Druckfrisch mit Denis Scheck am 25.04. um 23.50 Uhr

Am Sonntag, den 24.04.2010, um 23:35 Uhr, heißt es wieder: Druckfrisch – Neue Bücher mit Denis Scheck.

Denis Scheck trifft Arno Geiger und Andrea Camilleri, empfiehlt aufregende Bücher und kommentiert leidenschaftlich und zugespitzt die aktuelle Spiegel-Bestenliste.

Alles über Sally von Arno Geiger (Hanser Verlag)

Es sind die großen Themen der Literatur †“ aber man kann sie immer neu erzählen: Partnerschaft, Ehebruch, Sinnkrise. Der Wiener Autor Arno Geiger hat mit „Alles über Sally“ ein großartiges Porträt einer Frau Anfang fünfzig gezeichnet, deren Leben aus den Fugen gerät. Sie fragt sich, warum sie jenen Alfred, neben dem sie jeden Morgen aufwacht, vor 25 Jahren überhaupt geheiratet hat; sie fängt eine Affäre mit dem besten Freund ihres Mannes an; sie hofft auf ein aufregenderes Leben †“ und wird bitter enttäuscht, aber auch das ist noch nicht das Ende der Geschichte.

Geigers Roman fragt nach den Lebensentwürfen einer Generation, die sich einmal als progressiv empfand und längst im bürgerlichen Alltag angekommen ist †“ in der aber die Frauen auch mit fünfzig noch Abenteuer riskieren, die für ihre Vorgängerinnen unvorstellbar waren. Und obwohl unsere Zeit sich so frei wähnt wie keine zuvor, geht es um Moral, um Treue, Verrat und Betrug. Von all dem erzählt Arno Geiger, ernst, aber in einem leichten Tonfall. „Alles über Sally“ †“ einer der gelungensten deutschsprachigen Romane des Frühjahrs!

Die Farbe der Sonne:  Ein Caravaggio-Roman von Andrea Camilleri(Kindler Verlag)

Vor 400 Jahren ist ein Maler gestorben, den wir heute zu den faszinierendsten Gestalten der Kunstgeschichte zählen: Caravaggio. Meister der dramatischen Lichteffekte, seine Bilder mal blutrünstig, mal inbrünstig, aber immer von einer überwältigenden Sinnlichkeit. Auch sein Leben war reich an Dramatik: des Mordes verdächtig, musste der erfolgreiche Künstler bei Nacht und Nebel aus Rom fliehen, verbrachte seine letzten Jahre auf Malta und Sizilien und starb mit nur 39 Jahren. Wenn das kein Stoff für einen Krimi ist! Das hat sich auch Andrea Camilleri gedacht.

Italiens bekanntester Krimi-Autor legt im Jubiläumsjahr einen spannenden Caravaggio-Roman vor, in dem er in seiner sizilianischen Heimat auf ein unbekanntes Tagebuch des Malers stößt, das ihm und uns endlich die Rätsel der späten Jahre löst. Ist das Tagebuch echt? Oder wird ihm eine Fälschung angeboten? Die Texte klingen so authentisch, als würde tatsächlich Caravaggio aus ihnen sprechen †“ der Umgetriebene, der Besessene, das Genie. Jenseits aller kunsthistorischen Betrachtungen und doch kenntnisreich und detailgenau recherchiert, entwirft Camilleri das Lebensbild des Malers noch einmal neu. „Die Farbe der Sonne“ †“ wenn schon Künstlerroman, dann bitte so!

Menschen am Berg: Geschichten vom Leben ganz oben von Melanie Mühl (Verlag Nagel & Kimche)

Nur an wenigen Orten in unserer zentralbeheizten, durchorganisierten, technischen Zivilisation treffen Mensch und Natur noch unmittelbar aufeinander. Die Frankfurter Journalistin Melanie Mühl hat solche Orte gesucht und gefunden: im Gebirge. Dem Alltag von Bergdörflern, Bergführern, von Tunnel- und Brückenbauern widmet sie eindringliche Reportagen; sie zeigt Menschen, die sich mit Respekt, manchmal auch mit Ehrfurcht, auf die Natur einlassen.

Ihr Buch beginnt mit den Sätzen: „Ich verabscheute die Berge. Als ich Kind war, fuhren wir jedes Jahr dorthin.“ Irgendetwas haben diese frühen Aufenthalte aber offenbar doch bewirkt: neugierig und einfühlsam erzählt Melanie Mühl aus einer Welt, die gar nicht weit weg ist, für den modernen Großstadtmenschen aber exotischer als jeder Palmenstrand, an dem er seinen Urlaub verbringt. „Menschen am Berg“ †“ eindrucksvolle Geschichten vom Leben ganz oben!

… und außerdem, wie immer, Denis Schecks Parforceritt durch die aktuelle SPIEGEL-Bestsellerlliste: Was lohnt sich zu lesen und was ist pure Zeitverschwendung?

Quelle: DasErste

Mark Twain: 5 Neuerscheinungen zum 100. Todestag

Am 21. April 1910 starb der US-amerikanische Schriftsteller Mark Twain im Alter von 74 Jahren. Gleich 5 Verlage haben dies zum Anlass genommen alte Übersetzungen neu aufzulegen bzw. Neuübersetzungen auf den Markt zu bringen:

Tom Sawyer & Huckleberry Finn in einer Neuübersetzung von Andreas Nohl

Kurzbeschreibung
Der Mark Twain fürs 21. Jahrhundert! Andreas Nohl hat den Klassiker „Tom Sawyer“ und die Fortsetzung „Huckleberry Finn“ neu übersetzt, so nah am Original und flüssig lesbar wie noch nie. Mit seiner natürlichen Sprache vermeidet er alles „Gekünstelte“, ganz nach Mark Twains literarischen Kriterien. Die beiden epochemachenden Romane über Kindheit und Jugend, über das Leben in den Südstaaten, von Abenteuer und Alltag im Amerika das 19. Jahrhunderts lesen sich nun auch in der Übersetzung als das, was sie im Original sind: als Weltliteratur.
Pressestimmen
„Gratulation zu der großartigen Übersetzung! Sie ist so schön! Die Sprache der Menschen ist so herrlich, ohne in verkrampften Slang zu verfallen, der erzählte Teil so wundervoll musikalisch, prall – lebendig! Ein sehr sehr schönes Buch, das ich sicher oft verschenken werde!“ Stefanie Hoster, Deutschlandradio Kultur Berlin

Die gebundene Ausgabe umfasst 711 Seiten und ist am 08. März 2010 im Hanser Verlag erschienen. Die Neuübersetzung ist für 34,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

Post aus Hawaii von Mark Twain in einer Übersetzung von Alexander Pechmann

Kurzbeschreibung
Reiseberichte von einem „kleinen Felsen im unendlichen Ozean“: Im Jahr 1866, lange vor dem Erscheinen seiner berühmten Romane und Reiseberichte, verbrachte Mark Twain mehrere Monate als Korrespondent auf den Inseln von Hawaii, seinerzeit noch ein unabhängiges Königreich. Die Artikel, die er dort schrieb, begründeten seinen Ruf als Autor und rasender Reporter, als ebenso genauer wie respektloser und origineller Beobachter seiner Zeit. Mit unermüdlichem Interesse und unvergleichlichem Humor schreibt Mark Twain über die Sitten und Unsitten der Eingeborenen, die königliche Familie und ihre mehr oder weniger ruhmreiche Geschichte, Walfänger und übereifrige Missionare, über die Katzenkompanien von Honolulu, die haarsträubende Odyssee einiger Schiffbrüchiger und den absurden Zeitvertreib der ersten Touristen. Nebenbei verteidigt er die Mörder von Kapitän James Cook, prüft die Schönheit hawaiischer Frauen und ihrer bunten Wickelkleider, die passen „wie ein Zirkuszelt auf einen Zeltpfosten“, und erfindet neuartige Mittel gegen Seekrankheit. Erstmals nun sind seine hinreißenden Reiseberichte vollständig in deutscher Sprache erschienen, ergänzt durch ausführliche Anmerkungen, ein Vor- und ein Nachwort sowie einen Brief und eine Tagebuchnotiz Mark Twains, die der Herausgeber während seiner Recherchen entdeckte.
Witzig, strategisch, politisch: So zeigt sich Mark Twain in seinen Reisereportagen. Ein köstliches, doppelbödiges Lesevergnügen. (Spiegel Online)

Die gebundene Ausgabe umfasst 368 Seiten und ist am 09. März 2010 im Mare Verlag erschienen. „Post aus Hawaii“ ist für 24 Euro im Buchhandel erhältlich.

Sommerwogen: Eine Liebe in Briefen von Mark Twain in einer Übersetzung von Alexander Pechmann

Kurzbeschreibung
„Ich bin jung & sehr gutaussehend & sie ist wahrhaftig das schönste Mädchen, das ich je gesehen habe.“ Mark Twain war zweiunddreißig Jahre alt, als er sich zum ersten und einzigen Mal verliebte. Die Briefe an Livy Langdon, seine „Seelenschwester“, später Verlobte, Ehefrau und Mutter seiner Kinder, werden über die Jahre immer mehr zu amüsanten, anrührenden Lebenszeugnissen des berühmten Autors, der offen von seinen Erfolgen und Niederlagen, Hoffnungen und Ängsten schreibt und so manche Anekdote zum Besten gibt. Man findet darin eine lange Verteidigung des Rauchens, Spekulationen über die Unsterblichkeit der Seele, detektivische Nachforschungen über den geheimnisvollen Verehrer eines Dienstmädchens, Erinnerungen an Reisen, aber auch Verzweiflung über wirtschaftliche Fehlschläge und unheilbaren Schmerz über den Tod der Lieblingstochter Susy.

Die gebundene Ausgabe umfasst 304 Seiten und ist am 25. Januar 2010 im Aufbau Verlag erschienen. „Sommerwogen“ ist für 16,95 Euro im Buchhandel erhältlich.

Tom Sawyers Abenteuer / Huckleberry Finns Abenteuer. Aus dem Englischen übersetzt von Lore Krüger. Mit Bildern von Tatjana Hauptmann

Kurzbeschreibung
Die Geschichte der zwei witzigsten und bekanntesten Lausbuben der Literaturgeschichte erscheint hier in einer schönen Geschenkausgabe – neu und liebevoll illustriert von Tatjana Hauptmann.
„Verträumte Kindlichkeit und vitale Naivität hat sich Tatjana Hauptmann bewahrt. Beides spiegelt sich in ihren Zeichnungen wider und ist Teil ihres Erfolges bei Kindern wie auch bei jung gebliebenen Eltern.“ (Der Stern.)
Mit Tom Sayer begründete Mark Twain jenen neuen Typ des Entwicklungsromans, der sich scharf mit der Heuchelei und Verlogenheit der Gesellschaft auseinandersetzte und den er bereits wenige Jahre später mit -Huckleberry Finn- zu einem Höhepunkt führte. Tom Sawyer wurde zu einem der beliebtesten Kinderbücher, aber sowohl Twains ironische Anspielungen wie auch die Gestalt des gegen die spießbürgerliche Gesellschaft rebellierenden Huck lassen erkennen, daß die Sozialkritik des Autors an den erwachsenen Leser seiner Zeit gerichtet war.Zu Unrecht wird dieser Abenteuerroman gemeinhin als Jugendbuch bezeichnet: es lohnt sich, die Geschichte von Huckleberry und seinem Freund Nigger Jim auch später wieder und wieder zu lesen. In seinem Meisterwerk beleuchtet Mark Twain grundsätzliche Probleme moralischer und ethischer Natur und sprengt damit den Rahmen des Jugendbuches.

Die gebundene Ausgabe umfasst 816 Seiten,  ist am 26. März 2010 im Diogenes Verlag erschienen und für 29,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

Knallkopf Wilson von Mark Twain in einer Übersetzung von Reinhild Böhnke und einem Nachwort von Manfred Pfister

Kurzbeschreibung
Mark Twain als Krimiautor
Mark Twain war Stimme und Herz der amerikanischen Südstaaten. Wie schon in seinen beliebten Romanen um Tom Sawyer und Huckleberry Finn macht er auch in dieser burlesken Kriminalkomödie seine Heimat am Mississippi zum Schauplatz haarsträubender Verwicklungen. Ein unterhaltsamer Fund für Twain-Kenner wie -Neulinge.
Als sich der Jurist David Wilson in Dawson’s Landing niederlässt, steht er rasch im Ruf, ein Knallkopf zu sein. Allzu suspekt erscheinen sein schottischer Humor, seine Ostküsten-Provenienz und die Vorliebe für ausgefallene Hobbies: Der kauzige Eigenbrötler sammelt Fingerabdrücke, praktiziert das Handlesen und brütet mit Vorliebe über Alltagsweisheiten für einen nach ihm benannten Almanach. Dabei fällt Wilson nur auf den ersten Blick aus dem Rahmen, tummeln sich in dem gemütlichen Städtchen bei näherer Betrachtung doch noch weitere originelle Gestalten: Roxy, die Sklavin mit der hellen Haut; Sohn Chambers und Ziehsohn Tom, die Roxy als Säuglinge absichtlich vertauscht hat, und die nun nichtsahnend sehr unterschiedliche Lebenswege einschlagen; nicht zu vergessen Angelo und Luigi Capello, die ominösen Zwillinge aus florentinischem Adel. Verwechslung, Rollentausch und Betrug bestimmen den Alltag der Herren und Sklaven in Dawson†™s Landing, und am Ende geschieht gar ein Mord, bei dessen Aufklärung Knallkopf Wilson die Schlüsselrolle spielt.
Die Mark Twain (1835†“1910) eigene, einzigartige Mischung aus witziger Unterhaltung und beißender Kritik †“ an Standesdünkel und amerikanischem Südstaatenrassismus †“ zeichnen auch die vorliegende Kriminalgeschichte aus. Diese überrascht als zu Unrecht in Vergessenheit geratenes Werk, das den berühmten Romanen des populären Autors um nichts nachsteht.

Die gebundene Ausgabe umfasst 320 Seiten und ist am 15. März 2010 im Manesse Verlag erschienen. „Knallkopf Wilson“ ist für 19.95 Euro im Buchhandel erhältlich.

Frauenpower: Buchhändlerin schlägt Räuber mit einem Buch in die Flucht

„Das gibt´s doch nicht“

Polizei Kassel: Versuchter Überfall auf Buchhandlung Friedrich-Ebert-Straße – Angestellte schlug Räuber mit Buch in die Flucht

Ein bislang unbekannter Täter hat am gestrigen Montag versucht, eine Buchhandlung in der Friedrich-Ebert-Straße zu überfallen. Eine Angestellte schlug mit einem Buch den mit einem Messer bewaffneten Räuber in die Flucht.

Am 19.04.2010, etwa gegen 17.15 Uhr, betrat der Täter die Buchhandlung an der Friedrich-Ebert-Straße. Im Verkaufsraum befanden sich zu dieser Zeit der 50-jährige Geschäftsinhaber sowie eine 38 Jahre alte Angestellte. Der Räuber kramte zunächst sehr unbeholfen in seiner Umhängetasche und noch bevor er daraus ein Messer hervorholte erklärte er mit undeutlichen Worten „Kasse auf, machen Sie Kasse auf“. Erst als er seine Aufforderung wiederholte und er die beiden mit dem unterdessen aus der Tasche gezogenen Messer bedrohte, wurde dem 50-Jährigen und der 38-Jährigen bewusst, dass es sich um einen Überfall handelte.

Als die Opfer in der ersten Schrecksekunde nicht sofort reagierten, ging der Räuber, der beim Überfall eine Sonnenbrille trug, selbst zur Kasse, und versuchte sie vergebens zu öffnen. Die 38-jährige Angestellte ergriff daraufhin aus der Auslage ein dickes Buch und versuchte damit den Räuber zu schlagen. Der konnte dem Schlag ausweichen und bemerkte sehr verdutzt: „Das gibt´s doch nicht“. Nachdem ihm der Geschäftsinhaber auch noch einmal erklärte, ihm werde die Kasse nicht geöffnet, flüchtete der Täter unverrichteter Dinge aus dem Laden auf die Friedrich-Ebert-Straße.

Der Räuber wird von den Opfern wie folgt beschrieben:

Mann, ca. 30 Jahre alt, ca. 170 cm groß, schlank, Dreitagebart, vermutlich Deutscher. Er war mit einem dunklen Kapuzenshirt sowie einer dunklen Hose bekleidet. Die Kapuze trug er auf dem Kopf. Ebenfalls trug er eine sehr dunkle Sonnenbrille, durch deren Gläser man die Augenpartie nicht erkennen konnte. Die Brille hatte einen Rahmen, der sich der Kopfform insofern anpasste, dass sich die Augengläser, ähnlich einer Sportbrille, nach hinten biegen ließen.

Er führte eine diagonal zum Oberkörper getragene schwarze Umhängetasche mit einem weißen und einem gelben Streifen mit sich. Es könnte sich um eine Art Sporttasche gehandelt haben.

Das Messer soll eine etwa daumenbreite und ca. 10-15 cm lange Klinge gehabt haben, die beidseitig geschliffen war.

Als der Täter auf die Friedrich-Ebert-Straße lief, befanden sich einige Passanten auf der Straße, die den Mann möglicherweise gesehen haben könnten.

Zeugen, die Hinweise zu dem Räuber geben können, werden gebeten, sich unter 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. Die Ermittlungen hat das für Raubdelikte zuständige Kommissariat K 11 der Kasseler Kripo übernommen.

Quelle: Polizeipräsidium Nordhessen – Kassel via BuchMarkt.de

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Liebeserklärung eines Vaters: Unser allerbestes Jahr von David Gilmour

Unser allerbestes Jahr von David Gilmour

Die Geister scheiden sich an David Gilmours Roman „Unser allerbestes Jahr“. Selten sind die Kritiken über einen Bestseller, und das ist dieser Erziehungsratgeber eindeutig, so zwiespältig.

Einige halten die Story für langweiligen, banalen, Heile-Welt-Kitsch, andere, und die überwiegen mittlerweile,  halten den Roman für weise, realistisch und hilfreich im Umgang mit pubertierenden Söhnen. Vielleicht muss man sich einfach für das Genre Film interessieren, um einen Zugang zu dem Buch zu bekommen.

„Ein Roman der Eltern wie auch Jugendliche anspricht, denn in diesen hunderten von Stunden Filmclub, wurden Türen zu allen möglichen Gesprächsthemen geöffnet. Der Leser sitzt praktisch neben den beiden und kann sich sehr gut in David wie auch in Jesse Gilmour versetzten, sie erleben und an dieser wirklich besonderen Beziehung teilhaben. Nebenbei lernt man sehr viel über Filme, deren Dreh, Hintergründe, Regisseure und wichtige Filmszenen“, schreibt ein Rezensent auf Amazon.de

Kurzbeschreibung
Filme können Familien retten!
Eine herzerwärmende, witzige und auch nachdenkliche Hommage eines Vaters an seinen Sohn. Ein Buch voller Lebensweisheit, das uns allen bestätigt, dass wir weder als Eltern noch als Kinder perfekt sein müssen. Und dass Filme Familien retten können. Jesse verlässt die verhasste Schule – mit Erlaubnis des Vaters! Um den Kontakt zu seinem Sohn nicht zu verlieren, trifft David mit seinem Sohn ein außergewöhnliches Abkommen:

1. Keine Drogen! und
2. der „Unterricht“ wird anhand von 3 Filmen pro Woche weitergeführt.

Mit wachsender Begeisterung für die Filme und die gemeinsam gestalteten Stunden macht sich Jesse auf eigene Liebes- und berufliche Wege, um schließlich eine überraschende Entscheidung zu treffen…

Die 256 Seiten umfassende Taschenbuchausgabe ist im April 2010 im Fischer Verlag erschienen. „Unser allerbestes Jahr“ ist für 9,95 Euro im Buchhandel erhältlich.

Pressestimmen
„Jeder, der Eltern oder Kind ist oder jemals im Kino war, wird dieses Buch lieben! „Newsweek
„Ein zu Herzen gehendes Buch darüber, was es heißt, seinen Platz im Leben zu finden und für jemanden da zu sein. Ganz selten hat mich ein Buch wirklich glücklich gemacht. So ein Buch ist „Unser allerbestes Jahr“.“New York Times

Über den Autor
David Gilmour, Jahrgang 1949, lebt in Toronto, Kanada, und ist Filmkritiker, Buchautor und Journalist. Sein 16-jähriger Sohn Jesse schmiss die Schule und schaute sich mit seinem Vater zusammen Filme an. Wie es mit Jesse weiterging? Hören Sie selbst!

Lebensgefühl: Es färbte sich die Wiese grün…

Die in den 1970er Jahren populäre deutsche Rockband Novalis verwendete für ihre Songs eigene Lyrik, aber auch Gedichte des Namensgebers Friedrich Freiherr von Hardenberg, der unter dem Pseudonym Novalis publizierte.

„Es färbte sich die Wiese grün“ stammt aus dem 1975 erschienenen Album „Novalis“.

Es färbte sich die Wiese grün
Und um die Hecken sah ich blühn,
Tagtäglich sah ich neue Kräuter,
Mild war die Luft, der Himmel heiter.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Und immer dunkler ward der Wald
Auch bunter Sänger Aufenthalt,
Es drang mir bald auf allen Wegen
Ihr Klang in süßen Duft entgegen.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Es quoll und trieb nun überall
Mit Leben, Farben, Duft und Schall,
Sie schienen gern sich zu vereinen,
Daß alles möchte lieblich scheinen.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

So dacht ich: ist ein Geist erwacht,
Der alles so lebendig macht
Und der mit tausend schönen Waren
Und Blüten sich will offenbaren?
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.
Vielleicht beginnt ein neues Reich.
Der lockre Staub wird zum Gesträuch
Der Baum nimmt tierische Gebärden
Das Tier soll gar zum Menschen werden.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Wie ich so stand und bei mir sann,
Ein mächtger Trieb in mir begann.
Ein freundlich Mädchen kam gegangen
Und nahm mir jeden Sinn gefangen.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Sie ging vorbei, ich grüßte sie,
Sie dankte, das vergeß ich nie.
Ich mußte ihre Hand erfassen
Und Sie schien gern sie mir zu lassen.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Uns barg der Wald vor Sonnenschein
Das ist der Frühling fiel mir ein.
Kurzum, ich sah, daß jetzt auf Erden
Die Menschen sollten Götter werden.
Nun wußt ich wohl, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Novalis (eigentl. Friedrich Freiherr von Hardenberg – 1772 bis 1801)