Spiegel-Bestseller Hardcover Woche 07/2013

Platz 1 : Er ist wieder da: Der Roman von Timur Vermes

Das Washington-DekretPlatz 2 : Das Washington-Dekret von Jussi Adler-Olsen

Die Schriften von AccraPlatz 3 : Die Schriften von Accra von Paulo Coelho

Platz 4 : Wir sind doch Schwestern von Anne Gesthuysen

Platz 5 : Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green

Die verlorenen SpurenPlatz 6 : Die verlorenen Spuren von Kate Morton

Back to BloodPlatz 7 : Back to Blood von Tom Wolfe

Platz 8 : Böser Wolf von Nele Neuhaus

Cassia & Ky 03Platz 9 : Cassia & Ky 03 – Die Ankunft von Ally Condie

Die ZwölfPlatz 10 : Passage-Trilogie 02 – Die Zwölf von Justin Cronin

Quelle: Spiegel Online Kultur

Spiegel-Bestseller Paperback Belletristik Woche 07/2013

Platz 1 : Shades of Grey 01 – Geheimes Verlangen von E. L. James

Platz 2 : Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Platz 3 : Shades of Grey 03 – Befreite Lust von E. L. James

Platz 4 : Shades of Grey – Gefährliche Liebe von E. L. James

Frank Bsirske mach Urlaub auf KrkPlatz 5 : Frank Bsirske macht Urlaub auf Krk von Oliver Welke u. Dietmar Wischmeyer

Platz 6 : 80 Days – Die Farbe der Lust von Vina Jackson

Der WinterpalastPlatz 7 : Der Winterpalast von Eva Stachniak

Die Farbe der ErfüllungPlatz 8 : 80 Days 03 – Die Farbe der Erfüllung von Vina Jackson

Platz 9 : Schwarze Piste von Andreas Föhr

Platz 10 : Die Frauen, die er kannte von Michael Hjorth u. Hans Rosenfeldt

Quelle: Spiegel Online Kultur

Spiegel-Bestseller Taschenbücher Woche 07/2013

Crossfire 01Platz 1 : Crossfire 01 – Versuchung von Sylvia Day

Der Fall ColliniPlatz 2 : Der Fall Collini von Ferdinand von Schirach

Platz 3 : Marina von Carlos Ruiz Zafón

Platz 4 : Schiffbruch mit Tiger von Yann Martel

Platz 5 : Die hellen Tage von Zsuzsa Bánk

Platz 6 : Das Lächeln der Frauen: Roman von Nicolas Barreau

Platz 7 : Der Mann, der kein Mörder war von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt

Platz 8 : Tschick von Wolfgang Herrndorf

Nein! Ich geh nicht zum Seniorentreff!Platz 9 : Nein! Ich geh nicht zum Seniorentreff! von Virginia Ironside

Der SargPlatz 10 : Der Sarg von Arno Strobel

Quelle: Spiegel Online Kultur

Elke Heidenreich über „Der Trafikant“ von Robert Seethaler im Literaturclub [Video]

Der TrafikantAm 29. Januar 2013 diskutieren Stefan Zweifel, Elke Heidenreich, Hildegard E. Keller und Rüdiger Safranski wieder über Bücher im †œLiteraturclub† im Schweizer Fernsehen. Elke Heidenreich stellte Robert Seethalers im September 2012 bei Kein & Aber erschienenen Roman „Der Trafikant“ vor. Sie bezeichnet das Buch als zart, leise, sanft und poetisch – als kleine Kostbarkeit mit einer stimmigen Geschichte. Nachfolgend das Video zur Sendung:

Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 3. September 2012 bei Kein & Aber (256 Seiten)
Österreich 1937: Der 17-jährige Franz Huchel verlässt sein Heimatdorf, um in Wien als Lehrling in einer Trafik einem Tabak-und Zeitungsgeschäft sein Glück zu suchen. Dort begegnet er eines Tages dem Stammkunden Sigmund Freud und ist sofort fasziniert von dessen Ausstrahlung. Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine un- gewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden unterschiedlichen Männern. Als sich Franz kurz darauf Hals über Kopf in die Varietétänzerin Anezka verliebt und in eine tiefe Verunsicherung stürzt, sucht er bei Professor Freud Rat. Dabei stellt sich jedoch schnell heraus, dass dem weltbekannten Psychoanalytiker das weibliche Geschlecht ein mindestens ebenso großes Rätsel ist wie Franz. Ohnmächtig fühlen sich beide auch angesichts der sich dramatisch zuspitzenden politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse. Und schon bald werden sie und Anezka jäh vom Strudel der Ereignisse auseinandergerissen.

Hilary Mantel über die Frankfurter Buchmesse in „Wölfe“

WölfeFrühling 1528: „Fahren Sie dies Jahr nach Frankfurt, Master Cromwell? Nein? Ich dachte, der Kardinal würde Sie vielleicht zur Messe schicken, damit Sie sich unter die ketzerischen Buchhändler mischen. Er gibt eine Menge Geld aus, um ihre Schriften aufzukaufen, aber die Flut des Unrats lässt niemals nach.“ (Wölfe: Seite 145)

Hand aufs Herz, wer hat gewusst, dass im Frühjahr 1528, also vor fast 500 Jahren, in Frankfurt schon mit Büchern gehandelt wurde? Tatsächlich kann die Frankfurter Buchmesse auf eine mehr als 500-jährige Tradition zurückblicken, denn es gab sie schon in der frühen Neuzeit. Nachdem Johannes Gutenberg (etwa 1400 bis 1468) in Mainz den Buchdruck revolutioniert hatte, wurde die Frankfurter Buchmesse zu einem Umschlagsort, an dem der Handschriftenhandel durch den Verlagsbuchhandel abgelöst wurde.

In der zitierten Stelle in Hilary Mantels historischem Roman „Wölfe“ geht´s natürlich um Luthers Bestseller, die übersetzte Bibel. Schon immer war der Widerstand gegen Einschränkungen, der Reiz des Verbotenen so groß, dass die Menschen dafür selbst den Tod riskierten. Wer Anfang des 16. Jahrhunderts in England vom Lordkanzler Thomas More mit der Lutherbibel erwischt wurde, musste damit rechnen, verbrannt zu werden. Im Roman trifft Thomas More auf Seite 145 Thomas Cromwell. Mantel beschreibt More als freundlich und schäbig – mit schmuddeligem Hemdkragen. In seinen Pamphleten gegen Luther nennt er ihn Scheiße, er sei der Anus der Welt. Keiner, so Mantel, habe die lateinische Sprache vulgärer gemacht als More.

„Wölfe“ ist der erste Band der als Trilogie angelegten Buchreihe über Thomas Cromwell (um 1485 bis 1540). Der Roman beginnt im Jahr 1500, als Cromwell als 15-Jähriger sein Land verlässt und endet im Juli 1535. Die Autorin erhielt dafür im Jahr 2009 u.a. den renommierten Man Booker Preis. Die Fortsetzung erscheint Ende Februar 2013 in der deutschsprachigen Übersetzung unter dem Titel „Falken“. Hierfür erhielt Hilary Mantel im letzten Jahr wiederum den Man Booker Preis.

Hilary Mantel schreibt ungeheuer präzise und lebendig – nie klischeehaft oder gar langweilig. Dennoch ist der Einstieg in die Story nicht einfach und man sollte dem Buch unbedingt mehr als die typischen 50 Seiten einräumen. Der Vorname Thomas scheint in der Zeit besonders beliebt gewesen zu sein. Thomas Cromwell, Thomas More, Thomas Wolsey, der Kardinal, die übrigens unter Heinrich dem VIII. letztendlich alle zum Tode verurteilt wurden, sind anfangs nicht leicht auseinander zu halten. Nach spätestens 100 Seiten ist man dann allerdings so gefangen ist dieser Zeit der großen sozialen und religiösen Veränderungen, die Heinrich VIII. im 16. Jahrhundert in England auslöste, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag.

Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 13. Dezember 2010 im Dumont Buchverlag
England im Jahr 1520: Das Königreich ist nur einen Pulsschlag von der Katastrophe entfernt. Sollte der König ohne männlichen Erben sterben, würde das Land durch einen Bürgerkrieg verwüstet. Henry VIII. möchte seine Ehe annullieren lassen und Anne Boleyn heiraten. Der Papst und ganz Europa sind dagegen. Die Scheidungsabsichten des Königs schaffen ein Machtvakuum, in das Thomas Cromwell tritt: Die Werkzeuge dieses politischen Genies sind Bestechung, Einschüchterung und Charme. Aus der Asche persönlichen Unglücks steigt er auf und bahnt sich seinen Weg durch die Fallstricke des Hofes, an dem „der Mensch des Menschen Wolf“ ist. Hilary Mantel hat mit Wölfe etwas sehr Rares geschaffen: einen wahrhaft großen Roman, der seinem historischen Gewand zum Trotz höchst zeitgemäß ist. Auf einzigartige Weise erforscht er die Choreografie der Macht.