk und macht sich Gedanken über Humor (auch über den deutschen), über Preußen, Wagner, Möpse, die Ehe, Politik und Religion, Liebe und Tod und andere gefragte Themen.
Herausgegeben von Daniel Kampa

Über Loriot

Loriot alias Vicco von Bülow, geboren am 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel, studierte Malerei und Graphik an der Hamburger Landeskunstschule. Seine humoristischen Arbeiten in Stern und Quick machten ihn berühmt, obwohl sich anfangs einige Abonnenten über die „blöden und abstoßenden Hundebilder“ ereiferten. Diese Serie ergab dann 1954 Loriots erstes Buch im jungen Diogenes Verlag, der keine Leserbriefe bekommen konnte, weil er noch keine Leser hatte. Was sich grundlegend änderte: Auf den Hund gekommen und weitere Bücher fanden Millionen Käufer. Ab 1967 stellte Loriot auf einem roten Biedermeiersofa in der Fernsehsendung Cartoon seine Sketche und Zeichentrickfilme vor. Loriot wirkte als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller in Ödipussi und Pappa ante portas, zwei der erfolgreichsten deutschen Kinokomödien. Er war Mitglied der Akademie der Schönen Künste und lebte bis zu seinem Tod am 22.08.2011 in Ammerland am Starnberger See und in Berlin.

Quellen: N24, Diogenes

Neue Hoffnung für Anne Franks Kastanienbaum

Wie die Süddeutsche Zeitung heute berichtet, gibt es Hoffnung für einen der wohl berühmtesten Bäume der Welt. Aus dem Stumpf der Anne-Frank-Kastanie sprießen jede Menge neuer Blätter. Anne Frank hatte aus ihrem Versteck im Hinterhaus der Prinsengracht 263 auf die Kastanie geblickt, die sie in ihrem Tagebuch als Symbol der Hoffnung beschrieb. Zuletzt schrieb sie am 13. Mai 1944: „Unser Kastanienbaum steht von oben bis unten in voller Blüte und ist viel schöner als im vergangenen Jahr.“

2007 wollte die Stadt den von Pilz befallenen Baum fällen, beschloss dann aber, ihn mit einem aufwendigen Metallgerüst noch eine Weile zu stützen. Am 23.08.2010  riss  schließlich ein Sturm die Kastanie um. Laut Baumforscher Hans Kaljee, den die Zeitung Het Parool zitiert, haben die neuen Triebe gute Aussichten, den Kampf gegen den Pilz zu gewinnen. Dann könnte im Hinterhaus der Prinsengracht 263 in hundert Jahren wieder ein echter Anne-Frank-Baum stehen.

Quelle Foto: Wikipedia

Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 34/2011

Platz 1 : Schoßgebete von Charlotte Roche

Platz 2 : House of Night 7: Verbrannt von Kristin Cast und P. C. Cast

Platz 3 : Erlösung: Der dritte Fall für Carl Mørck von Jussi Adler-Olsen

Platz 4 : Schändung von Jussi Adler-Olsen

Platz 5 : Schutzpatron von Volker Klüpfel und Michael Kobr

Platz 6 : Der schönste Fehler meines Lebens von Susan Elizabeth Phillips

Platz 7 : Der Regler von Max Landdorff

Platz 8 : Hummeldumm von Tommy Jaud

Platz 9 : Winterkartoffelknödel von Rita Falk

Platz 10 : Für Eile fehlt mir die Zeit von Horst Evers

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 34/2011

Platz 1 : Das Orchideenhaus von Lucinda Riley

Platz 2 : Erbarmen von Jussi Adler-Olsen

Platz 3 : Zwei ein einem Tag von von David Nicholls

Platz 4 : Schneewittchen muss sterben von Nele Neuhaus

Platz 5 : Eine unbeliebte Frau von Nele Neuhaus

Platz 6 : Schattenspiel von Charlotte Link

Platz 7 : Wer Wind sät von Nele Neuhaus

Platz 8 : Eisige Nähe von Andreas Franz

Platz 9 : Das zweite Leben des Herrn Roos von Håkan Nesser

Platz 10 : Die Dienstagsfrauen von Monika Peetz

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

Deutscher Jugendliteraturpreis 2011: Nominierungen der Jugendjury

Margos Spuren von John Green (Text) und Sophie Zeitz (Übersetzung)

Kurzbeschreibung
Schon als kleiner Junge war Quentin in die schöne, impulsive Margo verliebt – und schon damals war sie ihm ein Rätsel: Niemand konnte so mutig und entschlossen sein wie sie, niemand wirkte so unnahbar. Nachdem Quentin Margo bei einem nächtlichen Rachefeldzug geholfen hat, verschwindet diese urplötzlich und hinterlässt geheimnisvolle Spuren. Quentin ist verwirrt: Sind die Spuren für ihn? Soll er die Suche aufnehmen? Doch dann verfolgt er jeden Hinweis und befindet sich plötzlich inmitten eines aufregenden Abenteuers, irgendwo zwischen Roadmovie, Detektiv- und Liebesgeschichte. Der dritte Roman des vielfach ausgezeichneten Autors aus den USA.
Ab 13 Jahre

Erebos von Ursula Poznanski (Text)

Kurzbeschreibung
In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht †“ Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und – wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise.
Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester Freund Jamie schwer verunglückt, begreift Nick: Erebos ist weitaus mehr als nur ein harmloses Computerspiel!
Ab 13 Jahre

Freak City von Kathrin Schrocke (Text)

Kurzbeschreibung
Lea ist hübsch, temperamentvoll – und von Geburt an gehörlos. Als Mika sie zum ersten Mal sieht, zieht ihn das quirlige Mädchen mit der Lockenmähne sofort in ihren Bann. So sehr, dass er beschließt, einen Gebärdensprachkurs zu machen. Familie und Freunde sind skeptisch und bald kommen ihm selbst erste Zweifel. Nie hätte er gedacht, dass die Welt der Gehörlosen eine völlig andere ist als seine. Und plötzlich ist da wieder Sandra, Mikas Exfreundin, über die er nie ganz hinweggekommen ist. Doch Lea hat sich schon in sein Herz geschlichen … Kathrin Schrocke erzählt mit skurrilem Witz und viel Einfühlungsvermögen die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe.
Ab 13 Jahre

Nichts – Was im Leben wichtig ist von Janne Teller (Text) und Sigrid C. Engeler (Übersetzung)

Kurzbeschreibung
„Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun.“ Mit diesen Worten schockiert Pierre alle in der Schule. Um das Gegenteil zu beweisen, beginnt die Klasse alles zu sammeln, was Bedeutung hat. Doch was mit alten Fotos beginnt, droht bald zu eskalieren: Gerda muss sich von ihrem Hamster trennen. Auch Lis Adoptionsurkunde, der Sarg des kleinen Emil und eine Jesusstatue landen auf dem Berg der Bedeutung. Als Sofie ihre Unschuld und Johan seinen Zeigefinger opfern mussten, schreiten Eltern und Polizei ein. Nur Pierre bleibt unbeeindruckt. Und die Klasse rächt sich an ihm … Eine erschütternde Parabel über das Erwachsenwerden, Erziehung und Gewalt in unserer Gesellschaft.
Ab 14 Jahre

Numbers – Den Tod im Blick von Rachel Ward (Text) und Uwe-Michael Gutzschhahn (Übersetzung)

Kurzbeschreibung
Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn die Zahl ist ein Datum. Der Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird. Diese Gewissheit hat Jem seit dem Tod ihrer Mutter. Deshalb meidet sie Menschen. Ist am liebsten allein. Bis sie Spinne kennenlernt – und mit ihm das Leben. Jem ist glücklich, zum ersten Mal. Doch als die beiden zum Riesenrad, dem London Eye fahren, passiert es – um sie herum haben alle dieselbe Zahl. Jem weiß: Etwas Furchtbares wird passieren. Heute. Hier. Fluchtartig verlassen Spinne und sie das Gelände. Und lösen damit eine Kettenreaktion aus. Spinne und Jem werden zu Gejagten. Von der Polizei, den Medien, den Menschen. Und Spinnes Todestag rückt näher und näher …
Ab 14 Jahre

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie von Lauren Oliver (Text) und Katharina Diestelmeier (Übersetzung)

Kurzbeschreibung
Was wäre, wenn heute dein letzter Tag wäre? Was würdest du tun? Wen würdest du küssen? Und wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten? Samantha Kingston ist hübsch, beliebt, hat drei enge Freundinnen und den perfekten Freund. Der 12. Februar sollte eigentlich ein Tag werden wie jeder andere in ihrem Leben: mit ihren Freundinnen zur Schule fahren, die sechste Stunde schwänzen, zu Kents Party gehen. Stattdessen ist es ihr letzter Tag. Sie stirbt nach der Party bei einem Autounfall. Und wacht am Morgen desselben Tages wieder auf. Siebenmal ist sie gezwungen diesen Tag wieder und wieder zu durchleben. Und begreift allmählich, dass es nicht darum geht, ihr Leben zu retten. Zumindest nicht so, wie sie dachte …
Ab 15 Jahre
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Am Freitag, dem 14. Oktober 2011, wird Staatsminister Bernd Neumann, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Sieger in den Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch, Sachbuch und den Preisträger der Jugendjury auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben und die Preise verleihen.

Quelle: Deutscher Jugendliteraturpreis